1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Telekom gibt Fehler zu: Man…

Sage ich seit 20 Jahren

  1. Thema

Neues Thema


  1. Sage ich seit 20 Jahren

    Autor: /mecki78 27.01.23 - 16:06

    Und muss mir jedes mal hier Gegenwind im Forum anhören. Dabei haben mir schon Breitbannverbände, Telekommunikationsexperten und jetzt sogar die Telekom selber Recht gegeben.

    Die Telekom hat Mrd verschenkt, indem sie in veraltet VDSL Technik investiert hat (als die Telekom da eingestiegen ist, da hat der Rest von Europa gerade den Ausstieg zu Gunsten von FTTH/B gestartet, das ist Geld, das nie wieder kommt und heute fehlt) und sie hätte den Glasfaserausbau in der Vergangenheit viel günstiger haben können (heute zahlt sie 5-10x so viel wie das damals gekostet hätte, mit der aktuellen Inflation demnächst sogar noch viel mehr).

    Faktisch hatte die Post damals schon einen fertigen Plan, das gesamte Telefonnetz durchweg auf Glasfaser umzustellen und das wäre 2015 abgeschlossen gewesen (und zwar auch bis zum letzten Einödhof in der Pampa), aber als dann 1995 die Telekom privatisiert wurde, war das erste was sie getan hat, diesen Plan sofort auf Eis zu legen, um schön erst mal weiter am Kupfer zu verdienen und ja nichts für die Zukunft investieren zu müssen. Und Danach ging es 20 Jahre lang nur darum, wie man jetzt das Kupfer noch länger nutzen und noch mehr Geld aus dem totem Pferd rausschlagen kann.

    Siehe hierzu auch:

    "Stop & Go im deutschen Internet | ZDF Magazin Royale"
    https://youtu.be/WDNYS_4dkAc

    Wer das gesehen hat, der muss sich einfach nur noch an's Hirn fassen! Das ist ein Protobeispiel dafür, wie Deutschland Fortschritt maximal verkackt! Lief nicht besser beim Mobilfunk, bei Elektromobilität, Ökostrom, digitalisierung der Behörden, usw. Wir könnten schon lange im modernsten Land der Welt leben, mit Glasfaser und 5G überall, alle fahren E-Autos, aller Strom ist schon lange 100% Öko, Behörden kennt man nur noch aus dem Internet, aber Politik und Wirtschaft haben das alles mit voller Gewalt Jahrzehnte lang gegen die Wand gefahren und alles was wir seit Jahrzehnten tun ist Schadenbegrenzung, wenn mal wieder raus kommt, dass wir am (vor)letzten Platz in einem Ranking sind und die Welt schon wieder über die rückständigen Deutschen lacht.

    /Mecki

  2. Re: Sage ich seit 20 Jahren

    Autor: Rulf 27.01.23 - 16:10

    der telekom ging es nur um monopolsicherung...nie um den bedarf der kunden...

    jetzt, wo die konkurrenz groß geworden ist, muß man einsehen, daß das ein fehler war...

  3. Re: Sage ich seit 20 Jahren

    Autor: Pecker 27.01.23 - 16:20

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und muss mir jedes mal hier Gegenwind im Forum anhören. Dabei haben mir
    > schon Breitbannverbände, Telekommunikationsexperten und jetzt sogar die
    > Telekom selber Recht gegeben.
    >
    > Die Telekom hat Mrd verschenkt, indem sie in veraltet VDSL Technik
    > investiert hat (als die Telekom da eingestiegen ist, da hat der Rest von
    > Europa gerade den Ausstieg zu Gunsten von FTTH/B gestartet, das ist Geld,
    > das nie wieder kommt und heute fehlt) und sie hätte den Glasfaserausbau in
    > der Vergangenheit viel günstiger haben können (heute zahlt sie 5-10x so
    > viel wie das damals gekostet hätte, mit der aktuellen Inflation demnächst
    > sogar noch viel mehr).
    >
    > Faktisch hatte die Post damals schon einen fertigen Plan, das gesamte
    > Telefonnetz durchweg auf Glasfaser umzustellen und das wäre 2015
    > abgeschlossen gewesen (und zwar auch bis zum letzten Einödhof in der
    > Pampa), aber als dann 1995 die Telekom privatisiert wurde, war das erste
    > was sie getan hat, diesen Plan sofort auf Eis zu legen, um schön erst mal
    > weiter am Kupfer zu verdienen und ja nichts für die Zukunft investieren zu
    > müssen. Und Danach ging es 20 Jahre lang nur darum, wie man jetzt das
    > Kupfer noch länger nutzen und noch mehr Geld aus dem totem Pferd
    > rausschlagen kann.
    >
    > Siehe hierzu auch:
    >
    > "Stop & Go im deutschen Internet | ZDF Magazin Royale"
    > youtu.be
    >
    > Wer das gesehen hat, der muss sich einfach nur noch an's Hirn fassen! Das
    > ist ein Protobeispiel dafür, wie Deutschland Fortschritt maximal verkackt!
    > Lief nicht besser beim Mobilfunk, bei Elektromobilität, Ökostrom,
    > digitalisierung der Behörden, usw. Wir könnten schon lange im modernsten
    > Land der Welt leben, mit Glasfaser und 5G überall, alle fahren E-Autos,
    > aller Strom ist schon lange 100% Öko, Behörden kennt man nur noch aus dem
    > Internet, aber Politik und Wirtschaft haben das alles mit voller Gewalt
    > Jahrzehnte lang gegen die Wand gefahren und alles was wir seit Jahrzehnten
    > tun ist Schadenbegrenzung, wenn mal wieder raus kommt, dass wir am
    > (vor)letzten Platz in einem Ranking sind und die Welt schon wieder über die
    > rückständigen Deutschen lacht.

    Das Problem ist, man verkackt es ja weiter, weil der Bedarf noch nicht da ist.
    1&1 bietet Glasfaser und DSL Anschlüsse an. Der Glasfaseranschluss kostet aber 5¤ mehr als der gleich schnelle DSL Anschluss, sofern DSL diese Geschwindigkeit bietet. Ich hab also erst ab 500 Mbit/s definitiv einen Vorteil gegenüber DSL, muss aber dann zu dem eh schon hohen Aufpreis nochmals 5¤ im Monat drauflegen. So vermarktet man kein Glasfaser. So erzeugt man keine Nachfrage.

  4. Re: Sage ich seit 20 Jahren

    Autor: Soad1337 27.01.23 - 17:35

    Kann ich nur voll zustimmen. Das ist so ein Trauerspiel...

  5. Re: Sage ich seit 20 Jahren

    Autor: brainslayer 27.01.23 - 18:16

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und muss mir jedes mal hier Gegenwind im Forum anhören. Dabei haben mir
    > schon Breitbannverbände, Telekommunikationsexperten und jetzt sogar die
    > Telekom selber Recht gegeben.
    >
    > Die Telekom hat Mrd verschenkt, indem sie in veraltet VDSL Technik
    > investiert hat (als die Telekom da eingestiegen ist, da hat der Rest von
    > Europa gerade den Ausstieg zu Gunsten von FTTH/B gestartet, das ist Geld,
    > das nie wieder kommt und heute fehlt) und sie hätte den Glasfaserausbau in
    > der Vergangenheit viel günstiger haben können (heute zahlt sie 5-10x so
    > viel wie das damals gekostet hätte, mit der aktuellen Inflation demnächst
    > sogar noch viel mehr).
    >
    > Faktisch hatte die Post damals schon einen fertigen Plan, das gesamte
    > Telefonnetz durchweg auf Glasfaser umzustellen und das wäre 2015
    > abgeschlossen gewesen (und zwar auch bis zum letzten Einödhof in der
    > Pampa), aber als dann 1995 die Telekom privatisiert wurde, war das erste
    > was sie getan hat, diesen Plan sofort auf Eis zu legen, um schön erst mal
    > weiter am Kupfer zu verdienen und ja nichts für die Zukunft investieren zu
    > müssen. Und Danach ging es 20 Jahre lang nur darum, wie man jetzt das
    > Kupfer noch länger nutzen und noch mehr Geld aus dem totem Pferd
    > rausschlagen kann.
    >
    > Siehe hierzu auch:
    >
    > "Stop & Go im deutschen Internet | ZDF Magazin Royale"
    > youtu.be
    >
    > Wer das gesehen hat, der muss sich einfach nur noch an's Hirn fassen! Das
    > ist ein Protobeispiel dafür, wie Deutschland Fortschritt maximal verkackt!
    > Lief nicht besser beim Mobilfunk, bei Elektromobilität, Ökostrom,
    > digitalisierung der Behörden, usw. Wir könnten schon lange im modernsten
    > Land der Welt leben, mit Glasfaser und 5G überall, alle fahren E-Autos,
    > aller Strom ist schon lange 100% Öko, Behörden kennt man nur noch aus dem
    > Internet, aber Politik und Wirtschaft haben das alles mit voller Gewalt
    > Jahrzehnte lang gegen die Wand gefahren und alles was wir seit Jahrzehnten
    > tun ist Schadenbegrenzung, wenn mal wieder raus kommt, dass wir am
    > (vor)letzten Platz in einem Ranking sind und die Welt schon wieder über die
    > rückständigen Deutschen lacht.

    das mit der post. ja das ist leider käse. was die damals z.b. im osten verbuddelt haben ist völlig unbrauchbar und heute gar nicht mehr existent. bzw. wurde überbaut. war zwar alles glasfaser, aber für internet nicht verwendbar und die verwendeten lichtwellenleiter hatten ne halbwertszeit die heute in der vergangenheit liegt

  6. Re: Sage ich seit 20 Jahren

    Autor: /mecki78 27.01.23 - 19:00

    brainslayer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > was die damals z.b. im osten
    > verbuddelt haben ist völlig unbrauchbar

    Es war nur unbrauchbar für DSL, weil das nur über Kupfer ging und die Telekom eben kein Internet über Glasfaser anbieten wollte und dort zwar Glasfaser verlegt hat, aber dort von Anfang an nur Telefon drüber laufen lassen wollte.

    Dabei hätte man nur die Hardware an den Enden tauschen müssen und schon hätte man über die gleichen Adern direkt Internet mit einem vielfachen der Geschwindigkeit laufen lassen können (1991 waren schon 34 Mbit/s über ein OPAL Leitung möglich! Viel schneller als jedes DSL zur damaligen Zeit!) und Telefon halt per VoIP anbieten können, nur daran hatte die Telekom eben kein Interesse. Auch hier war die Telekom und nicht die Technik das Problem.

    Und diese Kabel werden auch heute noch genutzt, da läuft heute GPON drüber mit 1 Gbit/s symmetrisch.

    Kannst du hier nachlesen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Optische_Anschlussleitung

    > und die verwendeten lichtwellenleiter hatten ne halbwertszeit

    Nein, das ist jetzt Käse. LWL hat grundsätzlich mal kein Halbwertszeit, genausowenig wie ein Kupferleitung kein hat. Die Leitungen werden heute noch aktiv genutzt.

    Die ersten transatlantischen LWL Leitungen von Europa in die USA werden heute noch genug und die funktionieren so gut wie am ersten Tag. Es gibt keine nachvollziehbaren physischen Grund warum LWL weniger haltbar als ein Kupferkabel sein soll. Im Gegenteil, die lange Haltbarkeit wird sogar als ein Vorteil von LWL gegenüber Kupfer gepriesen:

    Lange Lebensspanne - Optische Fasern haben normalerweise eine längere Lebensdauer für mehr als 100 Jahre.
    https://community.fs.com/de/blog/the-advantages-and-disadvantages-of-fiber-optic-transmission.html

    Genau wie beim Kupferkabel ist die Haltbarkeit theoretisch unbegrenzt, wenn die Kabel nicht durch Hitze oder Kälte, Zuglasten, aggressiven Umweltgifte (Säuren, Basen, Benzin, usw.) oder Naturkatastrophen beschädigt werden. Und hier halten LWL viel mehr aus als Kupferadern, da wo also ein LWL den Geist aufgibt, da wäre Kupfer schon lange kaputt gegangen und du siehst ja wie haltbar unsere uralt Kupferleitungen sind. Das ist mit ein Grund, warum man Kabel vergräbt, weil sie unter der Erde viel weniger Einflüssen ausgesetzt sind. Und selbst wenn die Belastung mal zu groß ist, dann kommt es nur zu einem Bruch, den man lokal beheben kann, deswegen muss nicht das ganze Kabel getauscht werden.

    Die meisten Brüche in LWL Kabeln kommen von Mikrorissen die durch Fertigungsfehler entstanden sind und auch wenn sie erst nach 20-25 Jahren auftreten, lag her der Fehler in Wahrheit schon vor als das Kabel die Fabrik verlassen hat, aber qualitativ hochwertige LWL weißen solche Risse nicht auf. Das passiert aber dann in der Regel an den Anschlussenden, weil unter der Erde ist keine Zuglast auf den Kabeln. Auch nur an den Enden kommen sie mit Luft in Kontakt und dort kann sich über viele Jahre Sauerstoff einlagern, was die Qualität des Materials verschlechtert und es brüchig oder trüb werden lassen kann, das ist aber bei Kupfer genauso, denn auch das wird ja am Ende abisoliert und oxidiert. Durch die Isolation der Leitungen hingegen kann Sauerstoff kaum diffundieren, wenn diese nicht beschädigt werden.

    /Mecki

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Department Head (m/w/d) IT-Services
    IHP GmbH - Institut für innovative Mikroelektronik, Frankfurt (Oder)
  2. Sachgebietsleiter (m/w/d) Business Development & Evaluation
    Mainova AG, Frankfurt am Main
  3. Linux Administrator*in (m/w/d)
    Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin-Adlershof
  4. Mitarbeiter (m/w/d) für IT-Consulting
    ProSoft GmbH, Geretsried

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 114,99€ (Angebot auch bei Saturn erhältlich. Vergleichspreis 140,89€)
  2. 0,99€ (Tiefstpreis!)
  3. 125,11€ - Tiefstpreis! (Vergleichspreis über 200€)
  4. u. a. Patriot Viper VENOM 64-GB-Kit DDR5-6000 für 159€ statt 210€ im Vergleich, PowerColor...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de