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  5. › TV-Kabelnetz: Unitymedia will sein…

Hä? Ernsthaft?!?

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  1. Hä? Ernsthaft?!?

    Autor: Seismoid 06.06.18 - 15:40

    >Unitymedia hält ebenfals dagegen, dass kommunale Zweckverbände nicht allein und ohne
    >Wettbewerb Gebiete mit Glasfaser erschließen sollten. Eine Mitnutzung der vorhandenen
    >Infrastruktur wäre für die Konzern nicht wirtschaftlich.
    Kommen die hier wirklich mit der alten "privat is besser!"-These um die Ecke?
    Es ist doch so, dass vor allem chronisch vernachlässigte Regionen hier nun endlich selber die Sache in die Hand nehmen wollen; ich meine damit die Gebiete in Deutschland, die bis Anno ~2010 auf DSL-Anbindung warten durften. Und jetzt soll die Gemeinschaft abwarten, bis das Privatpack es auf die Reihe bekommt Glasfaser auf die schwäbische Alb verlegt zu bekommen?? Nur um am Ende den Profit der Aktionäre zu schützen?!? Am Ar***, sag ich da nur! Man sollte so schnell Glasfaser ausbauen wie es geht, mit oder ohne Privatwirtschaftliche Beteiligung! Denn die Digitalisierung kennt weder Rückwärtsgang noch Handbremse.

  2. Re: Hä? Ernsthaft?!?

    Autor: Dwalinn 06.06.18 - 15:55

    Was er sagt ist das ihn das Einmieten zu teuer ist und das er nichts von Monopolen hält, daher will er Parallel ausbauen.

    Und damit hat er auch recht, wobei das zu teure Einmieten leider keine Größe ist nachdem man sich richten kann.
    Man sollte das wie die TAL beim Kupfer behandeln sodass die Preise transparent sind, gleichzeitig kann man dann aber auch den Anbieter der ausgebaut hat schützen in dem 5 Jahre kein anderer Ausbauen darf.

  3. Re: Hä? Ernsthaft?!?

    Autor: M.P. 06.06.18 - 16:04

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was er sagt ist das ihn das Einmieten zu teuer ist und das er nichts von
    > Monopolen hält, daher will er Parallel ausbauen.
    >
    > Und damit hat er auch recht, wobei das zu teure Einmieten leider keine
    > Größe ist nachdem man sich richten kann.


    Insbesondere wenn Unitymedia aufgrund des Diginetz-Gesetzes nur ein bisschen mit dem Koaxialkabel wedeln muss, und schon muss der ausbauende Kommunale Zweckverband das Koaxialkabel mit verlegen, wenn er seine Glasfaserleitungen verlegen lässt.
    Dann noch bei der vorgesehenen Kostenbeiteiligung die geforderte Höhe anzweifeln, und sich vor Zahlung durch die Instanzen klagen ...

    Da kommt man wahrscheinlich deutlich günstiger weg, als wenn man sich einmietet ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.18 16:05 durch M.P..

  4. Re: Hä? Ernsthaft?!?

    Autor: Seismoid 06.06.18 - 16:16

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was er sagt ist das ihn das Einmieten zu teuer ist und das er nichts von
    > Monopolen hält, daher will er Parallel ausbauen.
    "Parallel" im Sinne von "wenn ihr den Boden teuer auffräsen lasst schmeiß ich meine Glasfaser auch noch schnell billig mit ins Loch" ...
    Also WENN SCHON kommunal, dann doch bitte auch mit Monopol! Die Privaten hatten schließlich ihre Chance.

    > Und damit hat er auch recht,
    Nö, nichts unbedingt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.18 16:32 durch Seismoid.

  5. Re: Hä? Ernsthaft?!?

    Autor: Dwalinn 06.06.18 - 16:56

    Seismoid schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dwalinn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was er sagt ist das ihn das Einmieten zu teuer ist und das er nichts von
    > > Monopolen hält, daher will er Parallel ausbauen.
    > "Parallel" im Sinne von "wenn ihr den Boden teuer auffräsen lasst schmeiß
    > ich meine Glasfaser auch noch schnell billig mit ins Loch" ...
    > Also WENN SCHON kommunal, dann doch bitte auch mit Monopol! Die Privaten
    > hatten schließlich ihre Chance.
    Nein die Kosten werden dann zu gleichen teilen getragen.

    > > Und damit hat er auch recht,
    > Nö, nichts unbedingt.
    Er hat damit recht das ein Monopol gefährlich ist wenn die Einmiet Preise nicht reguliert werden, hätte das deutlicher Schreiben sollen.

  6. Re: Hä? Ernsthaft?!?

    Autor: Seismoid 06.06.18 - 19:24

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seismoid schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dwalinn schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Was er sagt ist das ihn das Einmieten zu teuer ist und das er nichts
    > von
    > > > Monopolen hält, daher will er Parallel ausbauen.
    > > "Parallel" im Sinne von "wenn ihr den Boden teuer auffräsen lasst
    > schmeiß
    > > ich meine Glasfaser auch noch schnell billig mit ins Loch" ...
    > > Also WENN SCHON kommunal, dann doch bitte auch mit Monopol! Die Privaten
    > > hatten schließlich ihre Chance.
    > Nein die Kosten werden dann zu gleichen teilen getragen.
    Das stimmt nicht ganz. Das Urteil ( https://www.teltarif.de/bnetza-telekom-regulierung-glasfaser-mitverlegung/news/72385.html ) das es dazu gab, und das ich inzwischen sehr gut kenne, sagt nur "in angemessener Weise an den Kosten beteiligen" - das läuft dann am Ende nur auf die direkten Tiefbauarbeiten etc. hinaus, aber all der Aufwand und die Kosten, die schon davor entstanden sind (Planungsaufwand, Beratung, Kostenplan/Erschließungsplan, Wirtschaftlichkeitsrechnung, etc pp.) eben nur zum Teil (Planung der Tiefbaumassnahmen) oder eben überhaupt GAR NICHT!
    Da haben wir jetzt eine kommunale Netzbetreiber-Gesellschaft, die im Rahmen des sogenannten "DigiNetz"-Gesetzes den Ausbau voran trieb, im Glauben, dass es nur ein Netz geben wird, das über Open-Access allen offen stehen sollte und so dann auch kostendeckend betrieben werden kann. Dann kommt das Urteil, dass Telekom/Vodafon oder wer sonst ein eigenes Netz mitverlegen darf - und nun kann man schon die Insolvenz der Betreibergesellschaft für 2022/23 planen, was am Ende auf eine sehr teure Subvention für denjenigen herausläuft, der das lokal finanzierte Glasfasernetz dann aufkaufen darf. Super!
    Du siehst doch ein, dass das so Mist ist, oder?

    Edit: Und es ist hoffentlich auch klar, dass Telekom und Co vorher keinerlei Interesse an einem Ausbau zeigten

    > > > Und damit hat er auch recht,
    > > Nö, nichts unbedingt.
    > Er hat damit recht das ein Monopol gefährlich ist wenn die Einmiet Preise
    > nicht reguliert werden, hätte das deutlicher Schreiben sollen.
    Ein Mega-Monopol àla Facebook: ja.
    Aber ein (lokales) Monopol in kommunaler Hand, das nur kostendeckend arbeiten muss/will/soll?



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.18 19:28 durch Seismoid.

  7. Re: Hä? Ernsthaft?!?

    Autor: thrust26 06.06.18 - 20:14

    Warum muss genau diese Infrastruktur doppelt und dreifach gebaut werden? Dass das am Ende günstiger kommt, kann mir keiner vormachen.

    Straßen, Wasser- und Stromleitungen etc. werden ja auch nicht mehrfach gebaut.

  8. Re: Hä? Ernsthaft?!?

    Autor: Seismoid 06.06.18 - 21:15

    thrust26 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum muss genau diese Infrastruktur doppelt und dreifach gebaut werden?
    > Dass das am Ende günstiger kommt, kann mir keiner vormachen.
    >
    > Straßen, Wasser- und Stromleitungen etc. werden ja auch nicht mehrfach
    > gebaut.
    Ganz genau! Es ist Infrastruktur für die Allgemeinheit!
    Man hätte der Telekom damals nie das Kupfernetz mitgeben dürfen, dann gäbe es jetzt diese ganze Diskussion und Zankerei zwischen Staat, Privatwirtschaft und Bürgern über den Netzausbau nicht, sondern man würde dort genau so vorgehen wie beim Straßenbau!

  9. Re: Hä? Ernsthaft?!?

    Autor: Dwalinn 07.06.18 - 09:45

    Seismoid schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Also erstmal vorweg ich bin kein Fachmann.

    > Das stimmt nicht ganz. Das Urteil ( www.teltarif.de ) das es dazu gab, und
    > das ich inzwischen sehr gut kenne, sagt nur "in angemessener Weise an den
    > Kosten beteiligen" -
    Aber es ging um ein Neubaugebiet muss da die Telekom nicht sowieso ihr Kabel verlegen? Da macht es natürlich sinn nicht zweimal einen graben zu ziehen... gerade in Anbetracht das es ein Mangel an Tiefbaukapazitäten gibt.

    > das läuft dann am Ende nur auf die direkten
    > Tiefbauarbeiten etc. hinaus, aber all der Aufwand und die Kosten, die schon
    > davor entstanden sind (Planungsaufwand, Beratung,
    > Kostenplan/Erschließungsplan, Wirtschaftlichkeitsrechnung, etc pp.) eben
    > nur zum Teil (Planung der Tiefbaumassnahmen) oder eben überhaupt GAR NICHT!
    Hier wäre natürlich die Frage wie hoch die kosten sind.

    > Da haben wir jetzt eine kommunale Netzbetreiber-Gesellschaft, die im Rahmen
    > des sogenannten "DigiNetz"-Gesetzes den Ausbau voran trieb, im Glauben,
    > dass es nur ein Netz geben wird, das über Open-Access allen offen stehen
    > sollte und so dann auch kostendeckend betrieben werden kann. Dann kommt das
    > Urteil, dass Telekom/Vodafon oder wer sonst ein eigenes Netz mitverlegen
    > darf - und nun kann man schon die Insolvenz der Betreibergesellschaft für
    > 2022/23 planen, was am Ende auf eine sehr teure Subvention für denjenigen
    > herausläuft, der das lokal finanzierte Glasfasernetz dann aufkaufen darf.
    > Super!
    > Du siehst doch ein, dass das so Mist ist, oder?
    Naja die frage ist wie teuer ist halt die Planung gewesen, ansonsten sind halt die teuren Tiefbau Arbeiten geteilt dafür ab er auch die potenziellen Kunden. In der Theorie ist die Glasfaser aber deutlich beständiger die kann auch noch in 40 Jahren genutzt werden Kabel und VDSL ist bis dahin wahrscheinlich nur noch für Rentner zu gebrauchen wenn nicht wieder ausgebaut wird... das gibt FTTH einen großen Vorteil besonders dann wenn man nicht Gewinn innerhalb von 5 Jahren erwirtschaften muss.

    Aber stell dir mal vor FTTH wird alleine Ausgebaut und dann kostet der Anschluss ein Vermögen und aufgrund hoher Einmietgebühren ist das Open Access nichts weiter als ein Alibi, würdest du sowas eher begrüßen?

    > Edit: Und es ist hoffentlich auch klar, dass Telekom und Co vorher
    > keinerlei Interesse an einem Ausbau zeigten
    Klar warum auch, die Tarife bei der Telekom sind Müll daher verdient man mit der 20 Jahren alten Kupferleitung nur etwas weniger als mit VDSL.
    Deutschland hat sich min. 30 Mbit auf seine Kappe geschrieben also einfach mal Nägel mit köpfen machen und alles was weniger ist irgendwie regulieren das es günstiger angeboten werden muss. Wenn die Telekom mit ihren Uralt Leitungen nur noch 20¤/Monat einnehmen kann wird sich ein schnelles Aufrüsten schon eher lohnen.

    > Ein Mega-Monopol àla Facebook: ja.
    > Aber ein (lokales) Monopol in kommunaler Hand, das nur kostendeckend
    > arbeiten muss/will/soll?
    Ich sage schon lange das Stadtwerke (die 100% im Kommunale Besitz sind) ausbauen sollen um ihr Netz dann zu regulierten Preisen zu vermieten. Das benötigte Geld gibt es als Zinslosen Kredit und wenn die Kosten erst nach 20 Jahren wieder drin sind (inklusive laufender Kosten, Instandhaltung usw.) reicht das auch.

    Aber darum geht es nicht, es gibt keine Regulierung für die Einmietpreise daher kann jeder Monopolist machen was er will und auf den guten Willen der Stadtwerke würde ich nicht vertrauen wollen.

  10. Re: Hä? Ernsthaft?!?

    Autor: Dwalinn 07.06.18 - 09:57

    Seismoid schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz genau! Es ist Infrastruktur für die Allgemeinheit!
    > Man hätte der Telekom damals nie das Kupfernetz mitgeben dürfen,
    Und die Schulden und Verpflichtungen schon? Das Kupfernetz war wertvoll da es bereits da war und man nicht erst Jahre ausbauen musste aber vom Wert her hat die Telekom das sicher nicht Geschenkt bekommen.
    Ich bin auch der Meinung das Infrastruktur in Staatlicher Hand gehört aber dann muss sie auch gepflegt werden und bei Vermietung zu fairen transparenten Preisen

    > dann gäbe
    > es jetzt diese ganze Diskussion und Zankerei zwischen Staat,
    > Privatwirtschaft und Bürgern über den Netzausbau nicht, sondern man würde
    > dort genau so vorgehen wie beim Straßenbau!

    Tolles beispiel soll ich dir mal die Straßen in meiner Gegend zeigen? Der Staat lässt doch alles verkommen wenn man erstmal zu eingefahren ist und es zu Bürokratisch wird.

  11. Re: Hä? Ernsthaft?!?

    Autor: Prokopfverbrauch 07.06.18 - 23:22

    Naja klar ist privat besser, wenn man die Kunden mit seinen Monopolen melken will. Besser für das Unternehmen, nicht besser für die Bürger und die Gesamtheit.

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