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Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

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  1. Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: RRZEurope 27.03.22 - 19:13

    Nur weil einige ihre Familie hassen oder auch meinetwegen wirklich dann allein im Zimmer sitzen soll also jetzt die Mehrheit wieder ins Büro pendeln?

    Ich für meinen Teil habe z.B. kein Interesse daran, von irgendwelchen Kollegen, die ganz doll soziale Kontakte im Büro vermissen, jetzt wieder vollgequatscht zu werden? Dafür soll ich dann 2h pendeln?

    Und diese Blödsinnsargumente mit ergonomisch - mir wurde der Bildschirm "ergonomisch" eingestellt, danach hatte ich (bis ich ihn wieder zurückgestellt hab) Rückenschmerzen - und es ist so, dass ich zu Hause bessere Hardware habe als im Büro - ist wesentlich angenehmeres Arbeiten.

    Und wer nicht weiss wann Feierabend ist, der schafft es im Büro auch nicht und so schwer ist es nicht, das Handy auszustellen ...

  2. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: Schmihaba 27.03.22 - 19:58

    Unterschreibe ich komplett

  3. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: Oktavian 27.03.22 - 20:01

    > Nur weil einige ihre Familie hassen oder auch meinetwegen wirklich dann
    > allein im Zimmer sitzen soll also jetzt die Mehrheit wieder ins Büro
    > pendeln?

    Erkläre Deinem Arbeitgeber Deine Wünsche. Wenn Du ein wertvoller Angestellter bist, ein Leistungsträger, dann wird er gerne darauf eingehen.

    Primär sollst Du wieder ins Büro, weil Du einen Vertrag unterschrieben hast, in dem genau das steht. Dort ist der Leistungsort festgelegt. Wenn Du damit nicht mehr einverstanden bist, lass den Vertrag entsprechend ändern. Firmen machen so etwas für ihre Leistungsträger gerne.

    > Ich für meinen Teil habe z.B. kein Interesse daran, von irgendwelchen
    > Kollegen, die ganz doll soziale Kontakte im Büro vermissen, jetzt wieder
    > vollgequatscht zu werden? Dafür soll ich dann 2h pendeln?

    Wenn Deine Arbeit dergestalt ist, dass Du sie zu 100% mit besserer Leistung von Zuhause aus erledigen kannst, hast Du dann keine Angst, dass sie irgendwann nach Rumänien, Bulgarien, Lettland oder in die Slowakei ausgelagert wird? Da gibt es verdammt intelligente Leute, die sehr gut Deutsch sprechen, so einen Job gerne für 1000 EUR im Monat machen, und sich dabei exzellent bezahlt fühlen. Denk dran, bislang war Dein Trumpf immer der Standortvorteil, Du kannst täglich zum Sitz des Unternehmens reisen. Wenn das wegfällt, musst Du verdammt gut sein, um das 2 bis 8fache Gehalt des Osteuropäers rechtfertigen zu können, denn auch da gibt es verdammt gute Leute.

  4. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: notuf 27.03.22 - 20:42

    wenn das so wäre, hätten die Unternehmen schon längst alles outsourced. das hat man ja in der Vergangenheit auch gemacht, hat super funktioniert, wie wir alle wissen.

  5. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: Termuellinator 27.03.22 - 21:21

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Primär sollst Du wieder ins Büro, weil Du einen Vertrag unterschrieben
    > hast, in dem genau das steht. Dort ist der Leistungsort festgelegt. Wenn Du
    > damit nicht mehr einverstanden bist, lass den Vertrag entsprechend ändern.
    > Firmen machen so etwas für ihre Leistungsträger gerne.

    Das ist so die richtige schoene "Argumentation", die wohl viele Chefs an den Tag legen. Du musst ins Buero weil...weil halt!

  6. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: bolzen 27.03.22 - 23:38

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Deine Arbeit dergestalt ist, dass Du sie zu 100% mit besserer Leistung
    > von Zuhause aus erledigen kannst, hast Du dann keine Angst, dass sie
    > irgendwann nach Rumänien, Bulgarien, Lettland oder in die Slowakei
    > ausgelagert wird? Da gibt es verdammt intelligente Leute, die sehr gut
    > Deutsch sprechen, so einen Job gerne für 1000 EUR im Monat machen, und sich
    > dabei exzellent bezahlt fühlen. Denk dran, bislang war Dein Trumpf immer
    > der Standortvorteil, Du kannst täglich zum Sitz des Unternehmens reisen.

    Der war echt gut. Mit solchen habe ich täglich zu tun.
    Wer in diesen Ländern wirklich was drauf hat, arbeitet nicht für deutsche Konzerne die es mit ihrer Kultur perfektioniert haben den letzen Tropfen Blut aus den angestellten in Form von Leistungen auszusaugen.

  7. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: Sybok 28.03.22 - 06:54

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Nur weil einige ihre Familie hassen oder auch meinetwegen wirklich dann
    > > allein im Zimmer sitzen soll also jetzt die Mehrheit wieder ins Büro
    > > pendeln?
    >
    > Erkläre Deinem Arbeitgeber Deine Wünsche. Wenn Du ein wertvoller
    > Angestellter bist, ein Leistungsträger, dann wird er gerne darauf
    > eingehen.
    >
    > Primär sollst Du wieder ins Büro, weil Du einen Vertrag unterschrieben
    > hast, in dem genau das steht. Dort ist der Leistungsort festgelegt. Wenn Du
    > damit nicht mehr einverstanden bist, lass den Vertrag entsprechend ändern.
    > Firmen machen so etwas für ihre Leistungsträger gerne.
    >
    > > Ich für meinen Teil habe z.B. kein Interesse daran, von irgendwelchen
    > > Kollegen, die ganz doll soziale Kontakte im Büro vermissen, jetzt wieder
    > > vollgequatscht zu werden? Dafür soll ich dann 2h pendeln?
    >
    > Wenn Deine Arbeit dergestalt ist, dass Du sie zu 100% mit besserer Leistung
    > von Zuhause aus erledigen kannst, hast Du dann keine Angst, dass sie
    > irgendwann nach Rumänien, Bulgarien, Lettland oder in die Slowakei
    > ausgelagert wird? Da gibt es verdammt intelligente Leute, die sehr gut
    > Deutsch sprechen, so einen Job gerne für 1000 EUR im Monat machen, und sich
    > dabei exzellent bezahlt fühlen. Denk dran, bislang war Dein Trumpf immer
    > der Standortvorteil, Du kannst täglich zum Sitz des Unternehmens reisen.
    > Wenn das wegfällt, musst Du verdammt gut sein, um das 2 bis 8fache Gehalt
    > des Osteuropäers rechtfertigen zu können, denn auch da gibt es verdammt
    > gute Leute.

    Die Qualifikation macht aber eben doch oft den Unterschied, und wenn es "nur" Dinge wie Sprachkenntnisse, allgemeines Ausbildungsniveau, jahrelange Erfahrung in der hiesigen Wirtschaft und dergleichen sind. Nicht jede Stelle kann man so einfach ins Ausland auslagern, das hängt keinesfalls nur am Arbeitsplatz. Ich würde mir auch ziemlich nutzlos vorkommen, wenn mein einziger Trumpf wäre, dass ich zu meinem Firmenbüro fahren kann. Zudem: Die wirklich guten Leute aus Osteuropa, Indien usw. kosten nicht soo viel weniger, und die, die sich mit viel weniger zufrieden geben, sind nicht in der Lage, mehr zu verlangen (und das hat dann Gründe).

  8. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: Oktavian 28.03.22 - 07:13

    > Das ist so die richtige schoene "Argumentation", die wohl viele Chefs an
    > den Tag legen. Du musst ins Buero weil...weil halt!

    Als Chef braucht man keine "Argumentation", man hat einen Vertrag. Als Chef muss man seinen Angestellten nicht anbetteln, man hat das Direktionsrecht. Wenn der Arbeitnehmer am Vertrag etwas ändern will, soll er sich melden, man kann ja darüber verhandeln.

  9. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: Oktavian 28.03.22 - 07:24

    > Nicht jede
    > Stelle kann man so einfach ins Ausland auslagern, das hängt keinesfalls nur
    > am Arbeitsplatz.

    Jede bestimmt nicht, aber 100% remote macht es verdammt leicht. Wenn der AN argumentiert, er können jetzt für jedes Unternehmen in D arbeiten von seiner Wohnung tief im Bayrischen Wald, dann muss man schon verstehen, dass das Unternehmen nachdenke, ob die Arbeitnehmer 100 km weiter östlich in Tschechien wirklich so viel schlechter sind.

    > Ich würde mir auch ziemlich nutzlos vorkommen, wenn mein
    > einziger Trumpf wäre, dass ich zu meinem Firmenbüro fahren kann.

    Sorry, aber auch einen Großteil der Büro-Sachbearbeiter trifft genau das zu. Ich sehe in Versicherungen Säle an Schaden-Sachbearbeitern. Die prüfen Unterlagen nach genau definierten Regeln, haben keinen Entscheidungsspielraum, keinerlei Entscheidungskompetenz. Die Abteilungsleiter darüber sagen auch ganz offen, diese Arbeitsplätze sind massiv bedroht durch KI und durch Auslagerung. Bislang war sowas bei Versicherungen kein Thema, die schwammen im Geld. Aber das wird knapper, da überlegt man dann schon, ob die Sachbearbeiter, die nicht mehr ins Büro wollen, wirklich so viel besser sind als die nur 100 km weiter weg.

    > Zudem: Die
    > wirklich guten Leute aus Osteuropa, Indien usw. kosten nicht soo viel
    > weniger,

    Ach doch, das ist schon deutlich. Selbst innerhalb Europas sind die Unterschiede im Tagessatz spannend. Wir (meine Firma) bieten sowas an, wir haben Niederlassungen in ganz Europa (West wie Ost wie Süd), wir haben auch eine Niederlassung in der Türkei.

    Gerade Türkei funktioniert super. Die Kollegen dort sind sehr kompetent, sprechen oft ausgezeichnet Deutsch oder Englisch, haben häufig in Deutschland studiert, und der Tagessatz ist halb so hoch wie in D. Sie haben alle ein Visum für D und sind bei Bedarf jederzeit per Videokonferenz erreichbar (quasi gleiche Zeitzone) oder sind für Workshops am nächsten Tag vor Ort. Ja, natürlich gibt es da etwas Reibungsverlust, aber wenn man 85% der Performance bei 50% der Kosten hat, ist das ein verdammt gutes Geschäft.

  10. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: Test_The_Rest 28.03.22 - 07:28

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Deine Arbeit dergestalt ist, dass Du sie zu 100% mit besserer Leistung
    > von Zuhause aus erledigen kannst, hast Du dann keine Angst, dass sie
    > irgendwann nach Rumänien, Bulgarien, Lettland oder in die Slowakei
    > ausgelagert wird?

    Nein.

    Bei uns gibt es onshore / offshore Quoten.

    Viele Tätigkeiten wurden bereits nach Rumänien, Polen, Indien, Spanien usw. usf. ausgelagert.
    Und viele wurden auch wieder zurückgeholt, weil die gut ausgebildeten, deutschsprachigen und billigen Mitarbeiter dann unterm Strich eben doch nur billig waren.

    Bei bestimmten Tätigkeiten macht es keinen Sinn, diese auszulagern, wenn dann anfallende Nacharbeiten und die Bereinigung von Fehlern doch wieder hier landen und zusätzliche, horrende Kosten verursachen und zusätzlich der Kunde nachhaltig verärgert wird.

    Ja, es gibt Tätigkeiten, die können bedenkenlos ausgelagert werde.
    In der Regel sind sie das aber schon...

    Und BTW ist es eine Legende, daß diese Mitarbeiter sooo viel billiger sind und sooo gerne für deutsche Unternehmen arbeiten.
    Indien ist inzwischen so teuer geworden, daß als nächstes Billigziel Vietnam bereits im Fokus liegt...

    Erfahrungen zeigen auch, daß gut ausgebildete Mitarbeiter der genannten Länder bestimmte Unternehmen gern als Sprungbrett nutzen, um zukünftig einen fairen Job zu bekommen.
    Sie lassen sich gut anlernen, sammeln etwas Erfahrung und springen dann ab.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.22 07:33 durch Test_The_Rest.

  11. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: Meduser 28.03.22 - 07:42

    Wenn man seinen Beschäftigten (unabhängig von ihrer Qualifikation oder Stellung im Unternehmen) mit dem Outsourcing des Arbeitsplatzes mehr oder weniger offen droht, dann ist man glaube ich woanders besser aufgehoben. Das austausbare Personal kann Loyalität nicht kompensieren. Und das Personal, dass keine emotionale Bindung zum Unternehmen hat, leistet nicht freiwillig mehr als das, was nötig ist.

    Die Unzufriedenheit bei vielen Beschäftigten ist auch darauf zurückzuführen, dass sie keine Bindung zum Unternehmen haben. Der Hauptgrund liegt hierzu bei den vielen ungeeigneten wie unqualifizierten Führungskräften. Nur weil man es auf dem Papier zu glauben scheint, ist man noch lange keine Führungskraft, wenn die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt sind. Soziale Kompetenzen gehören auch dazu. Man spricht deshalb heute auch von den sogenannten "Soft Skills", die die fachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten um methodische, persönliche und soziale Kompetenzen ergänzen sollen.

    Kein Buch, kein Lehrgang und kein Studium auf dieser Welt macht uns zu einer Führungskraft, wenn die eigene Persönlichkeit vor allem bestätigt, dass man für solche Positionen vollkommen ungeeignet ist.

    Meiner letzten Arbeitgeberin habe ich genau deswegen gekündigt. Nicht, weil ich mit den Kolleginnen oder Kollegen oder der vielfältigen Kundschaft unzufrieden war. Auch ging ich bis zum letzten Tag gern dort arbeiten. Aber die unfähigen Führungskräfte waren dann irgendwann Grund genug zu sagen, jetzt ist Schluss. Und wenn man kündigt, dann in erster Linie den Vorgesetzten. Ausnahmen bestätigen die Regel.

  12. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: Oktavian 28.03.22 - 08:19

    > Wenn man seinen Beschäftigten (unabhängig von ihrer Qualifikation oder
    > Stellung im Unternehmen) mit dem Outsourcing des Arbeitsplatzes mehr oder
    > weniger offen droht, dann ist man glaube ich woanders besser aufgehoben.

    Nein, das tut man als Arbeitgeber auch nicht. Man macht es einfach.

    > Das austausbare Personal kann Loyalität nicht kompensieren.

    Das ist ja das Grundproblem. Wenn AN sagt, dass er jetzt super von der Uckermark aus für jedes Unternehmen in Deutschland arbeiten kann, und dass es nur aufs beste Angebot ankommt, ist das auch nicht ein Zeichen von Loyalität. Es doch doch vollkommen klar, Angestellte, die man eh nur per Video sieht, sind leichter austauschbar.

  13. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: Maddix 28.03.22 - 08:33

    bolzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oktavian schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn Deine Arbeit dergestalt ist, dass Du sie zu 100% mit besserer
    > Leistung
    > > von Zuhause aus erledigen kannst, hast Du dann keine Angst, dass sie
    > > irgendwann nach Rumänien, Bulgarien, Lettland oder in die Slowakei
    > > ausgelagert wird? Da gibt es verdammt intelligente Leute, die sehr gut
    > > Deutsch sprechen, so einen Job gerne für 1000 EUR im Monat machen, und
    > sich
    > > dabei exzellent bezahlt fühlen. Denk dran, bislang war Dein Trumpf immer
    > > der Standortvorteil, Du kannst täglich zum Sitz des Unternehmens reisen.
    >
    > Der war echt gut. Mit solchen habe ich täglich zu tun.
    > Wer in diesen Ländern wirklich was drauf hat, arbeitet nicht für deutsche
    > Konzerne die es mit ihrer Kultur perfektioniert haben den letzen Tropfen
    > Blut aus den angestellten in Form von Leistungen auszusaugen.

    Grundsätzlich kann ich dich verstehen...aber schon mal für einen amerikanischen Konzern gearbeitet? Dagegen ist ein deutscher Konzern Kindergarten.

  14. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: Wasweißichdennschon 28.03.22 - 09:07

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Nur weil einige ihre Familie hassen oder auch meinetwegen wirklich dann
    > > allein im Zimmer sitzen soll also jetzt die Mehrheit wieder ins Büro
    > > pendeln?
    >
    > Erkläre Deinem Arbeitgeber Deine Wünsche. Wenn Du ein wertvoller
    > Angestellter bist, ein Leistungsträger, dann wird er gerne darauf
    > eingehen.
    >
    > Primär sollst Du wieder ins Büro, weil Du einen Vertrag unterschrieben
    > hast, in dem genau das steht. Dort ist der Leistungsort festgelegt. Wenn Du
    > damit nicht mehr einverstanden bist, lass den Vertrag entsprechend ändern.
    > Firmen machen so etwas für ihre Leistungsträger gerne.
    >
    > > Ich für meinen Teil habe z.B. kein Interesse daran, von irgendwelchen
    > > Kollegen, die ganz doll soziale Kontakte im Büro vermissen, jetzt wieder
    > > vollgequatscht zu werden? Dafür soll ich dann 2h pendeln?
    >
    > Wenn Deine Arbeit dergestalt ist, dass Du sie zu 100% mit besserer Leistung
    > von Zuhause aus erledigen kannst, hast Du dann keine Angst, dass sie
    > irgendwann nach Rumänien, Bulgarien, Lettland oder in die Slowakei
    > ausgelagert wird? Da gibt es verdammt intelligente Leute, die sehr gut
    > Deutsch sprechen, so einen Job gerne für 1000 EUR im Monat machen, und sich
    > dabei exzellent bezahlt fühlen. Denk dran, bislang war Dein Trumpf immer
    > der Standortvorteil, Du kannst täglich zum Sitz des Unternehmens reisen.
    > Wenn das wegfällt, musst Du verdammt gut sein, um das 2 bis 8fache Gehalt
    > des Osteuropäers rechtfertigen zu können, denn auch da gibt es verdammt
    > gute Leute.
    Aha, Du kennst den Inhalt seines Arbeitsvertrages? Interessant.

    Des Weiteren scheint es wohl einen Grund zu geben, warum ein Teil der outgesourcten Arbeit wieder zurückgeholt wurde. Diese vermeintliche Schreckgespenst ist keins und zieht auch schon gar nicht bei der Verhandlung um den Arbeitsplatz.

  15. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: Wasweißichdennschon 28.03.22 - 09:13

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wenn man seinen Beschäftigten (unabhängig von ihrer Qualifikation oder
    > > Stellung im Unternehmen) mit dem Outsourcing des Arbeitsplatzes mehr
    > oder
    > > weniger offen droht, dann ist man glaube ich woanders besser aufgehoben.
    >
    > Nein, das tut man als Arbeitgeber auch nicht. Man macht es einfach.
    >
    > > Das austausbare Personal kann Loyalität nicht kompensieren.
    >
    > Das ist ja das Grundproblem. Wenn AN sagt, dass er jetzt super von der
    > Uckermark aus für jedes Unternehmen in Deutschland arbeiten kann, und dass
    > es nur aufs beste Angebot ankommt, ist das auch nicht ein Zeichen von
    > Loyalität. Es doch doch vollkommen klar, Angestellte, die man eh nur per
    > Video sieht, sind leichter austauschbar.
    Also kann es nicht um die Arbeitsleistung gehen, dann gibt es einen anderen Aspekt. Und der liegt wohl eher in der Bestätigung, dass der Vorgesetzter "seine" Mitarbeiter für die eigene Bestätigung braucht. Dann mus er eben solange suchen, bis er seine ihm hörige Mannschaft zusammen hat.

  16. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: kayf 28.03.22 - 09:33

    So ist es

    RRZEurope schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur weil einige ihre Familie hassen oder auch meinetwegen wirklich dann
    > allein im Zimmer sitzen soll also jetzt die Mehrheit wieder ins Büro
    > pendeln?
    >
    > Ich für meinen Teil habe z.B. kein Interesse daran, von irgendwelchen
    > Kollegen, die ganz doll soziale Kontakte im Büro vermissen, jetzt wieder
    > vollgequatscht zu werden? Dafür soll ich dann 2h pendeln?
    >
    > Und diese Blödsinnsargumente mit ergonomisch - mir wurde der Bildschirm
    > "ergonomisch" eingestellt, danach hatte ich (bis ich ihn wieder
    > zurückgestellt hab) Rückenschmerzen - und es ist so, dass ich zu Hause
    > bessere Hardware habe als im Büro - ist wesentlich angenehmeres Arbeiten.
    >
    > Und wer nicht weiss wann Feierabend ist, der schafft es im Büro auch nicht
    > und so schwer ist es nicht, das Handy auszustellen ...

  17. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: Termuellinator 28.03.22 - 09:38

    Ja, natuerlich...dann muss man sich nur nicht wundern, wenn einem nur die unterdurchschnittlichen Angestellten bleiben ;)

  18. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: supergut:) 28.03.22 - 09:48

    RRZEurope schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur weil einige ihre Familie hassen oder auch meinetwegen wirklich dann
    > allein im Zimmer sitzen soll also jetzt die Mehrheit wieder ins Büro
    > pendeln?
    >
    > Ich für meinen Teil habe z.B. kein Interesse daran, von irgendwelchen
    > Kollegen, die ganz doll soziale Kontakte im Büro vermissen, jetzt wieder
    > vollgequatscht zu werden? Dafür soll ich dann 2h pendeln?
    >
    > Und diese Blödsinnsargumente mit ergonomisch - mir wurde der Bildschirm
    > "ergonomisch" eingestellt, danach hatte ich (bis ich ihn wieder
    > zurückgestellt hab) Rückenschmerzen - und es ist so, dass ich zu Hause
    > bessere Hardware habe als im Büro - ist wesentlich angenehmeres Arbeiten.
    >
    > Und wer nicht weiss wann Feierabend ist, der schafft es im Büro auch nicht
    > und so schwer ist es nicht, das Handy auszustellen ...

    100% Zustimmung. Lachhaft alles. Es KANN doch jeder ins Büro gehen, aber es geht wohl mal wieder darum Leute zu einer einem selbst genehmen Lebensweise zu zwingen.

  19. Re: Wieder mal die Minderheit diktiert der Mehrheit wo es langzugehen hat...

    Autor: Meduser 28.03.22 - 12:52

    Wasweißichdennschon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also kann es nicht um die Arbeitsleistung gehen, dann gibt es einen anderen
    > Aspekt. Und der liegt wohl eher in der Bestätigung, dass der Vorgesetzter
    > "seine" Mitarbeiter für die eigene Bestätigung braucht. Dann mus er eben
    > solange suchen, bis er seine ihm hörige Mannschaft zusammen hat.

    Es geht nur in seltenen Fällen um die Arbeitsleistung. Wenn man sich die Rechtstreitigkeiten im Arbeitsrecht so ansieht, ist ein nicht unerheblicher Teil durch einen zwischenmenschlichen Zwist ausgelöst worden. Dem passt das nicht, der das nicht, wiederum anderen passt jenes nicht. Klagen wegen zu wenig oder zu viel erbrachter Arbeitsleistung, klingt skurril, ist skurril. Klar, es mag Fälle von Minderleistung geben, die eine Kündigung rechtfertigen können, aber auch sie dürften eher eine Randnotiz sein.

    Bei meinen letzten drei Arbeitgeberinnen sind Kolleginnen oder Kollegen gegangen / gegangen worden, weil es zwischenmenschlich nicht funktioniert hat. Was mir aber besonders auffiel ist die Harmoniesüchtigkeit, also ein anderes Wort für ein toxisches Arbeitsumfeld, in der die Führungskräfte die Konflikte verweigern, weil sie glauben, es allen recht machen zu können. Dabei erreichen sie damit genau das Gegenteil.

    Mir persönlich spielt das Geld eine geringere Rolle. Jobangebote, wo ich locker mehr als Doppelte hätte verdienen können, habe ich abgelehnt. Abgelehnt, weil es zwischenmenschlich nicht passte oder, weil die Firma arbeitstechnisch irgendwann Anfang der 2000er Jahre stehengeblieben ist. Und vieles, was auf dem Papier steht, wurde nur für den Papierkorb geschrieben. Bestes Beispiel: "Wir sind offen für Kritik und schätzen jede Meinung". Ein gutes Exemplar für Bullshit-Marketing. Man kann noch so sachlich sein, da nehmen es gewisse Führungskräfte oder Kolleginnen und Kollegen einem so persönlich, dass man als Arbeitnehmer "verbrannt" ist.

    Ich bin schon gekündigt worden, weil ich meinen Job gemacht habe. ;)

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