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Da fragt man sich doch...

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  1. Da fragt man sich doch...

    Autor: monosurround 10.01.17 - 01:44

    ...wie es in 10 oder 20 Jahren um Unternehmen wie Google, Microsoft, FB und Co. steht, denen wir heute so leichtfertig unsere Daten in den Rachen werfen. Daten in einer ungeahnten Qualität. Weil die ja so "sicher sind bei so Big Playern" wie ich gerade auf mobilegeeks wieder lesen musste...

  2. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: Legacyleader 10.01.17 - 02:34

    Erster Schritt wäre ja sich keine Accounts zu machen... Niemand zwingt dich dazu Google oder Facebook zu nutzen. Es gibt genug alternativen!

  3. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: divStar 10.01.17 - 02:40

    @Legacyleader: jup.. es gibt Alternativen bei Smartphones: Android, WP oder Apple.. oh wait.

    Sailfish / Ubuntu usw. könnten genau so Daten "mitnehmen" - niemand würde es wirklich bemerken und kennen tut man es ja nicht anders. Insofern: es gibt keine Alternativen.

    Die einzige Alternative ist eben zu versuchen möglichst nichts, was einen erpressbar machen würde, über diese Dienste abzuwickeln (wobei auch das leichter gesagt als getan ist).

    Die einzige echte Alternative ist es ältere "nicht-smart"-Geräte oder ähnliche neue Geräte zu nutzen oder sich etwas eigenes zu überlegen - was aber SEHR schwer und aufwendig sein dürfte, denn oftmals werden Daten auf Kernel-Niveau abgegriffen, geloggt und an die Hersteller versendet. Ich finde es widerlich und den Menschen, die so etwas unternehmensintern verfügt haben, würde ich nicht einmal wenn diese obdachlos wären, helfen - aber mir helfen tut das nicht.

    Eine andere Möglichkeit wäre es deren Systeme vorzugsweise mit Falschdaten zu fluten, sodass die echten Daten schlicht untergehen. Aber dagegen werden die sich wehren (immerhin haben sie Kapital) und es wird zum Katz&Maus-Spiel werden (bestenfalls).

    Ergo: Verzicht oder alte Technik, die noch zu dumm war, um mit zu hören und an Fremde bedingungslos weiter zu geben. Übrigens: ich vertraue keinem Unternehmen - nicht nur den Großen nicht, sondern auch den kleinen Unbekannten.

  4. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: amagol 10.01.17 - 02:54

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die einzige Alternative ist eben zu versuchen möglichst nichts, was einen
    > erpressbar machen würde, über diese Dienste abzuwickeln (wobei auch das
    > leichter gesagt als getan ist).

    Das es schwer waere nichts was einen erpressbar macht auf Facebook oder sonstwo im Internet zu machen halte ich dann doch fuer ein Geruecht.
    Nur so aus Interesse - was macht man denn so ueblicherweise dort? Mit Pornografie oder merkwuerdigen politischen Ansichten ist man ja heutzutage wohl kaum noch zu erpressen, oder?

  5. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: Moe479 10.01.17 - 03:19

    Aber natürlich doch .... Sie haben auf Facebook verbreitet, dass ... so etwas machen wir uns nicht zu eigen ... damit sind sie für uns untragbar geworden ...

    Wenn man jemanden loswerden möchte braucht man nur zu suchen ... so etwas beendet nach wie vor Karieren ... und Politik ist ein schmutziges Geschäft ...

    Wenn jemand Dich heute diskreditieren möchte braucht er z.b. nur ins Golem-Forum zu gehen um zu zeigen wie naiv Du bist, als Sicherheitsberater für den Netzauftritt hättest Du heute schon verloren ...

    Früher war das nicht noch zusätzlich auf zich Servern/Archiven gesichert wiederholbar ... Du brauchtest schon zumindest das eine belastende Dokument oder glaubhafte Zeugen, Papier konnte verbrannt werden, und Zeugen verschwanden ... ;-)



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 10.01.17 03:34 durch Moe479.

  6. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: Apfelbrot 10.01.17 - 03:25

    monosurround schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...wie es in 10 oder 20 Jahren um Unternehmen wie Google, Microsoft, FB und
    > Co. steht, denen wir heute so leichtfertig unsere Daten in den Rachen
    > werfen. Daten in einer ungeahnten Qualität. Weil die ja so "sicher sind bei
    > so Big Playern" wie ich gerade auf mobilegeeks wieder lesen musste...

    Nur dass Yahoo bereits seit gut 20 Jahren ein Wackelkandidat ist der es nur durch pure Penetranz schaffte noch am Markt zu bleiben. Toolbar hier, toolbar dort.
    Dagegen ist die gesammelte Nervigkeit der 10 größten Firmen in diesem Sektor noch blas.

    Nutz halt keine Angebote von irgendwelchen Firmen wenn du so viel Angst hast. So einfach ist die Lösung deines Problems.

  7. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: Legacyleader 10.01.17 - 03:45

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @Legacyleader: jup.. es gibt Alternativen bei Smartphones: Android, WP oder
    > Apple.. oh wait.
    >
    > Sailfish / Ubuntu usw. könnten genau so Daten "mitnehmen" - niemand würde
    > es wirklich bemerken und kennen tut man es ja nicht anders. Insofern: es
    > gibt keine Alternativen.
    >
    > Die einzige Alternative ist eben zu versuchen möglichst nichts, was einen
    > erpressbar machen würde, über diese Dienste abzuwickeln (wobei auch das
    > leichter gesagt als getan ist).
    >
    > Die einzige echte Alternative ist es ältere "nicht-smart"-Geräte oder
    > ähnliche neue Geräte zu nutzen oder sich etwas eigenes zu überlegen - was
    > aber SEHR schwer und aufwendig sein dürfte, denn oftmals werden Daten auf
    > Kernel-Niveau abgegriffen, geloggt und an die Hersteller versendet. Ich
    > finde es widerlich und den Menschen, die so etwas unternehmensintern
    > verfügt haben, würde ich nicht einmal wenn diese obdachlos wären, helfen -
    > aber mir helfen tut das nicht.
    >
    > Eine andere Möglichkeit wäre es deren Systeme vorzugsweise mit Falschdaten
    > zu fluten, sodass die echten Daten schlicht untergehen. Aber dagegen werden
    > die sich wehren (immerhin haben sie Kapital) und es wird zum
    > Katz&Maus-Spiel werden (bestenfalls).
    >
    > Ergo: Verzicht oder alte Technik, die noch zu dumm war, um mit zu hören und
    > an Fremde bedingungslos weiter zu geben. Übrigens: ich vertraue keinem
    > Unternehmen - nicht nur den Großen nicht, sondern auch den kleinen
    > Unbekannten.

    Deshalb benutze ich vorzugsweise AOSP Roms ohne Google Apps... Und ja du hast recht die kleinen sind nicht zu unterschätzen in ihrer Datensammelwut. Dating Apps fallen mir da ein... bei den AGBs bekommen ich das kotzen

  8. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: longthinker 10.01.17 - 06:24

    Apfelbrot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nutz halt keine Angebote von irgendwelchen Firmen wenn du so viel Angst
    > hast. So einfach ist die Lösung deines Problems.

    Kommentare wie diesen halte ich für ungefähr so intelligent, wie die Empfehlung, nicht mehr zu atmen, um nicht an Luftverschmutzung zu sterben. (Was immerhin einigen 10Tsd pro Jahr in D passiert, bzw. einigen Millionen weltweit.)

    Einfach ist hier nur eines: Die Erkenntnis, dass es für dieses Problem KEINE einfache Lösung gibt. Sich Gedanken machen, wie der TE, ist sicherlich nicht der schlechteste Ansatz mit dieser Situation umzugehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.01.17 06:26 durch longthinker.

  9. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: Moe479 10.01.17 - 07:03

    mit nem genutztem öpnv ticket trifftst mehr echte menschen, ka warum die nicht damit werben, u-bahn-fahren hilft gegen einsamkeit ... ok-ok, nicht so ... dhl hat auch mehr bandbreite als das internet ... und scheibens nicht gekonnt aufs lieferfahrzeug, vollidioten ... die glauben nicht einmal an sich selber!

  10. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: John2k 10.01.17 - 07:06

    monosurround schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...wie es in 10 oder 20 Jahren um Unternehmen wie Google, Microsoft, FB und
    > Co. steht, denen wir heute so leichtfertig unsere Daten in den Rachen
    > werfen. Daten in einer ungeahnten Qualität. Weil die ja so "sicher sind bei
    > so Big Playern" wie ich gerade auf mobilegeeks wieder lesen musste...

    Nichts wird sein. Das Leben geht stets immer weiter. Wenn man solche Angst davor hat, kauft man sich einfach ein neues Telefon, zieht um und meldet sich überall neu an. Schon wissen die gar nichts mehr.
    Ansonsten sammelt sich wieder eine riesige Datenblase an, die irgendwann zerplatzt, wenn die Werbemenschen erstmal merken, dass diese ganze Mist wertlos ist.

  11. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: johnripper 10.01.17 - 07:07

    Ich würde mich frei machen von dem Gedanken GAR keine Daten preis(zu)geben.
    Aber Satensparsamkeit tut es ja auch bspw keine Fotos/persönliche Daten auf iCloud, GoogleDrive, Dropbox & co. sondern auf ein eigenes NAS oder eigener Cloudserver. Bei FB nur ausgewählte (oder keine) Inhalte und wenn dann nur welche die die eben wirklich "public" sind.

    Es ist eben nicht schwarz/weiß. Man muss aber seben reflektieren und vor dem nächsten Post nachdenken, ob man das wirklich will.

  12. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: John2k 10.01.17 - 07:27

    johnripper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber Satensparsamkeit tut es ja auch bspw keine Fotos/persönliche Daten auf
    > iCloud, GoogleDrive, Dropbox & co. sondern auf ein eigenes NAS oder eigener
    > Cloudserver. Bei FB nur ausgewählte (oder keine) Inhalte und wenn dann nur
    > welche die die eben wirklich "public" sind.

    Die Frage ist wie bedeutend sind die Daten. Ist es wichtig, dass Facebook weiß, dass ich irgendwann im Urlaub sonstwo war? Ist es dramatisch, wenn Facebook ei Foto von mir hat?
    Es gibt Menschen, von denen so viel öffentliches Material(Serien/Filme) existiert und wie beeinflusst es sie?

  13. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: Anonymer Nutzer 10.01.17 - 07:48

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mit nem genutztem öpnv ticket trifftst mehr echte menschen, ka warum die
    > nicht damit werben, u-bahn-fahren hilft gegen einsamkeit ... ok-ok, nicht
    > so ... dhl hat auch mehr bandbreite als das internet ... und scheibens
    > nicht gekonnt aufs lieferfahrzeug, vollidioten ... die glauben nicht
    > einmal an sich selber!

    Da gibt es aber ein Latenzproblem ;).
    (Aber in der Tat - wenn man Daten zum Beispiel als Backup verschieben will ist eine Festplatte in der Post einfacher...)

  14. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: Anonymer Nutzer 10.01.17 - 08:03

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > johnripper schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Aber Satensparsamkeit tut es ja auch bspw keine Fotos/persönliche Daten
    > auf
    > > iCloud, GoogleDrive, Dropbox & co. sondern auf ein eigenes NAS oder
    > eigener
    > > Cloudserver. Bei FB nur ausgewählte (oder keine) Inhalte und wenn dann
    > nur
    > > welche die die eben wirklich "public" sind.
    >
    > Die Frage ist wie bedeutend sind die Daten. Ist es wichtig, dass Facebook
    > weiß, dass ich irgendwann im Urlaub sonstwo war? Ist es dramatisch, wenn
    > Facebook ei Foto von mir hat?
    > Es gibt Menschen, von denen so viel öffentliches Material(Serien/Filme)
    > existiert und wie beeinflusst es sie?

    Es macht Menschen vorhersehbar - möglicherweise auch erpressbar, die wenigsten wollen gläsernd sein.
    Dazu kommt auch dass man manche Informationen vielleicht gar nicht mehr erfragen will. Wird jemand der zum Beispiel an einem medizinischen Problem interessiert ist dieses Googlen wenn das Risiko besteht dass dann die Kosten für die eigene Krankenversicherung steigen?
    Wird man die eigene Meinung öffentlich kundtun wenn man befürchtet für diese stigmatisiert zu werden? Wenn früher jemand demonstrieren ging, war diese Person anonym (Identifizierung durch Freunde oder eine Personenkontrolle durch die Polizei einmal ausgenommen), heute?
    Dazu kann es auch schnell zu falschen Rückschlüssen kommen.

    Wenn die lokalen Nationalisten durch die Straße marschieren (egal in welchem Land) und jemand die eingeloggten Geräte abfragt (wie damals in Berlin) könnten Sie schnell als Sympathisant einer solchen Bewegung gelten (Sie waren ja "da") obschon Sie nur Ihren Verwandten/etc. besucht haben.
    Das Risiko besteht nicht direkt in den Daten selsbt sondern in deren Analyse und Interpretation.

    Und teilweise sind die Effekte auch gegenläufig:
    https://www.theguardian.com/society/2012/oct/30/cctv-increases-peoples-sense-anxiety
    https://www.theguardian.com/science/head-quarters/2015/mar/18/the-psychology-of-mass-government-surveillance-how-do-the-public-respond-and-is-it-changing-our-behaviour

  15. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: SonArc 10.01.17 - 08:13

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nichts wird sein. Das Leben geht stets immer weiter. Wenn man solche Angst
    > davor hat, kauft man sich einfach ein neues Telefon, zieht um und meldet
    > sich überall neu an. Schon wissen die gar nichts mehr.
    Nicht zu vergessen:
    Gesamter Bekanntenkreis austauschen. - Wenn einer meine neue Telefonnummer in einem zu Google und Whatsapp synchronisierten Kontakt editiert, können die ganz schnell wieder einen Bezug zu den alten Daten herstellen. Selbst wenn mein neues Telefon keine "smarten" Funktionen hat.
    In der Praxis wird es aber wohl nicht bei nur einem editierten Kontakt-Eintrag bleiben, somit können die wohl recht sicher von einem Nummerntausch ausgehen.

    Generell aber ein sehr spannendes Thema. Selbst Datensparsamkeit hilft kaum noch weiter, solange deine Freunde dafür sorgen, dass die Unternehmen mit Deinen Daten gefüttert werden.

  16. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: John2k 10.01.17 - 08:38

    DetlevCM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es macht Menschen vorhersehbar - möglicherweise auch erpressbar, die
    > wenigsten wollen gläsernd sein.
    > Dazu kommt auch dass man manche Informationen vielleicht gar nicht mehr
    > erfragen will. Wird jemand der zum Beispiel an einem medizinischen Problem
    > interessiert ist dieses Googlen wenn das Risiko besteht dass dann die
    > Kosten für die eigene Krankenversicherung steigen?

    Jetzt ist es halt so, dass die Versicherung ihre eigenen Datensätze auswertet und daraus auf alle rückschließt. Ob das nun besser ist.

    Auch kann es dir passieren dass man dich als Unbeteiligter bei einer Demo mit festnimmt. Wenn du halt nicht weiter auffällig bist, dann wirst du da auch kaum in Verdacht geraten.

    Die Möglichkeiten sind da und werden auch nicht mehr verschwinden.

    Entweder man ist Teil dieser Gesellscahft oder wird zum Einsiedler.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.01.17 08:39 durch John2k.

  17. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: Anonymer Nutzer 10.01.17 - 08:53

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DetlevCM schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es macht Menschen vorhersehbar - möglicherweise auch erpressbar, die
    > > wenigsten wollen gläsernd sein.
    > > Dazu kommt auch dass man manche Informationen vielleicht gar nicht mehr
    > > erfragen will. Wird jemand der zum Beispiel an einem medizinischen
    > Problem
    > > interessiert ist dieses Googlen wenn das Risiko besteht dass dann die
    > > Kosten für die eigene Krankenversicherung steigen?
    >
    > Jetzt ist es halt so, dass die Versicherung ihre eigenen Datensätze
    > auswertet und daraus auf alle rückschließt. Ob das nun besser ist.
    >
    > Auch kann es dir passieren dass man dich als Unbeteiligter bei einer Demo
    > mit festnimmt. Wenn du halt nicht weiter auffällig bist, dann wirst du da
    > auch kaum in Verdacht geraten.
    >
    > Die Möglichkeiten sind da und werden auch nicht mehr verschwinden.
    >
    > Entweder man ist Teil dieser Gesellscahft oder wird zum Einsiedler.

    Das ist so korrekt - aber gleichzeitig stark vereinfacht.
    Das Problem der digitalen Datelsammelwut ist das eben uneingeschränkt gesammelt wird. Um bei dem Verweis auf eine Demonstration zu bleiben: wenn Sie sich in einem Haus an einer Straße befinden auf der eine Demonstration stattfindet, werden Sie im Normalfall nie beachtet werden - es sei denn jemand wirft zum Beispiel Steine aus der Etage auf der sie sich aufhalten auf die Demonstration herab.
    Sonst muss man sich schon aktiv auf der Straße befinden um eventuell von den Behörden erfasst zu werden - durchaus wenn man Pech hat unbeteiligt als Fußgänger wie Sie korrekt anmerken. Diese Filterung findet aber zum Beispiel bei einer Abfrage der eingeloggten Telefone in einer Funkzelle nicht statt - die bloße Anwesenheit in der Funkzelle reicht aus.

    Das Risiko mit einer Demonstration in Verbindung gesetzt zu werden kann man zum Beispiel dadurch verringern dass man zum Beispiel eine Route auf der eine Demonstration stattfindet meidet.

    Und was heißt auffällig?
    https://www.theguardian.com/books/2016/aug/04/british-woman-held-after-being-seen-reading-book-about-syria-on-plane
    https://www.theguardian.com/us-news/2016/may/07/professor-flight-delay-terrorism-equation-american-airlines

  18. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: nicoledos 10.01.17 - 10:07

    Einerseits könnte es relevant werden, wenn jemand in bestimmten Regionen im Urlaub ist.

    In bestimmten Situationen könnte auch dein Kontaktnetzwerk relevant sein. Man sehe sich an, was in der Türkei momentan abläuft. Nur weil man bestimmte Leute kennt oder sich in einer Szene aufhält könnte man als Staatsfeindlich eingestuft werden. Aus den Kontakten ließen sich auch Spitzel gegen dich rekrutieren. Oder du als Spitzel gegen andere. Klar du könntest eine Zusammenarbeit verweigern. Aber willst du, dass deine Freundin ihren Job verliert, deine Kinder nicht studieren können... ?

    Selbst wenn jemand nicht direkt angreifbar ist findet man über die Interessen eine Hebel leicht Kontakt zu knüpfen.

    Oder mal ganz harmlos. Du warst zur falschen Zeit am falschen Ort und kommst unschuldig in eine Ermittlung. Noch bevor die Polizei bei dir Klingelt veröffentlicht die Bildzeitung eine Story aus deinem Facebookprofil und veröffentlicht dies inkl. Foto und Name. Dein Foto ist auch auf einem Swingerportal? Viel Spass beim nächsten Einkauf.

    Klar, man kann die modernen Plattformen vermeiden. Nur begibt man sich heute privat gleichzeitig in eine soziale Isolation. Geschäftlich dienen die Dienste als Visitenkarte, Marketinginstrument und Kommunikationskanal zu Kunden. Wer sich geschäftlich g, fb & co verweigert ist bei einigen Zielgruppen nicht mehr existent.

  19. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: Trockenobst 10.01.17 - 10:35

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man jemanden loswerden möchte braucht man nur zu suchen ... so etwas
    > beendet nach wie vor Karieren ... und Politik ist ein schmutziges Geschäft

    "So, wir suchen jemanden der 100te von Leuten erpresst und ja, da werden jetzt ganz viele Gesetze gebrochen und für ein paar die die Firma einsteckt muss dann jemand vielleicht ein Jahrzehnt in den Knast? Wer meldet sich freiwillig?"

    Du musst mir erklären wie hier das Geschäftsmodel aussieht - 100 Jahre vor Gericht verbringen bringt kein Geld. Die großen Firmen haben andere Wege um systemisch viel viel mehr Geld zu machen. Das sind - nicht auffällig - kriminelle Syndikate.

    Wenn die Wikileaker und Hacker nichts aus den Billionen Yahoo Accounts raus pressen konnten, ist das Zeuch für den Zweck wertlos.

    Außerdem leben wir in einer Zeit, wo man mit Fake Accounts sowieso jeden abstrus-kriminellen Mist in die Welt blasen kann. Wen interessiert dann in zwei Jahren dass es dein Account war? "Ist doch nur eine andere Meinung!"

  20. Re: Da fragt man sich doch...

    Autor: Anonymer Nutzer 10.01.17 - 10:44

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Moe479 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn man jemanden loswerden möchte braucht man nur zu suchen ... so
    > etwas
    > > beendet nach wie vor Karieren ... und Politik ist ein schmutziges
    > Geschäft
    >
    > "So, wir suchen jemanden der 100te von Leuten erpresst und ja, da werden
    > jetzt ganz viele Gesetze gebrochen und für ein paar die die Firma
    > einsteckt muss dann jemand vielleicht ein Jahrzehnt in den Knast? Wer
    > meldet sich freiwillig?"
    >
    > Du musst mir erklären wie hier das Geschäftsmodel aussieht - 100 Jahre vor
    > Gericht verbringen bringt kein Geld. Die großen Firmen haben andere Wege um
    > systemisch viel viel mehr Geld zu machen. Das sind - nicht auffällig -
    > kriminelle Syndikate.
    >
    > Wenn die Wikileaker und Hacker nichts aus den Billionen Yahoo Accounts raus
    > pressen konnten, ist das Zeuch für den Zweck wertlos.
    >
    > Außerdem leben wir in einer Zeit, wo man mit Fake Accounts sowieso jeden
    > abstrus-kriminellen Mist in die Welt blasen kann. Wen interessiert dann in
    > zwei Jahren dass es dein Account war? "Ist doch nur eine andere Meinung!"


    Gerade Personen in exponierten Positionen, zum Beispiel in der Geschäftsführung können durchaus über kleinere Äußerungen von vor Jahrzehnten stolpern - da kann so eine Äußerung auch durchaus schlechter sein als Inkompetenz.
    Politiker werden ja mittlerweile als Clowns verstanden - vor dem Hintergrund nimmt man denen so etwas heute vielleicht etwas weniger übel, aber noch vor einigen Jahren könnte so manch eine jugendliche Eskapade auch da Karrieren beenden - was nicht passierte da die Daten einfach nicht vorrätig waren/sind.
    Was passiert ist, ist passiert - das war den Leuten damals vielleicht peinlich oder auch nicht, aber in den meisten Fällen passierte nichts weiter. (Solange kein Verbrechen inklusive einer Anzeige begangen wurde.)
    Heute? Wer weiß...

    Das das Privatleben eines Kassierers/einer Kassiererin in einem Supermarkt/Discounter irrelevant ist dürfte klar sein - außer die Person wird also Kandidat für die Filialleitung in Betracht gezogen, da könnte das wieder interessant sein.

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