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Kabel vs Faser

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  1. Kabel vs Faser

    Autor: plutoniumsulfat 18.10.18 - 00:43

    > Homann weiß, dass im Kabelnetz oft zu viele Haushalte an einem Node oder Cluster hängen und sich die Kapazität teilen müssen. Daher kann das Kabelnetz echte Glasfaser nicht ersetzen.

    Natürlich nicht, aber der Provider kann wesentlich einfacher aufrüsten, weil die letzte Meile schon seit Jahren GBit kann. Das "Kabel-Vectoring" ist also wesentlich leistungsfähiger.

  2. Re: Kabel vs Faser

    Autor: Pornstar 18.10.18 - 01:46

    Sieht man ja wie das bei Vodafone funktioniert. Dauert teilweise länger als ein Jahr bis ein paar hundert MBit mehr Kapazitäten im sowieso schon überlastet en Netz geschaffen werden.

  3. Re: Kabel vs Faser

    Autor: bombinho 18.10.18 - 10:02

    Pornstar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sieht man ja wie das bei Vodafone funktioniert. Dauert teilweise länger als
    > ein Jahr bis ein paar hundert MBit mehr Kapazitäten im sowieso schon
    > überlastet en Netz geschaffen werden.

    Dann frage ich mich, warum der Zustrom nach wie vor ungebrochen ist?
    Wollen die Leute etwa gar nichts Anderes als die angeblich permanent und ueberall ueberlasteten Netze oder wird da aus Einzelfaellen eine Regel gemacht?

    Von den Leuten in meinem Umkreis hat sich noch keiner beschwert oder Schwierigkeiten gehabt etliche GB in kuerzester Zeit herunter zu laden.

    Insofern kann ich dann mit der selben Berechtigung die Regel aufstellen, dass Kabelanschluesse nie ueberlastet sind.

    Die ueberlasteten DSL-Anschluesse werden aber gerne unter den Tisch gekehrt und im besten Fall darauf hingewiesen, dass da ja eigentlich schon Abhilfe geschaffen wurde. Dass dem immer noch nicht ueberall so ist, sei es drum. Der Wille zaehlt.
    Nachtrag: Dabei handelt es sich regelmaessig um Anschluesse, die selbst zu guten Zeiten weniger Bandbreite haben als von wirklich uebel ueberlasteten Kabelanschluessen in deren dunkelsten Momenten berichtet wurde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.10.18 10:10 durch bombinho.

  4. Re: Kabel vs Faser

    Autor: PiranhA 18.10.18 - 10:37

    Als jemand der beim Umzug auch den Wechsel von 50 MBit VDSL zu 150 MBit Kabel vollzogen hat, kann ich das Gejammer schon etwas nachvollziehen. Ich bin zwar zufrieden mit dem Kabelanschluss, aber die Leitung schwankt schon deutlich stärker. Ich hab mal über Monate jede Stunde einen Speedtest auf meinem NAS gemacht. Bei VDSL waren die Werte relativ stabil (um die 48 MBit). Bei Kabel sind die zwar immer über den gewohnten 50 MBits, aber mit einer großen Streuung zwischen 60 und 130 MBit. Vor allem abhängig vom Server merkt man da erhebliche Unterschiede, je nachdem über welchen Peering-Punkt die Daten gehen.

    Ich will mich eigentlich nicht beschweren, weil man im Alltag davon relativ wenig mitbekommt. Bei Netflix sind mir noch keine Probleme aufgefallen. Bei Amazon dauert es aber manchmal etwas länger, bis aus dem Pixelmatsch ein HD-Bild wird. Manchmal ist es auch sofort da, aber die Schwankungen kannte ich bei VDSL halt nicht.

  5. Re: Kabel vs Faser

    Autor: /mecki78 18.10.18 - 12:23

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich nicht, aber der Provider kann wesentlich einfacher aufrüsten,
    > weil die letzte Meile schon seit Jahren GBit kann.

    Das Hauptproblem dürfte hier eher die in-Haus Verkabelung sein. In der Anfangszeit des TV Kabels, so um 1985, hat man Kabel verlegt, die nur für ca. 250 MHz gedacht waren. Ab 1988 wurden Kabel verlegt, die für ca. 300 MHz gedacht waren. Irgendwann Anfang der 90er hat man dann zu Kabeln mit ca. 470 MHz gewechselt; davon dürften am meisten verlegt worden sein. Diese wurden dann irgendwann von Kabeln mit ca. 650 MHz verdrängt. Aktuell würde man in Neubauten Kabel für bis zu ca. 870 MHz verlegen.

    Die alten Kabel gehören schon lange gewechselt, aber in einem Haus reißt man halt nicht einfach so Kabel aus der Wand. Ich kenne viele Häuser, wo Signale bis 800 MHz auf Kabel laufen, die nur für 470 MHz ausgelegt sind. Das geht durchaus, aber das geht nicht gut. Die Dämpfung der Signale über 470 MHz ist enorm und der Rauschabstand entsprechend sehr schlecht. Dennoch haben die einen derart fetten Verstärker im Keller und die Kabelwege sind auch zum Glück noch so kurz, dass dass gerade noch so hinhaut bei DVD-C (analog wäre das Bild schon krisillig und verrauscht, aber die Fehlerkorrektur in DVB-C reißt das meistens wieder raus und hier und da ein kaputter Block im Bild fällt gar nicht so auf). Es ist halt gerade noch so im Grenzbereich; lass das Kabel ein paar Meter länger sein und das Signal ist zu schwach.

    Aktuelle 870 MHz Kabeln wären mit den derzeitigen Verfahren für über 6 Gbit/s gut, wenn man sie komplett für Internet nutzen würde und quasi kein Fernseh- oder Radiosignal mehr anliegt. Dann könnte man aber auch ein effektiveres Übertragungsverfahren wählen, denn DOCSIS ist nicht sonderlich effizient, sondern lediglich darauf hin ausgerichtet, dass es zu DVB-C kompatibel ist und das bräuchte man natürlich nicht mehr, wenn Radio und Fernsehen komplett weg fällt. Da wäre also noch weiter Luft nach oben, vielleicht für bis zu 10 Gbit/s. Allerdings dann, wenn du wirklich über die gesamte Strecke 870 MHz Kabel hast.

    /Mecki

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