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Beispiel VRR

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  1. Beispiel VRR

    Autor: gumnade 01.03.20 - 20:35

    Nehmen wir doch mal den VRR als größten Verkehrsverbund. Da kostet es für Senioren und Schüler 90 bzw. 60 ¤ im Monat, das ganze Tarifgebiet zu nutzen und das wird auch gut angenommen, jedenfalls sind die Verkehrsmittel morgens brechend voll. Studenten bekommen sowieso für ihre etwa 150¤ AStA-Beitrag nicht nur billiges Mensaessen, sondern auch noch das ganze Bundesland.
    Dagegen zahlt man 2,90¤ für eine Einzelfahrkarte in derselben Stadt, als Monatskarte etwa 80 ¤. Wer damit zur Arbeit will, weiß nicht nur, dass er verhältnismäßig über den Tisch gezogen wird, er hat auch die schlechteste Erfahrung.
    Die Schüler steigen zumindest morgens alle an derselben Haltestelle aus, aber dazwischen muss man ggf. handgreiflich werden, um das Fahrzeug verlassen zu können. Bei Winterwetter alles noch schlimmer. Gut ausgelastete Linien handeln sich in der Rush Hour richtig Verspätung ein, sodass es nicht hilft, dass ein theoretischer Takt von 10 Minuten besteht.

    Solange das nicht massiv besser wird, muss man nicht glauben, dass irgendwer Berufstätiges noch zusteigt. Nein, man hat sowieso immer noch die erste und letzte Meile zu überwinden und fühlt sich im Winter einer Krankheitserrerlast ausgesetzt wie beim Arzt im Wartezimmer und im Winter muss man vor Schweißarmen kotzen.

    Es ist schlicht und ergreifend unvernünftig, solch ein Transportwesen in Anspruch zu nehmen.

    Vielleicht würde ja analog zum Fernsehen eine Haushaltsabgabe helfen. Für Leute mit Kindern kostenneutral und für Alleinstehende, die es nicht nutzen noch immer etwas, was sie dann sinnvollerweise von der Steuer absetzen können.

    Sic transit gloria mundi

  2. Re: Beispiel VRR

    Autor: PerilOS 01.03.20 - 23:31

    Erzähl den Leuten doch bitte nicht, dass wir in Berlin einen komplett ausgebauten öffentlichen Nahverkehr haben, der im 5 - 10 Minuten takt im gesamten Stadtgebiet abläuft zu den Stoßzeiten.
    Da könnten einige Leute auf die Idee kommen, dass öffentlicher Nahverkehr nicht die magische Lösung aller Probleme ist.

    Wer kann, kauft sich ein Auto und entzieht sich diesem täglichen Terror. Im Stau stehen ist angenehmer, als eingequetscht im Bus/U-Bahn/S-Bahn/Tram und verschwitzt im Büro anzukommen. Deswegen gehen hier die Car-Sharing Dienste auch so gut. Die Leute wollen Auto fahren. Und sie tun es auch. Seitdem das Flächenweise verfügbar ist, ist es leicht angenehmer geworden in den öffentlichen. Die Roller und Fahrräder hingegen haben einen Scheiß gebracht. Die liegen überall rum, Leute fahren auf den Bürgersteigen und dauernd sind Bus und Tram am bremsen, weil wieder ein Held der Meinung ist der Mittelpunkt der Erde zu sein.
    Nach dem anfänglichen ausprobieren, ist von diesem gefährlichen Spielzeug nicht mehr viel übrig geblieben. Der Druck der Notaufnahmen in den Krankenhäusern auf die Stadt Verbotszonen und Limitierungen einzuführen, hat diesem Kaspertheater zum Glück einen Riegel vorgeschoben.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.20 23:35 durch PerilOS.

  3. Re: Beispiel VRR

    Autor: ChrisE 02.03.20 - 11:23

    Von Berlinern, die in Berlin leben, höre ich immer negatives über die unzuverlässige und überfüllte S-Bahn. Von Leuten, die dann aus Berlin weggezogen sind, höre ich immer, wie sie die S-Bahn vermissen. Weil es am neuen Wohnort nur noch den Bus gibt der gerade mal alle Stunde fährt*.
    *ausgenommen Leute die in eine andere Stadt mit >500.000 Einwohner ziehen.

  4. Re: Beispiel VRR

    Autor: PerilOS 02.03.20 - 18:27

    Wenn du 30 Jahre Öffies in Berlin gefahren bist, dann wirst du eventuell verstehen warum ein Auto erstrebenswert ist. Ich geb den Öffis nicht mal die Schuld. Sie sind einfach am physischen Limit. Höher takten geht nicht mehr, Platz ist nicht da, vorhandenes ist bereits optimiert. Berlin ist die Prototyp Metropole der Welt für öffentlichen Nahverkehr. Aus historischen Gründen.

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