1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › TÜV-Verband: Viele…

1507 Erwerbstätige..

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema


  1. 1507 Erwerbstätige..

    Autor: Nin 27.03.22 - 13:43

    Wow, wieder eine sehr repräsentante Umfrage. Ich werde immer das Gefühl nicht los das nur diejenigen zum Vorschein kommen die explicit Probleme mit dem Homeoffice haben. Mehr Arbeitszeit oder längere Erreichbarkeit? Wer es nicht schafft abzuschalten, hat im Homeoffice nichts verloren, Feierabend heißt alles aus und abschalten, wer meint er müsse irgendwas extra machen muss sich vielleicht eher die Frage stellen ob der Arbeitsplatz oder AG nicht der falsche ist. Gewichtszunahme? Wie wäre es Mal mit ein bisschen Bewegung die auch schon in Büros vorhanden war, genannt auch Bildschirmpause. Soziale Einsamkeit? Wenn das wirklich so wichtig wäre Kontakt zu haben würde man sich auch außerhalb treffen. Viele aus meinem Umfeld bedanken sich für die Ersparnis von 1 1/2 - 3 Stunden Arbeitsweg am Tag. Da bleibt jede Menge Zeit um das ein oder andere in angriff zu nehmen.

    Außerdem, wer sagt das die AG irgendwas im Vergleich zu vorher verändern würden, es wurden zum teil Büroräume abgemietet um die verkleinerte Anzahl an Personen gerecht zu werden. Es wird an allem gespart wo es nur geht. Ziemlich blauäugig wer meint es würde sich irgendwas an der Atmosphäre, Richtung Mitarbeiterwohl, ändern wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.22 13:46 durch Nin.

  2. Re: 1507 Erwerbstätige..

    Autor: Landorin 27.03.22 - 13:55

    Alles korrekt. Es zeigt aber auch, dass HO eben nicht für jeden das Richtige ist. Jeder sollte als Erwachsener behandelt werden und die Wahl haben, wo er bevorzugt arbeiten möchte. Der AG sollte durchaus das Büro verbessern. Bezweifle aber genau so wie du, dass sich da großartig was ändert. Die Schäfchen sollen sich ja nicht wohl fühlen, sondern gefälligst arbeiten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.22 13:55 durch Landorin.

  3. Repräsentativität

    Autor: demon driver 27.03.22 - 14:22

    Nin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wow, wieder eine sehr repräsentante Umfrage [...]

    "Methodik-Hinweis: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1.507 Erwerbstätigen ab 18 Jahren, die im Januar 2022 durchgeführt wurde." (www.presseportal.de/pm/65031/5180084)

    Der Umfang einer Stichprobe bestimmt nicht deren Repräsentativität. Aber das scheint selbst unter IT-Professionals bzw. solchen, die in Foren für IT-Professionals posten, ein unausrottbares Missverständnis zu bleiben.

  4. Re: 1507 Erwerbstätige..

    Autor: d0p3fish 27.03.22 - 14:34

    Vmtl. die, die nicht 25tkm pendeln müssen im Jahr. Bei Diesel Preisen bis zu 2.30 bin ich sehr froh 2h+ Täglich zu sparen.

    1h ist reinvestiert in Kinder mit dem Pedelec aus dem Kindergarten abholen. Geladen wird es per PV. Mensch, kann ich mir richtig auf die Schulter klopfen, was ;D
    Geht leider nicht ohne Motor, viele Berge, Anhänger 50kg.
    Pro Tips was eine gute Ergänzung zum Fahrrad wäre? Rudergerät?

    Inzwischen überlege ich den Diesel gegen etwas kurzstreckentauglicheres zu tauschen. Die 11km sind auf Dauer nicht so toll. Ein Twingo Electric ist ganz lustig, aber auf überland bei 100/h hab ich irgendwie doch keine lust einen Unfall zu haben. Und halt eng mit den Kindern hinten drin.

    Die andere Stunde geht gut beim Mittagessen drauf, weil wir jetzt viel abwechslungsreicher Kochen. Halt kein Döner / Asia Nudeln mehr.

    Geplant ist jetzt einen Raum zum Büro umzubauen. Und klar wird da ein höhenverstellbarer Schreibtisch seinen Platz finden.

    Aber jedem seins. Andere können gerne FREIWILLIG ins Büro gehen :)

  5. Re: 1507 Erwerbstätige..

    Autor: Oktavian 27.03.22 - 14:42

    > Wow, wieder eine sehr repräsentante Umfrage.

    *facepalm* So allmählich sollte doch so ein ganz klein wenig Ahnung über Statistik auch im Forum eingesickert sein.

    Aber gut, ganz kurze Zusammenfassung für die, die in Mathe lieber Käsekästchen gespielt haben.

    Erst mal unterscheiden wir Repräsentativität und Signifikanz.

    Repräsentativität: Ist die ausgewählte Stichprobe (also die Befragten) ein Spiegel der Grundgesamtheit (alle Bundesbürger, alle Homeoffice-Arbeitenden, alle Arbeitnehmer, whatever)? Das erreicht man eigentlich, indem man die Grundgesamtheit statistisch erfasst, und dann die Befragten so auswählt, dass sie der Grundgesamtheit entsprechen. In der Praxis macht das niemand so, man erfasst jeden einzelnen mit den relevanten Merkmalen, und wenn einzelne Merkmale überrepräsentiert sind, fügt man bei der Auswertung Korrekturfaktoren ein. In der Praxis ist das aber selten nötig, wenn man hinreichend zufällig fragt.

    Grundfehler hier, man schließt von sich selbst oder von seinem Bekannten-/Kollegenkreis auf andere. Was man selber sieht, ist nie repräsentativ.

    Signifikanz: Kann man die Aussagen, die man aus der Stichprobe erhalten hat, auf die Grundgesamtheit anwenden? Sind sie sprechend für die Grundgesamtheit? Mit welcher Wahrscheinlichkeit liegt man wie weit daneben? Entscheidend ist hier das Konfidenzintervall und das angestrebte Signifikanzniveau für die Stichprobengröße

    Üblich ist hier, ein Signifikanzniveau von 95% anzustreben. Man möchte also, dass die getroffene Aussagen ("37% der Arbeitnehmer haben ein Problem") mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,95 in einem definierten Bereich (Konfidenzintervall, meist so 3 Prozentpunkte) um die getroffene Aussage liegt. Also von 100 Statistiken, die so eine Aussage treffen, sollten 95 recht haben, dass wenn man alle Befragen würde, zwischen 35,5 und 38,5% diese Aussage bestätigen würden. In den restlichen 5 Fällen liegt man dann (meist nur knapp/Normalverteilung) daneben.

    Hier konkret, wenn wir von ca. 10 Mio. Heimarbeitenden ausgehen, dann liegt man mit einer Stichprobengröße von 1500 bei einem Konfidenzintervall von 3 schon weit über dem Signifikanzniveau von 95%, man kratzt schon an den 99%. Gestützt wird das noch, weil die Werte ziemlich in der Mitte liegen und nicht an den Randbereichen (da ist Statistik immer etwas ungenauer).

    Hier ist der Grundfehler das eigene Bauchgefühl. Man hält Stichproben immer für zu klein, 1500 kann doch gar nicht signifikant sein für 10.000.000 Grundgesamtheit. Doch, kann und ist es, wenn man weiß, wie beschreibende Statistik funktioniert.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.22 14:55 durch Oktavian.

  6. Re: 1507 Erwerbstätige..

    Autor: Chief1990 27.03.22 - 15:06

    Zur Stichprobengröße auch gerne mal den Wikipedia Artikel zu "George Gallup" lesen. ;)

    The Literary Digest hatte mit einer 2,4 Mio Teilnehmer großen Stichprobe den Wahlausgang falsch eingeschätzt da die Stichprobe nicht repräsentativ war. Hr. Gallup hat trotz nur 50.000 Teilnehmern korrekt "vorhergesagt" da repräsentativ.

    Ich kann die generelle Skepsis allerdings durchaus verstehen. Man darf nur mal kurz in den ADAC Ecotest kucken und liest im Jahre 2022 "Erdgasautos am umweltfreundlichsten". Und das trotz repräsentativität etc.. Es wird gemäß allen Künsten der Statistik gefälscht, getrickst oder geschönt. Oder auch einfach mal 40% Bio-Erdgas angenommen anstatt der 1% die an der Zapfsäule stehen. :)

  7. Re: 1507 Erwerbstätige..

    Autor: Oktavian 27.03.22 - 15:10

    > The Literary Digest hatte mit einer 2,4 Mio Teilnehmer großen Stichprobe
    > den Wahlausgang falsch eingeschätzt da die Stichprobe nicht repräsentativ
    > war. Hr. Gallup hat trotz nur 50.000 Teilnehmern korrekt "vorhergesagt" da
    > repräsentativ.

    Natürlich, wenn ich eine Umfrage unter den 6000 Angestellten meines AG mache, und daraus auf die Bundesbevölkerung rückschließen möchte, ist das beliebig falsch. Wir sind fast alles Büroarbeiter (oder Heimarbeiter), fast alle mit akademischem Abschluss, viele auch promoviert, fast alle sehr gut verdienend, fast alle eher introvertiert. Hier mangelt es an der Repräsentativität, auch wenn wir reichlich genug sind, um alle Signifikanzkriterien zu erfüllen.

    > Ich kann die generelle Skepsis allerdings durchaus verstehen. Man darf nur
    > mal kurz in den ADAC Ecotest kucken

    Naja, Statistiken eines Lobby-Verbandes muss man genau lesen, das war schon immer so. Da sehe ich aber zwischen TÜV und Umfragen zu Homeoffice wenig Gefahr.

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. SAP Basis Teamleiter Job (m/w/x) - SAP Basis Team Manager Inhouse Job
    über duerenhoff GmbH, Mannheim
  2. (Junior) Inhouse IT - Consultant (m/w/d)
    Nordwest Industrie Group GmbH, Bundesweit
  3. Junior Software Developer (w/m/d) Automatisierung
    AIXTRON SE, Herzogenrath
  4. IT-Service Coordinator (w/m/d)
    Bechtle Onsite Services GmbH, Erfurt, Leipzig

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. The Elder Scrolls V: Skyrim - Anniversary Edition)
  2. 17,99
  3. ab 34,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Probefahrt mit EQS SUV: Geländegängiger Luxus auf vier Rädern
Probefahrt mit EQS SUV
Geländegängiger Luxus auf vier Rädern

Nach einer Testrunde in Colorado versteht man, was Mercedes beim EQS SUV mit Top-End Luxury meint.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Schnellladesäulen Tesla betreibt mehr als 10.000 Supercharger in Europa
  2. Potential Motors Winziges E-Offroad-Wohnmobil mit 450 kW vorgestellt
  3. Power-Swap-Station Nio aktiviert ersten Akku-Wechsler für Autos in Deutschland

Softwareentwicklung: Erste Schritte mit dem modernen Framework Flutter
Softwareentwicklung
Erste Schritte mit dem modernen Framework Flutter

Flutter ist ein tolles und einfach zu erlernendes Framework, vor allem für die Entwicklung mobiler Apps. Eine Anleitung für ein erstes kleines Projekt.
Eine Anleitung von Pascal Friedrich

  1. Google Flutter läuft stabil auf Windows

Centaur CHA im Test: Der letzte x86-Prozessor seiner Art
Centaur CHA im Test
Der letzte x86-Prozessor seiner Art

Weil Centaur von Intel übernommen wurde, ist der CHA-Chip nie erschienen. Ein achtkerniger Prototyp gewährt dennoch spannende Einblicke.
Ein Test von Marc Sauter

  1. CHA-Prozessor Benchmarks von Centaurs letzter CPU

  1. PXW: Huawei bietet bald wieder 5G-Smartphones an
    PXW
    Huawei bietet bald wieder 5G-Smartphones an

    Der Telekomausrüster Huawei kommt nicht ohne seine darniederliegende Smartphone-Sparte aus. Jetzt zeichnen sich trotz Handelskrieg echte Lösungen ab.

  2. eVTOL: Volocopter startet Testflug am Flughafen in Rom
    eVTOL
    Volocopter startet Testflug am Flughafen in Rom

    An Roms Flughafen Fiumicino ist erstmals ein Volocopter 2X in den italienischen Luftraum aufgestiegen - um einen wirklichen Flug handelt es sich aber kaum.

  3. Leistungsaufnahme: Effizienz muss man auch wollen
    Leistungsaufnahme
    Effizienz muss man auch wollen

    Neue Hardware wird immer effizienter. Auch High-End-Prozessoren und Grafikkarten können sehr sparsam sein. Leider ist das nicht Standard.


  1. 14:42

  2. 14:17

  3. 14:00

  4. 13:42

  5. 12:48

  6. 12:30

  7. 12:04

  8. 11:15