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Einen Vorteil hat das Theater ja

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  1. Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: urkel 05.03.19 - 13:52

    Meine Hoffnung: Jene junge Menschen, die bisher kein Interesse an Politik hatten, jetzt von ihren Youtubern aber darauf hingewiesen werden, was da gerade abgezogen wird - vielleicht VIELLEICHT politisieren die sich ja jetzt alle und machen schon bei der Europawahl ihr Kreuz bei Parteien, die zumindest ein gewisses Maß an Digitalkompetenz aufweisen.

    Unserer Demokratie würde das gut tun. Schade, dass seinerzeit der "Piraten-Effekt" so schnell verraucht ist - inzwischen scheinen die Altparteien wieder zu glauben, dass sie in Sachen Internet/IT einfach weiterwurschteln können wie bisher.

  2. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: Agina 05.03.19 - 14:40

    Auch wenn die Piraten sich mit Internet und IT auskannten, hatten sie in anderen Bereichen auch große Wissenslücken. Das ist den Wählern dann halt auch recht schnell klar geworden weshalb sie halt "weitergezogen" sind.

  3. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: flasherle 05.03.19 - 14:44

    das wäre deiner meinung nach welche parteien?

  4. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: Macros 05.03.19 - 15:18

    CDU/CSU und SPD zeigen hier gerade deutlich auf, dass sie Wissenslücken haben.

    Die europäischen Piratenparteien haben sich auf ein umfangreiches internationales Programm verständigt, das in vielen Punkten deutlich konkretere Lösungen vorschlägt als die anderen genannten Parteien. Wenn es große Wissenslücken gab, sind sie längst gestopft.

    Die Regierungsbeteiligung in NRW liegt um Jahre zurück und auch dort sind die Piraten durchweg positiv aufgefallen: https://correctiv.org/ruhr/2017/03/29/piraten-in-nrw-was-haben-sie-bewegt

    Die Wähler sind weitergezogen, weil die Medien persönliche Skandale von Mitgliedern zu Parteiskandalen aufgespielt haben, lange breitgetreten und dann plötzlich mit der Berichterstattung aufgehört haben. Ich habe noch nie inhalte Kritik an der Arbeit der Piraten gehört.

    Auch hier beim Thema Uploadfilter zeigen sich die Piraten wieder durchweg positiv und kompetent.

  5. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: teenriot* 05.03.19 - 15:23

    Bei den Piraten zieht die Nummer nicht, die Medien zum Sündenbock zu machen. Die Piraten wurden in den Medien deutlich überrepräsentiert, was stark beim Aufstieg hilft. Das hört man von Piraten selber. In einem Interview, meinte ein Pirat, dass der Medien-Hype so groß war, dass die Piraten selbst in Test-Sontagsumfragen in Österreich gut abschnitten, obwohl es die dort gar nicht gab.

  6. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: DerCaveman 05.03.19 - 15:49

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei den Piraten zieht die Nummer nicht, die Medien zum Sündenbock zu
    > machen. Die Piraten wurden in den Medien deutlich überrepräsentiert, was
    > stark beim Aufstieg hilft. Das hört man von Piraten selber.

    Später wurden sie IMHO nur noch als inkompetent für alles dargestellt.

  7. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: teenriot* 05.03.19 - 15:52

    Später gab es Probleme ja, die die Medien aber nun mal auch benennen dürfen und sollen, dazu sind sie doch da. Du erwartest doch nicht, dass die Medien Partei dadurch ergreifen, dass die Probleme totgeschwiegen werden, während die Piraten aufgrund derer selbst massenhaft die Partei verlassen.

  8. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: DerCaveman 05.03.19 - 15:57

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Später gab es Probleme ja, die die Medien aber nun mal auch benennen dürfen
    > und sollen, dazu sind sie doch da. Du erwartest doch nicht, dass die Medien
    > Partei dadurch ergreifen, dass die Probleme totgeschwiegen werden, während
    > die Piraten aufgrund derer selbst massenhaft die Partei verlassen.

    Ich erwarte, dass man nicht "basht".
    Andere Parteien hatten zu der Zeit auch Probleme, die nicht so breitgetreten wurden.

  9. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: teenriot* 05.03.19 - 16:09

    Ja es gibt Medien die bashen, die bashen aber reihum jeden bei Gelegenheit.
    Das sind aber nicht DIE Medien, aus denen sich Pauschalvorwürfe ableiten lassen.

    (Und dann gibt es natürlich noch politisch einseitig eingefärbte Medien, aber das ist eine andere Kategorie. Die schreiben auch Glatteis schön und Sonnenschein schlecht wenn's aus der "falschen"/"richtigen" Ecke kommt und zwar immer.)

  10. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: Macros 05.03.19 - 16:20

    Nur das es nicht Probleme der Piraten waren. In den Skandalen die von den Medien so verbreitet wurden ging es um Einzelpersonen, gegen die teils schon Parteiauschlussverfahren liefen, oder die sehr kurze Zeit darauf die Partei verliesen. Dennoch wurde Monate später noch groß das Parteilogo in den Nachrichtenartikeln dazu abgebildet.

    Ein kleines Beispiel aus der Zeit:
    Die WLAN-Störerhaftung Klage von Tobias Mc Fadden mit deutlicher Unterstützung (personell und finanziell) durch die Piraten. Hier hat sich der BR tatsächlich die Mühe gemacht einen Artikel zu schreiben in dem das Wort Piratenpartei nicht ein einziges mal fällt.
    https://web.archive.org/web/20170219225722/https://www.br.de/nachrichten/internet-stoererhaftung-justiz-100.html
    Der Spiegel erwähnt immerhin noch einmal im langen Text das Wort "Piratenpolitiker"
    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/wlan-hotspots-in-deutschland-eugh-urteil-zur-stoererhaftung-a-1112484.html

    Dem gegenüber ein Artikel über den Mord durch Gerwald Claus-Brunner:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gerwald-claus-brunner-ist-tot-a-1112970.html
    Bei selbigem Magazin wie oben findet man nun: Piraten in der Überschrift, Piraten-Artikelbild, sowie 13 Erwähnungen von Piraten im Text. Und das obwohl sein Mord und Selbstmord mit seiner Mitgliedschaft bei den Piraten nichts zu tun hat.

  11. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: Macros 05.03.19 - 16:26

    Die Piraten beweisen bei diesem Thema wieder deutlich ihre Digitalkompetenz.

    Sie haben den Text zu Uploadfiltern früh in der Gesetzgebung erkannt, veröffentlicht, und die Folgen aufzeigt, wenn der Artikel so umgesetzt wird. Leider wurde dann auch diese schlimmste Variante beschlossen. Diese Analysen wurden später auch durch den Medienanwalt Christian Solmecke bestätigt.

    Der aktuelle EU Spitzenkandidat hat sich mit zahlreichen weiteren Gesetzen fundiert auseinandergesetzt: http://www.patrick-breyer.de/?page_id=7

  12. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: teenriot* 05.03.19 - 16:39

    Wenn du beim BR-Artikel bemängelst, dass bei einem EuGH-Kläger, nicht die gesamte Unterstützung im Hintergrund mit aufgelistet wird, dann ist das etwas was du nicht nur dort und nicht nur bei dem Thema finden wirst. So eine Nichtigkeit als Beleg für eine mediale Benachteiligung der Piraten anzuführen ist absurd.

    Der erste Spiegel-Artikel erklärt nüchtern ein EuGH-Urteil und was es bedeutet.
    Das ist keine Homestory zu einem Verfahrensbeteiligten.
    Der Abschnitt zu dem Auslöser der Verhandlung besteht aus 3 Sätzen. Wie oft sol das Wort Piraten denn da vorkommen?

    Zum zweiten Spiegel-Artikel, Claus-Brunner war nicht irgendwer, sondern Piraten-"Prominenz". Das du so tust als gäbe es bei seiner Person keinen Pritatenkontext ist absurd. Nicht umsonst haben die Piraten auf den Fall entsprechend reagiert und dem Anführen dieser Reaktion ist nun mal auch unter anderem geschuldet, dass das Wort Piraten oft auftaucht. Im übrigen verliert der Artikel kein einziges schlechtes Wort über die Piraten.

    Insgesamt ist das mehr als dünn, was du hier als Beleg für eine Anti-Piraten-Kampagne DER Medien anführst.

  13. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: Macros 05.03.19 - 17:31

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ursula-von-der-leyen-heuert-berater-fuer-berateraffaere-an-a-1255769.html

    Dort fällt "CDU" ein mal. Weshalb nicht auch 13 mal, schließlich gehört Von der Leyen zu den prominentesten CDU Politikern schlechthin. Weshalb kein CDU Logo im Hintergrund, kein CDU in der Überschrift?

    Wieso werden hier die Unterstützerverbände prominent aufgezählt?
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ceta-aktivisten-reichen-verfassungsklage-mit-125-000-unterstuetzern-ein-a-1110284.html

    Ich kann dir unzählige weitere Beispiele in beide Richtungen geben, doch ich fürchte du wirst jedes als Einzelfall abtun. Bist du an einer ernsthaften Diskussion interessiert, nenne mir doch ein Gegenbeispiel aus der Zeit, wo positiv über die Piraten im Spiegel berichtet wird.

    Auch muss ich sagen, gerade das was du hier als selbstverständlich hinstellen willst ist fatal. Personengeschichten sollten nicht Parteien ausmachen, und politische Aktionen wie die Klage vor dem BGH sollten es.

  14. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: teenriot* 05.03.19 - 17:43

    Die Methodik, einzelne Artikel aus unterschiedlichen Medien, unterschiedlichen Themen, unterschiedlichen Artikelstilen gegeneinander auszuspielen ist nichts anderes als Quote-Crawling, der versuch aus dem kleinen heraus zu generalisieren, zu pauschalisieren und alles was der eigenen These widerspricht als nichtig vom Tisch zu fegen. Nicht sehr überzeugend

    Es überzeigt auch nicht, wenn du meinst der Pauschalvorwurf an DIE Medien ist gültig bis das Gegenteil bewiesen ist.

  15. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: MrAnderson 05.03.19 - 18:43

    Agina schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch wenn die Piraten sich mit Internet und IT auskannten, hatten sie in
    > anderen Bereichen auch große Wissenslücken. Das ist den Wählern dann halt
    > auch recht schnell klar geworden weshalb sie halt "weitergezogen" sind.

    Mein Eindruck ist eher, die wurden von der Presse schlecht geschrieben, so wie sie die AFD groß geschrieben haben.

    Die Piraten hatten die gleichen Startprobleme (Personaltechnisch) wie alle neuen Parteien. Ein Sammelsurium von Links bis Rechts. Die Grünen hatten am Anfang auch nur zu Öko und Frieden etwas zu sagen. Auch die AFD hat eigentlich nur ein Thema.

  16. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: MrAnderson 05.03.19 - 18:48

    Ja .. Piraten ... wobei ich letztes Mal Sonneborn (DiePartei) gewählt hab und sehr zufrieden mit seinem Abstimmverhalten bin ... nicht nur was Digitales betrifft. Bei mir wirds auf jeden Fall einer der beiden im Mai.
    Bei den Grünen sind leider zu viele CDUler am Start und seit Albrecht Minister in SH ist, haben die auch kaum mehr jemand der Netzkompetenz hat.

  17. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: teenriot* 05.03.19 - 18:59

    > Mein Eindruck ist eher, die wurden von der Presse schlecht geschrieben, so
    > wie sie die AFD groß geschrieben haben.

    Lol, bei der AFD sieht man das ganz anders.

    Zu den Piraten und die Medien-Verschwörung:

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-11/Piraten-Parteitag-Medien

  18. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: tibr0 05.03.19 - 19:07

    Die Politiker sind im Endeffekt nur die Puppen im Kasperletheater.

    Kleinere Entscheidungen auf Regionaler oder Kommunaler Ebene können Sie wohl treffen, da kann ein Politiker noch was machen.

    Bei größeren Entscheidungen jedoch sieht das anders aus da treffen andere Menschen die Wahl.
    Dies wird einem klar, wenn man sich mal mit dem Finanzsystem und der Geldverteilung auf der Welt befasst.

    Für mich ist von daher die Politik total uninterresant geworden. Um auch in der Zukunft zu überleben brauchen wir vorallem zuerst ein neues Finanz und Wirtschaftssystem. da kann kein Politiker der Welt was machen.

    Ein Wirtschaftsystem was auf endlosem Wachstum beruht und die Komponente der Natur nicht berücksichtigt ist lange überholt. Vor 100 Jahren war das noch aktuell, heute jedoch nicht mehr.
    Bei einem Finanzsystem wo 0.1 % der Menschen über die Hälfte der weltlichen Vermögen besitzen und diese immer weiter vermehren, kann auch nicht mehr von Gerechtigkeit oder Demokratie die Rede sein. Genau wie bei der Finanzkrise wo gewisse Menschen Mitverursacher und gleichzeitig die größten Gewinner waren. Da sieht man dann auch schnell wer die wirklichen Entscheidungen fällt lange bevor es in der Politik zu einem Thema wird.

    Ist ein bischen OT das alles aber das ist meine Meinung zur Wahlbeteiligung und politischer Aktivität.

  19. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: MrAnderson 05.03.19 - 19:26

    #afd
    Großschreiben weil überproportional in den Medien vertreten. Dort aber meist nur mit der Nazi-Keule verprügelt. Viele werden aber von den AFD-Themen getriggert, fühlen sich persönlich angepisst ... jetzt erst recht.

    #piraten
    klar ... Gründung, Maximale Presse, IT ist großes Thema.
    Aber schon bald haben sich die Artikel nicht mehr um die Kernkompetenz gedreht sondern um parteiinterne Diskussionen und Mitglieder. Da wurde dann mehr über Nazis, eventuelle Kinderfi*** und solche Zeug berichtet als über ihr politisches Anliegen. ... und genau: wann kommt der Omnibus? Interessiert niemanden wirklich, macht die Partei unsympathisch und sie verschwindet aus den Wahlalternativen vieler (Protestwähler?)

    tl;dr
    afd groß, weil ihr politisches Thema in den Medien
    piraten klein, weil ihre Interna in den Medien
    Ausnahmen bestätigen die Regel

  20. Re: Einen Vorteil hat das Theater ja

    Autor: teenriot* 05.03.19 - 19:33

    Die Interna jeder Partei von Relevanz sind in den Medien. Da wurden die Piraten nicht ungerecht anders behandelt als andere, Die parteiinternen Querelen waren auch kein Randthema sondern waren in der Partei selbst immer dominanter. Daran sind doch nicht die Medien schuld oder will irgendjemand behaupten die Massenaustritte gab es weil Medium XY etwas geschrieben hat?

    Ein Beispiel, ich war vor Jahren, noch zur Piraten-Hochzeit, bei einer von den Piraten organisierten Demo wegen dem Snowden-"Komplex". Bevor die Demo startete konnte jeder auf einer Bühne frei reden. Genutzt wurde das dazu, dass Piraten dort öffentliche ihre Partei-Streitigkeiten austrugen ohne jeglichen Bezug zum Thema der Demo. Das war abstoßend und ist nicht das Ergebnis einer Medien-"Verschwörung", sondern das kam von den Piraten selbst. Ich war kurz davor selbst auf die Bühne zu gehen, um darum zu bitten die internen Problemen hinter das Anliegen zu stellen, weswegen die Leute da waren, habe mich dann aber nicht getraut.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.19 19:39 durch teenriot*.

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