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Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: nehana 22.06.20 - 12:45

    ...und was ich immer höchst interessant und lustig fand, dass quasi alle wesentlichen Grundlagen unserer heutigen Technologien, Betriebssysteme, Programmiersprachen, Funktionen, Soft- und Hardware, von jungen Leuten zwischen Mitte der 60er und Mitte der 80er geschaffen wurden, die nur mit wenigen Ausnahmen, praktisch dauerhaft bekifft waren wie die Blöden. Ich selbst habe etliche der heute Großen und Berühmten gekannt und die Anfänge vieler Dinge miterlebt, ach was könnte ich da alles erzählen... :)

  2. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: foho 22.06.20 - 13:07

    legen sie los, ich habe urlaub, ich brauche unterhaltung :)

  3. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: Mike LeBuchet 22.06.20 - 13:29

    -vv bitte. :)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.06.20 13:31 durch Mike LeBuchet.

  4. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: SchrubbelDrubbel 22.06.20 - 13:45

    Niklaus Wirth war sicher niemals bekifft.

  5. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: Mike LeBuchet 22.06.20 - 13:54

    Mir fiele nie ein, das zu behaupten.

  6. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: barforbarfoo 22.06.20 - 13:57

    SchrubbelDrubbel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Niklaus Wirth war sicher niemals bekifft.

    Pascal und Modula II nutzt heute kein Schwein mehr.

  7. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: SchrubbelDrubbel 22.06.20 - 14:38

    barforbarfoo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SchrubbelDrubbel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Niklaus Wirth war sicher niemals bekifft.
    >
    > Pascal und Modula II nutzt heute kein Schwein mehr.

    Träumer...

  8. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: demon driver 22.06.20 - 16:31

    Vor drei Jahren hab ich noch einen Mailserver im Produktivbetrieb gehabt, der in Modula-2 geschrieben ist und immer noch gepflegt wird. Ist natürlich eine Ausnahme – genau wie das Betriebssystem, auf dem er läuft (OS/2 bzw. eComStation bzw. ArcaOS) :-)

    Pascal dagegen, etwa in Gestalt von Delphi, ist dagegen ja fast noch Mainstream. Tatsache ist, dass Delphi speziell für die GUI-Entwicklung vor über 20 Jahren weiter war als alles, was ich von Java bis heute kennengelernt habe (bin da aber auch seit längerem nicht mehr wirklich im GUI-Bereich unterwegs; Frontends sind heute halt auch in meinem Umfeld fast ausschließlich Web-Frontends, ob mir das gefällt oder nicht).

  9. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: elgooG 22.06.20 - 16:45

    Ja, Delphi/Pascal läuft heute sogar als App auf iOS/Android. Die Gemeinde der Delphi-Entwickler mag zwar klein und vor allem alt sein, aber so bald stirbt die sicher nicht aus. Trotzdem fehlen viele Sprachkonzepte die man in C#/Java praktisch täglich verwendet und das strickte trennen von Deklaration und Implementierung selbst bei Variablen verlangt viel Geduld.

    An Unis und FHs ist Pascal/FreePascal ist es dafür genau deshalb noch immer für den Einstieg in das Programmieren ein beliebtes Instrument, weil es simpel zu verstehen ist und den Anwender zum strukturierten segmentieren des Codes zwingt.

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite

  10. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: elgooG 22.06.20 - 16:54

    Heute ist es nur in den wenigsten Unternehmen überhaupt denkbar, dass ein Entwickler genug Zeit hat oder gar Unternehmensressourcen für eigene Projekte anzufordern. Teilweise verlagern sich sogar Projekte weit in das was Freizeit sein sollte. Das die ausgebrannten Mitarbeiter dann keine Erfindungen mehr produzieren, aus denen Produkte werden könnten sollte klar sein. Ausgebrannte Zombies sind schon völlig normal geworden, vor allem wenn es keine Familie gibt für die man sich einfach Zeit einräumen muss und wo damit deutlich weniger Verständnis seitens der Kollegen da ist.

    Ich weiß nicht wie lange ich damals für zwei popelige Intel Xeon Phi Karten betteln musste, obwohl sie mir zusammen mit einem Freizeitpojekt viele Arbeiten deutlich erleichtert haben. Für die Anschaffung von Mac Pros und MacBook Pros für alle, ohne das ein Bedarf da wäre, war aber dann plötzlich wieder Geld da, weil die Chefetage auch welche haben wollte.

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite

  11. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: Mike LeBuchet 22.06.20 - 17:24

    barforbarfoo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Pascal und Modula II nutzt heute kein Schwein mehr.

    Zu Pascal haben andere bereits etwas geschrieben. Die Bordsoftware der Satelliten des russischen GLONASS ist in Modula-2 programmiert.

    http://www.kronos.ru/about/koltashev

  12. hmm..nichts anderes

    Autor: t_e_e_k 22.06.20 - 17:33

    elgooG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Teilweise verlagern sich sogar Projekte weit in das
    > was Freizeit sein sollte. Das die ausgebrannten Mitarbeiter dann keine
    > Erfindungen mehr produzieren, aus denen Produkte werden könnten sollte klar
    > sein. Ausgebrannte Zombies sind schon völlig normal geworden, vor allem
    > wenn es keine Familie gibt für die man sich einfach Zeit einräumen muss und
    > wo damit deutlich weniger Verständnis seitens der Kollegen da ist.

    Warum glauben Sie, wurde das System von Personen in ihren 20er entwickelt? Das Wissen war groß genug, die Freizeit wurde am Computer verbracht. Familie gab es nicht wirklich. Arbeiten "bis der Arzt kommt" fühlt sich halt nicht schlimm an, wenn es eigentlich das Hobby ist.

  13. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: caldeum 22.06.20 - 19:35

    Well... we're waiting :)

  14. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: schubumkehr 22.06.20 - 22:17

    elgooG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > An Unis und FHs ist Pascal/FreePascal ist es dafür genau deshalb noch immer
    > für den Einstieg in das Programmieren ein beliebtes Instrument, weil es
    > simpel zu verstehen ist und den Anwender zum strukturierten segmentieren
    > des Codes zwingt.

    Nein, vermutlich schon seit 20 Jahren nicht mehr. Programmierkenntnisse sind zumindest in der Informatik auch bei einem großteil Grundvorraussetzung.

  15. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: IchBIN 22.06.20 - 23:50

    Hach, gerade gestern kam in einer kleinen open source Community die Mitteilung von einem Mitglied: "Ich brauchte mal eine Auszeit von $großesSoftwareProjekt, deshalb gibts jetzt eine neue Version meiner $kleineOpenSourceAnwendung, da geht $brokenFeature nun wieder" .... ist also immer noch ganz genauso... Nur dass manche ihrer Kreativität dann eben im Privaten freien Lauf lassen, was heute möglicher denn je ist.

  16. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: demon driver 23.06.20 - 10:04

    schubumkehr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > elgooG schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > An Unis und FHs ist Pascal/FreePascal ist es dafür genau deshalb noch immer
    > > für den Einstieg in das Programmieren ein beliebtes Instrument, weil es
    > > simpel zu verstehen ist und den Anwender zum strukturierten segmentieren
    > > des Codes zwingt.
    >
    > Nein, vermutlich schon seit 20 Jahren nicht mehr. Programmierkenntnisse
    > sind zumindest in der Informatik auch bei einem großteil
    > Grundvorraussetzung.

    Im Ernst? Ich erinnere mich dunkel, dass es mal das Fach "praktische Informatik" gab, und da wurden am Anfang die Grundlagen der Programmierung vermittelt, eine Programmiersprache (bei mir tatsächlich Modula-2) und mit deren Hilfe dann sowas wie "Algorithmen und Datenstrukturen"... Passiert das heute nicht mehr?

  17. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: justanotherhusky 23.06.20 - 10:26

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schubumkehr schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > elgooG schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > > An Unis und FHs ist Pascal/FreePascal ist es dafür genau deshalb noch
    > immer
    > > > für den Einstieg in das Programmieren ein beliebtes Instrument, weil
    > es
    > > > simpel zu verstehen ist und den Anwender zum strukturierten
    > segmentieren
    > > > des Codes zwingt.
    > >
    > > Nein, vermutlich schon seit 20 Jahren nicht mehr. Programmierkenntnisse
    > > sind zumindest in der Informatik auch bei einem großteil
    > > Grundvorraussetzung.
    >
    > Im Ernst? Ich erinnere mich dunkel, dass es mal das Fach "praktische
    > Informatik" gab, und da wurden am Anfang die Grundlagen der Programmierung
    > vermittelt, eine Programmiersprache (bei mir tatsächlich Modula-2) und mit
    > deren Hilfe dann sowas wie "Algorithmen und Datenstrukturen"... Passiert
    > das heute nicht mehr?

    Also ich hab 2008 den Bachelor Studiengang IT Security begonnen (in Österreich). Pascal und Konsorten waren kein Thema mehr, aber C und Assembler wurden gelehrt um ein Grundverständnis für Programmiersprachen zu bekommen (auch im Hinblick auf Reverse Engineering) . Es gab glaub ich sogar ein Fach das sich Algorithmen und Datenstrukturen nannte.

    Später kamen dann noch in Auszügen Java und C++ hinzu. Skriptsprachen wie Python hat sich jeder selber beigebracht nebenbei.

    Javascript gabs auch aber nur im Hinblick auf die Sicherheitsrelevanten Aspekte.

    C# und Java im Detail waren dann eher ein Thema bei den Software Engineering Leuten.

    Edit:

    Am Gymnasium von 2004-2008 haben wir aber tatsächlich noch Delphi/Pascal verwendet. Lag wohl auch daran, dass mein Professor damals schon knapp 60 Jahre Alt war.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 23.06.20 10:31 durch justanotherhusky.

  18. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: demon driver 23.06.20 - 16:38

    justanotherhusky schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > schubumkehr schrieb:
    > > ---------------------------------------------------------------------------
    > > > elgooG schrieb:
    > > > ---------------------------------------------------------------------------
    > > > > An Unis und FHs ist Pascal/FreePascal ist es dafür genau deshalb
    > noch
    > > immer
    > > > > für den Einstieg in das Programmieren ein beliebtes Instrument, weil
    > > es
    > > > > simpel zu verstehen ist und den Anwender zum strukturierten
    > > segmentieren
    > > > > des Codes zwingt.
    > > >
    > > > Nein, vermutlich schon seit 20 Jahren nicht mehr.
    > Programmierkenntnisse
    > > > sind zumindest in der Informatik auch bei einem großteil
    > > > Grundvorraussetzung.
    > >
    > > Im Ernst? Ich erinnere mich dunkel, dass es mal das Fach "praktische
    > > Informatik" gab, und da wurden am Anfang die Grundlagen der
    > Programmierung
    > > vermittelt, eine Programmiersprache (bei mir tatsächlich Modula-2) und
    > mit
    > > deren Hilfe dann sowas wie "Algorithmen und Datenstrukturen"... Passiert
    > > das heute nicht mehr?
    >
    > Also ich hab 2008 den Bachelor Studiengang IT Security begonnen (in
    > Österreich). Pascal und Konsorten waren kein Thema mehr, aber C und
    > Assembler wurden gelehrt um ein Grundverständnis für Programmiersprachen zu
    > bekommen (auch im Hinblick auf Reverse Engineering) . Es gab glaub ich
    > sogar ein Fach das sich Algorithmen und Datenstrukturen nannte.
    >
    > Später kamen dann noch in Auszügen Java und C++ hinzu. Skriptsprachen wie
    > Python hat sich jeder selber beigebracht nebenbei.
    >
    > Javascript gabs auch aber nur im Hinblick auf die Sicherheitsrelevanten
    > Aspekte.
    >
    > C# und Java im Detail waren dann eher ein Thema bei den Software
    > Engineering Leuten.
    >
    > Edit:
    >
    > Am Gymnasium von 2004-2008 haben wir aber tatsächlich noch Delphi/Pascal
    > verwendet. Lag wohl auch daran, dass mein Professor damals schon knapp 60
    > Jahre Alt war.

    Ok, danke! Das klingt jedenfalls gar nicht so völlig grundsätzlich verschieden von dem, was ich damals erlebt habe :-)

  19. Re: Was den wenigsten heute klar sein dürfte...

    Autor: 43rtgfj5 24.06.20 - 07:22

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schubumkehr schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Nein, vermutlich schon seit 20 Jahren nicht mehr. Programmierkenntnisse
    > > sind zumindest in der Informatik auch bei einem großteil
    > > Grundvorraussetzung.
    >
    > Im Ernst? Ich erinnere mich dunkel, dass es mal das Fach "praktische
    > Informatik" gab, und da wurden am Anfang die Grundlagen der Programmierung
    > vermittelt, eine Programmiersprache (bei mir tatsächlich Modula-2) und mit
    > deren Hilfe dann sowas wie "Algorithmen und Datenstrukturen"... Passiert
    > das heute nicht mehr?

    Kann ich auch nicht bestötigen. Also dass Programmierkenntnisse irgendeine Voraussetzung wären.
    90% der Informatikstudenten im ersten Semester haben noch nie eine Kommandozeile gesehen, die wenigsten wissen auch was ein Compiler übrhaupt im groben ist. Bis die in der Vorlesung mal so weit sind, ein Hello World in Java auszugeben...
    Ich will da nicht pauschal sagen, dass niemand Vorwissen hat. Es ist aber, zumindest am Campus wo ich bis vor kurzem war, definitiv nicht so.

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