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Number26
Autor: iToms 12.05.16 - 18:11
Warum sollte ich O2 meine kompletten Bankbewegungen anvertrauten, wenn es andere Anbieter gibt (Number26), die a) mehr bieten (Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums via Transferwise), b) etablierter sind, c) beim Datenschutz nich negativ aufgefallen sind und d) ein meiner Meinung nach besseres Gesamtkonzept bieten.
O2 verkauft nämlich alle möglichen Daten die sie über die Teilnehmer in ihrem Mobilfunknetz sammeln können an dritte weiter. -
Re: Number26
Autor: Anonymer Nutzer 12.05.16 - 19:14
Etablierter ist gut, Number26 ist nicht einmal eine zugelassene Bank in Deutschland. (siehe: https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Liste/Unternehmensdatenbank/dl_li_ki_gesamt.html und https://support.number26.eu/read/000001253?locale=de )
Also beim nächsten Mal vorher besser recherchieren, wem man da so sein Geld anvertraut ;-)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.05.16 19:19 durch schachbrett. -
Re: Number26
Autor: iToms 12.05.16 - 19:58
Die Konten an sich liegen bei der Wirecard Bank in München. Number26 ist allerdings bereits seit über einem Jahr am Markt vertreten und konnte bereits Erfahrungen im mobile Banking sammeln. Zumal sie eine eigene Bankenlizenz anstreben (was bzw. nicht wirklich billig ist).
Wie gesagt, allein schon aus Datenschutzgründen würde ich mein Geld nicht bei O2 bunkern wollen. -
Re: Number26
Autor: Anonymer Nutzer 12.05.16 - 20:56
Du lagerst das Geld bei o2 genausowenig wie bei Number26. Dein Geld wird bei einer Bank gelagert, mit der du gar keinen Vertrag unterhälst. Wieso man sowas macht, ist natürlich jedem selbst überlassen.
Ob in diesem Fall die Einlagensicherung sogar überhaupt greift ist dann eine gänzlich andere Frage, da o2/number26 keine Privatkunden sind und nur bei dem jeweiligen Fulfillment-Anbieter geschäftsmäßig Finanzdienstleistungen (Girokonten für eigene Kunden, Abwicklung der Zahlung etc.) einkaufen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.05.16 20:57 durch schachbrett. -
Re: Number26
Autor: iToms 12.05.16 - 20:59
Trotzdem hat O2, wie auch Number26 Zugriff auf die Daten von dem Konto. Daher ja meine Datenschutzbedenken in Richtung O2.
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Re: Number26
Autor: NetAndroid_BY 12.05.16 - 22:14
iToms schrieb:
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> Trotzdem hat O2, wie auch Number26 Zugriff auf die Daten von dem Konto.
Nein haben sie nicht. Brauchen sie auch nicht. Ob es als Gehaltskonto genutzt wird, wird von der Fidor erkannt und dann einfach als Flag ausgeliefert: GH_Konto = 0|1. O2 sagt selbst: "Das Konto führt die Fidor-Bank, eine 2009 gegründete, voll lizenzierte Online-Bank. Bei dem Geldinstitut liegen auch die Finanz- und Transaktionsdaten, auf die der Netzbetreiber keinen Zugriff hat, wie Telefónica-COO Markus Haas am Donnerstag in Berlin versicherte." -
Re: Number26
Autor: NetAndroid_BY 12.05.16 - 22:19
schachbrett schrieb:
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> bei einer Bank gelagert, mit der du gar keinen Vertrag unterhälst. Wieso
> man sowas macht, ist natürlich jedem selbst überlassen.
Das ist Bullshit. Einfach mal genau lesen was auf der Seite von N26 steht. Man schließt 2 Verträge einen mit der Wirecard Bank und einen mit Number26. Der mit der Wirecard ist nur für die Bankleistungen (die dürfen nämlich nur echte Banken erbringen und auch nur direkt) und einen mit N26 der nur für die technische Umsetzung (APP) ist.
> Ob in diesem Fall die Einlagensicherung sogar überhaupt greift ist dann
> eine gänzlich andere Frage, da o2/number26 keine Privatkunden sind und nur
> bei dem jeweiligen Fulfillment-Anbieter geschäftsmäßig
> Finanzdienstleistungen (Girokonten für eigene Kunden, Abwicklung der
> Zahlung etc.) einkaufen.
Natürlich greift die Einlagensicherung weil man einen Vertrag mit der Bank hat. Einfach mal lesen und das Gesetz kennen. -
Re: Number26
Autor: Anonymer Nutzer 12.05.16 - 23:08
NetAndroid_BY schrieb:
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> > bei einer Bank gelagert, mit der du gar keinen Vertrag unterhälst. Wieso
> > man sowas macht, ist natürlich jedem selbst überlassen.
>
> Das ist Bullshit. Einfach mal genau lesen was auf der Seite von N26 steht.
> Man schließt 2 Verträge einen mit der Wirecard Bank und einen mit Number26.
Wo steht das denn. Weder auf der Produktseite noch in der FAQ. Dort steht, dass man einen Vertrag mit Number26 schließt und die dann WireCard als Fulfillment-Anbieter nutzen. Oder um die Seite zu zitieren: "NUMBER26 hat keine eigene Banklizenz. Wir arbeiten mit unserem Partner Wirecard Bank AG zusammen. Alle Girokonten werden dort angelegt." Angelegt heißt aber nicht, dass man auch Vertragspartner vin Wirecard ist.
> Natürlich greift die Einlagensicherung weil man einen Vertrag mit der Bank
> hat. Einfach mal lesen und das Gesetz kennen.
Oh, mit dem falschen Fuß aufgestanden oder einfach immer nur rotzfrech? -
Re: Number26
Autor: Rulf 13.05.16 - 07:43
NetAndroid_BY schrieb:
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> Man schließt 2 Verträge einen mit der Wirecard Bank und einen mit Number26.
> Der mit der Wirecard ist nur für die Bankleistungen (die dürfen nämlich nur
> echte Banken erbringen und auch nur direkt) und einen mit N26 der nur für
> die technische Umsetzung (APP) ist.
dann hat der app-betreiber also doch sämtlich daten die über die app laufen, weil die bedienung des kontos ja nur über die se app möglich ist...
und genau mit diesen daten wird dann das geld verdient...
bankeinlagen bringen ja heutzutage weder dem kunden noch der bank sehr viel gewinn und der bank ist es gesetzlich verboten die daten an dritte weiterzugeben...
außer an vater staat natürlich, der dafür aber nicht zahlt... -
Re: Number26
Autor: x-beliebig 13.05.16 - 09:15
> O2 verkauft nämlich alle möglichen Daten die sie über die Teilnehmer in
> ihrem Mobilfunknetz sammeln können an dritte weiter.
Hast du dafür Quellen? -
Re: Number26
Autor: iToms 13.05.16 - 11:05
Natürlich :)
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/telefonica-will-daten-seiner-kunden-weiter-verkaufen-a-864204.html -
Re: Number26
Autor: Anonymer Nutzer 13.05.16 - 11:34
Ich zitiere mal aus dem Artikel:
"Auf Anfrage teilt Telefónica Deutschland mit, dass es hierzulande "derzeit keine konkreten Pläne gebe, ob und wie ein solches Produkt eingeführt wird". Sollte es aber dazu kommen, werde man sich an die gesetzlichen Richtlinien halten. Das heißt, die Kunden würden über das Vorhaben informiert und gebeten die Einwilligung zur Verarbeitung ihrer Daten abzugeben, heißt es weiter." -
Re: Number26
Autor: iToms 13.05.16 - 12:02
Der Fakt, dass Telefónica vor ein paar Tagen angeben konnte, wann Snapchat wo und wie häufig genutzt wird, verrät doch schon, dass die Daten trotzdem gesammelt und ausgewertet werden.
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Re: Number26
Autor: Anonymer Nutzer 13.05.16 - 12:53
iToms schrieb:
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> Der Fakt, dass Telefónica vor ein paar Tagen angeben konnte, wann Snapchat
> wo und wie häufig genutzt wird, verrät doch schon, dass die Daten trotzdem
> gesammelt und ausgewertet werden.
Die Daten erheben sie ja auch zwangsläufig, um eine Abrechnung des Datentransfers durchführen zu können. Die müssen ja auch eine ordnungsgemäße Rechnung erstellen und die Vorgänge uchhalterisch erfassen. Soweit ich weiß wurde da ber nicht gesagt, dass Person Meier Snapchat dann und dann genutzt hat, sondern rein anynomisiert generelle Aussagen getroffen wurden.
Jede Bank äußert sich in ihrem Geschäftsbericht auch dazu, wieviele Privatkunden sie haben und welches Volumen das umfasst. Bei Genossenschaftsbanken sogar noch detallierter.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.05.16 12:53 durch schachbrett. -
Re: Number26
Autor: iToms 13.05.16 - 13:12
Ist es für die Rechnung wichtig, wann ich wo Snapchat nutze?
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Re: Number26
Autor: Anonymer Nutzer 13.05.16 - 14:02
Was fragst du mich das? Ich bin nicht Telefonica.
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Re: Number26
Autor: iToms 13.05.16 - 14:27
Und da ist ja der springende Punkt. Sie erheben Daten, die sie eigentlich nicht benötigen und analysieren sie. Warum sollten sie das jetzt anders machen?
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Re: Number26
Autor: Anonymer Nutzer 13.05.16 - 14:45
Wo erheben Sie denn Daten die sie nicht benötigen.
Der Kunde kauft ein Internetpaket. Da wird dan der Verbrauch abgerechnet und die Daten eben gespeichert. Da o2 aber auch (bspw. in alten Verträgen) bestimmte Seiten oder Dienste nicht auf das gebuchte Volumen anrechnet, muss hier schon gefiltert und gespeichert werden.
Neben der Abrechnung wird eben bei Verbrauch ein Flag in einer anonymisierten Datenbank gesetzt, welcher Dienst angefragt wurde. Insbesondere kann man sich so auch auf Kapazitätsengpässe beim Routing einstellen (Problematik Youtube und Streaming im Allgemeinen etc.). Als Ergebnis kann man diese anonymisierten Daten natürlich nutzen, um daraus eine schöne PowetPoint-Präsentation zu machen.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 13.05.16 14:47 durch schachbrett. -
Re: Number26
Autor: iToms 13.05.16 - 15:19
zB. dass die angeforderte Webseite mit Zeitpunkt und Aufenthaltszelle gespeichert wird. Um Engpässe messen zu können reicht es aus, lediglich die allgemeine Datenmenge einer Zelle auszuwerden. Du versuchst dir hier die Datensammlerei schönzureden
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Re: Number26
Autor: Anonymer Nutzer 13.05.16 - 15:25
iToms schrieb:
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> zB. dass die angeforderte Webseite mit Zeitpunkt und Aufenthaltszelle
> gespeichert wird. Um Engpässe messen zu können reicht es aus, lediglich die
> allgemeine Datenmenge einer Zelle auszuwerden.
Nein reicht es nicht. Denn Youtube hat bspw. andere Peeringpartner als bspw. Facebook oder Vimeo. Es reicht nicht aus, "alles über eine DSL-Leitung" zu schicken. Da ist ein wenig mehr Technik und AUfwand dahinter.
> Du versuchst dir hier die
> Datensammlerei schönzureden
Ich vermute eher, dass dir die Hintergründe eines Routings und Peerings nicht ganz geläufig ist.
Wenn das Peering nicht richtig ist, sah man in der Vergangenheit ja bei der Telekom und Youtube, dass es dann einfach knapp wurde, weil hier eben nicht für ausreichend Kapazität gesorgt wurde. D.h. aber nicht, dass einfach eine dickere Leitung her muss, sondern dass mit den richtigen Partner ausreichend gepeert werden muss. Die Kenntnis darüber erlangt man aber nur durch eine Auswertung des Traffics.



