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Bald haben nur noch 10% Arbeit

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Tingelchen 07.12.09 - 11:37

    > Tut mir, aber das bist du. Mal ganz unten angefangen: Seit Jahren laufen
    > nun schon die Beeinflussungskampagnen der Thinktanks, die von der
    > Wirtschaft bezahlt werden. Man hat in der breiten Öffentlichkeit einen
    > Zustimmende Meinung zu überbordenden Privatisierungen geschaffen. Dabei
    > bleiben die Strippenzieher weltweit den Beweis, dass das dem Volk
    > irgendetwas bringt bis heute schuldig. Weder in Groß-Brittanien noch in
    > Australien haben die Privatisierungen von Bahn und Post irgend etwas
    > Positives gebracht.
    Was so nicht richtig ist. Die Preise sind durch den offenen Telekominikationsmarkt um ein vielfaches niedriger als noch zu Zeiten der Post. Wenn das keine Ersparniss ist weis ich es auch nicht.
    Speziell die Telekom krankt derzeit noch immer an den alten Beamten die noch immer bei der Telekom sitzen und Geld kosten.

    > Ds Streckennetz in GB ist mittlerweile maroder als in
    > Russland und Steuererleichterungen für die Masse der Bevölkerung gab es
    > auch nicht. Bei der Telekom-Privatisierung in Deutschland das gleiche: Man
    > hat einfach das Gerücht in die Welt gesetzt, dass der Eigner Staat diesen
    > betrieb nicht effizient genug leiten könnte und das Ding dann veräußert.
    > Wer hat dabei verdient? Der Volksaktionär etwa? Oder spart der Steuerzahler
    > jetzt Steuern?
    >
    Das Schienen- und Autobahnnetz hier in Deutschland ist einmalig auf der Welt. Mir fällt jetzt spontan kein Land ein das ein derart dichtes Netz besitzt. Dieses wurde aber nicht für den Bürger gebaut, sondern für das Militär um Militärgüter und Soldaten schneller transportieren zu können.
    Das bei Privatisierungen hier in Deutschland keine Steuererleichterungen kommen liegt schlicht daran das diese im tiefen schwarzen Loch des Schuldenberges verschwinden. Den gab es nämlich auch schon damals zu Zeiten der Post.
    Und ja, wenn man sich ansieht welche Verträge der Staat aufsetzt und Unterschreibt und wieviel Geld sie sich aus der Nase ziehen lassen, dann ist das Argument, der Ineffizienten Führung der Post, definitiv nicht weit hergeholt.
    Dazu wäre ein Markt mit vielen Anbietern im Telekomunikationsbereich wie heute überhaupt nicht möglich gewesen, somit auch nicht die Arbeitsplätze die daran gebunden sind. Die ständen jetzt nämlich auf der Strasse.


    > Während des Goldrausches in den USA haben nicht die Leute das meiste Geld
    > verdient, die im Dreck gebuddelt haben, sondern die, die zu Wucherpreisen
    > Spitzhacken, Schaufeln, Siebe und trinkbares Wasser verkauft haben.
    >
    Angebot und Nachfrage. Das Prinzip existiert länger als die Sprache der Menschen ;)

    > Wer den Begriff "freie Marktwirtschaft" unreflektiert in den Mund nimmt,
    > hat nichts verstanden und ist einfach ein Medienopfer. Denn was bedeutet
    > freie Marktwirtschaft denn eigentlich: freier und gleicher Zugang der
    > Marktteilnehmer zu Wirtschaftsmitteln aller Art. Ob die Wirtschaftsmittel
    > jetzt Öl, Stahl, Reis oder Geld sind, spielt kaum eine Rolle: Diese
    > Freiheit gibt es in unserer und in der propagierten falschen Freien
    > Marktwirtschaft nicht. Eliten kommen und kamen beispielsweise an das
    > Wirtschaftsmittel Geld viel einfacher, in exponentiell höheren
    > Größenordnungen und zu Bruchteilen der Zinsen heran, als das "niedere
    > Volk". Und so sieht es auf jedem Marktplatz aus. Der Begriff "Freie
    > Marktwirtschaft" bedeutet im Grunde: Freies Handeln für die Eliten, Sperren
    > und Aussperren für alle anderen.
    >
    Es gibt immer welche die sich die Taschen vollstopfen. D.h. aber nicht das nicht jeder Zugang zu den Gütern auf dem Markt hat. Es gibt keine Beschränkung der Güter auf bestimmte Personengruppen. Jede Firma hat das Recht seine Produkte zu ihrem Preis anzubieten und jeder Kunde (ob Person oder Firma) kann dieses Produkt kaufen. Ob Preis in Relation zum Produkt stehen oder nicht entscheidet "Angebot und Nachfrage".


    Ich sage nicht das diese Welt und das Wirtschaftssystem perfekt sind und jeder sich alles Leisten (Leisten nicht Kaufen!) kann. Jedoch, kann man Jobs nicht damit aufrechterhalten in dem man an veralteter Technik hängen bleibt. Das führt am Ende nur zum Absturtz des ganzen Landes und dann herscht wirklich Anarchie!
    Da wo Jobs durch Weiterentwicklung wegfallen entstehen an anderer Stelle neue. Die "Neue" Technik muss auch irgendwer erfinden, entwickeln, herstellen und dann auch verkaufen. Für die neue Technik müssen Fabriken neu gebaut oder umgebaut werden. Wie oft werden z.B. die Chipfabriken aufgerüstet um die neuen Chips herstellen zu können... das passiert mittlerweile was im 2 Jahresrythmus.

  2. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Captain 07.12.09 - 12:11

    pipa schrieb:
    > Aber zumindest habe ich alleine aufgrund meines beruflichen Werdegangs ein
    > bisschen Ahnung über wirtschaftliche Mechanismen. Von daher lasse ich mich
    > nicht einfach von irgendwelchen Schreihälsen in irgend einer Richtung
    > bevormunden und mir sagen, dass ich ein Träumer, Medienopfer oder sonstiges
    > wäre.
    >
    > Wenn ihr das nicht begreift, dass man grundsätzlich auch konsensfähig sein
    > muss dann wird eure gesellschaftliche Akzeptanz weiter schwinden und ihr
    > werdet nichts erreichen.

    wenn Konsens allerdings bedeutet, das man als Beschäftigter nur vor die Wahl gestellt wird, entlassen werden oder finanziell zurückstecken, dann stimmt was nicht, und darauf läuft die Entwicklung langfristig hinaus...

    Und bevor du rumflennst, ich kann mit der Linkspartei nicht viel anfangen...

  3. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Tingelchen 07.12.09 - 12:24

    Das einzige das an dieser Sache nicht stimmt ist, das der Firmenvorstand seine Gehälter nicht kürzt. Aber wer will sich schon selbst schaden.

  4. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Tingelchen 07.12.09 - 12:34

    Kann er nicht weil es dafür keinen vernünftigen Grund gibt. Nur zurechtgebastelte. Wenn man irgendwo investieren muss, dann in die Bildung. Denn Bildung schaft langfristig Arbeitsplätze.

    Allerdings (jetzt kommen wir zu den zurechtgebastelten Gründen), sind gebildete Menschen schwerer zu kontrollieren und zu manipulieren als dumme und zweitens liegt der Trend nicht in langfristigen Investitionen sondern in kurzfristigen. Das ist nicht nur in der Politik so, sondern auch in der Wirtschaft. Dort nennt man es dann auch das "Schnelle Geld" ;)

  5. Re: Bald haben nur noch 10% Arbeit

    Autor: Siga592752 07.12.09 - 13:40

    Tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann er nicht weil es dafür keinen vernünftigen Grund gibt. Nur
    > zurechtgebastelte. Wenn man irgendwo investieren muss, dann in die Bildung.

    > Denn Bildung schaft langfristig Arbeitsplätze.
    Wieso sollte es das ?
    DIE WELT UND DEUTSCHLAND sind ÜBERBEVÖLKERT. Lernt es endlich.

    Ereader machen Lernmodule möglich. Lehrer und MEHR GELD für Bildung braucht man nicht. Lernt es endlich. Haupt/Real/Gymnasiallerher sind zu 90% überflüssig und machen Sport oder Erwachsenenbildung. Was eh besser ist, als an der Rütli-Schule vor Lern-Unwilligen zu stehen.

    Bildungs-Investitionen sind kein Geld. Sondern einfach KOSTENLOSE Lernmodule für alle Ereader und Handies und Laptops vom OLPS bis Netbook bis Apple-Book.

    Hier ist schön, das die Content-mafia nicht viel machen kann.

    Frontalunterricht ist für viele Bildungs-Inhalte das dümmste überhaupt.
    Gruppenunterricht für bestimmte Sachen, Selberlern-Module für die klassischen Frontalunterichts-Inhalte.
    Evtl per Wave usw. auch. Schulgebäude braucht es nicht mehr so viele. Prüfungen macht man, wenn man will.
    Schulferien macht man, wenn man will.
    Auf den Zeugnissen sind die totalen Leistungsdaten. Ich hasse Studenten, die dreimal durchfallen und sogar dann noch schlechter sind als ich, der beim ersten Mal durch kommt. ich will, das deren drei Teststermine+Ergebnis auf deren Zeugnissen stehen.

    Jedes Kind weiss genau, wo es perzentilmäßig bzgl. Alter/"Schulklasse"/... steht. Knallhart korrekte (nicht knallharte) Checkertests ständig und überall. Leistungsmessung wie bei Formel 1. Und zwar locker und problemlos.
    Wer zu den losern gehört, muss halt öfter checkern lassen. Sehr einfach.

    Hey Eric Cartman: Du macht 50 kleine 1x1-Aufgaben auf Deinem Lern-Modul-Laptop. Für jede falsche Antwort musst Du 0.5 Aufgaben mehr lösen (und natürlich die Aufgabe die nicht gelöst wurde so lange, bis Du das richtige Ergebins hast). Wenn Du fertig bist, darfst Du Mittag essen.
    Was meinst Du, wie schnell die Kinder das kleine 1x1 drauf haben.

    Andere Lerninhalte (Umsatzsteuer, Steuer,...) muss man besser verpacken.

    > Allerdings (jetzt kommen wir zu den zurechtgebastelten Gründen), sind
    > gebildete Menschen schwerer zu kontrollieren und zu manipulieren als dumme
    > und zweitens liegt der Trend nicht in langfristigen Investitionen sondern
    > in kurzfristigen. Das ist nicht nur in der Politik so, sondern auch in der
    > Wirtschaft. Dort nennt man es dann auch das "Schnelle Geld" ;)

    Pierce Brosnan in einem Film wo er in Irland oder England einen Geld-Eintreiber spielt (Rocky 1 war auch Geldeintreiber. SCNR.): "Bildung ist kein Zustand sondern ein Prozess".

  6. die Zeitarbeit und 400-Euro-Jobs ...

    Autor: marcel83 07.12.09 - 13:49

    > Vielleicht fehlt ihm das Geld? Inzwischen geben wir ja ca. 43% des
    > Bundeshaushaltes für Arbeit und Soziales aus. D.h., wir verfressen unsere
    > Zukunft, anstatt in Bildung zu investieren. Das wird sich noch bitter
    > rächen!

    Rächen wird es sich in der Tat. Die Ursache sind aber nicht die Leistungsempfänger, sondern die Unternehmen (und ich wage zu behaupten die Bildungselite), die zur Profitsteigerung Arbeitsplätze in Zeitarbeitsfirmen verlagern oder menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse aktiv vorantreiben. Natürlich kann man das immer ganz gut mit "aber die Konkurrenz" rechtfertigen. In der Tat ist es auch Zeit, dass die Politik das erkennt und etwas dagegen tut.

    Mit einem vernünftigen Lohnniveau in D würde die Binnennachfrage automatisch steigen (und damit auch die Steuereinnahmen, sowohl im Lohnbereich, als auch bei der Mehrwersteuer) und wir hätten aufgrund der höheren Zahl an Einzahlern auch kein so großes Loch in den Sozialkassen.

    Was da draußen aber überall tagtäglich und im großen Stil passiert: Arbeitnehmer müssen sich Lohnzuschüsse vom Amt holen, da die Arbeit nicht ausreichend bezahlt wird oder Arbeitnehmer (z.B. bei Schlecker) werden zu anderen Konditionen bei Zeitarbeitsfirmen neu eingestellt. So jemand wird sich keinen Handwerker mehr leisten, kann nur noch im Discounter einkaufen und muss Geiz=Geil praktizieren. Kein Wunder also, dass sich die Spirale weiter dreht.

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