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"vor dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht fast jeder vierte Beschäftigte im Homeoffice oder mobil"

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  1. "vor dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht fast jeder vierte Beschäftigte im Homeoffice oder mobil"

    Autor: demon driver 27.03.22 - 20:04

    Mit anderen Worten, selbst während der infektionsschutzgesetzlich angeordneten Pflicht sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer arbeiteten mehr als drei Viertel der Beschäftigten gar nicht oder nicht ausschließlich zuhause. Obwohl es bei deutlich mehr möglich gewesen wäre und tatsächlich auch möglich war, wie von der ersten Panik des Frühjahrs 2020 her noch allen in Erinnerung sein sollte, wo zu den Stoßzeiten Straßen genauso wie der ÖPNV viele Wochen lang wie leergefegt waren.

    Solches gesetzgeberisches Versagen zieht sich in der einen oder anderen Form wie ein roter Faden durch die gesamte Pandemie. Ein nicht vernachlässigbarer Teil der inzwischen rund 130.000 Corona-Toten geht auf die Rechnung der deutschen Politik, deren Entscheidungen von der städtischen Ebene über die Länder bis hinauf zum Bund notorisch mehr durch die Angst vor den Querdenkern getrieben war als vor dem Virus.

    Und da einer der wenigen zumindest halbvernünftigen Charaktere im Bund, der heutige Arbeitsminister, von Wirtschaftslobbys und antisozialen Kolleg/inn/en immer wieder ausgebremst wurde, haben wir jetzt auch kein Recht aufs Homeoffice, mit dem ein Übergang hätte verordnet werden können, der ein Superkompromiss für alle Beteiligte hätte sein können.

    Aber so holen die deutschen Arbeitgeber ihr Menschenmaterial halt wieder in die Büros, wo sie es wähnen besser im Auge behalten zu können.

    All das ändert allerdings nicht das Geringste daran, dass die Nachteile des Homeoffice, die der Artikel beschreibt, für viele Leute real sind. Wer das nicht wahrhaben will, hat auch kein ausgewogenes Bild vom Thema. Gleichzeitig geht daraus mit keinem Wort hervor, dass deswegen Homeoffice für die, die es wollen, verboten werden soll.

  2. Re: "vor dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht fast jeder vierte Beschäftigte im Homeoffice oder mobil"

    Autor: Oktavian 27.03.22 - 20:13

    > Mit anderen Worten, selbst während der infektionsschutzgesetzlich
    > angeordneten Pflicht sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer
    > arbeiteten mehr als drei Viertel der Beschäftigten gar nicht oder nicht
    > ausschließlich zuhause.

    Richtig, der Chirurg kann sich halt nicht die Arbeit mit nachhause nehmen. Auch Feuerwehrleute hab ich lieber real bei mir zuhause, wenn es brennt, und nicht per Teams. Stell Dir einfach mal vor, Du sitzt auf einer kleinen Insel der Glücksseeligen, die jeden Tag drinnen in einem geheizten Büro oder Homeoffice arbeiten, Kaffee trinken, telefonieren, im Internet surfen, sich den Popo platt sitzen. Da bist Du Teil einer Minderheit. Der Großteil der Beschäftigten da draußen kann das nicht.

    > Obwohl es bei deutlich mehr möglich gewesen wäre
    > und tatsächlich auch möglich war, wie von der ersten Panik des Frühjahrs
    > 2020 her noch allen in Erinnerung sein sollte, wo zu den Stoßzeiten Straßen
    > genauso wie der ÖPNV viele Wochen lang wie leergefegt waren.

    Dir ist bewusst, dass alle Läden außer Lebensmittel, Drogerien und Baumärkte geschlossen waren? Alle körpernahen Dienstleistungen waren eingestellt. Alle Restaurants waren geschlossen. Alle sportlichen Aktivitäten waren geschlossen. Viele Leute saßen nicht zuhause im Homeoffice, die saßen in der Kurzarbeit und haben um ihren Job gebangt.

    > Aber so holen die deutschen Arbeitgeber ihr Menschenmaterial halt wieder in
    > die Büros, wo sie es wähnen besser im Auge behalten zu können.

    Wenn Dir das nicht passt, lass Deinen Arbeitsvertrag entsprechend ändern. Wenn dort der Leistungsort das Firmengebäude ist, musst Du hin. Wenn dort Dein Homeoffice steht, bleib zuhause.

    > Wer das
    > nicht wahrhaben will, hat auch kein ausgewogenes Bild vom Thema.

    Also wer nicht Deiner Meinung ist, ist doof?

    > Gleichzeitig geht daraus mit keinem Wort hervor, dass deswegen Homeoffice
    > für die, die es wollen, verboten werden soll.

    Wer will Homeoffice denn verbieten? Das ist dem Gesetzgeber doch egal, wo Du Deine Arbeit verrichtest. Einige Dich mit Deinem Arbeitgeber. Wenn Du ein Leistungsträger bist, wird er gerne auf Deine Wünsche eingehen.

  3. Re: "vor dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht fast jeder vierte Beschäftigte im Homeoffice oder mobil"

    Autor: demon driver 27.03.22 - 21:45

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Mit anderen Worten, selbst während der infektionsschutzgesetzlich
    > > angeordneten Pflicht sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer
    > > arbeiteten mehr als drei Viertel der Beschäftigten gar nicht oder nicht
    > > ausschließlich zuhause.
    >
    > Richtig, der Chirurg [...]

    Falsch, nicht der Chirurg. Wer andere für so blöd hält, dass sie nicht begreifen würden, dass es Tätigkeiten gibt, die nicht homeofficekompatibel sind, der hat es sich in seinem Glashaus zu bequem eingerichtet. Es geht um Massen von Bürobeschäftigten, die ohne hinreichende Gründe weiter in die Büros gezwungen wurden. Dass der Verdacht gerechtfertigt ist, wurde längst auch zumindest von Teilen der Politik und einzelnen Stimmen aus den Aufsichtsbehörden festgestellt, denen die Gesetzgeber keine Handgabe gegeben haben, die "Pflicht" auch durchzusetzen.

    > > Aber so holen die deutschen Arbeitgeber ihr Menschenmaterial halt wieder in
    > > die Büros, wo sie es wähnen besser im Auge behalten zu können.
    >
    > Wenn Dir das nicht passt [...]

    *Ich* bin nicht Gegenstand dieser Debatte. Die wenigsten Beschäftigten haben eine reale Möglichkeit, daran etwas zu ändern. Wenn das anders wäre, würde über das Thema doch gar nicht diskutiert.

    > > Gleichzeitig geht daraus mit keinem Wort hervor, dass deswegen Homeoffice
    > > für die, die es wollen, verboten werden soll.
    >
    > Wer will Homeoffice denn verbieten? [...]

    Was soll die Frage an meine Adresse? Die Haltung ist in diesem Forum verbreitet, dass das Ergebnis der im Artikel diskutierten Studie genau dazu instrumentalisiert werden würde. Von Seiten der Politik ist damit aber eben nicht zu rechnen, trotz aller Arbeitgeberhörigkeit.

    Dass zahlreiche Arbeitgeber, die rein aus Kontrollwahn Homeoffice nun deutlich zurückfahren oder ganz abschaffen, die Studie dazu instrumentalisieren werden, dem auch noch einen sozialen Anstrich zu geben, das allerdings ist tatsächlich so sicher wie das Amen in der Kirche.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.22 21:47 durch demon driver.

  4. Re: "vor dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht fast jeder vierte Beschäftigte im Homeoffice oder mobil"

    Autor: Oktavian 28.03.22 - 08:16

    > Dass zahlreiche Arbeitgeber, die rein aus Kontrollwahn Homeoffice nun
    > deutlich zurückfahren oder ganz abschaffen,

    Die müssen nichts "instrumentalisieren". Die haben einfach das Recht auf ihrer Seite, die haben einen Vertrag mit ihren Angestellten und sie haben das Direktionsrecht. Der Staat kann in solche Verträge eingreifen aus wichtigen Gründen wie hier dem Infektionsschutz. Aus der Phase sind wir raus, also soll der Staat sich da wieder raushalten.

    Ansonsten haben wir Tarifautonomie. Die Frage nach dem Leistungsort können die Tarifpartner doch wunderbar unter sich ausmachen.

  5. Re: "vor dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht fast jeder vierte Beschäftigte im Homeoffice oder mobil"

    Autor: RRZEurope 28.03.22 - 08:44

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass zahlreiche Arbeitgeber, die rein aus Kontrollwahn Homeoffice nun
    > deutlich zurückfahren oder ganz abschaffen, die Studie dazu
    > instrumentalisieren werden, dem auch noch einen sozialen Anstrich zu geben,
    > das allerdings ist tatsächlich so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Mich regt dann auf, dass sie durch das erzwungene Pendeln ggf. von x-tausend Angestellten CO2 Ausstösse in Unmassen verursachen und auf der anderen Seite immer mit solchen Grün/KLima/Öko-Aufklebern tun, als ob sie ja ganz doll da was tun ...

  6. Re: "vor dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht fast jeder vierte Beschäftigte im Homeoffice oder mobil"

    Autor: Test_The_Rest 28.03.22 - 08:59

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > All das ändert allerdings nicht das Geringste daran, dass die Nachteile des
    > Homeoffice, die der Artikel beschreibt, für viele Leute real sind.

    Den einzigen Nachteil, den ich persönlich sehe, ist der fehlende soziale Kontakt zu anderen Kollegen.
    Andere sagen an der Stelle aber, sie sind froh, nicht ständig von Schwaflern abegelenkt zu werden.

    Alle anderen Punkte der Studie sind ein persönliches Problem, daß in mangelnder Disziplin der Arbeitnehmer begründet ist.

    Zuwenig Pausen?
    Pausenzeiten sind gesetzlich geregelt, wer sie nicht einhält, handelt fahrlässig oder sollte sich nicht beschweren.
    Das Recht, sich Pausen so legen zu können, wie man sie braucht, entbindet nicht von der Pflicht, sie einzuhalten...

    Zu lange Arbeitszeiten?
    Die sind sowohl gesetzlich, als auch vertraglich geregelt.
    Wer sie nicht einhält und immer erreichbar sein will, tut das von sich aus und sollte sich nicht beschweren.
    Mal davon abgesehen, daß in meiner Umgebung die Arbeitszeit der Kollegen (aka Anwesenheitszeit) eher abgenommen hat, da man seine Aufgaben deutlich effizienter erledigen kann, wenn man nicht ständig gestört wird.

    Zuwenig körperliche Betätigung?
    Wessen Problem ist das genau?
    Man spart die Zeit, um auf Arbeit und zurück zu kommen und nutzt die gewonnene Zeit wofür genau?
    Wenn einem Bewegung fehlt, sollte man sich in der Zeit... ähem... bewegen...

    Keine passenden Arbeitsmittel?
    Dann sollte man das Geld, das man nicht für die Pendelei ausgibt, in passendes Material investieren.
    Oder mit dem Arbeitgeber sprechen, was sich eventuell tun läßt...
    Mal ehrlich, ein vernünftig ausgestatteter Arbeitsplatz kostet kein Vermögen...

    Zu eng getaktete Videokonferenzen?
    Da sollte man überlegen, ob man nicht eventuell seinen Kalender nutzt, um seine benötigten Arbeitszeiten so einzutragen, daß diese Zeit geblockt ist und nicht für Einladungen verwendet werden kann.
    Ebenso sollte man schauen, ob wirklich jede Videokonferenz notwendig ist.

    Ja, es ist für viele schwer, im Homeoffice die notwendige Disziplin aufzubringen und seine Zeit sauber zu strukturieren.
    Aber das ist und bleibt eine persönliche Angelegenheit.

  7. Re: "vor dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht fast jeder vierte Beschäftigte im Homeoffice oder mobil"

    Autor: demon driver 28.03.22 - 09:30

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Dass zahlreiche Arbeitgeber, die rein aus Kontrollwahn Homeoffice nun
    > > deutlich zurückfahren oder ganz abschaffen,
    >
    > Die müssen nichts "instrumentalisieren". Die haben einfach das Recht [...]

    Ob sie es "müssen", war allerdings nicht Gegenstand meiner Betrachtung, sondern dass sie es tun werden, und sie haben damit auch bereits angefangen. Denn sie ahnen zu Recht, dass es auch nach Corona außerhalb ihrer Blase und der sie bedienenden Politik verbreitet als falsch und gestrig angesehen werden wird, in Fällen, in denen es problemlos möglich ist und Beschäftigte es wollen, Homeoffice nicht auch zu ermöglichen. Sie tun es vielleicht auch, weil sie ahnen, dass sie mindestens in den wenigen und kleinen, aber für sie wichtigen Bereichen mit vermeintlichem oder tatsächlichem Fachkräftemangel künftig noch größere Probleme bekommen könnten. Also wird frühzeitig Propaganda gemacht.

    > Staat [...] raushalten [...] Tarifautonomie. Die Frage nach dem Leistungsort können
    > die Tarifpartner doch wunderbar unter sich ausmachen.

    Das ist bloß deine private politische Meinung, nichts weiter. Eine politische Meinung, die deiner bekannten Linie folgt, als einem, der aufgrund des reinen Glücks, zu der kleinen Gruppe zu gehören, bei der zurzeit die Nachfrage nach Arbeitskräften nicht hinter dem Angebot zurückbleibt, die aufgrund des Gehaltsgefüges von der erfolgreichen Kapitalverwertung des Arbeitgebers besonders profitiert, und wovon einige so egoistisch sind, dass sie sich dann auch gleich ganz auf die Seite des Arbeitgebers schlagen.

    Dass die Mehrheit der abhängig Beschäftigten anderer Meinung sein dürfte, deuten entsprechende Umfragen nun schon seit längerem recht deutlich an, und das bezieht sich nicht nur auf die Bereiche, in denen Tarifverträge gelten. Ein Staat, der sich sozial nennt, darf zum Glück sehr wohl soziale Mindeststandards für die Arbeitswelt setzen, und ausnahmsweise haben wir jetzt immerhin schon mal einen Arbeitsminister, der davon gerne Gebrauch machen würde. Leider wird er bisher noch von der Arbeitgeberlobby und ihren Vertretern im Parlament ausgebremst.

  8. Re: "vor dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht fast jeder vierte Beschäftigte im Homeoffice oder mobil"

    Autor: demon driver 28.03.22 - 09:31

    RRZEurope schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dass zahlreiche Arbeitgeber, die rein aus Kontrollwahn Homeoffice nun
    > > deutlich zurückfahren oder ganz abschaffen, die Studie dazu
    > > instrumentalisieren werden, dem auch noch einen sozialen Anstrich zu geben,
    > > das allerdings ist tatsächlich so sicher wie das Amen in der Kirche.
    >
    > Mich regt dann auf, dass sie durch das erzwungene Pendeln ggf. von
    > x-tausend Angestellten CO2 Ausstösse in Unmassen verursachen und auf der
    > anderen Seite immer mit solchen Grün/KLima/Öko-Aufklebern tun, als ob sie
    > ja ganz doll da was tun ...

    Klar. Greenwashing, wo es nur geht.

  9. Re: "vor dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht fast jeder vierte Beschäftigte im Homeoffice oder mobil"

    Autor: demon driver 28.03.22 - 09:34

    Test_The_Rest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > All das ändert allerdings nicht das Geringste daran, dass die Nachteile des
    > > Homeoffice, die der Artikel beschreibt, für viele Leute real sind.
    >
    > Den einzigen Nachteil, den ich persönlich sehe, ist der fehlende soziale
    > Kontakt zu anderen Kollegen.
    > Andere sagen an der Stelle aber, sie sind froh, nicht ständig von
    > Schwaflern abegelenkt zu werden.
    >
    > Alle anderen Punkte der Studie sind ein persönliches Problem, daß in
    > mangelnder Disziplin der Arbeitnehmer begründet ist. [...]

    Viel zu einfach gedacht. Als hätten die Beschäftigen alle, oder auch nur zu einem signifikanten Anteil, nennenswerten Einfluss auf diese Punkte.

  10. Re: "vor dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht fast jeder vierte Beschäftigte im Homeoffice oder mobil"

    Autor: Test_The_Rest 28.03.22 - 09:36

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Als hätten die Beschäftigen alle, oder auch nur zu
    > einem signifikanten Anteil, nennenswerten Einfluss auf diese Punkte.

    Auf welchen haben sie denn keinen Einfluß?

    Das Einhalten der Pausenzeiten?
    Das Einhalten der gesetzlich und vertraglich geregelten Arbeitszeit?
    Den Kauf von geeignetem Arbeitsmitteln?
    Die Bewegung in der eingesparten Zeit?
    Die Organisation ihrer Arbeitszeit?

    Auf was genau hat man keinen persönlichen Einfluß?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.22 09:37 durch Test_The_Rest.

  11. Re: "vor dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht fast jeder vierte Beschäftigte im Homeoffice oder mobil"

    Autor: Korbeyn 28.03.22 - 11:26

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Richtig, der Chirurg kann sich halt nicht die Arbeit mit nachhause nehmen.
    > Auch Feuerwehrleute hab ich lieber real bei mir zuhause, wenn es brennt,
    > und nicht per Teams. Stell Dir einfach mal vor, Du sitzt auf einer kleinen
    > Insel der Glücksseeligen, die jeden Tag drinnen in einem geheizten Büro
    > oder Homeoffice arbeiten, Kaffee trinken, telefonieren, im Internet surfen,
    > sich den Popo platt sitzen. Da bist Du Teil einer Minderheit. Der Großteil
    > der Beschäftigten da draußen kann das nicht.

    In Deutschland arbeiten gut 15 Millionen Deutsche in "Bürojobs". Wenn ich des weiteren von 82 Millionen Deutschen jetzt mal

    - 20 Mio Rentner
    - 14 Mio Kinder
    - 2 Mio Arbeitslose

    abziehe, komme ich auf ca. 30 Mio Menschen, die NICHT in Bürojobs arbeiten.

    Ich weiß ja nicht - aber irgendwie sind 15 Mio jetzt nicht das, was ich in dem Kontext als "Minderheit" oder "Kleine Insel der Glückseligen" abstempeln würde...

  12. Re: "vor dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht fast jeder vierte Beschäftigte im Homeoffice oder mobil"

    Autor: demon driver 28.03.22 - 12:49

    Korbeyn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oktavian schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Richtig, der Chirurg kann sich halt nicht die Arbeit mit nachhause nehmen.
    > > Auch Feuerwehrleute hab ich lieber real bei mir zuhause, wenn es brennt,
    > > und nicht per Teams. Stell Dir einfach mal vor, Du sitzt auf einer kleinen
    > > Insel der Glücksseeligen, die jeden Tag drinnen in einem geheizten Büro
    > > oder Homeoffice arbeiten, Kaffee trinken, telefonieren, im Internet surfen,
    > > sich den Popo platt sitzen. Da bist Du Teil einer Minderheit. Der Großteil
    > > der Beschäftigten da draußen kann das nicht.
    >
    > In Deutschland arbeiten gut 15 Millionen Deutsche in "Bürojobs". Wenn ich
    > des weiteren von 82 Millionen Deutschen jetzt mal
    >
    > - 20 Mio Rentner
    > - 14 Mio Kinder
    > - 2 Mio Arbeitslose
    >
    > abziehe, komme ich auf ca. 30 Mio Menschen, die NICHT in Bürojobs
    > arbeiten.
    >
    > Ich weiß ja nicht - aber irgendwie sind 15 Mio jetzt nicht das, was ich in
    > dem Kontext als "Minderheit" oder "Kleine Insel der Glückseligen"
    > abstempeln würde...

    +1

    Die Zahlen sind ziemlich genau. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln schreibt in einer Studie von 2020, "insgesamt arbeiten in Deutschland rund 14,8 Millionen Menschen in Büros. Im Zeitraum 2012 bis 2018 ist die Anzahl der Bürobeschäftigten um knapp 3 Millionen gestiegen. Die Quote der Bürobeschäftigten hat sich gleichzeitig von 35,2 Prozent auf 36,7 Prozent erhöht".

    Wenn man Beschäftigte, die immerhin zum Teil im Büro arbeiten, dazunimmt, sieht es noch deutlicher aus, und eine "Minderheit" ist dann in keiner Lesart mehr feststellbar. In einer IBA-Studie (Industrieverband Büro- und Arbeitswelt) von 2020 hieß es, "71 % aller Beschäftigten arbeiten inzwischen zumindest zeitweise an einem Büroarbeitsplatz. 2015 galt das noch für 52 % aller Beschäftigten. Weil gleichzeitig die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland gestiegen ist, gehört Büroarbeit nunmehr für fast 32 Mio. Menschen zum Alltag".

    Und auch die Tendenz ist relativ klar; der Büroanteil unter den Beschäftigungen wächst weiter.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.22 12:50 durch demon driver.

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