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Das Problem liegt woanders

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  1. Das Problem liegt woanders

    Autor: chefin 06.04.21 - 14:23

    Solche Probleme gäbe es nicht, wenn wir wie vor 40 Jahren vor Ort shoppen würden. Wenn wir selbst in die größeren Städte fahren um dort die Fachgeschäfte zu besuchen. Da hat sich die Fahrerei auf viele Menschen verteilt die sich dann auch nur alle paar Wochen mal aufgerafft haben, so einen Bummel zu machen. So kenne ich das noch aus meiner Jugend. Dabei wurden dann Schuhe, Klamotten, Hobbysachen, Werkzeug für Daddy und ähnliches gekauft. 8-10 Std durch die Stadt laufen, immer wieder Zeugs ins Auto bringen und dann heimfahren.

    Heute wird alles just in Time gekauft. Donnerstag ausmachen, das man Actiontour macht, schnell die neue Cam bei Amazon bestellen, Express. Muss bis Samstag einsatzbereit sein. Statt das LKWs randvoll von A nach B fahren und wir den Rest des weges übernehmen, wurde die Logistik massiv ausgeweitet. Nur mehr Kosten soll es nicht. Sicherlich, ökologisch gesehen ist es effizienter wenn ein DHL-Auto für alle gemeinsam fährt, statt jeder für sich alleine.

    Nur haben wir das nicht dazu genutzt, effizienter zu agieren, sondern lassen uns täglich bedienen. Und das hat wiederum Amazon und Co groß gemacht. Weil sie uns mit Preisen hoffieren, bei denen einfach nicht genug über bleibt für die Helfer. Es wird also Zeit, das die Logistik auch ordentlich bezahlt wird und mehr Menschen sich diese Arbeit teilen. Statt 6 Euro fürs Paket dann halt 10 Euro bezahlen und auch Amazon sollte weg vom Pauschaltarif(und das von mir mit Prime) und hin zu kostendeckender Bezahlung des Transportes in transparenter Darstellung. Wir müssen einfach mal sehen, was uns dieser Komfort kostet. Und weg vom kostenlosen zurück schicken. Hin zum doppelten Nachdenken und informieren. Oder fürs Rücksenden bezahlen.

    Ansonsten weiten wir dieses Logistikproblem immer weiter aus, das kollabiert dann irgendwann. Und die Geschäfte vor Ort sind dann lange tot.

  2. Re: Das Problem liegt woanders

    Autor: smonkey 06.04.21 - 15:33

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die Geschäfte vor Ort sind dann lange tot.

    Mit den Geschäften vor Ort habe ich wenig Mitleid. Die meisten Geschäfte bieten schon lange keinen nennenswerten Service oder Kompetenz mehr. Und die wenigen die dies tun, die wird es auch weiterhin geben.

    Dem stationären Einzelhandel nachzuweinen, ist für mich ein wenig wie der gedruckten Zeitung oder Videotheken nachzuweinen. Es gibt heute einfach bessere, aktuellere, bequemere und ökologischere Möglichkeiten. Wie Du selbst schreibst, einen Transporter voll Pakete zugestellt in annährend optimaler Reihenfolge ist deutlich effektiver und somit ökologischer als mit dem PKW für ein paar Schuhe in die nächste Stadt zu fahren.

    Das Problem ist viel mehr, dass Online-Handel für viele einfach nur Amazon bedeutet. Dabei gibt es viel mehr. Es gibt so viele gute, kleine, teils regionale Online-Shops die ein super Angebot und Service anbieten. Nur bezahlen ja manche idiotischer Weise einen stolzen Betrag dafür, dass sie lieber bei einem ausbeuterischen US Konzern bestellen können der noch nicht mal die besten Preise hat. Ich meide Amazon seit vielen Jahren so konsequent es geht, und ich habe ungelogen noch nie schlechte Erfahrung gemacht mit einem der kleinen, fachspezifischen Online-Shops. Meist habe ich sogar meine Ware schneller erhalten. Oft stecken übrigens Einzelhandels-Geschäfte dahinter, die man somit sogar noch ein Stück weit unterstützt.

  3. Re: Das Problem liegt woanders

    Autor: .02 Cents 06.04.21 - 15:42

    Das Problem für Angestellte in den USA liegt sicher nicht in deinem WOhlstandsproblem. Und das hat letztlich auch nichts mit den Verdi Propaganda Streiks hier in Deutschland zu tun. So hat auch eine Teilzeit Kraft bei Amazon Deutschland (sicher eher "trotz" als "wegen" Amazon, aber dennoch ...) eine Krankenversicherung.

    Ich finde auch dieses "Gerechtigkeitsempfinden" in Deutschland irgendwie lächerlich.

    > auch Amazon sollte weg vom Pauschaltarif
    ...
    > hin zu kostendeckender Bezahlung des Transportes in transparenter Darstellung
    ...
    > Wir müssen einfach mal sehen, was uns dieser Komfort kostet

    Die "Grenzkosten" für den Transport eines einzelnen zusätzlichen Paketes in einem gut ausgelasteten Logistik-System gehen so ziemlich gegen 0. Der grösste Block wäre sicher der Teil der Strecke / Zeit, den der "Paketfahrer" für das einzelne Paket an "Umweg" für seine Route aufwenden müsste.

    Nach dem "Gerechtigkeitsprinzip" muss die Zustellung zu einem Einfamilien-Haus teurer sein, als die Zustellung in stark verdichtete Wohnsiedlungen, und die Zustellung in ländlichen Gebieten viel teurer als in städtischer Lage und das alles deutlich steigend, je weiter die Adresse von dem jeweiligen "Hub" entfernt ist, von dem der Paketfahrer die Sendungen abholt.

    Ausgehend davon, dass nach den "Sommerferien" und dann über Weihnachten das Paketaufkommen deutlich zunimmt, nach Weihnachten wieder zurück geht, und über die Zeit der Sommerferien am Tiefpunkt liegt, wären hier auch Gerechtigkeitsfördernde Jahreszuschläge notwendig, denn die Kapazität muss an der höchsten Nachfrage ausgerichtet sein. Das heisst wenn das System "Paketbeförderung" im Sommer mit niedriger Auslastung fährt, wären entsprechende Jahreszeitliche Zuschläge fällig, es sei denn jemand streikt über den Sommer ...

    Tatsächlich hat das, was Grosskunden an Gebühren an DHL und Co bezahlen, nichts - aber auch gar nichts - mit den Kosten zu tun, die der Normalkunde am Paketschalter für das Aufgeben einer einzelnen Sendung zu bezahlen hat.

    Und wenn wir schon bei Gerechtigkeit sind: Da die Wahrscheinlichkeit der Rückgabe einer Sendung sicher mit Alter und Geschlecht korreliert, müssten der Gerechtigkeit halber vermutlich junge Frauen deutlich mehr für Mode-Produkte bezahlen, als ältere Männer - zumindest meiner Erfahrung nach unterscheiden sich die Rücklauf Quoten und damit verbundene Kosten hier deutlich.

    Ich bin nicht sicher, ob dieses angebliche "Gerechtigkeitsprinzip" wirklich zu dem Optimum Optimorum führt, dass sich der OP hier anscheinend vorstellt.

  4. Re: Das Problem liegt woanders

    Autor: smonkey 06.04.21 - 15:55

    Das ist doch gar nicht notwendig. Die Logistiker sollen ruhig weiterhin ihre Mischkalkulation fahren. Und die Zusteller müssen nur einen angemessenen Stundenlohn und realistisch schaffbares Arbeitspensum bekommen. Weg von dieser Mindestlohn aushebelnder Subunternehmer-Ausbeutung. So wie das auch mal bei der Deutschen Post im Briefsektor der Fall war. Nach der Aufhebung des Monopols sind lediglich die Preise teurer und die Arbeitsbedingungen schlechter geworden. Dann bin ich gerne bereit zwei, drei Tage länger auf mein Paket zu warten und auch mehr dafür zu bezahlen!

  5. Re: Das Problem liegt woanders

    Autor: Dwalinn 06.04.21 - 16:51

    Ich kaufe bei Amazon weil sie den besten Service haben und nicht wegen des Preis... also so wie die Fachgeschäfte die deiner Meinung überleben werden.

    Bei anderen Händlern hatte ich bisher auch nicht viele Probleme aber mehr als bei Amazon obwohl ich bei Amazon locker 10 mal häufiger bestelle.

  6. Re: Das Problem liegt woanders

    Autor: smonkey 06.04.21 - 16:57

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kaufe bei Amazon weil sie den besten Service haben

    Von welchem Service reden wir denn? Oder anders gefragt, was bietet Amazon was andere Shops nicht auch bieten?

  7. Re: Das Problem liegt woanders

    Autor: JuBo 06.04.21 - 19:10

    :)



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.21 19:21 durch JuBo.

  8. Re: Das Problem liegt woanders

    Autor: smonkey 06.04.21 - 19:15

    Kein Mensch hat nach stationärem Handel gefragt. Lies doch noch mal den Thread durch.

    Aber Danke, dass Du zum Paradebeispiel meiner Eingangs genannten Prämisse geworden bist:

    > Das Problem ist viel mehr, dass Online-Handel für viele einfach nur Amazon bedeutet.

  9. Re: Das Problem liegt woanders

    Autor: JuBo 06.04.21 - 19:21

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kein Mensch hat nach stationärem Handel gefragt. Lies doch noch mal den
    > Thread durch.
    >
    > Aber Danke, dass Du zum Paradebeispiel meiner Eingangs genannten Prämisse
    > geworden bist:
    >
    > > Das Problem ist viel mehr, dass Online-Handel für viele einfach nur
    > Amazon bedeutet.

    Oh Pardon :) komplett daneben, war auf stationären Handel aus
    aber darauf habe ich auch eine Antwort :)
    3% Jahresumsatz zurück über die AmazonKK (dh alles was nicht woanders mindestens 3% billiger ist für dort gekauft. Mit Firma kommen da schon über 1000¤ im Jahr zusammen nur für Materialbestellung. PS bei Großgeräten ist mir die unkomplizioerte Retour wichtig, viellei Händler verweisen auf die Hersteller, viel Spass den großen TV o.ä. mal ohne Amazon zurück zu schicken

  10. Re: Das Problem liegt woanders

    Autor: smonkey 06.04.21 - 19:37

    Kein Problem. Schön zu sehen, dass es hier auch noch wen gibt der seinen Fehler auch eingestehen kann. Finde ich gut. :)

    Ansonsten liegen die Preise bei Amazon generell mind. 3 höher, gerade bei Bürobedarf. Da kannst Du andernorts deutlich mehr sparen.

    Was der Hersteller mit der Retoure von Geräten zu tun haben soll, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft.

  11. Re: Das Problem liegt woanders

    Autor: ibsi 06.04.21 - 23:17

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dwalinn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich kaufe bei Amazon weil sie den besten Service haben
    >
    > Von welchem Service reden wir denn? Oder anders gefragt, was bietet Amazon
    > was andere Shops nicht auch bieten?

    Sofortiger neu Versand wenn eine Ware defekt ist zum Beispiel. Rückerstattung ohne einem Kunden doof zu kommen. Etc

  12. Re: Das Problem liegt woanders

    Autor: smonkey 07.04.21 - 07:18

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sofortiger neu Versand wenn eine Ware defekt ist zum Beispiel.
    > Rückerstattung ohne einem Kunden doof zu kommen. Etc

    Ich weiß nicht was immer alle mit Ihren Retouren haben. Wenn man natürlich ständig irgendwelchen Schrott kauft, wie er auf Amazon ganz überwiegend aufzufinden ist, muss man auch nicht dauernd was zurückschicken. Und wenn doch mal was nicht passt, bietet jeder andere Händler auch ein vernünftiges Retouremanagement.

  13. Re: Das Problem liegt woanders

    Autor: Dwalinn 07.04.21 - 09:16

    Ware wird schnell versandt und im zweifel auch in mehr als eine Lieferung. Woanders durfte ich dann auch mal fast 2 Monate warten weil genau ein Teil der Lieferung Schwierigkeiten gemacht hat (wurde immer wieder leicht verschoben, hätte ich das vorher gewusst hätte ich das halt storniert, der Kundenservice hat mich auch bloß vertröstet) .
    Bei Retoure ist es halt nice to have. Klar sendet man nicht ständig was zurück aber ich bin froh wenn man sich über sowas keine Gedanken machen muss.
    Daher bestelle ich auch dann bei Amazon wenn es leicht teurer ist.

  14. Re: Das Problem liegt woanders

    Autor: M.P. 07.04.21 - 09:59

    Vorteile von Amazon für mich als Prime-Kunde
    - Häufig kostenloser Versand
    - Problemloser Umtausch
    - Bewertungssystem
    - Bestell-Historie
    - Meist bekommt man alles über einen Bestellvorgang

    Nachteile
    - Eine gemeinsame Bestellung mehrerer Artikel heißt fast nie, dass nur ein Paket kommt
    - Merkwürdige Preisfindung - die Preise schwanken wie der Benzinpreis an der Tankstelle
    - Vermischung Marketplace <-> Eigenverkäufe sowohl bei der Warenhaltung im Logistikzentrum, als auch bei den Angeboten
    - Lieferung aus China wird bei Marketplace-Verkäufen teilweise nicht sehr prominent ausgezeichnet. Ich weiß nicht, ob das nach dem Bestellen ausgerufenen "waaass, das kommt erst in 8 Wochen" auf Unachtsamkeit bei der Bestellung, oder Verbergen des Umstandes im Bestellvorgang fußt ...

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