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Unsinnige Entscheidung

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  1. Unsinnige Entscheidung

    Autor: /mecki78 21.03.19 - 11:26

    Es gibt keinen Wettbewerb im deutschen Kabelnetz, da 98% aller Menschen in Deutschland nur genau einen Kabelanbieter zur Auswahl haben, da sich deren Gebiete in der Regel nicht überschneiden, mit der Ausnahme von einigen Teilen von Berlin und Umland (und hier ist Unitymedia gar nicht tätig). Ob also Vodafone und Unitymedia zwei getrennte Konzerne sind oder nicht, macht für keinen Nutzer da draußen einen Unterschied. Er bekommt Kabel heute entweder von Vodafone oder von Unitymedia, er kann es sich nicht aussuchen und verliert somit bei einem Zusammenschluss auch keine Wahlfreiheit.

    Die EU hätte lieber mal verhindern sollen, das Vodafone Kabeldeutschland übernimmt, denn hier war es durchaus so, dass viele Nutzer die Wahl hatten, ob sie DSL von Vodafone haben wollen oder Kabelinternet von Kabeldeutschland, hier standen die Firmen in direkter Konkurrenz zueinander. Aber EU hatte also kein Problem einem Zusammenschluss zuzustimmen, bei dem zwei echte Konkurrenten zu einem Unternehmen wurden und dem Nutzer dadurch wirklich Wahlfreiheit verloren geht, spricht sich jetzt aber gegen einen Zusammenschluss von zwei Unternehmen aus, die nirgendwo in direkter Konkurrenz zueinander stehen. Sorry, aber das kompletter Unfug.

    /Mecki

  2. Re: Unsinnige Entscheidung

    Autor: sneaker 21.03.19 - 11:36

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die EU hätte lieber mal verhindern sollen, das Vodafone Kabeldeutschland
    > übernimmt, denn hier war es durchaus so, dass viele Nutzer die Wahl hatten,
    > ob sie DSL von Vodafone haben wollen oder Kabelinternet von
    > Kabeldeutschland, hier standen die Firmen in direkter Konkurrenz
    > zueinander.
    Da widersprichst Du direkt Deinem vorherigen Argument, denn Vodafone-DSL (und Mobilfunk) und Unitymedia-Kabel stehen im Unitymedia-Gebiet ja heute auch in Konkurrenz.

  3. Re: Unsinnige Entscheidung

    Autor: MarkusMinimalistik 21.03.19 - 12:48

    Für mich gibt's da auch keine Konkurrenz. Vodafone DSL hab ich nur weil es kein Unitymedia in meinem Stadtteil gibt.

  4. Re: Unsinnige Entscheidung

    Autor: Michael H. 21.03.19 - 13:06

    MarkusMinimalistik schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für mich gibt's da auch keine Konkurrenz. Vodafone DSL hab ich nur weil es
    > kein Unitymedia in meinem Stadtteil gibt.

    Vodafone hat neben Mobilfunk und Kabel auch normales DSL über die Telefonleitung. Das vergessen viele.

    Und Kabelnetz ist nicht gleich DSL Netz. Du kannst durchaus trotz Unitymedia auch Vodafone DSL haben wenn diese dort im Telekomnetz eingemietet sind oder eigene Leitungen haben. Nur beim Kabelnetz gibt es nur entweder/oder...

    Kabel Deutschland und Unitymedia sind zwei Betreiber die keine überschneidungen haben.

    Vodafone gabs auch schon vorher im Festnetz.
    Durch die Übernahme von Kabel Deutschland haben diese nur das Kabelnetz dazu bekommen.

    Mit Unitymedia hätte Vodafone:
    Sein Festnetz
    Sein Glasfasernetz
    Sein Mobilfunknetz (D2)
    Kabel Deutschland
    UnityMedia

    Kenn die genauen Zahlen nicht. Aber Sie würden die Telekom damit dann ziemlich hinter sich lassen.
    Als TV Anbieter wären sie dann Monopolist, ebenso beim Internet über Kabel.

  5. Re: Unsinnige Entscheidung

    Autor: Richard Wahner 21.03.19 - 13:15

    Es gibt einen anderen Grund, warum die Entscheidung folgerichtig ist: Die Telekom, als ehemalige Eignerin der Kabelnetze, wurde früh "verurteilt", diese abgeben zu müssen. Folglich investierte die Telekom nichts, um diese Netze "internetfähig" zu machen. Liberty Global bot damals 20 Mrd. DM (jaja, ist lange her) für das Kabelnetz, aber das Kartellamt verbot diesen Verkauf, weil Liberty Global dann (regional) zum Monopolisten geworden wäre. Die Sache zog sich über Jahre hin, was den Ausbau des Rückkanals entsprechend verzögerte.

    Die Telekom nahm (IIRC) nur noch 4 Mrd. Euro ein und über die Jahre fusionierten alle Kabelanbieter. Es entstand genau die Situation, die das Kartellamt verhindern wollte. Nur dass ausgerechnet Vodafone jetzt das Heft in der Hand hat. Wenn's denn noch Mannesmann gewesen wäre ...

  6. Re: Unsinnige Entscheidung

    Autor: Sinnfrei 21.03.19 - 16:55

    Richtige Entscheidung mit unsinniger Begründung.

    __________________
    ...

  7. Re: Unsinnige Entscheidung

    Autor: /mecki78 21.03.19 - 18:37

    sneaker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da widersprichst Du direkt Deinem vorherigen Argument, denn Vodafone-DSL
    > (und Mobilfunk) und Unitymedia-Kabel stehen im Unitymedia-Gebiet ja heute
    > auch in Konkurrenz.

    Wie gesagt, das war ja bei Kabeldeutschland auch kein Argument und da hat es deutlich größere Gebiete und deutlich mehr Haushalte betroffen, also warum sollte es jetzt eines sein?

    /Mecki

  8. Re: Unsinnige Entscheidung

    Autor: /mecki78 21.03.19 - 18:50

    Richard Wahner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es entstand genau die Situation, die das
    > Kartellamt verhindern wollte.

    Nur dass wir eben jetzt diese Situation bereits haben und ob die EU jetzt gegen den Zusammenschluss stimmt oder nicht, das ändert nichts daran, dass 98% aller Haushalte nur einen einzigen Kabelanbieter zur Auswahl haben, sofern sie überhaupt Kabel bekommen können. Im Grunde ist das ein Monopol, denn auch ein geographisch beschränktes Monopol ist ein Monopol.

    Aus meiner Sicht hätte man hier beim Kabelnetz das gleiche wie beim Stromnetz machen müssen: Netzbetreiber dürfen keinen Strom produzieren oder verkaufen und Produzenten oder Verkäufer von Strom dürfen kein Netz betreiben.

    Dann gäbe es zwar auch nur einen Kabelnetzbetreiber in Deutschland, nennen wir ihn mal DKB (Deutscher Kabelnetz Betreiber), der alleine das komplett Kabelnetz besitzt, aber darüber Endkunden keinerlei Dienste anbieten darf. Sondern er muss anderen Unternehmen erlauben Teile seines Netzes anmieten zu können und die dürfen dann über das Netz Rundfunk oder Internet anbieten.

    Hier hätte dann zwar auch nicht jeder Haushalt eine Wahlfreiheit, aber das gibt das Netz auch rein systembedingt nicht her. Aber jedes Netzwerksegement hätte hier eine Wahlfreiheit von welchen Anbieter sie Dienstleistungen beziehen möchten. Und da die Netzwerksegmente zunehmend immer kleiner werden (weil sich nur so immer höhere Internetbandbreiten realisieren lassen) wäre die Wahlfreiheit automatisch alle paar Jahre gestiegen (konnte vor 10 Jahren die ganze Kleinstadt nur den Anbieter wählen, könnten es heute schon einzelne Stadtteile und in ein paar Jahren sogar einzelnen Straßenzüge)

    Genau das gleiche hätte der Staat auch mit dem Telefonnetz damals machen sollen und so gehört das eigentlich auch mit dem Schienennetz der Bahn gemacht. Nur wenn alle gleichermaßen das Netz anmieten müssen, haben alle die gleichen Chancen am Markt.

    /Mecki

  9. Re: Unsinnige Entscheidung

    Autor: LinuxMcBook 22.03.19 - 01:26

    sneaker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > /mecki78 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die EU hätte lieber mal verhindern sollen, das Vodafone Kabeldeutschland
    > > übernimmt, denn hier war es durchaus so, dass viele Nutzer die Wahl
    > hatten,
    > > ob sie DSL von Vodafone haben wollen oder Kabelinternet von
    > > Kabeldeutschland, hier standen die Firmen in direkter Konkurrenz
    > > zueinander.
    > Da widersprichst Du direkt Deinem vorherigen Argument, denn Vodafone-DSL
    > (und Mobilfunk) und Unitymedia-Kabel stehen im Unitymedia-Gebiet ja heute
    > auch in Konkurrenz.

    Da Vodafone mit dem abgeschlossenem Nahbereichsaubau praktisch nur noch VDSL-Leitungen anderer Anbieter (Telekom) anmieten kann besteht zwischen Unitymedia und Vodafone zumindest keine technische Konkurrenz mehr.

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