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Das Problem mit Amazon Prime liegt woanders

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  1. Das Problem mit Amazon Prime liegt woanders

    Autor: Anonymer Nutzer 28.07.13 - 11:36

    .

    Eigentlich ist "Amazon Prime" eine praktische Angelegenheit.
    Eigentlich.


    Praktisch aber gibt es da schon ein paar Themen ....

    a) Funktioniert bzw. gilt nur für Waren die bei Amazon gelagert werden.

    In Anbetracht des gesamten Amazon-Bauchladens sind das gar nicht sooo viele.
    Für den Rest fallen die üblichen Versandgebühren an.


    b) DHL & Co sind überfordert.

    Ich sitze im Home Office vor dem PC und lese
    dass ich soeben "nicht anzutreffen war".
    Keine Mitteilung im Postkasten (kommt am dann per Post),
    beim Nachbarn hat auch keiner geklingelt.

    Dem Zusteller ist es ab und an einfach zuviel (oder zu blöd).
    Der kommt einfach nicht und behauptet dass man nicht anzutreffen war.
    Glatte Lüge, aber evtl. eine Notlüge (?), Zusteller ist ein Knochenjob.
    Wie auch immer, ich fühle mich da schlicht "ver.....".

    Meinetwegen kommt die Lieferung einen Tag später - kein Problem.
    Aber wenn es nicht klappt, dann will ich es vorher wissen
    und will nicht gesagt bekommen, es wäre meine Schuld gewesen.


    c) Prime Lieferung nicht immer schneller

    Oft gibt es gar keinen praktisch relevanten Unterschied in der Lieferzeit.
    Und was der Lieferservice dann draus macht ist noch eine ganz andere Sache.

    Und endet dann oft darin, dass man sich höchstpersönlich in die nächste Filiale bemühen muss
    um seine Bestellung in Empfang zu nehmen.
    Prime ist das nicht.


    d) Viele bzw. mehrere (unnötige) Einzel-Lieferungen

    Nicht alles, was man bestellt, ist hyper-dringend.

    Wenn man verschiedene Produkte bestellt,
    dann kommen diese u.U. aus verschiedenen Amazon-Lagern.

    Bei der bei Aufgabe der Bestellung bei Amazon
    gibt es keinerlei Möglichkeit
    verschiedene Positionen zu einer Gesamt-Lieferung zu konsolidieren.
    Statt dessen erhält man mehrere Lieferungen
    und wird dadurch (unnötig) belastet.
    Umweltfreundlich ist auch etwas anderes.


    Bei Prime kann Amazon noch einiges verbessern.
    Und die Qualität des Bestell- und Lieferprozesses ist evtl. wichtiger
    als die reine Lieferzeit.

    Und die unnötige Belastung der Umwelt und des Straßenverkehrs sind auch nicht ohne.
    Das sollte angegangen werden.

  2. Re: Das Problem mit Amazon Prime liegt woanders

    Autor: Telesto 28.07.13 - 14:53

    cicero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > a) Funktioniert bzw. gilt nur für Waren die bei Amazon gelagert werden.

    Na, überleg mal ganz kurz, warum das so ist. Als Marketplace-Händler bekomme ich einen Großteil der Versandkosten von Amazon gutgeschrieben. Wenn nun der Prime-Kunde 0¤ Versand zahlt, aber mir Amazon trotzdem 3-5¤ für den Versand gutschreibt, so lässt sich damit trotz der Gebühren eine schöne Betrugsmasche fahren: Der Händler generiert einfach mit mehreren Prime-Accounts Fake-Bestellungen bei sich selbst und kassiert Versandkostengutschriften.

    > c) Prime Lieferung nicht immer schneller

    Ein Problem hierbei ist auch, dass manchmal (inzwischen wohl seltener) per DHL-Express geliefert wird. DHL Express ist aber nur dann schneller, wenn der Kunde explizit auf die Lieferung wartet. Ist er nicht zuhause oder schickt er diese an eine Packstation, sind DHL-Express-Lieferungen effektiv langsamer, da man sie nicht einfach in der nächsten Postfiliale abholen kann und an Packstationen nur ein Bruchteil der Fächer für DHL-Express vorgesehen ist. Insofern ist das eher ein "Konstruktionsfehler" seitens DHL, als die Schuld von Amazon.

  3. Re: Das Problem mit Amazon Prime liegt woanders

    Autor: Anonymer Nutzer 29.07.13 - 08:15

    Amazon ist wohl der größte DHL Kunde.
    Wenn man dann Bedingungen diktiert und unter 2 EUR seine Pakete verschicken kann, dann hölt man so das System aus, bzw. lässt von andere Kunden die Unternehmenskosten zahlen.
    Das gleiche bei den Buchverlagen, der sowieso schon größe Abnehmer bekommt die mit Abstand größten Rabatte. Und mittels Buchpreisbindung macht Amazon in dieser Sparte fette Gewinne, die zur Monopolisierung eingesetzt werden.

    Eigentlich gehört Amazon in allen Belangen boykottiert, weil es sich wie ein Parasit breit macht und alles um sich herum aushölt.

  4. Re: Das Problem mit Amazon Prime liegt woanders

    Autor: krakos 29.07.13 - 08:54

    cicero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > d) Viele bzw. mehrere (unnötige) Einzel-Lieferungen
    >
    > Nicht alles, was man bestellt, ist hyper-dringend.
    >
    > Wenn man verschiedene Produkte bestellt,
    > dann kommen diese u.U. aus verschiedenen Amazon-Lagern.
    >
    > Bei der bei Aufgabe der Bestellung bei Amazon
    > gibt es keinerlei Möglichkeit
    > verschiedene Positionen zu einer Gesamt-Lieferung zu konsolidieren.
    > Statt dessen erhält man mehrere Lieferungen
    > und wird dadurch (unnötig) belastet.
    > Umweltfreundlich ist auch etwas anderes.
    Das machen die schon, seit sie Existieren. Keine Sache die es erst seit ein paar Wochen gibt.

  5. Re: Das Problem mit Amazon Prime liegt woanders

    Autor: tezmanian 29.07.13 - 15:45

    cicero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > a) Funktioniert bzw. gilt nur für Waren die bei Amazon gelagert werden.
    >
    > In Anbetracht des gesamten Amazon-Bauchladens sind das gar nicht sooo
    > viele.
    > Für den Rest fallen die üblichen Versandgebühren an.

    Also um ehrlich zu sein, ich habe extrem selten Bestellungen welche nicht durch die Versandlogistik von Amazon läuft und somit nicht per Prime bestellbar ist.

    > b) DHL & Co sind überfordert.
    >
    > Ich sitze im Home Office vor dem PC und lese
    > dass ich soeben "nicht anzutreffen war".
    > Keine Mitteilung im Postkasten (kommt am dann per Post),
    > beim Nachbarn hat auch keiner geklingelt.
    >
    > Dem Zusteller ist es ab und an einfach zuviel (oder zu blöd).
    > Der kommt einfach nicht und behauptet dass man nicht anzutreffen war.
    > Glatte Lüge, aber evtl. eine Notlüge (?), Zusteller ist ein Knochenjob.
    > Wie auch immer, ich fühle mich da schlicht "ver.....".
    >
    > Meinetwegen kommt die Lieferung einen Tag später - kein Problem.
    > Aber wenn es nicht klappt, dann will ich es vorher wissen
    > und will nicht gesagt bekommen, es wäre meine Schuld gewesen.

    Ist nicht unbedingt die Schuld von Amazon. Hier einfach mal bei DHL beschweren, das hilft.

    > c) Prime Lieferung nicht immer schneller
    >
    > Oft gibt es gar keinen praktisch relevanten Unterschied in der Lieferzeit.
    > Und was der Lieferservice dann draus macht ist noch eine ganz andere
    > Sache.
    >
    > Und endet dann oft darin, dass man sich höchstpersönlich in die nächste
    > Filiale bemühen muss
    > um seine Bestellung in Empfang zu nehmen.
    > Prime ist das nicht.

    Ja und nein. Bei Prime hat man eher noch die Möglichkeit später etwas zu bestellen und bekommt des trotzdem am nächsten Werktag.


    >
    > d) Viele bzw. mehrere (unnötige) Einzel-Lieferungen
    >
    > Nicht alles, was man bestellt, ist hyper-dringend.
    >
    > Wenn man verschiedene Produkte bestellt,
    > dann kommen diese u.U. aus verschiedenen Amazon-Lagern.
    >
    > Bei der bei Aufgabe der Bestellung bei Amazon
    > gibt es keinerlei Möglichkeit
    > verschiedene Positionen zu einer Gesamt-Lieferung zu konsolidieren.
    > Statt dessen erhält man mehrere Lieferungen
    > und wird dadurch (unnötig) belastet.
    > Umweltfreundlich ist auch etwas anderes.

    Naja, das Problem ist wohl eher der Chaoslogistik geschult. Nicht jedes Versandzentrum von Amazon hat alles auf Lager oder aber es liegt nicht entsprechend beisammen. Hier wird durch den Computer entschieden was nun günstiger ist. Und Amazon geht es nicht um die Umwelt sondern um den Gewinn, wie so gut bei jedem anderen Unternehmen.

    > Bei Prime kann Amazon noch einiges verbessern.
    > Und die Qualität des Bestell- und Lieferprozesses ist evtl. wichtiger
    > als die reine Lieferzeit.

    Das ist denke ich persönliches Empfinden.

    > Und die unnötige Belastung der Umwelt und des Straßenverkehrs sind auch
    > nicht ohne.
    > Das sollte angegangen werden.

    Glaubst Du wirklich das die Belastung abnimmt? Die Tagesstrecken der LKW/Sprinter o.ä. sind seid Jahren vorgegeben und ändern sich nicht weil Amazon Ihre Logistik umstellt. Was ich aber annehme ist das päckchen welche schon früh morgens als Versand gemeldet werden eher auf den "umweltfreundlicheren" LKW routen und weniger auf den Sprinter Routen liegen.

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