-
Kryptowährungen unbrauchbar
Autor: _2xs 10.03.22 - 14:30
Sind somit Kryptowährungen nicht Tod, oder unbrauchbar. Das war doch das originäre Ziel, frei von staatlicher Kontrolle zu sein. Jetzt ist nur noch die Absteige Geldgeiler Anleger und von Ganoven & Gangstern.
Welches Vertrauen soll man in solche Währung haben? Bisher ist es doch nur ein Umweg, mittels Krypto-Börsen wieder an "ordentliches" Geld zu kommen... Dann kann man doch gleich bei ersterem bleiben.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.03.22 14:31 durch _2xs. -
Re: Kryptowährungen unbrauchbar
Autor: Anix 10.03.22 - 14:49
Immer wenn ich die Kommentare zu Cryptonews auf Golem lese bin ich extrem überrascht, wie krass niedrig der Bildungsstand in Sachen Cryptos immer noch ist. Gerade auf einer IT-affinen Seite wie Golem, erwartet man ja etwas mehr Basiswissen in so einer Thematik.
Wir sind immer noch verdammt früh dran.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.03.22 14:50 durch Anix. -
Re: Kryptowährungen unbrauchbar
Autor: _2xs 10.03.22 - 15:21
Anix schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Immer wenn ich die Kommentare zu Cryptonews auf Golem lese bin ich extrem
> überrascht, wie krass niedrig der Bildungsstand in Sachen Cryptos immer
> noch ist. Gerade auf einer IT-affinen Seite wie Golem, erwartet man ja
> etwas mehr Basiswissen in so einer Thematik.
> Wir sind immer noch verdammt früh dran.
Eigentlich brauch man bei Währungen, egal welcher Art, eher eine wirtschaftswissenschaftliches Wissen... Aber gut. Die IT stellt halt mittlerweile viel Technik.
Bei Kryptowährungen ist das Verhältnis Kunde/Händler gestört. Die meisten Angebote wurden mittlerweile eingestellt.
Um Geldbetrag X zu nem Freund zu überweisen kann ich auch ohne Kryptogeld und viel flexibler lösen.
Du meinst ich habe was übersehen? Ich glaube nicht. Kryptowährungen sind so überflüssig wie Flöhe in den Haaren. Sie geben noch nicht mal ein schönes Gemeinschaftsgefühl, wie etwa Lokalwährungen.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.03.22 15:22 durch _2xs. -
Re: Kryptowährungen unbrauchbar
Autor: Nawo 10.03.22 - 15:22
Das habe ich mir gerade auch gedacht. Da hat jemand crypto so gar nicht verstanden. Der Autor aber auch nicht. Es wird suggeriert die Börsen könnten etwas gegen crypto Nutzung ausrichten. Wer so doof war seine Coins auf der Börse zu lassen kann jetzt sanktioniert werden. Der schlaue User verwaltet seine keys selber.
-
Re: Kryptowährungen unbrauchbar
Autor: plan_b 10.03.22 - 16:26
Was hier gemein ist, ist dass Salden auf Cryptobörsen, die noch nicht ausgezahlte wurden, gesperrt werden sollen.
Wer so bequem (oder dumm) ist, seine Cryptos von einer dritten Partei verwaltet zu lassen, muss immer damit rechnen, nicht mehr an seine Guthaben zu kommen. Wenn man seine Cryptos dagegen auf einem persönlichem Wallet (Bitbox, Ledger, Electrum etc.) verwaltet, dann ist man vor der Konfiszierung durch staatliche Stellen relativ geschützt.
Cryptos auf einem persönlichem Wallet sind vergleichbar mit Bargeld oder physisch gehaltenen Edelmetallen. Cryptos auf Konten von Börsen sind vergleichbar mit Bankguthaben oder Edelmetall-ETFs, diese beinhalten immer ein Gegenparteirisiko. -
Re: Kryptowährungen unbrauchbar
Autor: sigii 10.03.22 - 16:27
Nur weil du denkst dass Leute keine Ahnung haben muss das ja so nicht sein.
Auch mit dir kann man nicht diskutieren weil du keine Argumente lieferst.
Ich liefere dir gerne Argumente: sobald crypto sanktioniert wird passiert:
1. Der einfache Weg für normalos sein crypto zu kaufen oder verkaufen fällt weg
2. Alle Firmen müssen entweder Maßnahmen treffen oder geben auf
Und das führt dazu dass deutlich weniger Leute sich damit beschäftigen was zum Kurseinbruch führt.
Solange crypto an Fiat gebunden ist, ist das alles sehr wohl stark nachteilig für crypto.
Ach btw es mag sein dass der Staat / die Staaten nicht jeden kontrollieren können wenn crypto unter der Hand passiert aber irgendwie muss ja Initial viel Fiat in crypto getauscht werden. Ansonsten dauert so ein Wechsel bis an den nimmerleinstag. Und dann fällt das dem Finanzamt bei einer Steuerprüfung auch Mal auf.
So dumm ist der Staat auch wieder nicht.
Und im China, wenn die Bitcoin verbieten, würd ich das Risiko sicher nicht mehr eingehen. Da wird dann auch per Firewall technische Steine in den Weg gelegt -
Re: Kryptowährungen unbrauchbar
Autor: plan_b 10.03.22 - 16:56
"Welches Vertrauen soll man in solche Währung haben? Bisher ist es doch nur ein Umweg, mittels Krypto-Börsen wieder an "ordentliches" Geld zu kommen... Dann kann man doch gleich bei ersterem bleiben."
Ihre Perspektive ist doch sehr begrenzt.
In El Salvador ist Bitcoin offizielles Zahlungsmittel, was überall wo elektronisch gezahlt wird, akzeptiert werden muss. Dort kann man also mit einem entsprechendem BTC-Guthaben (auch auf einer persönlichen Wallet) sehr gut leben ohne je wieder FIAT-Geld anfassen zu müssen.
In der Ukraine wurden zu Beginn des Krieges extrem hohe Summen von Cyptos (primär in den Stable-Coin Tether ohne Wechselkursrisiko) getauscht um mit seinem Ersparten risikofrei das Land verlassen zu können. Hintergrund: 12 oder 24 auswendig gelernte Wörter reichen aus, um sein Cryptos auf sicherem Boden wieder zu FIAT-Geld zu machen. Mit großen Summen Bargeld zu fliehen, könnte dagegen ein erhebliches Verlustrisiko bedeuten. Man könnte sich natürlich auch auf seine Bankkarten verlassen, aber bei zu erwartenden Kapitalverkehrskontrollen oder zerbombten Rechenzentren von einheimischen Banken, wären die Bankkarten im Ausland höchstwahrscheinlich nicht mehr einsetzbar. Und dann säße man ohne Zugriff auf sein Vermögen mittellos in einem Fremden land.
Inwieweit die breite Masse bei 10 Jahren Inflation in höhe von 5-15% im Dollar und Euro-Raum noch von "ordentlichem Geld" sprechen wird, wird sich noch zeigen. Die Menschen in Venezuela oder Libanon haben da schon dazu gelernt. -
Re: Kryptowährungen unbrauchbar
Autor: countzero 10.03.22 - 17:08
Wenn man etwas direkt mit einer Kryptowährung kaufen könnte, ohne sie vorher in "echtes Geld" umzutauschen, würde es schon funktionieren. Das gibts aber praktisch nicht. Dabei sind die viel zitierten starken Kursschwankungen meiner Meinung nach noch nicht mal das größte Problem.
Alle aktuell verfügbaren Kryptowährungen haben meiner Meinung nach folgende Probleme:
- zu komplex in der Nutzung
- zu teuer (Transaktionskosten)
- zu langsam
- skalieren zu schlecht
Wobei die Transaktionskosten (gas fees) wohl das größte Problem sind, der Rest hängt von der Situation ab. Wenn die Transaktion mehrere Minuten bis Stunden dauert, ist das beim Einkauf im Laden blöd, bei Onlineshops aber relativ egal.
Wenn irgendwleche tollen neuen Coins diese Probleme nicht habeb, liegt das in der Regel nicht daran, dass sie irgendwas viel besser machen als die bisherigen, sondern daran, dass sie noch kaum jemand nutzt. -
Re: Kryptowährungen unbrauchbar
Autor: Prof.Dau 12.03.22 - 10:38
plan_b schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Was hier gemein ist, ist dass Salden auf Cryptobörsen, die noch nicht
> ausgezahlte wurden, gesperrt werden sollen.
>
> Wer so bequem (oder dumm) ist, seine Cryptos von einer dritten Partei
> verwaltet zu lassen, muss immer damit rechnen, nicht mehr an seine Guthaben
> zu kommen. Wenn man seine Cryptos dagegen auf einem persönlichem Wallet
> (Bitbox, Ledger, Electrum etc.) verwaltet, dann ist man vor der
> Konfiszierung durch staatliche Stellen relativ geschützt.
>
> Cryptos auf einem persönlichem Wallet sind vergleichbar mit Bargeld oder
> physisch gehaltenen Edelmetallen. Cryptos auf Konten von Börsen sind
> vergleichbar mit Bankguthaben oder Edelmetall-ETFs, diese beinhalten immer
> ein Gegenparteirisiko.
Sobald.du aber aus dem btc wieder einen Dollar machen willst wird es kompliziert. Vor allem wenn es um hohe sechstellige und größere summen geht.



