Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › VDI: 3,5 offene Stellen für jeden…

Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: Nicwin 21.03.17 - 15:38

    Also ich, als Softwareentwickler kann nur sagen, dass hat vielerlei Gründe und meistens sind die Unternehmen selbst verschuldet.

    Da wäre die Einstiegshürde, oftmals werden super spezialisierte Fachkräfte für steinalte Technologien gesucht - am besten mit X Jahren Erfahrung.
    -> Problem: Wer will schon diesen alten Käse betreuen?

    Da wäre die Gehaltsdifferenz, oft erlebe ich es, dass eine Firma nicht bereit ist einen Betrag höher als X zu bezahlen, suchen aber wie oben einen voll-qualifizierten Mitarbeiter... ich habe erst dieses Jahr zu hören bekommen "das liegt außerhalb unsres Gehaltsniveau" und der Markt gibt das aber her

    Innere Strukturen sind ebenfalls solche Punkte, ich habe nun bei einigen Firmen gearbeitet und erst eine gefunden, wo ich von einer professionellen SW-Entwicklung sprechen kann, vielen ist es schlichtweg scheiß egal, man soll doch bitte den alten Schinken um Features Features Features erweitern und offene Stellen werden nur geflickt - und tschö, nach dem 5ten Verbesserungsvorschlag habe ich auch keine Lust mehr.

    Firmen wollen oft nicht weiterbilden, warum auch - der code-Sklave macht seinen job ja ob nun qualifiziert oder nicht.

    Hybridjobs in dem ein Entwickler, gleich eine QS + Consultingstelle ausfüllt - danke, nein.

    Ich kann diese Liste um wirklich viele Punkte erweitern und halte meine eigenen Erwartungen für normal und Gerechtfertigt... die Firmen schätzen ihre SW-Entwickler in 90% der Fälle nicht, fördern in 80% nicht und betreiben zu 99% eher eine Produktion als eine Entwicklung.

    Die Spanne von Silikon-Vally in die Realität ist grandios groß, ich sitze hier mit meinem VS2010 und code vb, dabei will ich VS2017 und c#7

    Die Stellen die es gibt für solche jobs erwarten aber das du jahre lang in deinem Fach steckst - lernwille - nö zu teuer.

    Hire & Fire habe ich auch schon erleben dürfen!
    Und Firmen Lügen das sich die Balken biegen! Himmel!!!!! Was da an lügen an Produkten unterwegs sind, da wird einem als rechtschaffener angst und bange - wieso kann ich nicht einfach sagen, das ist ein Bug, haben mist gebaut - wird gefixt - nein, man bohrt beim Kunden und fixt heimlich im Hintergrund um sich danach zu feiern.

    Nach 10 Jahren im Job habe ich genau 1 Firma die mir gefällt und die ist ein Startup und es ist unsicher ob sie überleben... die 2 Firma die mir gefallen könnte, will mich nicht obwohl ich überqualifiziert bin (in mehreren Jahren mehrfach probiert)

    Sry, aber hallo?!?! Ist es Zuviel verlangt eine Doku zu haben? Zuviel Unittests einzusetzen?

    Ich habe 0 bedauern dass solche Stellen keine Leute finden auch wenn das bedeutet das mein Markt kleiner wird.

    Das mag jetzt alles wirr wirken, aber bei solchen Meldungen geht mir immer der Hut hoch!
    LG aus Bawü von einem verärgerten Entwickler

  2. Re: Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: quineloe 21.03.17 - 16:19

    > "das liegt außerhalb unsres Gehaltsniveau" und der Markt gibt das aber her

    Antwort:
    Ihren BMW Firmenwagen, haben Sie den auch für den halben Preis bekommen, weil das ihr Zahlungsniveau war?

  3. Re: Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: Dudeldumm 21.03.17 - 16:35

    Kann das nur bestätigen. Hatte die letzten 15 Jahre oder so in kleinen Firmen gearbeitet, wo man halt einfach tut, was notwendig ist. Wollte dann mal in die Großen reinschnubbern (auch wegen der Sicherheit, die Kleinen gehen so schnell kaputt).

    Unglaublicher Kulturschock...
    Fast alle Leute da haben arbeiten seit 15 Jahren da, die allermeisten kennen nur ihr C++. Da ist gar kein Wille, etwas dazuzulernen, Fehler sind nicht vorgesehen und so probiert auch niemand mal was Neues. Alte Silberrücken verteidigen ihr Wissensmonopol und verhindern so Anpassungen an die Wirklichkeit. Habs zwar anderthalb Jahre da ausgehalten, aber das macht einen kaputt. Am Schluss (glaubts oder eben nicht) war ich nach 3 Tagen mit meiner Arbeit fertig (3-Wochen-Sprint) und durfte nicht mehr machen (hätte die Festangestellten schlecht aussehen lassen und wurde mir auch so vermittelt, also Tasks zählen (Scrum) war da angesagt...).
    Ich kam mir vor wie im Zombieland.

  4. Re: Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: Schattenwerk 21.03.17 - 17:10

    Dudeldumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Am Schluss (glaubts oder eben nicht) war ich nach 3
    > Tagen mit meiner Arbeit fertig (3-Wochen-Sprint) und durfte nicht mehr
    > machen (hätte die Festangestellten schlecht aussehen lassen und wurde mir
    > auch so vermittelt, also Tasks zählen (Scrum) war da angesagt...).
    > Ich kam mir vor wie im Zombieland.

    Ist doch super. Ist das nicht der von Unternehmen beworbene Raum für Weiterbildungen? Dann hast doch mehr als zwei Wochen Zeit gehabt für Weiterbildungen :)

    Aber ich teile die Befürchtungen, welche ihr da beschreibt. Ich arbeite derzeit seit mehr als 8 Jahren in einem kleinen Laden. Mehrere Entwickler, jedoch große Kunden.

    Ich hätte mal Lust auf etwas neues, neue Kunden, neue Projekte, anspruchsvollere Arbeit. Eigentlich bin ich hier etwas unterfordert würde ich sagen. Gehalt ist nur so Mittel, Überstunden gibts aber kaum, Atmosphäre ist locker.

    Vor allem: Man kann hier noch etwas verändern. Hat man eine kluge Idee und ein Konzept dahinter, dann ist es kein Problem dies auch in die Unternehmenslandschaft zu integrieren. Wenn Zeit dazu ist. Entwickler haben wir nämlich zu wenig. Hier arbeiten will offenbar auch keiner. Gründe kann ich mir denken: Falscher Standort, falsche Sprache, zu wenig Gehalt.

    Ich frage mich schon lange: Wenn ich kündige und woanders hin gehe, wie hoch wird die Chance sein, dass ich es am Ende bereue und alles schlechter wird?

  5. Re: Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: Atrocity 21.03.17 - 17:12

    Erst was neues suchen. Aufs Bauchgefühl verlassen. Und im Zweifelsfall halt nochmal wechseln. Klingt nicht so als ob du dort auf Dauer glücklich wirst.

  6. Re: Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: Schattenwerk 21.03.17 - 17:15

    Als Außenstehender ist das immer so leicht gesagt ;) Ich habe schon Angst, dass ich nach einem Wechsel dann in einem anderen - schlechteren - Job festsitze.

    Großartig Erfahrung wie man sie von großen Unternehmen kennt habe ich halt nicht. Ich würd mich nicht als dumm bezeichnen, jedoch lässt sich so etwas auf Papier schwer darlegen. Personaler schauen meist nur auf die Liste der Skills und Dinge die man getan hat. Ohne die Frage zu stellen, wie gut sich Bewerber X auch dort einarbeiten könnte.

  7. Re: Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: Finndail 22.03.17 - 09:10

    Dudeldumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unglaublicher Kulturschock...
    > Fast alle Leute da haben arbeiten seit 15 Jahren da, die allermeisten
    > kennen nur ihr C++. Da ist gar kein Wille, etwas dazuzulernen, Fehler sind
    > nicht vorgesehen und so probiert auch niemand mal was Neues. Alte
    > Silberrücken verteidigen ihr Wissensmonopol und verhindern so Anpassungen
    > an die Wirklichkeit. Habs zwar anderthalb Jahre da ausgehalten, aber das
    > macht einen kaputt. Am Schluss (glaubts oder eben nicht) war ich nach 3
    > Tagen mit meiner Arbeit fertig (3-Wochen-Sprint) und durfte nicht mehr
    > machen (hätte die Festangestellten schlecht aussehen lassen und wurde mir
    > auch so vermittelt, also Tasks zählen (Scrum) war da angesagt...).
    > Ich kam mir vor wie im Zombieland.

    Das hat aber nichts mit agil und Scrum zu tun.. schade, dass gute und sinnvolle Werkzeuge pervertiert werden, damit man dem Kunden und Bewerbern den Entwicklungsbereich als "hipp" und "modern" verkaufen kann (und man selbst nichts am eigenen klassischen Mindset ändern muss). Ich kann Entwicklern und IT-Entscheidern nur Mut zusprechen, sich von solchem Murcs nicht prägen zu lassen. Echtes Scrum verfolgt Innovation und kontinuierlichen Wandel: Unternehmen, die diesen Trend verschlafen oder sich dem schlicht verweigern, wird der Nachwuchs ausgehen.

  8. Re: Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: Dudeldumm 22.03.17 - 13:41

    Ja genau das ist das Problem. Um agil zu machen, muss man den Kopf aufmachen. Kleine Firmen brauchen das nicht, sie sind per definition schon agil und brauchen auch kein Scrum (was agil wieder in ein System pressen will).

    Scrum ist das Gut der Schlangenöl-Verkäufer. Das Versprechen für grosse Firmen, die Entwicklungsprozesse zu verbessern. Für Scrummaster und andere Schlangenöl-Verkäufer ist das natürlich ein gutes Geschäftsfeld. In der Realität passen die Leute dann die 'Name vergessen'- Kurve den Erwartungen an, es werden Tasks gezählt und Scrum ist dann nur noch ein Kontrollinstrument (Originalzitat vom Gruppenleiter: "Guck mal, [Hans Meier], der [Dieter Bohlen] hat im letzten Sprint 3 Tasks mehr erledigt als Du.").

    Yo, so geht das im wirklichen Leben.

  9. Re: Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: a user 22.03.17 - 14:31

    Also wenn ich den Post so lese, würde ich dich auch nicht einstellen, nciht einmal für 1000 Euro Brtutto.

  10. Re: Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: aFrI 22.03.17 - 15:43

    Da bist du nicht allein... Entweder man bleibt im bequemen Nest wo es mollig warm ist und man die Sicherheit hat, oder man wagt den Schritt in die weite Welt..

    Bin gerade auch hart am Überlegen, aktuelle Stelle ist vom Gehalt so lala - aber die Firmenstruktur ist ganz ok - meine Befürchtung wäre dass man nach einem Wechsel ein höheres Gehalt hat, damit aber weniger glücklich ist.

    Aber wenn man den Schritt geht, dann kann man auch gleich überlegen in einen meltingpot wie HH/B/F/M überzusiedeln... Dort hat man auf jeden Fall genug Futter zum Firmen-hopping, wenn einem mal was nicht passt. ;)

  11. Re: Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: a user 22.03.17 - 16:27

    Dudeldumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja genau das ist das Problem. Um agil zu machen, muss man den Kopf
    > aufmachen. Kleine Firmen brauchen das nicht, sie sind per definition schon
    > agil und brauchen auch kein Scrum (was agil wieder in ein System pressen
    > will).
    >
    > Scrum ist das Gut der Schlangenöl-Verkäufer. Das Versprechen für grosse
    > Firmen, die Entwicklungsprozesse zu verbessern. Für Scrummaster und andere
    > Schlangenöl-Verkäufer ist das natürlich ein gutes Geschäftsfeld. In der
    > Realität passen die Leute dann die 'Name vergessen'- Kurve den Erwartungen
    > an, es werden Tasks gezählt und Scrum ist dann nur noch ein
    > Kontrollinstrument (Originalzitat vom Gruppenleiter: "Guck mal, , der hat
    > im letzten Sprint 3 Tasks mehr erledigt als Du.").
    Was genau hat das mit Scrum zu tun? Die Anzahl der erledigten Task zum Vergleich der Mitarbeiter findet doch mit oder ohne Scrum unter egal welchem System statt.

    Was genau ist dein Problem mit Scrum?
    >
    > Yo, so geht das im wirklichen Leben.

    Unsere Firma hat vor einem Jahr auf Scrum umgestellt... mehr oder weniger. Die Probleme die einige Teams haben rühren ausschließlich von Leuten, von denen man ähnliches hört wie von dir in deinem Post. Dort wird scrum nur zu 80% umgesetzt und dann failed es immer.

    Scrum passt nicht überall hin, aber in 99% der Fälle wo es angeblich nicht hinpasst ist in Wahrheit wie dafür gemacht. Die Ignoranz mancher Mießmacher ist da immer das Problem.

    Mein Team zum Beispiel ist das einzige in unserer Firma, zu dem Scrum tatsächlich nicht passt. Weil es für uns zum einen nicht agil genug ist und zum anderen der Overhead von Scrum, welcher die Agilität durch geringe Formalitäten sicherstellt bei uns überflüssig ist. Das trifft aber auf kein anderes Team bei uns zu.

    Ich glaube aber nicht, dass du weißt was Scrum überhaupt ist. Zu mindest klingt dein Kommentar danach (siehe erste Bemerkung dazu).

  12. Re: Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: Dudeldumm 22.03.17 - 17:22

    Habe hier den Artikel wiedergefunden, der ziemlich genau meine Probleme zu Scrum zum Ausdruck bringt:
    https://michaelochurch.wordpress.com/2015/06/06/why-agile-and-especially-scrum-are-terrible/

    Eine Bitte. Könnten wir die Hasserei abstellen? (kam in "Ich glaube aber nicht, dass du weißt was Scrum überhaupt ist. Zu mindest klingt dein Kommentar danach (siehe erste Bemerkung dazu)."
    Ich finde es unhöflich, seinem Diskussionspartner immer Unwissenheit bzw Unfähigkeit zu unterstellen, wenn dieser die eigene Meinung nicht teilt.

    Scrum: Ich hab in 2 Firmen insgesamt 3 Jahre lang Scrum live erlebt. Die erste Firma war eine kleines StartUp. Da hätten wir es gar nicht gebraucht, wir wären ohne agiler gewesen, aber es hat einigermaßen zur Firmenkultur gepasst und so wenig Schaden angerichtet. Die zweite war eine grosse Firma und da wurde es vom Management übergestülpt. Es wurde als Kontrollmechanismus missbraucht und ist voll in die Hose gegangen.

    Dass kleine Firmen per definition agile sind, sage ich nicht so daher. Ich habe selber ein Entwicklerstudio aufgebaut und wir waren 10 Jahre im Business bei einer Größe von 3 bis am Schluss 20 Leute. Wenn man so eng zusammenarbeitet, finden sich die Prozesse von selber. So jedenfalls meine Erfahrung. Da brauchts keine Sprints, Statt StandUps trifft man sich in der Kaffeeküche. Da findet die Horizonterweiterung statt. Wenn Du (sind ja wohl schon beim Du, wie ich das gerade gelernt habe) mich nach dem wichtigsten Entwicklungswrerkzeug fragst, sag ich: eine gemütliche Kaffeeküche.

    Tasks zählen habe ich vor Scrum noch nie erlebt. Das ist einfach eine falsche Perspektive auf Softwareentwicklung. Ach, und bevor jetzt kommt, dass ich wahrscheinlich nicht mithalten konnte und mich deshalb dem neuen coolen Zeug verweigere... Gegen Ende der Scrum-Erfahrung in der grossen Firma hab ich mein Kram in 3 Tagen (3-Wochen-Sprint) fertig gehabt. Wollte ich mehr Arbeit, gabs erst subtil, dann klarer auf die Finger. Die Kollegen sahen dann eben nicht gut aus. So wird eine gute Idee (agil) durch ein schlechtes und je nach Firmenkultur völlig verkorkstes System (Scrum in der Realität) kaputtgemacht.

  13. Re: Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: a user 22.03.17 - 17:39

    Dudeldumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Habe hier den Artikel wiedergefunden, der ziemlich genau meine Probleme zu
    > Scrum zum Ausdruck bringt:
    > michaelochurch.wordpress.com
    >
    > Eine Bitte. Könnten wir die Hasserei abstellen? (kam in "Ich glaube aber
    > nicht, dass du weißt was Scrum überhaupt ist. Zu mindest klingt dein
    > Kommentar danach (siehe erste Bemerkung dazu)."
    Naja, dein Kommentar hat einfach nichts mit Scrum zu tun. Da her diese objektiv gemeinte Bemerkung. Das hat nichts mit Meinung zu tun.

    > Scrum: Ich hab in 2 Firmen insgesamt 3 Jahre lang Scrum live erlebt.
    Vieleicht. Du hast bestimmt es erlebt, dass dort so bezeichnet wurde. Mehr weiß ich nicht.
    > ... So jedenfalls meine
    > Erfahrung. Da brauchts keine Sprints, Statt StandUps trifft man sich in der
    > Kaffeeküche. Da findet die Horizonterweiterung statt. Wenn Du (sind ja wohl
    > schon beim Du, wie ich das gerade gelernt habe) mich nach dem wichtigsten
    > Entwicklungswrerkzeug fragst, sag ich: eine gemütliche Kaffeeküche.
    Das kann funktionieren. So funktioniert es auch in meinem Team. Das habe ich auch nie bezweifelt. Aber ich sehe es extrem selten, dass so etwas von alleine so funktioniert. Ich habe schon viele Teams gesehen, in Summe hatten die alle ca 1000 Mitarbeiter und ich kann die Teams an einer Hand abzählen, bei denen das auch "so" funktioniert.
    >
    > Tasks zählen habe ich vor Scrum noch nie erlebt. Das ist einfach eine
    > falsche Perspektive auf Softwareentwicklung.
    Tasks zählen, zählen / tracken was wer wieviel gemacht hat passiert IMMER. So wird die Leistung der Mitarbeiter gemessen, egal in welchem System. Ob du das mitbekommst oder nicht.

    Task zählen hat ansich auch nichts mit Scrum zu tun. Ob du in einem klassischen Releasezyklus deinen Etnwickler x Tasks/Issues/Stories zu ordnest, oder in einem Sprint macht keinen unterschied.

    Ich wiederhole mich noch einmal, du nennst bis jetzt NICHTS Scrum-spezifisches, was dir nicht gepasst hat. All deine Kritik kann ich verstehen und teile sie ganz oder teilwese, aber nichts davon hat irgendwas mit Scrum zu tun.

    Deswegen glaube ich einfach nicht, das du weißt was Scrum ist. Und das meine ich nicht um dich zu beleidigen.

    Aber ich lese morgen mal auch den Link mit der Kritik zu Scrum und Agile. Mal schauen, ob der weiß wo von er spricht. Ich hab zu dem Thema schon viel Müll gesehen, was ledier an den vielen halbherzig umgesetzten Scrums liegt.

  14. Re: Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: Finndail 23.03.17 - 07:34

    Scrum ist -Achtung- für mich ein Werkzeugkoffer aus dem Regal "Agile Methoden", welches sehr gut in prozessgefestigte und -orientierte Strukturen passt, da der initiale Umstieg leicht fällt. Viele bleiben da aber stehen, weil Agilität nicht verstanden wird/werden will.

    Denn diese hat etwas mit ultimativer Ausrichtung auf die Kundenzufriedenheit und Produktqualität zu tun. Ausrichtung eines Teams, zu dem auch Produktmanagement gehört; auch hier scheuen viele Konzern-Hengste (was, keine Silos mehr? geteilte Verantwortung?).

    Tasks zählen und allgemein individuelles Performance-Management ist mit Vorsicht zu geniessen: Mitarbeiter sind Persönlichkeiten mit Stärken und Schwächen, die im Team Ergebnisse liefern sollen. Antrieb hierbei sind sinnvolle Aufgaben und motivierende Arbeitsumgebung, kein Zuckerbrot und Peitsche.

    Mir deucht, hier möchten viele Führungskräfte aus dem 19. Jahrhundert abgeholt werden, denn so entstehen keine leistungsfähige Teams, sondern frustrierte, unter- oder überforderte Einzelkämpfer und damit nur durchschnittliche Produkte. Die gute Nachricht zum Schluss: Angebot und Nachfrage wirds richten :-)

    PS: Die Metrik "Task-Anzahl" ist einfach schlecht gewählt. Hoch manipulativ und sagt nichts über Qualität und Zielerreichung aus. Die Kennzahl gehört kollektiv ignoriert.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.03.17 07:36 durch Finndail.

  15. Re: Warum ist das so? Wieso will keiner meine dreck's Stelle?

    Autor: a user 23.03.17 - 12:15

    Die Metrik "Anzahl Tasks" existiert in Scrum auch nicht. Was in Scrum als Metrik verwendet wird sind Story-Points.

    Und in Scrum dienen diese als Alternative zur Aufwandschätzung in Mann-Tage. Dies dient der Planung. Das Aufwandschätzungen egal welcher Art auch zur Mitarbeiterbeurteilung herhalten müssen war (wer schaft wieviel in welchem Zeitraum), ist und wird immer so sein und hat nichts mit Scrum oder was auch immer zu tun.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  2. Sanacorp Pharmahandel GmbH, Planegg bei München
  3. Bayerische Versorgungskammer, München
  4. Turck Vilant Systems GmbH, Mülheim an der Ruhr

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Mobile-Games-Auslese: Superheld und Schlapphutträger zu Besuch im Smartphone
Mobile-Games-Auslese
Superheld und Schlapphutträger zu Besuch im Smartphone

Markus Fenix aus Gears of War kämpft in Gears Pop gegen fiese (Knuddel-)Aliens und der Typ in Tombshaft erinnert an Indiana Jones: In Mobile Games tummelt sich derzeit echte und falsche Prominenz.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile-Games-Auslese Verdrehte Räume und verrückte Zombies für unterwegs
  2. Dr. Mario World im Test Spielspaß für Privatpatienten
  3. Mobile-Games-Auslese Ein Wunderjunge und dreimal kostenloser Mobilspaß

5G-Antenne in Berlin ausprobiert: Zu schnell, um nützlich zu sein
5G-Antenne in Berlin ausprobiert
Zu schnell, um nützlich zu sein

Neben einem unwirtlichen Parkplatz in Berlin-Adlershof befindet sich ein Knotenpunkt für den frühen 5G-Ausbau von Vodafone und Telekom. Wir sind hingefahren, um 5G selbst auszuprobieren, und kamen dabei ins Schwitzen.
Von Achim Sawall und Martin Wolf

  1. Tausende neue Nutzer Vodafone schafft Zuschlag für 5G ab
  2. Vodafone Callya Digital Prepaid-Tarif mit 10 GByte Datenvolumen kostet 20 Euro
  3. Kabelnetz Vodafone bekommt Netzüberlastung nicht in den Griff

Serielle Hybride: Unterschätzte Zwischenlösung oder längst überholt?
Serielle Hybride
Unterschätzte Zwischenlösung oder längst überholt?

Die reine E-Mobilität kommt nicht so schnell voran, wie es Klimaziele und Luftreinhaltepläne erfordern. Doch viele Fahrzeughersteller stellen derweil eine vergleichsweise simple Technologie auf die Räder, die für eine Zukunft ohne fossile Kraftstoffe Erkenntnisse liefern kann.
Von Mattias Schlenker

  1. ADAC Keyless-Go bietet Autofahrern keine Sicherheit
  2. Gesetzentwurf beschlossen Regierung verlängert Steuervorteile für Elektroautos
  3. Cabrio Renault R4 Plein Air als Elektro-Retroauto

  1. IAA 2019: PS-Wahn statt Visionen
    IAA 2019
    PS-Wahn statt Visionen

    IAA 2019 Alle Autobosse bekennen sich auf der IAA zur Nachhaltigkeit, doch auf den Ständen findet man weiterhin viele große, spritfressende Modelle. Dabei stellt sich die grundsätzliche Frage: Ist das Konzept der Automesse noch zeitgemäß?

  2. Elektromobilität: Stromwirtschaft will keine Million öffentlicher Ladesäulen
    Elektromobilität
    Stromwirtschaft will keine Million öffentlicher Ladesäulen

    Verkehrsminister Scheuer will günstige Elektroautos stärker fördern, Vizekanzler Olaf Scholz fordert "so was wie ein Eine-Million-Ladesäulen-Programm". Doch die Stromversorger warnen vor einer "überdimensionierten Ladeinfrastruktur".

  3. Saudi-Arabien: Drohnenangriffe legen halbe Erdölproduktion lahm
    Saudi-Arabien
    Drohnenangriffe legen halbe Erdölproduktion lahm

    Drohnen aus dem Jemen sollen die wichtigste Erdölraffinerie Saudi-Arabiens in Brand gesetzt haben. Die USA beschuldigen den Iran, die Huthi-Rebellen mit der Waffentechnik ausgerüstet zu haben.


  1. 07:02

  2. 14:21

  3. 12:41

  4. 11:39

  5. 15:47

  6. 15:11

  7. 14:49

  8. 13:52