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Sorry, aber das ist gelogen

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  1. Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: /mecki78 21.02.19 - 10:31

    Da Uploadfilter nirgendwo im Richtlinienvorschlag vorkommen, stimmt die Union eben nicht für Uploadfilter, wenn sie für diesen Vorschlag stimmt und hat somit auch nicht den Koalitionsvertrag gebrochen. Die Richtlinie fordert kein Uploadfilter, PUNKT! Wer glaubt da irgendwo Uploadfilter hinein interpretieren zu können, der kann auch rosa Einhörner da hinein interpretieren, aber bei einem Gesetz geht es darum, was da steht und nicht darum, was da nicht steht oder was irgendwer glaubt irgendwie daraus konstruieren zu können.

    /Mecki

  2. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: Tantalus 21.02.19 - 10:53

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Richtlinie
    > fordert kein Uploadfilter, PUNKT!

    Ich fordere auch keinen Mecki-Filter. Ich fordere nur, dass Nutzer, denen Pseudonym mit "/" anfängt und mit "78" endet, mittels geeigneter technischer Maßnahmen aktiv an der Verbreitung geistiger Ergüsse gehindert werden.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  3. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: /mecki78 21.02.19 - 10:57

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich fordere auch

    Hast du auch was sinnvolles beizutragen oder postest du nur Unfug aus Langeweile und wenn ja, warum? Was beabsichtigst du damit, außer dass man dich hier verspottet und künftig nicht mehr ernst nimmt?

    /Mecki

  4. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: Tantalus 21.02.19 - 11:00

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hast du auch was sinnvolles beizutragen oder postest du nur Unfug aus
    > Langeweile und wenn ja, warum? Was beabsichtigst du damit, außer dass man
    > dich hier verspottet und künftig nicht mehr ernst nimmt?

    Ich will Dir nur klarmachen, dass auch wenn das Wort "Uploadfilter" nirgends im Gesetzestext auftaucht, es letztendes eben *DOCH* auf Uploadfilter hinausläuft.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  5. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: Jürgen Troll 21.02.19 - 11:08

    Siehe Golem News von vor ein paar Tagen:

    Der niedersächsische CDU-Vorsitzende Bernd Althusmann hatte bereits am 14. Februar getwittert: "Im Koalitionsvertrag haben sich CDU/CSU und SPD gegen Uploadfilter ausgesprochen. Diese würden das Internet, wie wir es heute kennen, grundlegend verändern. Für mich hat die Meinungsfreiheit Vorrang. Es ist nicht zu spät, die EU-Urheberrechtsreform in dieser Form zu stoppen!" Der Verhandlungsführer im Europaparlament, Axel Voss (CDU), beschimpfte seinen Parteikollegen dafür umgehend mit den Worten: "Schön, dass Sie Eigentumsrechte in den Dreck treten ... das wird unsere Kreativen freuen ... zumal wir gar keine Filter im Text haben!! Bitte mal sich vorher kundig machen!" Auf dieses Argument erwiderte der FAZ-Journalist Hendrik Wieduwilt: "Uploadfilter steht genausowenig im Richtlinienentwurf wie das Wort 'Dieselfahrverbot' in der Straßenverkehrsordnung. Gesetzgebung ist ein Tickchen komplizierter als Bingo."

    https://www.golem.de/news/uploadfilter-eu-kommission-bezeichnet-reformkritiker-als-mob-1902-139435.html

  6. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: Tantalus 21.02.19 - 11:24

    Und passend dazu gerade reingekommen:

    Für den Fall, dass die Plattform keine Lizenz erhält oder, was oftmals in dem audiovisuellen Bereich der Fall ist, wo von vornherein eigentlich keinerlei Autorisierung auch erfolgen wird, muss die Plattform erneut das Bestmögliche tun, damit diese Werke auf Grundlage der Informationen der Rechteinhaber erst gar nicht hochgeladen werden
    [www.golem.de]

    Also lieber Mecki, das also soll kein Uploadfilter sein, wenn der UPLOAD verhindert werden soll?

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  7. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: h4z4rd 21.02.19 - 11:57

    Ist doch egal wie sie es umschreiben, was sie umschreiben sind Uploadfilter, das hat auch nicht viel mit hereininterpretieren zu tun. Wie der Herr Voss immer sagt: "lesen Sie die Dokumente".

    Auch schön ist, wie sie in den Begründungen, wo ja eigentlich die Beweggründe für die Richtlinien aufgeführt sein sollten, die Richtlinien einfach nur wiederholt werden. Das lässt einige Fragen offen, aber nicht die ob es Upload filter geben soll oder nicht.
    Plattformen sollen Lizenzvereinbarungen schließen, ja mit wem denn? Ich habe auch mal ein Video bei YT hochgeladen, muss YT jetzt auch mit mir Liznezverhandlungen führen? Oder gilt das nur für Unternehmen die auch vorher die CDU für das Gesetz bezahlt haben? Müssen die Platformen versuchen die Lizenzen aktiv zu erwerben oder erst nach Kenntnisnahme?

  8. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: Olliar 21.02.19 - 12:42

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und passend dazu gerade reingekommen:
    >
    > Für den Fall, dass die Plattform keine Lizenz erhält oder, was oftmals in
    > dem audiovisuellen Bereich der Fall ist, wo von vornherein eigentlich
    > keinerlei Autorisierung auch erfolgen wird, muss die Plattform erneut das
    > Bestmögliche tun, damit diese Werke auf Grundlage der Informationen der
    > Rechteinhaber erst gar nicht hochgeladen werden
    > www.golem.de
    >
    > Also lieber Mecki, das also soll kein Uploadfilter sein, wenn der UPLOAD
    > verhindert werden soll?

    Und wie kann ich eigentlich prüfen, das da etwas verbotene "hochgeladen" wird,
    wenn ich vorher schon dafür sorgen soll, das es nicht hocheladen werden kann?
    Dann kann ich das nur in der Weise tun wie einst Amazon beim Buch 1984:
    Ich muß es auf der Platte des Users löschen!
    D.h.
    Ich muß an die Platte des Users kommen.
    Wie mache ich das?
    Ich biete ihm Cloud-Speicher an auf denen er seine "Ergüße" zuvor hoch laden muß,
    ehe er sie weiter zur Plattform scheiben darf.

    Hallo? Geht's noch?




    [1]https://www.spiegel.de/netzwelt/web/e-reader-kindle-amazon-loescht-digitale-exemplare-von-1984-a-637076.html

  9. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: franzropen 21.02.19 - 13:25

    Nur der Name "Uploadfilter" steht da nicht, die Beschreibung ist aber die eines Uploadfilters

  10. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: /mecki78 21.02.19 - 13:57

    h4z4rd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist doch egal wie sie es umschreiben,

    EU Richtlinien legen immer nur das WAS fest, also was passieren soll. EU Richtlinien legen nie das WIE fest, also wie es zu passieren hat. Das WIE legen entweder die Mitgliedsstaaten fest, wenn sie aus einer Richtlinie lokales Recht machen oder, falls diese das WIE auch offen lassen, dann legen das Gerichte fest, wenn sie entscheiden, ob das WIE einer Person oder eines Unternehmens dem geforderten WAS gerecht wird. Uploadfilter wären ein WIE.

    > Plattformen sollen Lizenzvereinbarungen schließen, ja mit wem denn?

    Artikel 13 sagt grundsätzlich nichts weiter als dass wer online Inhalte verbreitet, der haftet für diese Inhalte. Das ist offline nebenbei schon immer der Fall gewesen, ich wüsste nicht wo das offline nicht der Fall wäre. Und verbreiten tut die Inhalte nicht der Nutzer, der ein Video zu YouTube hochlädt, bzw. der verbreitet diesen Inhalt höchstens genau einmal beim Upload, sondern Verbreiten tut den Inhalt YouTube an Mio von Nutzern auf der Welt. YouTube macht sich den Inhalt zu eigen, sie sichern sich in der AGB Rechte daran, sie bewerben ihn, sie schalten Werbung davor und verdienen Geld damit... aber sie sollen nicht dafür haften? Klingt seltsam, weil wie gesagt, das gibt so sonst nirgendwo.

    Artikel 13 fordert aber nicht, dass irgendwer irgendwas tun muss, außer für die Inhalte zu haften. Artikel gibt Anbietern lediglich einen Weg sich dieser Haftung zu entledigen, sprich, wenn Anbieter bestimmte Vorgaben erfüllen, dann müssen sie nicht haften. Einen Ausweg, den es so offline meistens gar nicht gibt, weil da muss immer der Verbreiter haften, egal was er tut oder nicht tut, aber Schwamm drüber.

    > Ich
    > habe auch mal ein Video bei YT hochgeladen, muss YT jetzt auch mit mir
    > Liznezverhandlungen führen?

    Wenn du die Rechte an den Video hältst und sie zu YouTube hochlädt, damit YouTube sie für dich verbreitet, dann hast du YouTube bereits eine Lizenz gegeben das zu tun, siehe AGB. In diesem Fall greift Artikel 13 gar nicht, weil der ganze Artikel sich auf den Fall bezieht, dass ein Anbieter keine Lizenz hat.

    > Müssen die Platformen
    > versuchen die Lizenzen aktiv zu erwerben oder erst nach Kenntnisnahme?

    Solange ein Unternehmen davon ausgehen darf, dass es bereits eine Lizenz hat, warum sollte es versuchen müssen eine zu erwerben? YouTube darf laut AGB immer davon ausgehen eine Lizenz zu haben, wenn jemand dort ein Video hochlädt. Ausnahme ist nur, wenn der Uploader gar nicht die notwendigen Rechte an dem Video hält, um YouTube so eine Lizenz ausstellen zu dürfen (sprich: Ich lade ein Video hoch, das mir nicht gehört), was aber YouTube unmöglich wissen kann. Erst wenn YouTube weiß, dass sie keine Lizenz haben, müssen sie nachweisen, dass sie versucht haben, eine zu erwerben, was aber natürlich voraussetzt, dass YouTube weiß, wer die Rechte an diesen Video hält, weil mit unbekannt kannst du keine Lizenzverhandlungen führen.

    /Mecki

  11. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: /mecki78 21.02.19 - 13:58

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur der Name "Uploadfilter" steht da nicht, die Beschreibung ist aber die
    > eines Uploadfilters

    Nein, ist sie nicht. Hast du den Text überhaupt gelesen? Wenn ja, dann zitiere hier doch bitte mal die Stelle, von der du glaubst, dass sie eine Uploadfilter beschreibt. Das würde mich jetzt wirklich interessieren.

    /Mecki

  12. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: /mecki78 21.02.19 - 14:01

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich will Dir nur klarmachen, dass auch wenn das Wort "Uploadfilter"
    > nirgends im Gesetzestext auftaucht, es letztendes eben *DOCH* auf
    > Uploadfilter hinausläuft.

    Nur wenn die Unternehmen das wollen, weil was willst du sonst einen Unternehmen vorwerfen? Dass sie keinen Uploadfilter haben, der aber nirgendwo verlangt wird?

    Und dir ist schon bewusst, dass Plattformen wie YouTube bereits seit Jahren Uploadfilter einsetzen, ganz freiwillig und ohne dass das jemals ein Gesetz von denen gefordert hat.

    /Mecki

  13. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: /mecki78 21.02.19 - 14:22

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also lieber Mecki, das also soll kein Uploadfilter sein, wenn der UPLOAD
    > verhindert werden soll?

    Ja, weil das Zitat von dir auch Unfug ist. Nirgendwo in der Richtlinie steht, dass der Upload verhindert werden muss. Da steht, dass die Verbreitung verhindert werden muss, also der Download. Hochladen darf man erst einmal alles, denn solange nur du selber Zugriff auf die Daten hast, die du hochlädst, ist es ja wie Cloud Storage und gedeckt von der Privatkopie.

    Und wie du die Verbreitung verhinderst, wenn ein Rechteinhaber sagt "Ich will nicht, dass ihr mein ... verbreitet", das lässt dir die Richtlinie offen. Das ist wie wenn dein Nachbar sagt, du hast zu verhindern, dass deine Hunde in seinem Garten herum laufen und du sagst dann "Aha, also muss ich meine Hunde jetzt einsperren"; nun, das hast du gesagt. Der Nachbar hat nicht gefordert, dass du sie einsperrst, nur dass die sie von seinem Garten fernhalten musst. Die Wahl der Mittel ist zu 100% dir überlassen. Wenn du einen Weg findest, wie du sie frei herum laufen lassen kannst und sie dennoch aus diesem Garten fern bleiben, dann hast du damit die Forderung genauso erfüllt.

    Und es muss ja wohl möglich sein, dass ich von einem Content-Anbieter verlangen darf, dass er nicht ein Video, meine Musik oder meine Fotos/Bilder anbietet, wenn ich die Rechte daran habe und das nicht wünsche. Wie er jetzt sicherstellt, dass er meinen Wunsch nachkommt, dass ist ihm überlassen. Letztlich muss er ihm gar nicht nachkommen, denn Artikel 13 verlangt nicht, dass irgendwer überhaupt irgendwas tut. Artikel 13 besagt nur, wer das tut, der wird aus der Haftung entlassen, aber man muss ja nicht aus der Haftung entlassen werden. Offline müssen Verbreiter auch immer für alle Inhalte haften, die sie verbreiten, die können sich auch nicht irgendwie aus der Haftung heraus mogeln. Kommst du also meinen Wunsch nicht nach, dann musst du eben für etwaige Schäden haften.

    Und natürlich steht es einer Plattform frei sich etwaige Kosten von ihren Nutzern zurück zu holen, denn wenn die Plattform mit den Nutzer eine Vereinbarung trifft "Du darfst nur Inhalte hochladen, an denen du auch die Recht hältst" und der Nutzer das eben nicht macht, dann hat er gegen diese Vereinbarung verstoßen und daraus resultierende Schäden machen die Plattform schadensersatzberechtigt. Das hat dann rein gar nichts mit Urheberrecht oder Artikel 13 zu tun, sondern ist ganz normales Zivilrecht.

    Warum sollten Rechteinhaber im Internet der Quelle einer Verbreitung hinterherlaufen müssen, um diese dann für eine Verbreitung zu verklagen, die eigentlich gar nicht von der Quelle, sondern von einer Plattform vorgenommen wurde?

    Wegen den Provider Privileg? Das zählt hier nicht. Ein Provider leitet Daten nur durch, er ist weder Sender noch Empfänger dieser Daten und daher für den Inhalt der Daten nicht haftbar. Aber YouTube und Co leiten doch keine Daten durch. Beim Upload sind sie der Empfänger der Daten und beim Download sind sie der Sender der Daten.

    Außerdem wird ein Provider dafür bezahlt etwas zu tun (quasi eine "Auftragsarbeit"), aber YouTube und Co verdienen selber ihr Geld indem sie eben aktiv Inhalte verbreiten. Wie bitte kann jemand über die Verbreitung von Inhalten Geld verdienen, dann aber nicht für diese Inhalt haften müssen? Das wäre so wie wenn ein Händler Waren verkauft, aber nicht für diese Waren haftet, denn er hat sie ja nicht hergestellt.

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.02.19 14:37 durch /mecki78.

  14. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: plutoniumsulfat 21.02.19 - 15:24

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie er jetzt sicherstellt, dass er meinen Wunsch nachkommt, dass
    > ist ihm überlassen. Letztlich muss er ihm gar nicht nachkommen, denn
    > Artikel 13 verlangt nicht, dass irgendwer überhaupt irgendwas tut. Artikel
    > 13 besagt nur, wer das tut, der wird aus der Haftung entlassen, aber man
    > muss ja nicht aus der Haftung entlassen werden. Offline müssen Verbreiter
    > auch immer für alle Inhalte haften, die sie verbreiten, die können sich
    > auch nicht irgendwie aus der Haftung heraus mogeln. Kommst du also meinen
    > Wunsch nicht nach, dann musst du eben für etwaige Schäden haften.

    Da liegt ja der Hund begraben: Den entstandenen Schaden wird man in den seltensten Fällen vom User eintreiben können, womit schon einige wenige Fälle ausreichen, um den Gewinn der Plattform vollständig zu vernichten. Gut, bei YT brauchts dafür ein paar mehr, aber da wird ja auch mehr hochgeladen.

    Faktisch läuft es daher auf Filter hinaus.

  15. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: plutoniumsulfat 21.02.19 - 15:25

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solange ein Unternehmen davon ausgehen darf, dass es bereits eine Lizenz
    > hat, warum sollte es versuchen müssen eine zu erwerben? YouTube darf laut
    > AGB immer davon ausgehen eine Lizenz zu haben, wenn jemand dort ein Video
    > hochlädt. Ausnahme ist nur, wenn der Uploader gar nicht die notwendigen
    > Rechte an dem Video hält, um YouTube so eine Lizenz ausstellen zu dürfen
    > (sprich: Ich lade ein Video hoch, das mir nicht gehört), was aber YouTube
    > unmöglich wissen kann. Erst wenn YouTube weiß, dass sie keine Lizenz haben,
    > müssen sie nachweisen, dass sie versucht haben, eine zu erwerben, was aber
    > natürlich voraussetzt, dass YouTube weiß, wer die Rechte an diesen Video
    > hält, weil mit unbekannt kannst du keine Lizenzverhandlungen führen.

    Nur steht EU-Recht (oder auch Landesrecht) über jeglichen AGB. Und genau das ist das Problem, YT weiß eben nicht, ob der Uploader die Rechte hat, muss im Zweifelsfall aber dennoch dafür haften.

  16. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: /mecki78 21.02.19 - 16:35

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur steht EU-Recht (oder auch Landesrecht) über jeglichen AGB.

    Das spielt hier keine Rolle. Die Richtlinie verlangt keine aktiven Handlung, die Richtlinie legt zuerst einmal nur fest, dass wer auch immer Inhalte online verbreitet, auch dafür haften muss, also ganz grundsätzlich und das ist auch sinnvoll, weil das offline schließlich auch überall schon immer der Fall war.

    Wenn ich sehe, dass YouTube meine Rechte verletzt, warum muss ich dann irgendwie heraus finden, von wem YouTube diese Inhalte hat? Ist mir doch so was von Schnuppe, woher sie die haben, alles was ich sehe ist das YouTube meine Rechte verletzt, also natürlich sollte YouTube dafür haften müssen. Also wende ich mich an YouTube. Wie die das dann intern mit ihrem Nutzer regeln, der die Inhalte hochgeladen hat, das ist doch nicht mein Problem. Warum sollte das mein Problem sein?

    Hier kommt dann aber die AGB zum tragen. Denn wenn die AGB besagt, dass ein Nutzer nur Inhalte hochladen darf, an denen er die Rechte hält und er das nachweislich nicht getan hat, dann hat er die AGBs verletzt und kann jetzt von YouTube für den einstanden Schaden haftbar gemacht werden. Das ist Zivilrecht und darauf hat Artikel 13 keinerlei Einfluss.

    Das worauf du dich beziehst sind die Ausnahmeregelungen, quasi ein vom Gesetzgeber geschaffenes Schlupfloch, wie sich ein Anbieter aus der Haftung befreien kann. Dieses Schlupfloch muss aber kein Anbieter Nutzer, er darf es lediglich nutzen, wenn er will. Und dort steht "Wenn du nachweisen kannst, dass du folgendes getan hast ... dann musst du ausnahmsweise nicht haften falls du zu unrecht Inhalte verbreitet hast" - letzter Satz impliziert bereits, dass du nicht erfolgreich sein musst, denn wärst du erfolgreich, dann gäbe es ja gar nichts wofür man haften müsste.

    Und hier steht nur, dass du versucht haben musst eine Lizenz zu erwerben und das hat YouTube und zwar über ihre AGB, denn dort steht drinnen (frei formuliert) "Wer Inhalte zu uns hochlädt, der überlässt uns eine Lizenz dafür" Das ist bereits ein Versuch. Nur wenn YouTube weiß, dass sie keine Lizenz haben, weil der Uploader ihnen gar keine hat geben können, weil das gar nicht seine Inhalte waren, nur dann müsste YouTube darüber hinaus aktiv werden, denn natürlich verlangt der Gesetzgeber nicht, dass du eine Lizenz für einen Inhalt erwerben musst, von dem du ausgehst, dass du bereits eine Lizenz hat. Leute, stellt doch bitte Gesetzgeber und Gerichte nicht immer als komplett verblödet da.

    /Mecki

  17. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: /mecki78 21.02.19 - 16:51

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da liegt ja der Hund begraben: Den entstandenen Schaden wird man in den
    > seltensten Fällen vom User eintreiben können,

    Warum nicht? Genau das wird doch aktuell von Urhebern auch verlangt. Plattformen können doch viel eher ihre User belangen als ich, wenn ich feststelle, das irgendwo meine Rechte verletzt werden und die Plattform dann sagt "Nicht unser Problem, wende dich an den Nutzer", was ich ja nicht einmal kann, weil im Zweifel weigert sich die Plattform auch noch mir dabei zu helfen:

    https://www.golem.de/news/illegale-youtube-uploads-eugh-soll-ueber-herausgabe-aller-nutzerdaten-entscheiden-1902-139544.html

    Dann muss halt YouTube in Zukunft die Identität von Uploadern feststellen lassen. Diese müssen sie ja nicht publik machen und mit Artikel 13 gibt es auch keinen Grund mehr, warum Rechteinhaber das fordern würden, aber dann sind halt Uploader nur noch gegenüber dem Netz, aber nicht mehr gegenüber YouTube anonym, damit YouTube sie im Falle eines Rechteproblems belangen kann.

    > Faktisch läuft es daher auf Filter hinaus.

    Filter befreien aber nur dann von der Haftung, wenn dein Rechteinhaber aktiv an dich heran getreten ist, von dir verlangt hat, dass du Inhalte nicht verbreitest und dir die dafür notwendigen Daten geliefert hat (so steht das wortwörtlich in der Richtlinie). Das heißt aber nicht im Umkehrschluss, wenn er das nicht getan hat, dann muss du grundsätzlich nicht haften, weil das steht da nicht.

    Da steht kurz und knapp zusammen gefasst:

    Anbieter müssen für Inhalte haften, die sie verbreiten, außer

    - sie haben sich bemüht eine Lizenz dafür zu bekommen (was automatisch voraussetzt, dass sie wussten, dass sie ein brauchen und wer der Rechteinhaber ist, an den sie sich wenden müssen!) und

    - sie habe ihr bestes versucht Inhalte nicht zu verbreiten, wenn deren Rechteinhaber an sie heran getreten ist, das gefordert hat und ihnen Daten geliefert hat, mit denen sie eine Verbreitung hätten verhindern können und

    - sie im Falle das man sie auf eine Unrechtmäßige Verbreitung aufmerksam gemacht hat, diese unverzüglich gestoppt haben.

    Mehr steht da eigentlich nicht und darüber regen sich alle auf. Dabei könnte man aus meiner Sicht die Ausnahmen auch einfach streichen.

    Anbieter müssen für Inhalte haften

    So, fertig. Warum bitte sollten sie nicht dafür haften müssen? Providerprivileg? Das sind keine Provider:

    https://forum.golem.de/kommentare/wirtschaft/eu-urheberrechtsreform-das-absolute-unverstaendnis-des-axel-voss/das-providerprivileg/124196,5303813,5303813,read.html#msg-body

    /Mecki

  18. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: Jürgen Troll 21.02.19 - 17:14

    Sorry, aber das ganze Blabla von /mecki78 ist wenig hilfreich. Im Endeffekt wird es auf Uploadfilter hinauslaufen, weil es sonst keinen anderen Weg gibt, dem Gesetz zu entsprechen. Mit den allseits bekannten und unverhältnismäßig krassen Nachteilen, die das bedeutet. Oder siehst du das anders?

  19. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: plutoniumsulfat 21.02.19 - 18:04

    Dann würde das bedeuten, dass die heutige Regelung schon ausreicht. Tut sie aber ganz offensichtlich nicht, von daher kann da schon was nicht stimmen.

    Wie oben schon oft dargelegt wurde: Das ist offline eben nicht der Fall. Die Zeitung mit den Kleinanzeigen haftet eben nicht, wenn einer der User Hehlerware vertickt. Wäre ja auch reichlich absurd, weil die Zeitung das nicht kontrollieren kann. Ergo würde sie dieses Angebot komplett einstellen.

  20. Re: Sorry, aber das ist gelogen

    Autor: /mecki78 21.02.19 - 19:28

    Jürgen Troll schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > weil es sonst keinen anderen Weg
    > gibt, dem Gesetz zu entsprechen.

    Du musst rein gar nichts tun, um den Gesetz zu entsprechen. Hast du denn meinen Post wieder nicht gelesen? Was verlangt das Gesetz von dir? Das verlangt rein gar nichts von dir. Das Gesetz bestimmt nur, dass online die gleichen Regeln gelten wie offline, nämlich der, der etwas verbreitet, der haftet dafür. Das was du als "verlangt" hinstellst, das ist ein Angebot, dass dir das Gesetz gemacht, ein Angebot, wie du dich aus der Haftung befreien kannst, was du aber nicht tun musst, weil offline kann das auch keiner und wir leben mehrere hundert Jahre damit und das war offline nie ein Problem. Offline muss jeder Inhalte prüfen, bevor er sie verbreitet und da gibt es auch keine Uploadfilter. Umgekehrt haben alle großen Plattformen schon seit Jahren genau solche Filter, ganz ohne dass irgend ein Gesetz das gefordert hätte.

    /Mecki

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