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Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

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  1. Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: TrollNo1 27.01.16 - 14:53

    Soweit hab ich gelesen, den Rest überflogen. Nach dem Schlagwort LG Hamburg sind solche Urteile ja sowieso fragwürdig und meistens nicht mit Logik zu erklären.

  2. Re: Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: Johnny Cache 27.01.16 - 14:59

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soweit hab ich gelesen, den Rest überflogen. Nach dem Schlagwort LG Hamburg
    > sind solche Urteile ja sowieso fragwürdig und meistens nicht mit Logik zu
    > erklären.

    Beiträge zum LG Hamburg sollten am besten in einer eigenen Comedy-Kategorie verfrachtet werden. Ernst kann man die Leute jedenfalls nicht nehmen.

  3. Re: Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: tehabe 27.01.16 - 15:01

    Dieses Mal ist das Urteil aber richtig.

  4. Re: Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: Korcher 27.01.16 - 15:08

    In der korrupten Hansestadt Hamburg, wundert mich gar nichts mehr :) Die Urteile des LG passen sich den Schurken an, die sich dort tummeln.

  5. Re: Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: RedRanger 27.01.16 - 15:10

    Sofern Golem das nicht falsch dargestellt hat, ist es eigentlich nicht richtig.

    Mit der Beurteilung müsste JEDE Form JEGLICHER Werbung verboten werden. Denn es ist immer möglich, die Werbung eines Händlers oder sein Angebot mittels irgendeiner Plattform an irgendwen, der es nicht wollte, weiterzuleiten.

    Da kann man dann auch einen Händler verklagen, weil er Werbeflyer verschickt. Die könnte eine Person ja nehmen und jemand Drittem zuschicken, der dem nicht zugestimmt hat.

    Der Händler hätte laut Gericht in diesem Fall auch den Versand veranlasst, weil er eine Plattform, Versand von Flyern, genutzt hat, die es möglich macht, Dritten ungewollte Werbung zukommen zu lassen.

    Ich verstehe nicht, warum in diesem Fall und dem von Amazon nicht gegen die Person geklagt wird, die tatsächlich den Versand veranlasst und den Empfänger bestimmt hat, in beiden Fällen also ein Kunde der Plattform.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.01.16 15:14 durch RedRanger.

  6. Re: Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: Snooozel 27.01.16 - 15:15

    Also wenn ich meinen Werbespam sammle und an irgendjemanden weiterleite sind die Händler schuld und werden auf Schadenersatz verklagt?

  7. Re: Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: kinderschreck 27.01.16 - 15:19

    Das eröffnet ja ganz neue Möglichkeiten mit dem unerwünschten Werbekram umzugehen der von diveresen Händlern in Ihre Paketsendungen gestopft wird.

  8. Re: Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: RedRanger 27.01.16 - 15:23

    Snooozel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also wenn ich meinen Werbespam sammle und an irgendjemanden weiterleite
    > sind die Händler schuld und werden auf Schadenersatz verklagt?

    Wenn man den Urteilsbegründungen in dem Ebay und Amazon-Fall folgt, dann ja.

    Schließlich hat der Händler diesen Versand "veranlasst", weil er sich bewusst für Werbeflyer entschieden hat, die fremde Personen auch Dritten unterjubeln können, obwohl sie das nicht wollen.

  9. Re: Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: Avarion 27.01.16 - 15:58

    Nein, denn der Werbeflyer wäre dann nicht von den beauftragten / genutzten Unternehmen weiterverteilt worden sondern von einem nicht beauftragten Dritten. Das selbe gilt wenn du Werbemails die du per Opt-In angefordert hast weiterleitest.

    Wenn aber Werbung die du als Unternehmer in Auftrag gibst durch ein von dir bezahltes Unternehmen falsch geleitet wird bist du dran. Du kannst dann selber wieder das Unternehmen verklagen aber damit kannst du dir nur den Schaden ersetzen lassen.

    Und dazu zählt eben auch Werbung die Amazon oder Ebay in die Mails oder Weiterleitungen unterbringen.

  10. Re: Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: Jakelandiar 28.01.16 - 00:57

    Avarion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und dazu zählt eben auch Werbung die Amazon oder Ebay in die Mails oder
    > Weiterleitungen unterbringen.

    Es ging nicht um zusätzliche Werbung die da untergebracht worden ist. Es geht um die Mail selbst. Du nutzt die Weiterleiten Funktion z.B. für ein Produkt und der Empfänger empfindet das als Werbung die ihn stört. Er sagt dir nun aber nicht das du den scheiß lassen sollst, sondern verklagt Ebay/Amazon, das sie so eine Funktion anbieten.

    In dem Amazon fall ist das besser dargestellt als in dem hier. Es ist absolut unmöglich für Ebay/Amazon so eine Funktion anzubieten, ohne verklagt zu werden. Steht da z.B. eindeutig drinn. Denn Solange Ebay und Amazon als Absender gelten, kannst du dagegen klagen das die dir Werbung schicken.

    Die einzige Möglichkeit das zu umgehen wurde auch schon ausreichend diskutiert und besteht darin die Funktion so abzuändern, das bei Klick auf den Empfehlen link, das Mailprogramm des Benutzers aufgeht vorausgefüllt mit Empfänger und Inhalt. Anders geht es nicht.

  11. Re: Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: RedRanger 28.01.16 - 08:19

    Avarion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, denn der Werbeflyer wäre dann nicht von den beauftragten / genutzten
    > Unternehmen weiterverteilt worden sondern von einem nicht beauftragten
    > Dritten. Das selbe gilt wenn du Werbemails die du per Opt-In angefordert
    > hast weiterleitest.
    >
    > Wenn aber Werbung die du als Unternehmer in Auftrag gibst durch ein von dir
    > bezahltes Unternehmen falsch geleitet wird bist du dran. Du kannst dann
    > selber wieder das Unternehmen verklagen aber damit kannst du dir nur den
    > Schaden ersetzen lassen.
    >
    > Und dazu zählt eben auch Werbung die Amazon oder Ebay in die Mails oder
    > Weiterleitungen unterbringen.

    Na, dann ist es ja gut, dass dieses Urteil dann gar nicht gelten dürfte, denn es ging schließlich nicht um Werbung, die von einem Unternehmer in Auftrag gegeben wurde und falsch weitergeleitet wurde.

    In einem Online Shop kann man nur etwas verkaufen, wenn die Produkte dort gelistet sind. Das ist keine Werbung, das ist eine Notwendigkeit. Einen Link dazu können KUNDEN der Plattform mit anderen Leuten teilen. Da hat der Verkäufer keinen Einfluss drauf.

    Wie irrsinnig das ist, wird klar, wenn man das mal auf die Offline-Welt überträgt. Da gibt es ein Geschäft mit Schaufenster in dem Waren liegen (Listung im Online-Shop). Ein Kunde läuft dran vorbei und ihm gefällt, was er sieht (Besuch des Kunden im Online-Shop) und dann erzählt er einem anderen, dass der Laden dieses und jenes Produkt anbietet (Weiterleitung des Links).

    Nun war diese dritte Person nicht interessiert daran, das zu wissen und sogar von einem Konkurrenzunternehmen. Daraufhin wird der Laden verklagt, weil er durch seine Auslage veranlasst hat, das Leute davon erzählen.

  12. Re: Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: Jakelandiar 28.01.16 - 10:39

    RedRanger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie irrsinnig das ist, wird klar, wenn man das mal auf die Offline-Welt
    > überträgt. Da gibt es ein Geschäft mit Schaufenster in dem Waren liegen
    > (Listung im Online-Shop). Ein Kunde läuft dran vorbei und ihm gefällt, was
    > er sieht (Besuch des Kunden im Online-Shop) und dann erzählt er einem
    > anderen, dass der Laden dieses und jenes Produkt anbietet (Weiterleitung
    > des Links).

    Das Funktioniert so nicht. Denn nicht der Besucher erzählt es, sondern sagt dem Laden der Soll für ihn jemand anderem erzählen wie toll es ist.

    Denn das Problem ist, das die Weiterleiten Mail nicht vom Benutzer versandt wird, sondern vom Anbieter (Ebay / Amazon) mit deren Absender Adresse und von deren Server. Das ist also ein wenig Schwierig auf einen normalen Ladenbesuch umzubiegen.

    Denn deine Geschichte würde bedeuten beim Klick auf den Weiterleiten Button, öffnet sich das Mailprogramm des Anwenders, vorausgefüllt, und er klickt nur noch auf Senden. Das ist aber nicht der Fall und genau das wäre erlaubt und von den Urteilen nicht betroffen.

    > Nun war diese dritte Person nicht interessiert daran, das zu wissen und
    > sogar von einem Konkurrenzunternehmen. Daraufhin wird der Laden verklagt,
    > weil er durch seine Auslage veranlasst hat, das Leute davon erzählen.

    Wie schon geschrieben ist das nicht vergleichbar mit dem Urteil, da der Zusammenhang schon Falsch ist.

  13. Re: Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: Dubu 28.01.16 - 11:06

    RedRanger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie irrsinnig das ist, wird klar, wenn man das mal auf die Offline-Welt
    > überträgt. Da gibt es ein Geschäft mit Schaufenster in dem Waren liegen
    > (Listung im Online-Shop). Ein Kunde läuft dran vorbei und ihm gefällt, was
    > er sieht (Besuch des Kunden im Online-Shop) und dann erzählt er einem
    > anderen, dass der Laden dieses und jenes Produkt anbietet (Weiterleitung
    > des Links).

    Den letzten Punkt hast du falsch in dein Szenario übersetzt. Der Kunde geht in den Laden und sagt dort: "Hey, Sie haben da einen Artikel im Fenster, ich kenne jemanden, den der interessieren könnte. Hier ist die Adresse, senden Sie dem mal einen Prospekt." Und in diesem Fall wäre auch der Händler dran, der den Prospekt sendet, und nicht der Kunde.

  14. Re: Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: RedRanger 29.01.16 - 00:00

    Dubu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RedRanger schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wie irrsinnig das ist, wird klar, wenn man das mal auf die Offline-Welt
    > > überträgt. Da gibt es ein Geschäft mit Schaufenster in dem Waren liegen
    > > (Listung im Online-Shop). Ein Kunde läuft dran vorbei und ihm gefällt,
    > was
    > > er sieht (Besuch des Kunden im Online-Shop) und dann erzählt er einem
    > > anderen, dass der Laden dieses und jenes Produkt anbietet (Weiterleitung
    > > des Links).
    >
    > Den letzten Punkt hast du falsch in dein Szenario übersetzt. Der Kunde geht
    > in den Laden und sagt dort: "Hey, Sie haben da einen Artikel im Fenster,
    > ich kenne jemanden, den der interessieren könnte. Hier ist die Adresse,
    > senden Sie dem mal einen Prospekt." Und in diesem Fall wäre auch der
    > Händler dran, der den Prospekt sendet, und nicht der Kunde.

    Nein, das hast du falsch übersetzt. Der Händler ist nicht Amazon. Würde man das versuchen in dem RL-Szenario umzusetzen, müsste der Kunde das wohl der Stadt sagen, denn ihr gehört die Straße, wo das Gebäude steht. Und die Stadt würde dann die Email verschicken.

  15. Re: Ein Ebay-Händler hat vor dem Landgericht Hamburg...

    Autor: RedRanger 29.01.16 - 00:04

    Jakelandiar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das Funktioniert so nicht. Denn nicht der Besucher erzählt es, sondern sagt
    > dem Laden der Soll für ihn jemand anderem erzählen wie toll es ist.
    >
    > Denn das Problem ist, das die Weiterleiten Mail nicht vom Benutzer versandt
    > wird, sondern vom Anbieter (Ebay / Amazon) mit deren Absender Adresse und
    > von deren Server. Das ist also ein wenig Schwierig auf einen normalen
    > Ladenbesuch umzubiegen.

    Nein, der Laden verschickt auch nichts, das ist die Plattform, auf der die Waren gelistet sind. Es gibt den Anbieter, die Plattform und den Kunden.

    Die Plattform verschickt die Email. Der Kunde gibt diese Email in Auftrag. Aber der Händler wird am Ende verklagt? oO

    >
    > Denn deine Geschichte würde bedeuten beim Klick auf den Weiterleiten
    > Button, öffnet sich das Mailprogramm des Anwenders, vorausgefüllt, und er
    > klickt nur noch auf Senden. Das ist aber nicht der Fall und genau das wäre
    > erlaubt und von den Urteilen nicht betroffen.
    >

    Na, da ist doch kein Unterschied. Es wird eine Email über ein Webmail-Interface verschickt. Also hängt es letztendlich nur von der Domain ab bzw der Absender-Adresse? Das ist doch Irrsinn.

    Händler verklagt, weil Kunde die Email mit falscher Adresse abschickt?

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