Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Telefónica-Chef Haas: Deutschland…

Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: scrumdideldu 13.08.18 - 11:41

    Mal kein totaler Bullshit den ein Konzernleiter von sich gibt.

    Wieso sollte ein neuer Wettbewerber Funklöcher schließen? Diese Funklöcher gibt es weil es für die Anbieter nicht lukrativ genug ist. Ein neuer Anbieter wird sich also logischerweise auch auf die Ballungsräume stürzen denn dort kann er einen Masten optimal auslasten.

    Da es aber schon mit der Breitbandoffensive nicht wirklich flächendeckend klappt (bei mir ist immer noch DSL-Light mit 0,5MBit verfügbar) wird das bei Mobil auch nicht besser werden.

  2. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: forenuser 13.08.18 - 11:52

    Es muss bei der Vergabe vor allem darauf geachten werden, dass diesmal 100% der Fläche und nicht 95% der Bevölkerung bedient werden.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  3. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: RipClaw 13.08.18 - 11:53

    scrumdideldu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal kein totaler Bullshit den ein Konzernleiter von sich gibt.
    >
    > Wieso sollte ein neuer Wettbewerber Funklöcher schließen? Diese Funklöcher
    > gibt es weil es für die Anbieter nicht lukrativ genug ist. Ein neuer
    > Anbieter wird sich also logischerweise auch auf die Ballungsräume stürzen
    > denn dort kann er einen Masten optimal auslasten.

    > Da es aber schon mit der Breitbandoffensive nicht wirklich flächendeckend
    > klappt (bei mir ist immer noch DSL-Light mit 0,5MBit verfügbar) wird das
    > bei Mobil auch nicht besser werden.

    Ich wäre ja dafür das ein nationale Roaming eingeführt wird in das sich auch lokale Anbieter einklinken könnten.

    So könnte eine Gemeinde selber für Abdeckung sorgen indem z.B. ein lokales Stadtwerk mehrere kleine Mobilfunkzellen aufspannt dort wo weiße Flecken sind.

    Stadtwerke die sich im Besitz der Kommune befinden müssen keine Investoren oder Aktionäre mit hohen Gewinnen zufriedenstellen sondern können auch mal längerfristige Investionen fahren. Über Durchleitungsgebühren könnte man dann die Investitionen wieder rein holen.

  4. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: senf.dazu 13.08.18 - 12:17

    Vielleicht muß man aber auch wenn der Wettbewerb in den Ballungsräumen härter wird und die Einnahmen sinken nach neuen Pfründen umsehen ?

    Und vielleicht ist ja auch der schlechte Ausbau der Republik mit Glasfaser das eigentliche Problem ?

    Und die (aus der schlechten Glasfaseranbindung resultierenden?) mikrigen Datenvolumen sind vielleicht schon was was offenbar mehr Konkurrenz braucht ..

    Da ist das Versteigern und die Reinvestition in Glasfaserförderung für unterentwickelte Landesteile ja vielleicht auch zielführend ?

    Aber sinkende Mobildfunkpreise, mehr Datenvolumen und mehr Geld an die Glasfaserfirmen, mehr Wettbewerber das ist natürlich alles schlecht für die sprudelnden Einnahmen weil wohl eh jeder schon ein Smartphone hat.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 13.08.18 12:27 durch senf.dazu.

  5. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: dl01 13.08.18 - 12:41

    > So könnte eine Gemeinde selber für Abdeckung sorgen indem z.B. ein lokales Stadtwerk mehrere kleine Mobilfunkzellen aufspannt dort wo weiße Flecken sind.
    Bitte nicht. Damit entsteht mittelfristig dieselbe Situation, wie sie im Festnetzmarkt schon lange Realität ist: Die Netzbetreiber picken sich die Rosinen raus und überlassen die Versorgung der weniger lukrativen Standorte dem Steuerzahler. Das ist ein klassischer Fall von "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren".

    IMHO: Genau wie Festnetz ergibt es im Mobilfunk überhaupt keinen Sinn, mehrere Netze parallel zu betreiben. Auf dem Land bauen (derzeit) 3 Netzbetreiber für viel Geld (identische) Infrastrukturen auf, welche häufig nur "idlen" und entsprechend nicht kostendeckend arbeiten. In dicht bevölkerten Gebieten gibt es hingegen oft Asymmetrien bei der Auslastung: Das Netz von o² läuft regelmäßig am Limit, während die Kapazitäten der Telekom und Vodafone nicht abgerufen werden.

    IMHO 2: Ein einziger Netzbetreiber, welcher sämtliche Mobilfunk-Frequenzbänder aus einer Single RAN-Anlage bedient, könnte das Maximum aus den knappen Ressourcen rausholen. Die derzeitigen Mobilfunker (Telekom, Vodafone, o²) werden zu MVNOs degradiert und kaufen nur noch Kapazitäten ein. Auf dem Land können so teure Doppelstrukturen vermieden werden, in der Stadt gibt es dafür eine bessere Auslastung der Frequenzen bei höherer Netzqualität.

    Nun gut, ich beginne schon wieder zu träumen.

  6. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: Bashguy 13.08.18 - 12:52

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > scrumdideldu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Mal kein totaler Bullshit den ein Konzernleiter von sich gibt.
    > >
    > > Wieso sollte ein neuer Wettbewerber Funklöcher schließen? Diese
    > Funklöcher
    > > gibt es weil es für die Anbieter nicht lukrativ genug ist. Ein neuer
    > > Anbieter wird sich also logischerweise auch auf die Ballungsräume
    > stürzen
    > > denn dort kann er einen Masten optimal auslasten.
    >
    > > Da es aber schon mit der Breitbandoffensive nicht wirklich
    > flächendeckend
    > > klappt (bei mir ist immer noch DSL-Light mit 0,5MBit verfügbar) wird das
    > > bei Mobil auch nicht besser werden.
    >
    > Ich wäre ja dafür das ein nationale Roaming eingeführt wird in das sich
    > auch lokale Anbieter einklinken könnten.
    >
    > So könnte eine Gemeinde selber für Abdeckung sorgen indem z.B. ein lokales
    > Stadtwerk mehrere kleine Mobilfunkzellen aufspannt dort wo weiße Flecken
    > sind.
    >
    > Stadtwerke die sich im Besitz der Kommune befinden müssen keine Investoren
    > oder Aktionäre mit hohen Gewinnen zufriedenstellen sondern können auch mal
    > längerfristige Investionen fahren. Über Durchleitungsgebühren könnte man
    > dann die Investitionen wieder rein holen.

    Für den Laien mag das sinnvoll erscheinen, aber ich kann dir sagen, dass das eine Katastrophe wäre. Der Overhead bezüglich Absprachen/Abstimmung wäre immens. Es ist alles andere als einfach ein Mobilfunknetz zu betreiben. Im Festnetz mag das alles so funktionieren mit regionalen Betreibern, aber die Technik ist deutlich weniger komplex.

    Entweder es gibt eine zentrale Organisation, die in Deutschland die Infrastruktur baut und an alle untervermietet, oder man bleibt bei dem jetzigen Stand. Parallele Infrastruktur ist eigentlich Blödsinn, aber es ist jetzt nunmal so. Das wird man auch nicht mehr ändern können, dafür hängen zu viele Arbeitsplätze dahinter.

    Ein vierter Netzbetreiber oder national Roaming wäre der Tod für neue Investitionen.

  7. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: RipClaw 13.08.18 - 13:02

    Bashguy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Für den Laien mag das sinnvoll erscheinen, aber ich kann dir sagen, dass
    > das eine Katastrophe wäre. Der Overhead bezüglich Absprachen/Abstimmung
    > wäre immens. Es ist alles andere als einfach ein Mobilfunknetz zu
    > betreiben. Im Festnetz mag das alles so funktionieren mit regionalen
    > Betreibern, aber die Technik ist deutlich weniger komplex.

    Das Festnetz funktioniert weil man hier mit Standards arbeitet.
    Wieso sollte sowas nicht im Mobilfunknetz funktionieren ?
    Technische Gründe sehe ich keine.

    > Entweder es gibt eine zentrale Organisation, die in Deutschland die
    > Infrastruktur baut und an alle untervermietet, oder man bleibt bei dem
    > jetzigen Stand. Parallele Infrastruktur ist eigentlich Blödsinn, aber es
    > ist jetzt nunmal so. Das wird man auch nicht mehr ändern können, dafür
    > hängen zu viele Arbeitsplätze dahinter.
    >
    > Ein vierter Netzbetreiber oder national Roaming wäre der Tod für neue
    > Investitionen.

    Komischerweise funktionieren solche Netze mit nationalem Roaming in anderen Ländern auch.
    Anscheinend gibt es dort nicht diese "Jeder gegen jeden" Mentalität.

  8. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: Rolf Schreiter 13.08.18 - 13:03

    "Mal kein totaler Bullshit den ein Konzernleiter von sich gibt."

    Wie auch, er muss es schließlich wissen, denn er hat ja selber das schlechteste Netz in Deutschland, worauf man auch konsequent über viele Jahre hingearbeitet hat ("die Nutzer brauchen überhaupt nicht so ein schnelles Internet" im Jahr 2006 z. B.).

    Und nein, das ist kein Troll-Beitrag, sondern ernst gemeint!
    Wer mehr als 10 Jahre die Entwicklung von O2 verfolgt hat und was der Chef dort immer sagte weiß was ich meine.

  9. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: RipClaw 13.08.18 - 13:08

    dl01 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > So könnte eine Gemeinde selber für Abdeckung sorgen indem z.B. ein
    > lokales Stadtwerk mehrere kleine Mobilfunkzellen aufspannt dort wo weiße
    > Flecken sind.
    > Bitte nicht. Damit entsteht mittelfristig dieselbe Situation, wie sie im
    > Festnetzmarkt schon lange Realität ist: Die Netzbetreiber picken sich die
    > Rosinen raus und überlassen die Versorgung der weniger lukrativen Standorte
    > dem Steuerzahler. Das ist ein klassischer Fall von "Gewinne privatisieren,
    > Verluste sozialisieren".

    Ist doch jetzt auch schon so.

    [www.golem.de]

    Die andere Möglichkeit wäre eine Verpflichtung zu fächendeckenden Ausbau. Und zwar wirklich flächendeckend und nicht bezogen auf X Prozent der Haushalte. Da werden die aber auch jammern bis zum geht nicht mehr.

    > IMHO: Genau wie Festnetz ergibt es im Mobilfunk überhaupt keinen Sinn,
    > mehrere Netze parallel zu betreiben. Auf dem Land bauen (derzeit) 3
    > Netzbetreiber für viel Geld (identische) Infrastrukturen auf, welche häufig
    > nur "idlen" und entsprechend nicht kostendeckend arbeiten. In dicht
    > bevölkerten Gebieten gibt es hingegen oft Asymmetrien bei der Auslastung:
    > Das Netz von o² läuft regelmäßig am Limit, während die Kapazitäten der
    > Telekom und Vodafone nicht abgerufen werden.

    > IMHO 2: Ein einziger Netzbetreiber, welcher sämtliche
    > Mobilfunk-Frequenzbänder aus einer Single RAN-Anlage bedient, könnte das
    > Maximum aus den knappen Ressourcen rausholen. Die derzeitigen Mobilfunker
    > (Telekom, Vodafone, o²) werden zu MVNOs degradiert und kaufen nur noch
    > Kapazitäten ein. Auf dem Land können so teure Doppelstrukturen vermieden
    > werden, in der Stadt gibt es dafür eine bessere Auslastung der Frequenzen
    > bei höherer Netzqualität.
    >
    > Nun gut, ich beginne schon wieder zu träumen.

    Genau über solche Alternativen Modelle muss man aber nachdenken. Von alleine wird sich die Situation nicht ändern wenn man weiter die 3 großen Anbieter in ihrem Oligopol wursteln lässt.

  10. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: Bashguy 13.08.18 - 13:11

    @RipClaw: Weißt du wie viele Features es im Mobilfunk gibt, die man nutzen kann oder auch nicht? Es gibt unzählige Varianten, wie du dein Netz parametrisieren kannst. Du brauchst ein einheitliches Layering-Konzept, damit du saubere Handover hast. Wie ich bereits gesagt habe, der Aufwand in Bezug auf die Abstimmung von regionalen Betreibern wäre immens. Zumal jeder Neztbetreiber jemand benötigt, der das übernimmt. Bei den großen Providern wird das zentral gemacht.

    Mal ganz davon abgesehen, dass du zentrale Infrastruktur benötigst. Das würde mit einem regionalen Ansatz überhaupt nicht funktionieren.

    Würde man jetzt national Roaming einführen, würde O2 auf dem Land gar nicht mehr ausbauen und darauf vertrauen, dass Vodafone/Telekom dort ausbauen.

    Dann hätten wir dieselbe Scheiße wie im Festznetz auch, dass viele rumschreien, aber niemand wirklich selber Geld in die Hand nimmt. Funktioniert es im Festznetz? Nein, warum also sollte man dasselbe Konzept im Mobilfunk einführen?

    Dann würdest du Resellern Tür und Tor öffnen, sodass jeder seine Investitionen nochmal überdenken würde.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 13.08.18 13:15 durch Bashguy.

  11. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: RipClaw 13.08.18 - 13:20

    Bashguy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @RipClaw: Weißt du wie viele Features es im Mobilfunk gibt, die man nutzen
    > kann oder auch nicht? Es gibt unzählige Varianten, wie du dein Netz
    > parametrisieren kannst. Du brauchst ein einheitliches Layering-Konzept,
    > damit du saubere Handover hast. Wie ich bereits gesagt habe, der Aufwand in
    > Bezug auf die Abstimmung von regionalen Betreibern wäre immens. Zumal jeder
    > Neztbetreiber jemand benötigt, der das übernimmt. Bei den großen providern
    > wird das zentral gemacht.

    > Würde man jetzt national Roaming einführen, würde O2 auf dem Land gar nicht
    > mehr ausbauen und darauf vertrauen, dass Vodafone/Telekom dort ausbauen.

    O2 baut auf dem Land sowieso nicht besonders viel aus. Da würde sich also nichts ändern.

    > Dann hätten wir dieselbe Scheiße wie im Festznetz auch, dass viele
    > rumschreien, aber niemand wirklich selber Geld in die Hand nimmt.
    > Funktioniert es im Festznetz? Nein, warum also sollte man dasselbe Konzept
    > im Mobilfunk einführen?

    Hast du eine Alternative ?

    Dem Chef eines riesigen Konzerns ist doch die Gemeinde in Brandenburg ohne Empfang herzlich egal so lange da kein Japanischer Sender drüber berichtet und den Konzern so öffentlich blamiert.

    Hingegen der Gemeinde ist es nicht egal ob die Bürger versorgt sind oder nicht. Und wenn die Gemeinde zu den Providern rennt und da mal anfragt dann lachen die den Bürgermeister nur aus.

    Soll jetzt über jedes Funkloch in Deutschland so lange berichtet werden bis die Konzerne sich mal bequemen die Lücke zu schließen ?

    > Dann würdest du Resellern Tür und Tor öffnen, sodass jeder seine
    > Investitionen nochmal überdenken würde.

    Und Reseller sind schlecht weil ?

  12. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: Bashguy 13.08.18 - 13:32

    Eine Alternative habe ich nicht. Wie ich bereits oben geschrieben habe, entweder es gibt eine zentrale Organisation, die die Infrastruktur an alle Provider vermietet (wird nicht passieren, weil zu viele Arbeitsplätze daran hängen und zu viel Infrastruktur bereits steht), oder man bleibt bei dem jetzigen Modell.

    Reseller sind aus folgendem Grund schlecht:

    Würdest du national Roaming einführen, könnten sich die Reseller etablieren, ohne an einen konkreten Vertragspartner gebunden zu sein (wie es jetzt mit Blau.de etc geregelt ist). Die Bundesnetzagentur müsste, wie im Festnetz auch, eine Gebühr festlegen, damit es für Reseller lukrativ bzw. überhaupt möglich ist, sich zu etablieren. So, grundsätzlich möglich.

    Jeder Mensch in De ist bereit eine bestimmte Menge Geld für seinen Mobilfunkvertrag auszugeben.

    Nun müsstest du diese Menge Geld aller Menschen in DE auf 3 Provider mit Infrasktruktur und X Reseller verteilen, als nur auf 3 Provider.

    Du würdest also jedem der drei Provider Geld wegnehmen und es den Resellern geben. Dies würden ur zusätzliche Arbeitsplätze finanzieren, aber keine neue Infrastruktur bei den Providern.
    Ergo würdest du alle Investitionen torpedieren.

    Klar, jeder hätte dann für den Moment ein besseres Netz, aber die Investitionen für die Zukunft wären dramatisch gefährdet.

  13. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: |=H 13.08.18 - 15:22

    Ob der Staat das Netz ausbaut und vermietet, oder ob es die Gemeinde macht ist im Endeffekt doch egal. In beiden Fällen wird der Steuerzahler den Ausbau der weißen Flecken vorfinanzieren.
    Wenn man sich an die Zeiten der Bundespost zurück denkt und die Preise damals würde ich auch nicht davon ausgehen, dass es dadurch günstiger würde. Schaue ich mit dann die Straßen an - egal ob auf Gemeinde- Landes- oder Bundesebene, graust es mir eher vor der Infrastruktur, die mich dann erwartet.
    Der Staat ist nicht der Heilsbringer und vor allem in der Regel nicht effizient, sondern ein Verwaltungs- und Bürokratiemonster.

  14. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: Bashguy 13.08.18 - 16:22

    In diesem Fall ist es aber eben genau anders herum.

    Mobilfunk wird in vielen Bereichen zentral verwaltet und gesteuert/konfiguriert. Ich kann es jetzt nicht näher erläutern (wird zu komplex, dafür müsste ich hier die Grundlagen erklären), aber glaube mir, dass du keine Freude daran hättest, wenn jede Gemeinde/Bundesland sein eigenes Netz bauen würde.

    Es ist eben viel komplexer, als man glaubt. Es ist eben nicht so wie beim Straßennetz, dass du einfach die Straßen verbindest und dann funktioniert alles. Es ist auch nicht mit dem Festnetz vergleichbar.

    Bei einer zentralen Organisation muss es ja nichtmal dem Bund gehören. Das jeweilige Unternehmen kann auch gerne Profit damit machen. Muss halt nur von der Bundesnetzagentur reguliert werden, damit die Preise nicht explodieren un die Qualität gewährleistet wird.

  15. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: RipClaw 14.08.18 - 10:38

    Bashguy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Alternative habe ich nicht. Wie ich bereits oben geschrieben habe,
    > entweder es gibt eine zentrale Organisation, die die Infrastruktur an alle
    > Provider vermietet (wird nicht passieren, weil zu viele Arbeitsplätze daran
    > hängen und zu viel Infrastruktur bereits steht), oder man bleibt bei dem
    > jetzigen Modell.

    Wenn man beim jetzigen Modell bleibt dann ändert sich nie etwas.

    5G wird auch manchmal als Glasfaser mit Antennen beschrieben.
    Bei 5G sollen viele alte Konzepte über Board geworfen und vieles für die Betreiber vereinfacht werden. Das wäre doch ein idealer Zeitpunkt mal die alte Vorstellung von großen Netzbetreibern, die als einzige ein nationales Netz stemmen können, über Board zu werfen.

    > Reseller sind aus folgendem Grund schlecht:
    >
    > Würdest du national Roaming einführen, könnten sich die Reseller
    > etablieren, ohne an einen konkreten Vertragspartner gebunden zu sein (wie
    > es jetzt mit Blau.de etc geregelt ist). Die Bundesnetzagentur müsste, wie
    > im Festnetz auch, eine Gebühr festlegen, damit es für Reseller lukrativ
    > bzw. überhaupt möglich ist, sich zu etablieren. So, grundsätzlich möglich.

    An irgend einen Provider müssen sie sich binden. Ansonsten würden sie keinen Zugang zum Netz bekommen. Das Roaming würde ja nur zwischen den Netzbetreibern erfolgen.

    > Jeder Mensch in De ist bereit eine bestimmte Menge Geld für seinen
    > Mobilfunkvertrag auszugeben.

    > Nun müsstest du diese Menge Geld aller Menschen in DE auf 3 Provider mit
    > Infrasktruktur und X Reseller verteilen, als nur auf 3 Provider.

    Die Reseller kriegen den Zugang ja auch nicht umsonst. Das Geld wandert anteilsmäßig auch zu den Providern. Woher kommt die Ansicht das Reseller nicht zahlen müssen ?

    Der Vorteil für die Provider ist das sie sich nicht um diese Kunden kümmern müssen was den Support und Vertrieb angeht.

    Zudem würden beim Roaming Durchleitungsgebühren anfallen. Diese tragen zur Finanzierung bei.

    Je mehr Netz ein Anbieter hat desto weniger Durchleitungsgebühren muss er zahlen da seine Kunden kaum die Netze anderer Anbieter nutzen. Die Anbieter die kaum ausbauen müssten mehr dafür abdrücken da ihre Kunden wesentlich öfters im Roaming sind.

    > Du würdest also jedem der drei Provider Geld wegnehmen und es den Resellern
    > geben. Dies würden ur zusätzliche Arbeitsplätze finanzieren, aber keine
    > neue Infrastruktur bei den Providern.
    > Ergo würdest du alle Investitionen torpedieren.

    Durch Reseller werden in meinen Augen Märkte erschlossen die für einen Netzbetreiber mit hochpreisigen oder unflexiblen Angeboten nicht zugänglich wären.

    > Klar, jeder hätte dann für den Moment ein besseres Netz, aber die
    > Investitionen für die Zukunft wären dramatisch gefährdet.

    Sehe ich nicht so. Im Gegenteil. Die Investionen werden nur anders verteilt aber sie bleiben bestehen.

  16. Re: Erstaunlich aber teilweise kann ich dem sogar recht weit zustimmen

    Autor: |=H 14.08.18 - 10:48

    Dazu müsste man allerdings die vorhandenen Netze erstmal enteignen.

    Viag Interkom/o2 hatte früher doch auch die Telekom als Fallback.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Bundesnachrichtendienst, Pullach
  2. Silicon Software GmbH, Mannheim
  3. THD - Technische Hochschule Deggendorf, Deggendorf
  4. Sagemcom Fröschl GmbH, Walderbach (zwischen Cham und Regensburg)

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Akku Schlagbohrschrauber für 182,99€, Akku Bohrhammer für 114,99€, Linienlaser für...
  2. GRATIS im Ubisoft-Sale
  3. 329,00€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Faire IT: Die grüne Challenge
Faire IT
Die grüne Challenge

Kann man IT-Produkte nachhaltig gestalten? Drei Startups zeigen, dass es nicht so einfach ist, die grüne Maus oder das faire Smartphone auf den Markt zu bringen.
Von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Smartphones Samsung und Xiaomi profitieren in Europa von Huawei-Boykott
  2. Smartphones Xiaomi ist kurz davor, Apple zu überholen
  3. Niederlande Notrufnummer fällt für mehrere Stunden aus

Nachhaltigkeit: Jute im Plastik
Nachhaltigkeit
Jute im Plastik

Baustoff- und Autohersteller nutzen sie zunehmend, doch etabliert sind Verbundwerkstoffe mit Naturfasern noch lange nicht. Dabei gibt es gute Gründe, sie einzusetzen, Umweltschutz ist nur einer von vielen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Nachhaltigkeit Bauen fürs Klima
  2. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  3. Energie Wo die Wasserstoffqualität getestet wird

Google Game Builder ausprobiert: Spieldesign mit Karten statt Quellcode
Google Game Builder ausprobiert
Spieldesign mit Karten statt Quellcode

Bitte Bild wackeln lassen und dann eine Explosion: Solche Befehle als Reaktion auf Ereignisse lassen sich im Game Builder relativ einfach verketten. Der Spieleeditor des Google-Entwicklerteams Area 120 ist nicht nur für Einsteiger gedacht - sondern auch für Profis, etwa für die Erstellung von Prototypen.
Von Peter Steinlechner

  1. Spielebranche Immer weniger wollen Spiele in Deutschland entwickeln
  2. Aus dem Verlag Neue Herausforderungen für Spieler und Entwickler

  1. Spielestreaming: 200 Millionen Stadia-Spieler wären ein Fehlschlag
    Spielestreaming
    200 Millionen Stadia-Spieler wären ein Fehlschlag

    Gamescom 2019 Mit dem Spielestreamingdienst Stadia möchte Google in den Massenmarkt - und mehr Spieler erreichen als andere Plattformen

  2. Kolyma 2: Frühere Deliveroo-Fahrer gründen eigenes Kollektiv
    Kolyma 2
    Frühere Deliveroo-Fahrer gründen eigenes Kollektiv

    Noch sind es erst drei, aber es gibt viele Interessenten: Ein eigener Lieferdienst soll Würde, Arbeiterrechte und Geld für Fahrer bringen, anders als bei Deliveroo. Dort wurde ein Fahrer nach einem Unfall im Krankenhaus angerufen und nach dem Verbleib der Burger gefragt.

  3. Germany Next: Telefónica schließt Internet-of-Things-Tochter
    Germany Next
    Telefónica schließt Internet-of-Things-Tochter

    Telefónica schließt Germany Next, sein Tochterunternehmen für Advanced Data Analytics und Internet of Things. Beschäftigte befürchten einen weiteren Stellenabbau.


  1. 19:42

  2. 18:31

  3. 17:49

  4. 16:42

  5. 16:05

  6. 15:39

  7. 15:19

  8. 15:00