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Auch das kann und will nur die EU

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  1. Auch das kann und will nur die EU

    Autor: Cheval Alazán 24.05.14 - 14:21

    Da sieht man es wieder.

    Während in Deutschland und anderen einzelnen Ländern einfah darauf gehofft wird, dass Fusionierung schon nicht den Wettbewerb einschränkt, nutzt die EU ihre finanziellen Mittel den Wettbewerb zu gewährleisten.

    Natürlich, die Oligopol-Verfechter werden das wieder Geldverschwendung finden. Und sich danach sich über die Ölkonzerne aufregen....

    Für alle anderen: Hier gibt die EU Geld aus. Und mal Wieder zum Schutz von Bürgern und Verbrauchern. Etwas, was sich ein einzelner Staat nicht leisten kann oder will.

  2. Re: Auch das kann und will nur die EU

    Autor: southy 24.05.14 - 14:53

    Wie kommst Du darauf, daß die EU hier Geld ausgibt?
    Es geht um Auflagen für eine Fusion, nicht um irgendwelche finanzielle Förderungen.

    Aber inhaltlich hast Du natürlich absolut recht - und gut daß das mal einer sagt.

    Wettbewerbskomissar Alumina macht einen ziemlich guten Job, fällt mir schon eine Weile auf.

    Das angenehme an EU-Politik ist: Es ist oft nicht so ein aufgeregtes rumkrakeele wie auf National-Ebene. Leider ergibt sich daraus ein Nachteil: Dinge sind nicht so sichtbar bzw. gehen unter.

  3. Re: Auch das kann und will nur die EU

    Autor: nille02 24.05.14 - 15:15

    southy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie kommst Du darauf, daß die EU hier Geld ausgibt?

    Sie reagiert auf etwas. Es müssen sich nun viele Menschen mit dem Thema beschäftigen, die auch alle bezahlt werden wollen.

  4. Re: Auch das kann und will nur die EU

    Autor: Cheval Alazán 24.05.14 - 18:48

    southy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie kommst Du darauf, daß die EU hier Geld ausgibt?
    > Es geht um Auflagen für eine Fusion, nicht um irgendwelche finanzielle
    > Förderungen.

    Im Artikel heisst es das der Neuling Sendemasten und sogar ein Call Center bekommt.

    Angenommen ich würde morgen einen Mobilfunkanbieter gründen mit 25,000 ¤ Gesamtkapital. Davon könnte ich ja nicht mal den Raum für das Center bezahlen.

    Also ich denke schon, dass die EU mit den Finanzmitteln die Masten erstmal weiter unterhält, den Aufbau des Centers, des Unternehmens, etc. mitfinanziert. In Form eine Subvention.

    Ist ja noch Theorie, aber ich könnte mir zum Beispiel ein Zinsloses Darlehen vorstellen. Oder überhaupt "Wer Anbieter wird, wird mit 500,000 ¤ unterstützt." Oder was auch immer.

  5. Re: Auch das kann und will nur die EU

    Autor: nicoledos 25.05.14 - 10:37

    Egal was du nimmst, das will ich auch. Das Zeug muss gut sein.

    Das läuft eher so ab.
    Der alte Anbieter muss Kapazitäten (CallCenter, Sendemasten, Frequenzen) zu einem "fairen" Preis abgeben. Eventuell müssen diese einen Sack Geld mit bei legen um den Übergangsbetrieb (ca. 1 Jahr) sicher zu stellen.

    Der neue Anbieter muss regulär ein Frequenzpaket erwerben. Das bekommt der nicht geschenkt. Möglich, dass es etwas Rabatt gibt und einige Auflagen etwas aufgeweicht werden. Direkte Finanzielle Hilfen wird es nicht geben. Das sind eher zinsgünstige Darlehen, die aber max. 50% der benötigten Summe abdecken.

    Schließlich kommt ein nicht Wettbewerbsfähiger Anbieter heraus, der gerade so existieren kann aber für die großen nicht gefährlich wird.

  6. Re: Auch das kann und will nur die EU

    Autor: southy 25.05.14 - 22:49

    Cheval Alazán schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Angenommen ich würde morgen einen Mobilfunkanbieter gründen mit 25,000 ¤
    > Gesamtkapital. Davon könnte ich ja nicht mal den Raum für das Center
    > bezahlen.
    >
    > Also ich denke schon, dass die EU mit den Finanzmitteln die Masten erstmal
    > weiter unterhält, den Aufbau des Centers, des Unternehmens, etc.
    > mitfinanziert. In Form eine Subvention.


    Also ich bin echt baff erstaunt was für einen Unsinn man aus so einem ganz klar formulierten Artikel herauslesen kann.

    Da steht doch eindeutig:

    ZITAT ATRIKEL:
    Neben Frequenzen soll der Neuling demnach von einer fusionierten Telefónica-E-Plus-Gruppe auch Standorte für Funkmasten, rund 200 Shops sowie ein Callcenter für Kundenservice bekommen.
    ENDE ZITAT

    Und wen wundert das - genau das ist schliesslich der Job des Wettbewerbskommissars (bzw. auf nationaler Ebene = Kartellamt).

    Zwei Firmen wollen fusionieren -> müssen, wenn eine bestimmte Größe / Marktmacht übschritten ist, beim Kartellamt um Erlaubnis fragen -> das K. erteilt entweder eine Genehmigung oder eben nicht oder legt den Firmen Auflagen auf wie z.B. "Ihr müsst diesen Geschäftszweig verkaufen" etc.

    Exakt genau das ist der Job dieser Behörde und genau das macht sie hier auch:
    Telefonica/Eplus muss Frequenzen, Masten, Callcenter etc. an einen neuen Wettbewerber abgeben => verkaufen an einen Investor.
    Das ist in diesem Fall ziemlich offensichtlich schon alleine deshalb eine gute Idee, weil sicherlich ein Teil der betroffenen Arbeitsplätze sonst durch "Synergieeffekte" verloren gegangen wäre.

    Ob der neu gebildete Anbieter langfristig eine Chance hat, bleibt abzuwarten. Ist ja nicht so, als ob sowas nicht auch schon mal geklappt hätte.


    > Ist ja noch Theorie, aber ich könnte mir zum Beispiel ein Zinsloses
    > Darlehen vorstellen. Oder überhaupt "Wer Anbieter wird, wird mit 500,000 ¤
    > unterstützt." Oder was auch immer.

    Es ist eine KARTELLBEHÖRDE, keine Bank!


    Aber eins muss ich doch jetzt echt sagen - und bitte nimm das jetzt nicht persönlich:
    Es geht mir echt zunehmend auf den Geist, daß Leute von tuten und blasen nicht nur überhaupt gar keine Ahnung haben (soweit nicht schlimm), sich aber auch nicht schlau machen (vor allem in diesem speziellen Fall, wo alles nötige ganz klipp und klar im Artikel steht), sondern einfach mal irgendwas behaupten.

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