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Bald haben nur noch 10% Arbeit

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Anarcho Utopist 05.12.09 - 13:36

    Ein freund von mir der Informatik studiert hat erzählt das der Prof in der Einführungsvorlesung gesagt hat das "60% von ihnen werden im nächsten Semester keine Studenten mehr sein". An der Uni bachelor, gnadenlose Selektion nach Sozialdarwinistischem Muster und sich dann wundern das es zu weniger Informatiker/Ingenieure etc gibt.

    Übrigens nicht jeder hat das zeug solch ein fach zu studieren, was soll man mit diesen menschen machen wenn es keine Arbeit mehr für sie gibt ? Verhungern lassen ? Diktatur der Wissenseliten ?

  2. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Anonymer Nutzer 05.12.09 - 13:39

    LösungAnbieter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um eine Lösung müssen sich alle bemühen. Nur irgendwelchen
    > wirtschafts-fundamentalistischen Parolen der INSM nachzubeten, wie du und
    > all die anderen armen, beeinflussbaren Medienopfer da draußen es tun, führt
    > uns ins Chaos des wirtschaftskontrollierten Polizeistaates. Das wir uns
    > dorthin aufmachen, ist ja wohl nicht zu übersehen: Lobbyisten machen
    > Politik, großflächiger Bildungsabbau, obwohl eigentlich das genaue
    > Gegenteil passieren müsste: Die unkontrollierten Markt-Attraktoren führen
    > uns geradewegs in die Anarchie, wie in den 30er Jahren. Wir müssen handeln
    > und uns nicht von Meinungsmachern berieseln lassen. Begreif du das doch
    > endlich mal!


    Was willst Du tun?
    Den Reichstag stürmen?

    Was immer der INSM ist, der Einzige, der hier politisch zu denken scheint, bist Du! Deine Vorwürfe sind also lächerlich...

    Übrigends, Politik ist für's dumme Volk! Lerne endlich, selbständig, logisch, unbeeinflusst und vor allem emotionsfrei zu denken...

  3. Deutschland überbevölkert Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Siga429727 05.12.09 - 13:39

    Deutschland ist überbevölkert. Lernt es endlich.

    Und Bildung muss nicht mehr sondern viel weniger kosten: Selbstlernmodule für EReader wo jeder so schnell lernt, wie er kann und will.
    Gruppensachen gerne auch. Aber doch kein be****ssener Frontalunterricht mehr. Oder an der Uni mitschreiben. Sowas ist Zeitverschwendung. Lieber Übungs-Aufgaben rechnen oder Verständnisfragen durch SELBER denken erarbeiten und den Stoff vertiefen.

    Wave wird eine massive Demokratisierung bringen. Aufsichtsräte, Vereinssitzungen, PARTEITAGE usw. gibts dann nur noch per Wave (auf eigenen Servern) und die Bürger/Mitglieder können (wie bei den Griechen in den Katakom ähm Mausole ähm Amphitheater) live mitdiskutieren.
    Das es pauschal besser wird, verspreche ich mir aber vorerst nicht davon.

  4. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Anarcho Utopist 05.12.09 - 13:45

    Bitte beschäftige dich mal mit den Grundlagen der VWL. Bisher kam es trotz vortschreitender technologischer Entwicklung zu keinen höheren Arbeitslosigkeit da der Arbeitsplätzeabbau durch das Wirtschaftswachstum und höhere nachfrage nach neuen Produkten ausgeglichen werden konnte.

    Aber es dürfte wirklich jedem klar sein das das nicht ewig geht, die ressourcen sind schließlich begrenzt. Die Automatisierung geht immer schneller voran so das ein exponentiales wirtschaftswachstum erforderlich wäre um mehr neue Stellen zu schaffen. Deshalb versucht man ja jetzt virtuelle Produkte zu Produzieren um dort Arbeitsplätze zu schaffen, z.B. Iphone Apps die niemand braucht und die nur durch Gigantische Marketingkampagnen die den leuten eintrichtern "Das brauchst du" verkauft werden können. Nur leider entsehen da auch nur Jobs für studierte Programmierer und die meisten Leute konsumieren zu wenig als das das klappen würde. Sieht man ja auch daran das die virtuellen produkte der musik und Filmindustrie nicht so toll laufen wie diese es gerne hätten.

    Diese Entwicklung wird sicherlich noch die eine oder andere krise auslösen und zu massiven Sozialen Problemen führen. Der Prozess lässt sich natürlich nicht stoppen, aber man sollte endlich über Alternativen nachdenken. Zum Beispiel ein Bedingungsloses grundeinkommen.

    Selbst der Liberale Wirtschaftswissenschaftler Milton friedman hat sich in den 60er und 70er jahren schon für ein grundeinkommen ausgesprochen. Die Politiker und Wirtschaftseliten haben eben keine Lust das diese Thema öffentlich diskutiert wird da es ja höhere steuerbelastung etc erfordern würde. Aber höhere Steuern wären immer noch billiger als eine hochgerüstete Armee und Polizei die das Arbeitslose Volk unter Kontrolle halten muss.

  5. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: pipa 05.12.09 - 13:46

    Anarcho Utopist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein freund von mir der Informatik studiert hat erzählt das der Prof in der
    > Einführungsvorlesung gesagt hat das "60% von ihnen werden im nächsten
    > Semester keine Studenten mehr sein". An der Uni bachelor, gnadenlose
    > Selektion nach Sozialdarwinistischem Muster und sich dann wundern das es zu
    > weniger Informatiker/Ingenieure etc gibt.
    >
    > Übrigens nicht jeder hat das zeug solch ein fach zu studieren, was soll man
    > mit diesen menschen machen wenn es keine Arbeit mehr für sie gibt ?
    > Verhungern lassen ? Diktatur der Wissenseliten ?

    Da gibt es leider noch krassere Beispiele. Bei uns sah es damals an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät auch nicht anders aus.

    Ich hab das Abi über den zweiten Bildungsweg nachgemacht, bekam 50 Euro Bafög im Monat und hatte um mir den ganzen Spaß leisten zu können meistens zwei Jobs.

    Wir haben das damals auch mal alles in Soziologie aufgeschlüsselt wie wahrscheinlich es ist, dass ein Arbeiterkind später ein Studium abschließt. Ich hab die Zahlen nicht mehr im Kopf aber es wurde deutlich, dass hier eine krasse Sozialauswahl stattfindet.

    Ich bin in dem Punkt dementsprechend auch gegen Studiengebühren und der Bachelor-Studiengang so wie ich das jetzt mitbekommen hab ist leider auch nur ein Etikettenschwindel dem man den Stempel Reform aufgedrückt hat.

    Soweit konform wahrscheinlich mit deiner Meinung.

    Was nun laut unseren Werksstudenten allerdings grad passiert ist, dass die ganzen Räumlichkeiten in Nürnberg besetzt sind. Von genau den Leuten die sonst an der Lorenzkirche rumsitzen und ihr Bierchen gemütlich trinken. Nebenbei sind wohl noch jede Menge Schüler und sonstige Leute die mit dem Studium nichts zu tun haben mit von der Partie.

    Es werden Buttonworkshops und nächtliche Trinkgelage veranstaltet und die Einrichtung wird demoliert.

    68er Lifestyle im Reinformat.

    Ein weiteres Beispiel wie man sich seine Sympathien völlig kaputt machen kann. Viele teilen ja verschiedene Standpunkte der Besetzer... aber wie das ganze durchgezogen wird ist auch hier völlig indiskutabel.

    Eines haben Sie erreicht... Nach einer Abstimmung von letzter Woche sind mittlerweile 90 Prozent der BWLler dafür, dass das Gebäude geräumt wird. Spitzenleistung!

  6. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: pipa 05.12.09 - 13:53

    Anarcho Utopist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bitte beschäftige dich mal mit den Grundlagen der VWL. Bisher kam es trotz
    > vortschreitender technologischer Entwicklung zu keinen höheren
    > Arbeitslosigkeit da der Arbeitsplätzeabbau durch das Wirtschaftswachstum
    > und höhere nachfrage nach neuen Produkten ausgeglichen werden >konnte.

    Das stimmt auf Deutschland bezogen, global gesehen ist es schlichtweg falsch.


    > Aber es dürfte wirklich jedem klar sein das das nicht ewig geht, die
    > ressourcen sind schließlich begrenzt. Die Automatisierung geht immer
    > schneller voran so das ein exponentiales wirtschaftswachstum erforderlich
    > wäre um mehr neue Stellen zu schaffen. Deshalb versucht man ja jetzt
    > virtuelle Produkte zu Produzieren um dort Arbeitsplätze zu schaffen, z.B.
    > Iphone Apps die niemand braucht und die nur durch Gigantische
    > Marketingkampagnen die den leuten eintrichtern "Das brauchst du" verkauft
    > werden können. Nur leider entsehen da auch nur Jobs für studierte
    > Programmierer und die meisten Leute konsumieren zu wenig als das das
    > klappen würde. Sieht man ja auch daran das die virtuellen produkte der
    > musik und Filmindustrie nicht so toll laufen wie diese es gerne hätten.
    >
    > Diese Entwicklung wird sicherlich noch die eine oder andere krise auslösen
    > und zu massiven Sozialen Problemen führen. Der Prozess lässt sich natürlich
    > nicht stoppen, aber man sollte endlich über Alternativen nachdenken. Zum
    > Beispiel ein Bedingungsloses grundeinkommen.
    >
    > Selbst der Liberale Wirtschaftswissenschaftler Milton friedman hat sich in
    > den 60er und 70er jahren schon für ein grundeinkommen ausgesprochen. Die
    > Politiker und Wirtschaftseliten haben eben keine Lust das diese Thema
    > öffentlich diskutiert wird da es ja höhere steuerbelastung etc erfordern
    > würde. Aber höhere Steuern wären immer noch billiger als eine hochgerüstete
    > Armee und Polizei die das Arbeitslose Volk unter Kontrolle halten muss.

    Zum Rest muss ich einfach sagen, dass du alles aus dem produzierenden Gewerbe heraus siehst. Das Industriezeitalter ist ja längst Geschichte.

    Wir befinden uns mittlerweile auf dem Weg zu einer Dienstleistungsgesellschaft.

    Soll jetzt nicht heißen, dass deswegen alles automatisch wunderbar läuft aber dein Denkansatz ist zu begrenzt.

  7. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Rainer Haessner 05.12.09 - 13:56

    > Ein freund von mir der Informatik studiert hat erzählt das der Prof in der
    > Einführungsvorlesung gesagt hat das "60% von ihnen werden im nächsten
    > Semester keine Studenten mehr sein".

    Wo genau ist das Problem?

    Es wäre eine Riesenleistung, würde jeder nach Schulabschluß seinen Fähigkeiten und Neigungen kennen, um passgenau die dazu geeignete weitere Ausbildung zu wählen. Gerade beim Beginnn des Studiums stellt man zudem fest, daß die bis dahin als absolut stressig empfundene Schulzeit letztlich die reinste Erholung darstellte im Vergleich zum frischen Studentenleben. Man stellt fest, sich überschätzt zu haben. Nicht jeder, aber selten ist der Fall auch nicht.

    In dieser Situation ist es angesagt, sich entsprechend seinen Wünschen und Fähigkeiten neu zu orientieren, ggf. auch eine Stufe herunter- oder (im Falle einer Unterforderung) auch heraufzuschalten. Ja, klar geht mindestens ein, meist eher zwei Semester verloren.

    Die Wunschvorstellung, 100%ig durchs Studium geschliffen zu werden, würde nur im Desaster enden. Spätestens, wenn es darum geht, die eigene Arbeit anderen Kunden zu verkaufen, zählen irgendwelche geschönten Noten oder durch ihre Einfachheit geschenkten Klausuren reineweg gar nichts mehr.

  8. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Anarcho Utopist 05.12.09 - 14:08

    Ich würde sagen das es auch Langsam zu einer De-Tertiarisierung kommt. Auch im Dienstleistungssektor lässt sich viel einsparen, z.B. Homebanking übers Internet. Oder der versandhandel wie Amazon die auch billiger wirtschaften können als kaufhäuser mit hohen Miet, heizkosten etc.
    Rückgang an Gedruckten Zeitungen, dafür Webangebote die sich mit viel weniger Personal als eine Druckerei betreiben lassen. Downloads statt materielle Produkte wie CDs/DVDs die in der fabrik produziert werden müssen. Auch bei telekommunikationsdienstleistungen lässt sich noch einiges Einsparen wie im Artikel auf golem Erwähnt.

    Wenn E-Government mal richtig funktioniert werden da auch bei den Staatlichen Dienstleistungsangeboten erhebliche Einsparungen möglich.

    Auf Länder wie China trifft diese Entwicklung noch nicht in dem maße zu da diese Länder noch sehr viel Wachstumspotential haben und noch lange nicht an der Grenze angelangt sind an der sich die westlichen Staaten zur Zeit befinden.

  9. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Anarchorealist 05.12.09 - 14:11

    Anarcho Utopist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein freund von mir der Informatik studiert hat erzählt das der Prof in der
    > Einführungsvorlesung gesagt hat das "60% von ihnen werden im nächsten
    > Semester keine Studenten mehr sein". An der Uni bachelor, gnadenlose
    > Selektion nach Sozialdarwinistischem Muster und sich dann wundern das es zu
    Das haben sie schon vor 20 Jahren in der Einführungsveranstaltung gesagt und es war schon damals wahr. Mathelastige Fächer haben halt die Zulassungsbeschränkung halt schon eingebaut. Ich finde das viel gerechter als irgendwelche anderen Auswahlspielchen.

    Ich kenne einen, der hat schon in der Schule im Mathe-Grundkurs große Probleme gehabt. Dem hätte ich schon vorher sagen können, dass es an der Uni unschaffbar schwer für ihn wird, aber er musste es halt selbst erfahren...

    Eines ist sicher: Wenn wir die Technik verbieten und wieder leben würden wie die Amish, hätten wir 14h harte körperliche Arbeit für 100% der Bevölkerung.

  10. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: asldfhaf 05.12.09 - 14:16

    Anarchorealist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Anarcho Utopist schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein freund von mir der Informatik studiert hat erzählt das der Prof in
    > der
    > > Einführungsvorlesung gesagt hat das "60% von ihnen werden im nächsten
    > > Semester keine Studenten mehr sein". An der Uni bachelor, gnadenlose
    > > Selektion nach Sozialdarwinistischem Muster und sich dann wundern das es
    > zu
    > Das haben sie schon vor 20 Jahren in der Einführungsveranstaltung gesagt
    > und es war schon damals wahr. Mathelastige Fächer haben halt die
    > Zulassungsbeschränkung halt schon eingebaut. Ich finde das viel gerechter
    > als irgendwelche anderen Auswahlspielchen.
    >
    > Ich kenne einen, der hat schon in der Schule im Mathe-Grundkurs große
    > Probleme gehabt. Dem hätte ich schon vorher sagen können, dass es an der
    > Uni unschaffbar schwer für ihn wird, aber er musste es halt selbst
    > erfahren...
    >
    > Eines ist sicher: Wenn wir die Technik verbieten und wieder leben würden
    > wie die Amish, hätten wir 14h harte körperliche Arbeit für 100% der
    > Bevölkerung.

    Dann hätte ich einen Vorschlag wie wir die Arbeitslosigkeit recht schnell minimieren könnten.

    Du nimmst einfach jeden mit zu den Amish der genauso denkt wie du. Ihr seid glücklich, und der böse kapitalistische Teil der Gesellschaft ist auch noch zufrieden.

  11. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Anonymer Nutzer 05.12.09 - 14:25

    Anarchorealist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Eines ist sicher: Wenn wir die Technik verbieten und wieder leben würden
    > wie die Amish, hätten wir 14h harte körperliche Arbeit für 100% der
    > Bevölkerung.

    Aber 0% Arbeitslosigkeit! ;)

    Ich verstehe gar nicht, warum solche Zukunftssorgen vorherrschen? Arbeit dient der Existenzsicherung, und unsere Existenz ist massiv durch (selbst verschuldete?) Umwelteinflüsse bedroht, d.h. Umwelttechnologie muß entwickelt werden. Arbeit ist in Zukunft also genug da...

  12. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Leser 1-2-3 05.12.09 - 14:26

    Die Proteste wurden leider von den Linken kaputt gemacht, bei uns an der UNI Hingen dann spruchbänder "Smash WTO" "Smash capitalism" etc. Also Forderungen die gar nix mit dem Bachelor zu tun hatten.

    Dann wurde noch gestritten ob die Plakate wieder abgehängt werden denn einige Wollten eben normal für Ihre Sache protestieren und nicht vereinahmt werden. Die Folge da ist nix wirklich draus geworden, nur ein Bruchteil der Studenten hat sich aktiv beteiligt.
    Auf der Demo in der Stadt dann so tolle Spruchchöre wie "Bildung für alle oder wir machen KRAWALLE". das man so nicht mehr ernst genommen wird ist klar. Die Folge die Politiker bzw Uni verantwortlichen können sich nun Hinstellen und schön behaupten das nur irgendwelche Linksradikalen mit dem Bachelor unzufrieden sind und alle anderen nicht.

    Hätten sich da die Linken zurück gehalten dann hättensie im endeffekt viel mehr für ihre Interessen erreichen können.


    Versuch mal den durchschnitts "Anti Kapitalismus" demonstrant zu fragen wir denn die Alternative zum Kapitalismus konkret aussehen soll. Das ist immer lustig denn die meisten haben darauf keine richtige Antwort und reden nur um den heißen Brei herum.


    Versteht mich nicht falsch, ich sehe den kapitalismus auch recht kritisch, aber vieles von dem was sich heute Links nennt macht mehr kaputt als das letztendlich etwas erreicht werden kann. viele Frustrierte leute die sich radikalisieren und einfach nur mitrennen aber ansonsten nichts wertvolles zur Debatte beizutragen haben.

  13. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Yannick 05.12.09 - 14:36

    > Man sollte so langsam Lösungen für dieses Problem angehen.

    Den gleichen Schwachsinn wie du haben die Leute schon vor ca.100 Jahren gesagt als zum ersten mal großflächig Maschinen für Arbeiten eingesetzt wurden, die bisher von Menschen getan wurden.

    Vielleicht merken es die Leute irgendwann mal, dass die Arbeit nicht wegfällt sondern sich nur zunehmend verlagtert.

  14. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: LösungAnbieter 05.12.09 - 15:10

    pipa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weißt du was das eigentliche Problem ist. Ihr Linke Aktivisten seht
    > grundsätzlich immer jeden der euch nicht zu 100 % zustimmt als eueren Feind
    > an.

    Bin kein linker Aktivist. Ich hätte nur gern ein Land, in dem ich nicht fürchten muss, dass alleinge- und ver-lassene Jugendliche aus Wut auf alles und jeden meine Auto anzünden. Ich will nicht in einer umzäunten und bewachten Wohnanlage leben müssen, nur um nicht ständig Angst vor Überfällen haben zu müssen. Das ist meine Intention. Mit linken Aktivisten hatte ich nie was zu tun.

    > Es gibt einige Punkte da wäre ich mit dir sicherlich konform. Diese ganze
    > Überwacherei kotzt mich z.B. auch zutiefst an. Auch sehe ich den Einfluss
    > der ganzen Lobbyverbände auf die Politik als äußerst kritisch an.

    Es ist nicht kritisch. Es ist gefährlich. Diese Leute verkaufen meine Zukunft und die Zukunft meiner Kinder. Gerade jetzt. Und sie drücken das mit demagogischen Parolen wie "Sozial ist, was Arbeit schafft" durch. Übrigens ein Spruch vom INSM.

    > Aber zumindest habe ich alleine aufgrund meines beruflichen Werdegangs ein
    > bisschen Ahnung über wirtschaftliche Mechanismen. Von daher lasse ich mich
    > nicht einfach von irgendwelchen Schreihälsen in irgend einer Richtung
    > bevormunden und mir sagen, dass ich ein Träumer, Medienopfer oder sonstiges
    > wäre.

    Tut mir, aber das bist du. Mal ganz unten angefangen: Seit Jahren laufen nun schon die Beeinflussungskampagnen der Thinktanks, die von der Wirtschaft bezahlt werden. Man hat in der breiten Öffentlichkeit einen Zustimmende Meinung zu überbordenden Privatisierungen geschaffen. Dabei bleiben die Strippenzieher weltweit den Beweis, dass das dem Volk irgendetwas bringt bis heute schuldig. Weder in Groß-Brittanien noch in Australien haben die Privatisierungen von Bahn und Post irgend etwas Positives gebracht. Ds Streckennetz in GB ist mittlerweile maroder als in Russland und Steuererleichterungen für die Masse der Bevölkerung gab es auch nicht. Bei der Telekom-Privatisierung in Deutschland das gleiche: Man hat einfach das Gerücht in die Welt gesetzt, dass der Eigner Staat diesen betrieb nicht effizient genug leiten könnte und das Ding dann veräußert. Wer hat dabei verdient? Der Volksaktionär etwa? Oder spart der Steuerzahler jetzt Steuern?

    Während des Goldrausches in den USA haben nicht die Leute das meiste Geld verdient, die im Dreck gebuddelt haben, sondern die, die zu Wucherpreisen Spitzhacken, Schaufeln, Siebe und trinkbares Wasser verkauft haben.

    Wer den Begriff "freie Marktwirtschaft" unreflektiert in den Mund nimmt, hat nichts verstanden und ist einfach ein Medienopfer. Denn was bedeutet freie Marktwirtschaft denn eigentlich: freier und gleicher Zugang der Marktteilnehmer zu Wirtschaftsmitteln aller Art. Ob die Wirtschaftsmittel jetzt Öl, Stahl, Reis oder Geld sind, spielt kaum eine Rolle: Diese Freiheit gibt es in unserer und in der propagierten falschen Freien Marktwirtschaft nicht. Eliten kommen und kamen beispielsweise an das Wirtschaftsmittel Geld viel einfacher, in exponentiell höheren Größenordnungen und zu Bruchteilen der Zinsen heran, als das "niedere Volk". Und so sieht es auf jedem Marktplatz aus. Der Begriff "Freie Marktwirtschaft" bedeutet im Grunde: Freies Handeln für die Eliten, Sperren und Aussperren für alle anderen.

  15. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: lalalu 05.12.09 - 15:13

    Yannick schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Man sollte so langsam Lösungen für dieses Problem angehen.
    >
    > Den gleichen Schwachsinn wie du haben die Leute schon vor ca.100 Jahren
    > gesagt als zum ersten mal großflächig Maschinen für Arbeiten eingesetzt
    > wurden, die bisher von Menschen getan wurden.
    >
    > Vielleicht merken es die Leute irgendwann mal, dass die Arbeit nicht
    > wegfällt sondern sich nur zunehmend verlagtert.

    jedenfalls sollange eine verlagerung möglich ist.
    es kann einfach nicht nach unser heutigen definition von glück allen gut gehen damit muss ich der deutsche abfinden wenn es eine umverteilung der arbeitsstrukturen gibt

  16. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Rainer Haessner 05.12.09 - 15:16

    > auch nicht. Bei der Telekom-Privatisierung in Deutschland das gleiche: Man
    > hat einfach das Gerücht in die Welt gesetzt, dass der Eigner Staat diesen
    > betrieb nicht effizient genug leiten könnte und das Ding dann veräußert.

    Nun gut. 1995 kostete die Gesprächsminute im Inland etwa 1 DM, heute sind wir im unteren einstelligen Centbereich, so denn überhaupt noch minutenbasiert abgerechnet wird. Ein gewisser Zusammenhang ist da schon zu erkennen.

  17. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: LösungAnbieter 05.12.09 - 15:16

    Inhaltlich Antworten kannst du offensichtlich nicht. Du bist mir immer noch eine "Ausrede" bezüglich Bildungsabbau schuldig. Erklär uns doch mal bitte, warum in allen westlichen Ländern ein frappierender Bildungsabbau zu erkennen ist? Damit wir uns "wohlvorbereitet" in die Wissensgesellschaft aufmachen können? Diesen logischen Zusammenhang kannst du uns gerne mal und bitte ohne markt-fundamentalistische Demagogen-Parolen erklären.

  18. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: LösungAnbieter 05.12.09 - 15:22

    Das ist durchaus ein Punkt. Hat aber damit zu tun, dass sich ein Telekommunikationsmarkt gut auf möglichst viele Teilnehmer aufteilen lässt. Wie sieht es denn mit der Bahn in Großbrittanien aus? Was ist mit der Deutschen Bahn?

  19. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: LösungsAnbieter 05.12.09 - 15:27

    Nochmal: Warum zieht der Staat sich aus der Finanzierung von Bildungseinrichtungen immer weiter zurück? Damit mehr Leute eine zukunftsfähige Ausbildung erhalten? Oder doch, damit der frisch gebackene Absolvent gleich von Anfang an durch Schuldenlasten an Bank und Ausnutzungsverhältnis gekettet ist?

  20. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Anonymer Nutzer 05.12.09 - 15:57

    LösungAnbieter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist durchaus ein Punkt. Hat aber damit zu tun, dass sich ein
    > Telekommunikationsmarkt gut auf möglichst viele Teilnehmer aufteilen lässt.
    > Wie sieht es denn mit der Bahn in Großbrittanien aus? Was ist mit der
    > Deutschen Bahn?

    Und was ist mit der Bahn in Japan?
    Absolut pünktlich, kostengünstig und profitabel. Alles privat.


    > Nochmal: Warum zieht der Staat sich aus der Finanzierung von Bildungseinrichtungen immer weiter zurück?

    Vielleicht fehlt ihm das Geld? Inzwischen geben wir ja ca. 43% des Bundeshaushaltes für Arbeit und Soziales aus. D.h., wir verfressen unsere Zukunft, anstatt in Bildung zu investieren. Das wird sich noch bitter rächen! Ich denke, in Deutschland wird der Lebensstandard in Zukunft massiv sinken.
    Und das Beste daran: die hochqualifizierten Leistungsträger werden das sinkende Schiff verlassen und im Ausland arbeiten. Da können Leute wie Du rumschreien, wie sie wollen.

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