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  5. › Uber: Europaweite Taxi-Proteste…

mal wieder ne Symptomdebatte

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  1. mal wieder ne Symptomdebatte

    Autor: spiderbit 11.06.14 - 16:57

    Ich kann ja durchaus eine Punkte für und gegen die alte Taxi Struktur vs diese Firmen verstehen. Wozu diese 80.000 Euro Mafia-schutzgeld am Anfang zahlen sollen ist mir besonders unklar aber ja davon mal ab gesehen (müssen die das pro Jahr zahlen oder nur einmal und dann 50 jahre lang nix mehr?) scheint es schon ein paar vorteile zu haben das so zu belassen, so das man fahrten aus der Stadt raus auch noch bezahlen kann z.B.

    Aber warum existiert das Problem denn überhaupt jetzt, gäbe es os viel Wettbewerb wenn wir keine offiziellen 3mio und sonst noch viel mehr Arbeitslose hätten? Ist es nicht heute schon so das Akademiker aus Stolz nicht sonst alternativ Hartz4 zu benatragen zu müssen diesen Job nach gehen, weil sie in der ach so tollen Fachkräftewirtschaft völlig überflüssig sind?

    Würden die normalen Taxifahrer sich so hart mit Messern im Mund verteidigen wenn sie kein so ein Schutzgeld bezahlen hätten müssen und eben nicht auch sonst drohen in Alg2 oder schlimmer ins Nichts ab zu rutschen weil sie mehr als ein paar Tausend Euro aufm Konto haben (Stichwort Stille Reserve).

    Mittel- bis Langfristig führt die Zwangsarbeitsgesetzgebung (Hartz4) + ständige Effektivitätszuwächse bei gleichbleibenden Regelarbeitszeiten zwangsläufig dazu das Weltweit 1-5% der Leute reich sind und der Rest genau so viel verdient wie er durch die Sozialleistungen auch bekommen würden +- 1 Eruo hin oder her.

    Lohndumpingwettbewerb, solange es noch so sture Länder gibt die da nicht mit machen gewinnt noch das eine Land eventuell ein wenig damit, zumindest die Reichen in dem Land, aber sobald das alle machen ist das ein Wettbewerb nach unten.

    Ein Ausweg wäre völlige Deregulierung mit einem echten Netz nach unten, jeder soll ein BGE bekommen von ca. 1000,- Euro DAZU kann jeder verdienen was er will, komplette freiheit, keine 80-90% Anrechnung wie bei hartz4, keine demütigenden Anträge stellen in den Sozialämtern. Im idealfall sogar noch eine Steuerreform mit entweder einem Einheitssteuersatz auf das Geld das oben drauf kommt (durch das bge gäbe es dann ja ne progression) oder direkt nur noch eine hohe MwSt. Sozialabgaben werden gestrichen da sie asozial sind, wegen der Beitragsbemessungsgrenze.

    Das wären Lösungen, alles andere sind nur Symptomdebatten die immer die Freiheit einer Gruppe einschränken und nur die Frage ist wer jetzt diesmal wieder verliert die einen oder die anderen.

  2. ++

    Autor: DrWatson 11.06.14 - 23:33

    Volle Zustimmung bei allem was du sagst.

    > Im idealfall sogar noch eine Steuerreform mit entweder einem Einheitssteuersatz auf das Geld das oben drauf kommt (durch das bge gäbe es dann ja ne progression) oder
    > direkt nur noch eine hohe MwSt.

    Die Frage ist, wo die Vor- und Nachteile von Einkommens- und Mehrwertsteuer liegen, denn theoretisch braucht man nur eins von beiden.

  3. --: mal wieder ne Grundgehaltsdebatte

    Autor: Bouncy 12.06.14 - 08:16

    ...und dann auch noch wirr mit Fantasiezahlen verargumentiert - wundervoll, fast schon klischeehaft...

  4. Re: --: mal wieder ne Grundgehaltsdebatte

    Autor: spiderbit 12.06.14 - 19:24

    kannst konkreter werden was du meinst, das erschleißt sich sonst niemandem außer dir selbst, wenn du z.B. die 80-90% anrechnung meinst das kann ich belegen wenn du willst.

    Sicher eine Volkswirtschaftliche Zahlen genau bis aufn Cent vor zu legen oder zu berechnen ist nicht grad einfach für so ne genaue Arbeit lassen sich viele Leute fürstlich bezahlen, ging aber ja sogar recht wenig auf Volkswirtschaftliche zahlen ein, habe nicht mal Steuersätze genannt.

    Die 80.000 Konzesionssumme wurde in anderen Threads genannt und von niemandem widersprochen, daher habe ich das mal als basis genommen.

  5. Re: ++

    Autor: spiderbit 12.06.14 - 19:38

    Historisch ist die Linke oft gegen die MwSt. weil sie keine Steuerprogression hat und auch kein Freibetrag. Die Idee ist dann das die die davon angeblcih völlig losgelöst eine fixe gehaltsumme bekommen die niedrig ist, weniger sich leisten können. Und dann gibts noch das Märchen das Leute mit höheren verdiensten mehr % Steuern zahlen würden.

    Das geht schon mal davon aus das der AN die Steuern zahlen würde, stattdessen führt aber der AG die Lohnsteuern ab, dem AG ist es auch egal ob es AG-Anteile oder AN-Anteile sind, dem Angestellten ist letztendlich höchstens für ne Art Schwanzvergleich mit Kollegen das Bruttogehalt weitgehend egal. Den interessiert primär das Nettogehalt. Gut bei sozialleistungen spielt das Bruttogehalt eine Rolle aber bei der Gerechtigkeitsfrage gehts ja primär um Steuern die interessieren den AN erstmal nicht so stark ob die rechnerisch mehr der AG oder AN zahlt.

    Soweit so gut, faktisch selbst wenn die Progression funktionieren würde, ist das dann nur der Basis-steuersatz, es gibt in unserem System ja genügend möglichkeiten den Steuersatz durch absetzen von allem möglichen zu senken.

    Wenn man Abgaben und Steuern zusammen betrachtet und mal den Steuerfreibetrag raus rechnet gibt es quasi keine Lohn-abgaben/steuer-progression heute.

    Also nur der Steuerfreibetrag erzeugt eine faktische Progression.

    Dieses könnte man wie gesagt mit einem BGE nach bauen. Man zahlt quasi im Vorraus zu viel gezahlt Steuern zurück ^^.

    Wenn man mal das Progressions und Gerechtigkeitsargument damit für abgehakt an sieht, spricht eigentlich nix mehr für Lohnsteuern.

    Man könnte sich die ganzen privaten Steuererklärungen sparen, viel Zeit und nerven Schonen, es ist auchv iel einfacher die MwSt. zu kontrolieren, da man dort nur Geschäfte kontrollieren muss und nicht Privatmenschen (sicher umgehbar ist prinzipiel beides), Schwarzarbeit gäbe es faktisch nimmer.

    Es gibt noch ein weiteren aspekt Lohnsteuern werden auch in die Preise verrechnet trägt also eh der Kunde. Daher kann mans auch genauso gut über die MwSt. ab rechnen, hat sogar den Vorteil das Firmen mit viel Personaleinsatz eher besser da stehen, wärend Maschienen gleich stark besteuert werden. Heute zahlt ein Unternehmer ja keine Lohnsteuern für Maschienen.

    Es gibt dann noch ein spannenden Aspekt und das ist Import export, hat 2 auswirkungen.

    1. China-importe werden teurer, das heißt einheimische Konkurenz hätte ne Change gegen solche Importe in beiden gleich viel Steuern drin sind.
    2. Exporte werden billiger, wir exportieren dann keinerlei Steuern mit, das heißt Afrikaner oder Südeuropäer zahlen nicht über die käufe unsere Schwimmbäder und Straßen mit, was erst mal fair für mich klingt.

    Das hat allerdings den Nachteil das wir noch Wettbewerbsfähiger sind, und die Arbeitsplätze in Südeuropa noch stärker flöten gehen. Daher hat z.B. Griechenland dann nur noch die Wahl entweder irgendwelche Zölle ein zu führen oder auch ein BGE-System zu beschließen mit selbem Steuermodell.

    Die Umsetzung wäre also vermutlich epidemisch, würde ein Land (besonders ein starkes) darauf setzen, würden alle anderen wie Dominosteine schnell umfallen und müssten das auch einführen.

    NOchmal zur Steuerart, die MwSt. ist die neueste Steuer, sie erzeugt selbst mit den mikriegen Raten von Heute extrem hohe erträge, gleich viel bzw sogar mehr wie die Lohnsteuern, sie ist die Steuer der (totalen) Fremdversorgung die wir heute haben, die Lohnsteuer ist aus ner Zeit wo die totale Eigenversorung an gesagt war, sie ist eine Ableitung vom 10. die der Bauer dem Pfarrer und Bürgermeister zahlen mussten damit die auch leben können.

    Ich halte die MwSt. für Transparenter Einfacher besser kontrollierbar und Ehrlicher.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.06.14 19:42 durch spiderbit.

  6. Re: ++

    Autor: DrWatson 12.06.14 - 23:00

    spiderbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das geht schon mal davon aus das der AN die Steuern zahlen würde,
    > stattdessen führt aber der AG die Lohnsteuern ab, dem AG ist es auch egal
    > ob es AG-Anteile oder AN-Anteile sind

    Absolut richtig. Es spielt keine Rolle, wer auf dem Papier die Steuern zahlt, denn das Endergebnis ist das gleiche:
    Ja höher die Steuer, desto mehr zahlt der Arbeitgeber und desto weniger kommt beim Arbeitnehmer an.

    Am Ende ist der Begriff "Bruttogehalt" auch irreführend, da der AG viel mehr zahlt als Brutto auf der Abrechnung steht.

    Es gilt also "Vom AG gezahlter Betrag" > Brutto > Netto

    > Soweit so gut, faktisch selbst wenn die Progression funktionieren würde,
    > ist das dann nur der Basis-steuersatz, es gibt in unserem System ja
    > genügend möglichkeiten den Steuersatz durch absetzen von allem möglichen zu
    > senken.

    Das stimmt, aber es heißt ja nicht, dass das so sein muss.
    Man könnte auch einfach sagen X% Steuer und XXXX Grundfreibetrag und das wäre es dann auch schon.
    Der Grundfreibetrag ist an sich schon eine Progression, aber das hast du an anderer Stelle ja schon geschrieben.

    > Wenn man Abgaben und Steuern zusammen betrachtet und mal den
    > Steuerfreibetrag raus rechnet gibt es quasi keine
    > Lohn-abgaben/steuer-progression heute.

    Die Progression läuft bis zu einem gewissen Punkt sehr unregelmäßig und wird irgendwann sogar durch die Beitragsbemessungsgrenzen degressiv.
    Das gibt es so in fast keinem anderen Land.

    > …

    Du hast einige gute Argumente für die Mehrwertsteuer genannt:
    Eine MwSt ist einfach zu kontrollieren, einfach zu berechnen.

    Es gibt aber einige Dinge, bei denen ich widersprechen möchte.

    Zunächst einmal sagst du, die Mehrwertsteuer sei die neueste oder modernste Steuer.
    Ich denke das stimmt so nicht ganz.

    Die Staaten in denen wir heute leben, haben sich nur sehr langsam zu dem entwickelt, was sie heute sind. Im Mittelalter und während der frühen Neuzeit war es relativ schwierig Gesetze so durchzusetzen und kontrollieren, wie es heute der Fall ist. Die Folge war, dass man versucht hat Dinge zu besteuern, die leicht greifbar waren.
    Das waren zum einen Boden, d.h. es gibt schon sehr lange Grundsteuern, und das andere waren Güter, die über Grenzen transportiert wurden, worauf Zölle erhoben wurden. Im 17.Jhd wurden die Zölle um Binnenzölle (Akzisen) erweitert, die zum Beispiel gezahlt werden mussten, wenn Güter vom Land in die Stadt transportiert wurden, was einer Umsatzsteuer schon sehr nahe kommt (bei einer Umsatzsteuer werden zusätzlich noch Dienstleistungen besteuert). Wenn man von der Umsatzsteuer noch Vorsteuern abzieht, sind wir auch schon bei der heutigen Mehrwertsteuer.
    Alle bisher genannten Steuern sind indirekte Steuern, die nicht vom Steuerträger direkt gezahlt werden.
    Die Einkommenssteuer ist eine direkte Steuer, die aus dem 19 Jhd kommt.
    Dadurch, dass Sie direkt vom Steuerträger gezahlt wird, ist eine Steuerprogression oder ein Grundfreibetrag überhaupt erst möglich.
    Sie ist etwas schwerer einzutreiben, als eine Umsatzsteuer, aber wenn man ohnehin ein BGE auszahlen will, bietet es sich an, beides in einem Stück zu tun.

    Eine Negative Einkommensteuer ist so ein Modell.
    Es ist eine einfache Formel, die jeder leicht berechnen kann und keinen Menschen bevor- oder nachteiligt.

    Der Grundfreibetrag multipliziert mit dem Steuersatz wäre hier äquivalent zur Höhe eines BGE.

    Darüber hinaus hat die Einkommenssteuer einige Nachteile nicht, mit der die Mehrwertsteuer behaftet ist.

    Mir fallen da direkt 4 Nachteile der Mehrwertsteuer ein:

    Zum einen betrifft Sie die Exporte nicht, was dazu führt, dass exportierende Unternehmen, vor allem Werften überhaupt keine Steuern mehr zahlen, aber trotzdem sämtliche Infrastruktur in Anspruch nehmen.

    Zum anderen, werden Importe teurer. Das hast du als Vorteil genannt, ich sehe da 2 große Nachteile. Einerseits ist es so für die Bevölkerung nicht mehr möglich von absoluten Kostenvorteilen anderer Länder zu profitieren. D.h. ein einheimisches Produkt wird einem Produkt vorgezogen, dass im Ausland besser und/oder günstiger hätte produziert werden können, auch weil zum Beispiel Standortvorteile, wie natürliche Ressourcen eine Rolle spielen.

    Andererseits können die Arbeitskräfte, die im Inland für die Produktion der fehlenden Güter gebraucht werden, nicht für Produkte oder Dienstleistungen eingesetzt werden, die unter normalen Bedingungen eine höhere Wertschöpfung gebracht hätten.

    Als letztes muss noch erwähnt werden, dass die Mehrwertsteuer gerade für kleinere Unternehmen einen enormen Verwaltungsaufwand darstellt. Der Verwaltungsaufwand wird dabei umso größer, je mehr Unternehmen arbeitsteilig an einem Produkt arbeiten.
    Also, ein Computer, der Teile von 200 Firmen enthält, enthält auch einen 200 fachen Verwaltungsaufwand, als ein Computer, der Teile von nur einer Firma enthält. Schließlich muss für jeden Arbeitsschritt zuerst eine Vorsteuer abgezogen und später eine Umsatzsteuer raufgerechnet werden.
    Ein großer vertikal integrierter Konzern profitiert hier also unverhältnismäßig stark.

    Dieser Aufwand würde bei einer Einkommenssteuer nicht entstehen.

    Dafür stellt sich bei einer Einkommenssteuer die Frage, ob Unternehmen auch Einkommenssteuer zahlen sollen und man dafür auf eine Kapitalertragssteuer verzichtet oder ob nur für die Gewinne, die an die Besitzer abgeführt werden Steuern fällig werden sollten.

  7. Re: ++

    Autor: spiderbit 13.06.14 - 15:35

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > spiderbit schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > Das stimmt, aber es heißt ja nicht, dass das so sein muss.
    > Man könnte auch einfach sagen X% Steuer und XXXX Grundfreibetrag und das
    > wäre es dann auch schon.
    > Der Grundfreibetrag ist an sich schon eine Progression, aber das hast du an
    > anderer Stelle ja schon geschrieben.

    Ja sicher ein fixer Steuersatz und jetzt mal in ner idealen Welt (das würde schwierig werden) komplette abschaffung von sozialversciherungen, stattdessen das zu 100% Steuerfinanziert, wäre ein Fortschritt. Da sind wir uns einig.



    > Es gibt aber einige Dinge, bei denen ich widersprechen möchte.

    schön sonst wirds ja langweilig und keiner von uns könnte was lernen oder seine Argumente schärfen ;)

    > Zunächst einmal sagst du, die Mehrwertsteuer sei die neueste oder modernste
    > Steuer.
    > Ich denke das stimmt so nicht ganz.

    Ja ob sie nun neuer ist oder nicht ist wohl zweitrangig neuer heißt eh nicht gleich zwingend besser.

    Aber was definitv stimmt, ist das sie schon die Arbeitsteilung und das über Landesgrenzen hinweg gut erfasst. und sie Wettbewerbsunverzerrend ist, Sprich, sie verzerrt keinen Wettbewerb, es wird nicht das Chinaprodukt billiger weil in China Sozial und Ökodumping betrieben wird. Es ist eine Wettbewerbsneutrale Steuer.

    > Die Staaten in denen wir heute leben, haben sich nur sehr langsam zu dem
    > entwickelt, was sie heute sind. Im Mittelalter und während der frühen
    > Neuzeit war es relativ schwierig Gesetze so durchzusetzen und
    > kontrollieren, wie es heute der Fall ist. Die Folge war, dass man versucht
    > hat Dinge zu besteuern, die leicht greifbar waren.

    Ja mag sein.

    > Das waren zum einen Boden, d.h. es gibt schon sehr lange Grundsteuern, und

    Ja sehr wichtige Steuer, rein Abstrakt hat meiner ansicht nach jeder gleich viel Anrecht auf einen Besitz an Boden (Der freie Bürger auf der freien Scholle), wenn das heute also ungleich per Geburt verteilt ist, muss entweder eine fast 100% Erbschafstssteuer oder eben eine hohe "Mietzahlung" für den Landbesitz gezahlt werden. Allerdings letzteres könnte man das indirekt auch über die MwSt. ein ziehen.

    > das andere waren Güter, die über Grenzen transportiert wurden,

    Ja durch einen Zoll wird der Import aber schlechter behandelt wie die lokale Waare, bei der MwSt. nur gleich, daher seh ich hier schon einen unterschied.

    > worauf Zölle
    > erhoben wurden. Im 17.Jhd wurden die Zölle um Binnenzölle (Akzisen)
    > erweitert, die zum Beispiel gezahlt werden mussten, wenn Güter vom Land in
    > die Stadt transportiert wurden, was einer Umsatzsteuer schon sehr nahe
    > kommt (bei einer Umsatzsteuer werden zusätzlich noch Dienstleistungen
    > besteuert).

    Naja solche Zölle waren immer Wettbewerbsverzerrend, da sie für manche galten für andere nicht, die MwSt. gilt für alle.

    > Wenn man von der Umsatzsteuer noch Vorsteuern abzieht, sind wir
    > auch schon bei der heutigen Mehrwertsteuer.

    Nein siehe oben. Und gerade die Vorsteuern sind das neue geniale, das eben Arbeitsteilung erst möglich macht. Ansonsten hat jedes Unternehmen das alles in einer Hand macht große Vorteile.

    > Alle bisher genannten Steuern sind indirekte Steuern, die nicht vom
    > Steuerträger direkt gezahlt werden.

    sie sind direkte Verbrauchersteuern, und davon bin ich überzeugt, das NUR der Verbraucher wirklich Steuern zahlt. Es wird dann teilweise von anderen vorgestreckt, aber das ist eher schädlich für das unternehmen, benötigt mehr kapital und erzeugt ein höheres risiko für das unternehmen.

    > Die Einkommenssteuer ist eine direkte Steuer, die aus dem 19 Jhd kommt.
    > Dadurch, dass Sie direkt vom Steuerträger gezahlt wird, ist eine
    > Steuerprogression oder ein Grundfreibetrag überhaupt erst möglich.

    Jain, das ist eben einer der Denkfehler, natürlich kann man keinen Steuerfreibetrag für die MwSt. definieren, aber man kann das zu viel gezahlte zurück zahlen (davor am besten) das BGE. Außerdem ist es auch eine Fehlsicht, das die Lohnsteuern hier anders wirken würde wie die MwSt. wir haben 50% Staaatsquote pi mal daumen in den Produkten, also auch binnenprodukte. Das sind auch Lohnsteuern, die zahlt der Verbraucher, die zahlt z.B. auch der Arbeitslose, wo hat der seinen Steuerfreibetrag bei dem Kauf?

    Um Götz Werner zu zitieren, ein Unternehmer trägt niemals Steuern, wenn er das tut dann weil er Pleite ist. Ein normaler Unternehmer muss die Steuern immer seine Kunden zahlen lassen.

    Daher ist doch die Frage warum man eine Einkommenssteuer simuliert, wenn egal wie mans dreht und wendet, immer der Verbraucher alle Steuern zahlt?

    > Sie ist etwas schwerer einzutreiben, als eine Umsatzsteuer, aber wenn man
    > ohnehin ein BGE auszahlen will, bietet es sich an, beides in einem Stück zu
    > tun.

    Ach wegen den BGE zahlungen muss man nicht komplizierte EK-Steuern eintreiben. Das einzige Argument hier ist, das mans verrechnen kann, man hat rechnerisch dadurch eine deutlich kleinere Staatsquote. Das macht weniger angst vielleicht ^^.
    Aber das ist nur eine kurze Geldauslage, die ja wieder zurück kommt.

    > Eine Negative Einkommensteuer ist so ein Modell.
    > Es ist eine einfache Formel, die jeder leicht berechnen kann und keinen
    > Menschen bevor- oder nachteiligt.

    Ja besser als das heutige wärs schon, aber eben nicht optimal, immernoch zu bürokratisch für meinen Geschmack.

    > Der Grundfreibetrag multipliziert mit dem Steuersatz wäre hier äquivalent
    > zur Höhe eines BGE.

    ähh wie meinst das ca. 10.000 euro grundfreibetrag * 50% = 5000,- im Jahr sorry davon kann niemand ne wohnung zahlen oder hab ich das grad falsch verstanden?


    > Mir fallen da direkt 4 Nachteile der Mehrwertsteuer ein:
    >
    > Zum einen betrifft Sie die Exporte nicht, was dazu führt, dass
    > exportierende Unternehmen, vor allem Werften überhaupt keine Steuern mehr
    > zahlen, aber trotzdem sämtliche Infrastruktur in Anspruch nehmen.

    Sie zahlen die Steuern wenn sie einkaufen. wie heute auch schon. Der Verbraucher der der was in anspruch nimmt von unserer Gemeinschaft soll transparent 50% seines Geldes als steuer zahlen, das ist doch fair. Nicht der der sich einbringt, der der für andere schon fast selbstlos etwas erarbeitet soll dafür bestraft werden. So fühlt isch das für mich richtiger an.

    > Zum anderen, werden Importe teurer. Das hast du als Vorteil genannt, ich
    > sehe da 2 große Nachteile. Einerseits ist es so für die Bevölkerung nicht
    > mehr möglich von absoluten Kostenvorteilen anderer Länder zu profitieren.
    > D.h. ein einheimisches Produkt wird einem Produkt vorgezogen, dass im
    > Ausland besser und/oder günstiger hätte produziert werden können, auch weil
    > zum Beispiel Standortvorteile, wie natürliche Ressourcen eine Rolle
    > spielen.

    Nein, das einheimische Produkt wird doch auch mit der MwST. (100% btw) besteuert. Wenn das Produkt im Ausland billiger her gestellt wird wird es weiterhin bevorzugt, nur kann sich kein Land besser stellen in dem es geringere Lohnsteuern hat wie heute. Klar das ist dann natürlich erstmal ein Nachteil für Länder die noch auf die Lohnsteuer setzen, aber wenn wir mal für einen Moment davon aus gingen das alle keine Lohnsteuer mehr hätten, gäb es keine Steuerwettbewerbe mehr, die Unternehmen sollen konkurieren nicht die Staaten.

    > Andererseits können die Arbeitskräfte, die im Inland für die Produktion der
    > fehlenden Güter gebraucht werden, nicht für Produkte oder Dienstleistungen
    > eingesetzt werden, die unter normalen Bedingungen eine höhere Wertschöpfung
    > gebracht hätten.

    Dank des BGEs können sie das wenn sie das wollen schon. Das BGE führt eine neue Währung ein Sinn, der Sinn wird als Antrieb deutlich aufgewertet und stärker im Fordergrund gestellt wie heute. Das geld verliert ein stück weit seine totalitäre Macht.

    BTW ist auch das in Gewisser weise blödsinn, wir sehen auch heute trotz der tollen EK-STeuer das wir mehr Fleisch produzieren als wir selbst verbrauchen können. Und das obwohl Fleisch total inneffizient ist, auch die Bauern produzieren Milch für die Müllkippe und andere Produkte, Biotreibstoff...

    > Als letztes muss noch erwähnt werden, dass die Mehrwertsteuer gerade für
    > kleinere Unternehmen einen enormen Verwaltungsaufwand darstellt. Der
    > Verwaltungsaufwand wird dabei umso größer, je mehr Unternehmen
    > arbeitsteilig an einem Produkt arbeiten.

    hmm die EK-Steuer nicht? Was musst groß machen, auf der Rechnugn die Steuer ausweisen, und ne Liste machen damit und diese MwSt. ab führen? Dann bekommst das Geld irgendwann zurück wenn der letzte es verkauft hat oder?

    > Also, ein Computer, der Teile von 200 Firmen enthält, enthält auch einen
    > 200 fachen Verwaltungsaufwand, als ein Computer, der Teile von nur einer
    > Firma enthält. Schließlich muss für jeden Arbeitsschritt zuerst eine
    > Vorsteuer abgezogen und später eine Umsatzsteuer raufgerechnet werden.
    > Ein großer vertikal integrierter Konzern profitiert hier also
    > unverhältnismäßig stark.

    Jetzt mal als letzte Instanz zum Endkunden hin, dich jucken doch die 50 vorfirmen nicht sondern nur die eine firma von der du kaufst? also rechnest das 1-2x ab udn gut. weiß nicht für irgendwas müssen die ganzen BWLer ja noch gut sein oder?

    Bin da vielleicht naiv aber bin immernoch der Auffassung das die MwSt. leichter zu verwalten und vorallem weniger kompliziert ist wie die EK-Steuer.

    > Dieser Aufwand würde bei einer Einkommenssteuer nicht entstehen.

    Da hat dann die Firma und der AN Stress. Doppelter Stress. Vorallem hat man bei der MwSt. auch Rechtsicherheit, es gibt nicht viel spielraum man zahlt sie kriegt sie zurück fertig. bei der EK-Steuer gibts ja 1000 verschiedene Regelungen und wehe man macht da was falsch, oft gehts da sogar nur um reine Schätzugnen, Plausibilitäten, sprich selbst wenn alles perfekt richtig machst, aber der Steuerkontroleur dir das nicht glaubt, hast schon verloren.

    > Dafür stellt sich bei einer Einkommenssteuer die Frage, ob Unternehmen auch
    > Einkommenssteuer zahlen sollen und man dafür auf eine Kapitalertragssteuer
    > verzichtet oder ob nur für die Gewinne, die an die Besitzer abgeführt
    > werden Steuern fällig werden sollten.

    Alles blödsinn ja. Viel zu kompliziert.

    Es wird versucht einzelfallgerechtgikeit her zu stellen, und so mehr ausnahmen du baust um so mehr geht das in die Hose.


    ABER noch ein richtiges Argument für die MwSt.

    Die Lohnsteuer ist eine Frevelsteuer, das heißt, sie wird schon fällig, obwohl noch gar nicht klar ist ob du irgend einen Kunden findest. Du bleibst im zweifel auf den Steuern sitzen.

    Sie ist also eine Innovationshemmende Steuer, man geht ein größeres Risiko ein, wenn man ein Proudkt entwickeln will. Wenn es nicht klappt man nur kosten hatte, zahlt man trotzdem steuern.

    Für Firmen die schon Gewinne woanders haben ist das nicht so schllimm, weil sie das dort an rechnen können, aber für Upstarts die sonst das mit nix verrechnen können, ist das klar hemmend. Man muss ein größeres Risiko ein gehen.

    Außerdem wird man noch bestraft dafür wenn man gute Löhne zhalen will. Klar letztendlich zahlst das über die MwSt. auch Steuern auf die Löhne bzw die Produkte werden auch teurer dann, aber man sieht es wenigstens nimmer so direkt.

    [QUATSCH]
    Musste mir schon in Vorstellungsgesprächen an hören, das wenn ich 45.000 statt 38.000 Euro einstiegsgehalt bekäme die keine ahnung 20.000 Euro mehr zahlen müssten oder so. 7* 3 kommt ja grob hin AG-BRutto.
    [/QUATSCH]
    * Das sind ja schon AN-Bruttobeträge

    Nein ich musste mir dann anhörendas ich dann nur 3000-4000,- mehr Netto hätte der AG aber 10.000 Euro mehr kosten hätte. und er hat natürlich recht.

    Bei der MwSt. wärens klar 50% Steueranteil direkt auf alle kosten. Heute ists ja so das maschinen nicht versteuert werden, aber Arbeitskraft schon, das ist doch krank, wenn wir rum jammern wir hätten zu wenig Arbeitsplätze, Menschen sträker zu besteuern als Maschinen. Noch ein grund warum die MwSt. die modernere Steuer ist.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 13.06.14 15:43 durch spiderbit.

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