-
Wieso ist das ein Problem?
Autor: elBarto 02.05.20 - 19:30
Als CEO hat er den Aktionären gegenüber eine Verpflichtung. Wenn er wirklich der Überzeugung ist, dass das Unternehmen überbewertet ist, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis eine Korrektur erfolgt und der Kurs massiv einbricht. Eine Spekulationsblase hilft am Ende keinem.
-
Re: Wieso ist das ein Problem?
Autor: nikeee13 02.05.20 - 20:09
Er hatte schonmal Probleme mit der Börsenaufsicht und muss halt jeden Tesla-Tweet von der Firma abnicken lassen. Das ist nicht erfolgt.
Steht auch im Artikel. -
Re: Wieso ist das ein Problem?
Autor: svlewe 02.05.20 - 21:53
nikeee13 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Er hatte schonmal Probleme mit der Börsenaufsicht und muss halt jeden
> Tesla-Tweet von der Firma abnicken lassen. Das ist nicht erfolgt.
>
> Steht auch im Artikel.
Er muss nicht jeden Tesla-Tweet abnicken lassen.. -
Re: Wieso ist das ein Problem?
Autor: nikeee13 02.05.20 - 22:04
https://www.golem.de/news/tesla-motors-elon-musk-muss-kuenftig-twitter-regeln-zu-tesla-beachten-1904-140917.html
> Der Unternehmer darf die Social-Media-Plattform Twitter benutzen, muss aber Tweets über einige Themen absprechen. Dazu zählen finanzielle Informationen und Tipps zu dem von ihm gegründeten Unternehmen Tesla Motors, Zahlen über Produktions- und Auslieferungsmenge von Tesla-Fahrzeugen, neue oder vorgeschlagene Businesssparten, die nicht mit dem Bau von Fahrzeugen zusammenhängen, Prognosen zum Unternehmen, die nicht vorher bestätigt wurden, und anderes.
Kann man aber für diesen Fall so auslegen. -
Re: Wieso ist das ein Problem?
Autor: svlewe 02.05.20 - 22:12
Der Tweet fällt in keine der Einschränkungen des SEC-Agreements..
-
Re: Wieso ist das ein Problem?
Autor: Der Supporter 03.05.20 - 00:18
Und das ist eine Falschinformation, sondern nur die Tweets, die bestimmten Kriterien erfüllen.
Diese Meinungsäusserung gehört nicht dazu. -
Re: Wieso ist das ein Problem?
Autor: nikeee13 03.05.20 - 00:48
Der Supporter schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Diese Meinungsäusserung gehört nicht dazu.
Eben genau das ist halt das, was ihn vielleicht rettet. Siehe Artikel:
> Jetzt könnte eine wichtige Frage sein, ob ih der Hinweis, dass es sich um seine Meinung handele, von der Freigabe-Pflicht befreit. -
Re: Wieso ist das ein Problem?
Autor: Allandor 03.05.20 - 01:26
elBarto schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Als CEO hat er den Aktionären gegenüber eine Verpflichtung. Wenn er
> wirklich der Überzeugung ist, dass das Unternehmen überbewertet ist, dann
> ist es nur eine Frage der Zeit, bis eine Korrektur erfolgt und der Kurs
> massiv einbricht. Eine Spekulationsblase hilft am Ende keinem.
Naja, die Sache ist die, das er die Macht hat, den Kurs gezielt runter zu ziehen. Das könnte man dazu nutzen, seine Anteile zu verkaufen und wenn der Kurs unten ist, wieder günstiger zurück zu kaufen.
Sprich damit lässt sich auf Kursverfall wetten.
Finde diese Praxis nach wie vor krank, aber leider ist das gängig an Börsen. Man könnte es leicht unterbinden, indem man Aktien eine Mindesthaltezeit verpassen würde. Damit würden dann Aktien wieder ansatzweise das machen, wozu sie ursprünglich "erfunden" wurden und Zockern einen Strich durch die Rechnung machen. -
Re: Wieso ist das ein Problem?
Autor: cthl 03.05.20 - 05:07
Allandor schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> elBarto schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> Naja, die Sache ist die, das er die Macht hat, den Kurs gezielt runter zu
> ziehen. Das könnte man dazu nutzen, seine Anteile zu verkaufen und wenn der
> Kurs unten ist, wieder günstiger zurück zu kaufen.
> Sprich damit lässt sich auf Kursverfall wetten.
Das wäre aber keine Wette, sondern Insiderhandel und damit vermutlich strafbar.
> Finde diese Praxis nach wie vor krank, aber leider ist das gängig an
> Börsen. Man könnte es leicht unterbinden, indem man Aktien eine
> Mindesthaltezeit verpassen würde. Damit würden dann Aktien wieder
> ansatzweise das machen, wozu sie ursprünglich "erfunden" wurden und Zockern
> einen Strich durch die Rechnung machen.
Eine Mindesthaltezeit verhindert aber keine Wetten auf einen Kursverfall. Ganz im Gegenteil: Eine Mindesthaltezeit macht es riskanter eine Aktie zu kaufen die sich im Fall befindet. Entsprechend finden sich bei fallenden Kursen keine Käufer und der Preis fällt noch schneller. Da man auf den Kursverfall nicht durch Kauf der Aktie, sondern z.B. durch Kauf von Put-Optionen wettet, ist der Spielraum für Wetten bei schneller fallenden Kursen also eher größer. -
Re: Wieso ist das ein Problem?
Autor: elBarto 03.05.20 - 09:38
Ich habe mich falsch ausgedrückt. Es ging mir nicht um die Legalität seines tuns, oder ob er mit der SEC dadurch Ärger bekommt. Es ist klar, dass die SEC und die Zentralbank ein großes Interesse haben, die Spekulationsblase so lange wie möglich aufrecht zu erhalten, aber man stelle sich nur vor ein kleiner Investor kauft jetzt eine überbewertete Aktie und der Kurs bricht in paar Wochen um 60% ein, was dann? Wenn er nun mit einem solchen Kommentar eine mildere Korrektur verursacht, dann finde ich das persönlich gar nicht verkehrt. Wenn eine Aktie massiv überbewertet ist, gibt es am Ende viele kleine Verlierer und paar, die das große Geschäft machen.
nikeee13 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Er hatte schonmal Probleme mit der Börsenaufsicht und muss halt jeden
> Tesla-Tweet von der Firma abnicken lassen. Das ist nicht erfolgt.
>
> Steht auch im Artikel. -
Re: Wieso ist das ein Problem?
Autor: Hallonator 03.05.20 - 11:16
elBarto schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Ich habe mich falsch ausgedrückt. Es ging mir nicht um die Legalität seines
> tuns, oder ob er mit der SEC dadurch Ärger bekommt. Es ist klar, dass die
> SEC und die Zentralbank ein großes Interesse haben, die Spekulationsblase
> so lange wie möglich aufrecht zu erhalten, aber man stelle sich nur vor ein
> kleiner Investor kauft jetzt eine überbewertete Aktie und der Kurs bricht
> in paar Wochen um 60% ein, was dann?
Dann hätte er nicht Tesla kaufen sollen, sondern etwas weniger spekulatives?
> Wenn er nun mit einem solchen
> Kommentar eine mildere Korrektur verursacht, dann finde ich das persönlich
> gar nicht verkehrt.
Erm ja. Da hast du jetzt aber echt hart versucht seinen Unfugs-Tweet zu rechtfertigen.
Warum gehst du überhaupt von einem so starken Einbruch aus? Die Staaten Pumpen zur Stabilisierung gerade Geld ohne Ende in den Markt. Selbst wenn das den Markt nicht stabilisiert, verringert das den Wert des Geldes, was hohe Kurse bedeuten würde. -
Re: Wieso ist das ein Problem?
Autor: elBarto 04.05.20 - 03:01
Hallonator schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> elBarto schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Ich habe mich falsch ausgedrückt. Es ging mir nicht um die Legalität
> seines
> > tuns, oder ob er mit der SEC dadurch Ärger bekommt. Es ist klar, dass
> die
> > SEC und die Zentralbank ein großes Interesse haben, die
> Spekulationsblase
> > so lange wie möglich aufrecht zu erhalten, aber man stelle sich nur vor
> ein
> > kleiner Investor kauft jetzt eine überbewertete Aktie und der Kurs
> bricht
> > in paar Wochen um 60% ein, was dann?
> Dann hätte er nicht Tesla kaufen sollen, sondern etwas weniger
> spekulatives?
Ja, oder gar nicht investieren. Es ist immer so, dass unerfahrene Investoren ganz am Ende einer Blase einsteigen. Kurz danach, fangen die großen Fische zu verkaufen und die kleinen verlieren ihr Erspartes. Wieso denkst du sitzt Berkshire Hathaway zur Zeit auf einem gigantischen Berg von Cash und macht nichts damit? Sie warten auf den Crash un steigen dann groß ein.
> > Wenn er nun mit einem solchen
> > Kommentar eine mildere Korrektur verursacht, dann finde ich das
> persönlich
> > gar nicht verkehrt.
> Erm ja. Da hast du jetzt aber echt hart versucht seinen Unfugs-Tweet zu
> rechtfertigen.
>
> Warum gehst du überhaupt von einem so starken Einbruch aus? Die Staaten
> Pumpen zur Stabilisierung gerade Geld ohne Ende in den Markt. Selbst wenn
> das den Markt nicht stabilisiert, verringert das den Wert des Geldes, was
> hohe Kurse bedeuten würde.
Wenn man die Blase anschaut, dann sind 60% noch mild. Schau dir die Crashes von 2001 und von 2008 an. Das waren Blasen, die auf bestimmte Wirtschaftszweige begrenzt waren. Jetzt ist die Blase viel viel größer.
Kostenloses Geld hat die Blase verursacht. Wie soll jetzt noch mehr kostenloses Geld das Problem lösen? Die Aktienmärkte haben sich von der realen Wirtschaft gelöst und irgendwann muss es zu einer Korrektur kommen. Eine Aktie ist nun mal ein Anteil an einem realen Unternehmen. Viele Faktoren fließen in den Preis ein. Die Preisfindung ist aber gestört, weil man immer billiger an das Geld kommt. Eine Investment-Bank kann sich für 0% eine Milliarde leihen, Aktien kaufen und in einem Jahr 300Millonen Gewinn einfahren - aus nichts. Das ist eine Entwicklung, die man mindestens bis in die 80er zurückverfolgen kann. Immer niedrigere Zinsen, niedrigere Steuern (für Firmen) und immer höhere Verschuldung. Jetzt blieben die Leitzinsen sogar mitten im Boom bei 0%. Das ist nicht normal.
Wir können uns ja in einem Jahr hier nochmal schreiben.



