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Anstatt Amazon zu bashen...

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  1. Anstatt Amazon zu bashen...

    Autor: g0r3 18.02.13 - 17:55

    ... könnten die Politiker die Zeitarbeit ja gerechter gestalten und Steuerschlupflöcher stopfen. Amazon und andere Unternehmen nutzt nur aus, was die Politik ihnen erlaubt.

  2. Re: Anstatt Amazon zu bashen...

    Autor: caso 18.02.13 - 18:00

    Genau, mit irgendeinem Gesetz soll wieder einmal die "freie" Wirtschaft noch mehr gegängelt werden. Wir haben ja noch nicht genug Gesetze und Regelungen.

  3. Re: Anstatt Amazon zu bashen...

    Autor: g0r3 18.02.13 - 18:32

    Tja, die Freiheit der Wirtschaft ist das Elend der Massen. Oder wünschst du dir die Zustände während der industriellen Revolution zurück? Da war die Wirtschaft noch nämlich frei.

    Witzig an der ganzen Sache ist, dass ich nur von einer fairen Behandlung der Leiharbeiter geaprochen habe. Schon traurig, wenn es Wirtschaft und Politik (bzw. deren Lakeien, die auf Golem posten) schon als Zumutung empfinden, wenn Menschen fair behandelt werden sollen.

  4. Re: Anstatt Amazon zu bashen...

    Autor: __destruct() 18.02.13 - 19:23

    Ich wünsche mir, dass sich Arbeitnehmer endlich als Teil des Marktes verstehen. Das haben sie mit Ausnahme von Selbstständigen noch nie getan. Meiner Meinung nach leiden die Bedingungen für Arbeitnehmer und die gesamte Wirtschaft zu einem signifikanten Anteil² daran, dass Arbeitnehmer ihre Position nicht vernünftig¹ vertreten.


    ¹ Mit "vernünftig" meine ich vernünftig. Das heißt u.A., dass Forderungen nicht – wie derzeit so oft bei Streiks – maßlos überzogen sein dürfen.

    ² "Nur" "zu einem signifikanten Anteil" deswegen, weil es politische Fehlregelungen (deren Intention es sogar oft ist, diese spezielle Situation zu verbessern) gibt, die weitaus dramatischere Folgen haben, als diese mangelhafte Marktauffassung, die die allermeisten Menschen besitzen und vertreten.

  5. Re: Anstatt Amazon zu bashen...

    Autor: Replay 18.02.13 - 19:55

    Es ist eine Frage der Unternehmensethik, ob es sein muß, jedes noch so winzige Steuerschlupfloch auszunutzen und die Mitarbeiter zu drangsalieren.

    Leider hat es sich noch kaum rumgesprochen, daß die Mitarbeiter das tragende Rückgrat eines jeden Unternehmens sind. Und daß die Leute ihre Lebenszeit für das Unternehmen hergeben. Beides schon alleine Gründe genug, die Mitarbeiter entsprechend zu entlohnen und das Arbeitsumfeld sehr human zu gestalten.

    So handhabe ich das zumindest. Und was kommt dabei raus? Der Laden geht wie die Sau, die Mitarbeiter stehen voll und ganz zum Unternehmen, ich kann mich zu 100 % auf die Leute verlassen. Und das gute Betriebsklima gibt's gratis dazu. Eigentlich einfach, oder?

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  6. Re: Anstatt Amazon zu bashen...

    Autor: AMD-Fan 18.02.13 - 20:15

    Ich finde das jetzige Bashing von Amazon sehr gut. Es wird dazu führen, das Amazon aus Sorge um sein Image seine Sklavenarbeiter...ähh Leiharbeiter nicht mehr so leicht schikanieren können wird.

    Das selbe war auch bei Apple und Foxconn der Fall. Hätte Apple keinen öffentlichen Druck seinerzeit bekommen, würden sie auch im schlimmsten Fall wie Samsung Kinderarbeiter beschäftigen oder Mitarbeiter giftigen Chemikalien aussetzen.

    Also bitte mehr davon...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.13 20:19 durch AMD-Fan.

  7. Re: Anstatt Amazon zu bashen...

    Autor: g0r3 18.02.13 - 20:20

    __destruct() schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich wünsche mir, dass sich Arbeitnehmer endlich als Teil des Marktes
    > verstehen. Das haben sie mit Ausnahme von Selbstständigen noch nie getan.
    > Meiner Meinung nach leiden die Bedingungen für Arbeitnehmer und die gesamte
    > Wirtschaft zu einem signifikanten Anteil² daran, dass Arbeitnehmer ihre
    > Position nicht vernünftig¹ vertreten.

    Wie sollen sie ihre Position vernünftig vertreten? In der Regel ist die Ware "Arbeitskraft" leichter zu ersetzen als ein Arbeitsplatz für den Arbeitnehmer. Schon mal gehört, dass ein Unternehmen zu einem Arbeitnehmer umziehen musste? Zudem haben Arbeitnehmer bei Gehaltsverhandlungen immer den Informationsnachteil, während sie vom Arbeitgeber locker flockig über den Tisch gezogen werden können. Es darf ja niemand über das Gehalt reden, nur der Arbeitgeber weiß wer wie viel verdient. Und da Vorgesetzte in der Regel schon mal eine gewisse Durchsetzungsfähigkeit bewiesen haben, ist es ja klar, aus welcher Richtung der Wind bei den Verhandlungen weht. Beim Unternehmer geht es auch selten um die Existenz, wenn ein möglicher neuer Mitarbeiter die Stelle nicht annimmt.

    Fluch und Segen des Durchschnitt ist es, dass die meisten Menschen dem Durchschnitt entsprechen. Und nur weil den meisten Menschen dem Durchschnitt entsprechen ihnen und (Gott sei Dank, man stelle sich die Welt vor) meist nicht die Ellbögen gegeben sind, sich bei Gehaltsverhandlungen gegen den Vorgesetzten entsprechend in die Waagschale zu werfen, muss man sie noch lange nicht ausbeuten. Ich bin für eine Tarifvertragspflicht in allen Unternehmen. Geht einigen Selbstdarstellern wohl gegen den Strich, insgesamt, würde es gerechter zugehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.13 20:33 durch g0r3.

  8. Re: Anstatt Amazon zu bashen...

    Autor: tfl 18.02.13 - 20:54

    @g0r3: genau. so. ist. es. Die Frage ist zu stellen, wann das deutsche Wahlvieh hierzu endlich mal eindeutig Stellung bezieht.

    Leiharbeiter müssten eigentlich deutlich teurer sein als fest angestellte Mitarbeiter. So wird nämlich ein Schuh draus. In Zeiten, in denen sie "nicht gebraucht werden" können sie sich nämlich dadurch, das sie früher deutlich mehr verdient haben, auch mal 3 Monate locker über Wasser halten ohne gleich zum Amt zu laufen und die Hosen herunterlassen zu müssen. Und das macht einen dann auch wirklich etwas unabhängiger gegenüber der Behördenwillkür ala HZ4.

    Und dann lese ich ich sowas wie "Der Wunsch der Kunden, eine unglaubliche Vielfalt an Waren möglichst über Nacht geliefert zu bekommen, hat Auswirkungen auf die Arbeitswelt."

    Das mag bis zu einem gewissen Teil stimmen, aber daraus folgt nicht, das diejenigen, die noch einen Job haben, sich wie Sklaven behandeln lassen müssen.

    Bleibt abschließend nur noch die Frage zu klären, wie es dazu kam, das Leiharbeit überhaupt legitimiert werden konnte. Achso, ja: Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.13 20:57 durch tfl.

  9. Re: Anstatt Amazon zu bashen...

    Autor: redwolf 18.02.13 - 21:15

    >Amazon und andere Unternehmen nutzt nur aus, was die Politik ihnen erlaubt.

    Genau das ist eine typische Lobbyistenverteidigungsrede, sie wird i.d.R. nur anders verpackt. Dann heist es: Wir als Unternehmen ACME haben die Vorwürfe des Brunnenvergiftens geprüft und als haltlos festgestellt. Bei allen unseren Vergiftungen haben wir uns stets im gesetzlichen Rahmen bewegt.

    Dabei wird unterschlagen, dass man Schlupflöcher in einer Gesetzgebung gezielt gesucht hat und durch rechtsverdreherei sich einen Vorteil verschafft hat, den der Gesetzgeber eigentlich unterbinden wollte.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.13 21:15 durch redwolf.

  10. Re: Anstatt Amazon zu bashen...

    Autor: theonlyone 18.02.13 - 21:20

    tfl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @g0r3: genau. so. ist. es. Die Frage ist zu stellen, wann das deutsche
    > Wahlvieh hierzu endlich mal eindeutig Stellung bezieht.
    >
    > Leiharbeiter müssten eigentlich deutlich teurer sein als fest angestellte
    > Mitarbeiter. So wird nämlich ein Schuh draus. In Zeiten, in denen sie
    > "nicht gebraucht werden" können sie sich nämlich dadurch, das sie früher
    > deutlich mehr verdient haben, auch mal 3 Monate locker über Wasser halten
    > ohne gleich zum Amt zu laufen und die Hosen herunterlassen zu müssen. Und
    > das macht einen dann auch wirklich etwas unabhängiger gegenüber der
    > Behördenwillkür ala HZ4.
    >
    > Und dann lese ich ich sowas wie "Der Wunsch der Kunden, eine unglaubliche
    > Vielfalt an Waren möglichst über Nacht geliefert zu bekommen, hat
    > Auswirkungen auf die Arbeitswelt."
    >
    > Das mag bis zu einem gewissen Teil stimmen, aber daraus folgt nicht, das
    > diejenigen, die noch einen Job haben, sich wie Sklaven behandeln lassen
    > müssen.
    >
    > Bleibt abschließend nur noch die Frage zu klären, wie es dazu kam, das
    > Leiharbeit überhaupt legitimiert werden konnte. Achso, ja: Wer hat uns
    > verraten? Sozialdemokraten.

    Das ist zu einfach es auf "Sozialdemokraten" zu schieben.

    Die Entwicklung zieht sich DEUTLICH länger als so eine Amtszeit und da machen im Prinzip alle Parteien mit.

    Am Ende zählt eben die Arbeitslosenquote, da steckt man die Leute in alle möglichen "maßnahmen" hauptsache die zählen in der Statistik nicht mit ; komplette Selbstbelügen und Verscheißeimern.


    Zähl die ganze Leute mal mit die in solchen "Maßnahmen" stecken und Löhne bekommen die trotzdem nicht reichen und TROTZDEM leistungen beziehen müssen, das sind für mich ALLES Arbeitslose, dann sind wir locker mal bei 20% und mehr "Arbeitslosen" , die einfach in der Statistik nicht mit angezeigt werden, weil man sich lieber vorhält man hätte beinahe "Vollbeschäftigung" (wer das Wort in den Mund nimmt gehört auch geschlagen, für Vollbeschäftigung gibt es garnicht genug Arbeitsplätze, so viele arbeiter braucht man in Deutschland einfach nicht, außer man besetzt jede Bürostelle doppelt).


    Leiharbeit muss teurer sein, da hast du sowas von Recht und jeder halbwegs normale Mensch versteht das sofort.

    Aber Leiharbeit ist eine geniale Sache für die Industrie.

    leute fest anzustellen ist eine teure Sache, die loszuwerden ist auch nicht einfach, gerade wenn man eine böse böse Gewerkschaft.

    Wenn man gut ausgebildete Leute viel billiger bekommt, nur her damit.

    Die "Informatik" Schiene läuft aufs gleiche raus.

    Es gibt mehr als genug Informatiker, die werden aber gerne so mies bezahlt, das diese Stellen nicht besetzt werden (oder man sucht einfach in einer region wo es keine gibt, da muss man eben auch mal paar ankarren aus dem Süden von Deutschland).


    Das wird sich aber echt nicht ändern, scheiß egal wer regiert, die arbeitslosenquote so massiv in eine REALISTISCHE höhe zu bringen, nur weil man seine Statistik nicht mehr fälschen kann wäre ja eine Katastrophe, das verantwortet einfach kein Politiker, den so ein Rückrad haben die nicht, da müsste man ja direkt zurücktreten.

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