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Das Weihnachtsgeld ist geringer?!

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  1. Das Weihnachtsgeld ist geringer?!

    Autor: Screeny 19.09.18 - 19:35

    "Die Beschäftigten kämpfen seit Mai 2013 für eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld durch einen Tarifvertrag sowie bessere Arbeitsbedingungen. Urlaubsgeld fehlt bei Amazon komplett, das Weihnachtsgeld ist deutlich niedriger als die tariflichen 1.058 Euro."

    Ich könnte im Strahl kotzen.
    Das sind zumeist völlig unqualifizierte "Fachkräfte", die einen sehr sehr sehr simplen Task ausführen müssen. Dinge aus Behälter A nehmen und in Behälter B tun. Wow.

    Und dann wird sich darüber beschwert, dass es zu wenig Weihnachtsgeld gibt, während andere Berufszweige mit diesem Wort nicht mal etwas anfangen können.

    Verdi ist mir unsympathisch, wenngleich der Einsatz ja auch lobenswert sein mag - für die Mitglieder. Aber irgendwann ist bei einem Job dann auch die finanzielle Fahnenstange erreicht.

    Was ich mich frage: Was sollte ein Lagerarbeiter denn netto verdienen und was verdient er netto bei Amazon?

  2. Re: Das Weihnachtsgeld ist geringer?!

    Autor: Pummelchen 19.09.18 - 20:14

    Klare Worte!! Danke.
    Fakt ist, dass es für den kleinen Arbeiter bei Amazon-Koblenz, 400Euro Weihnachtsgeld gibt. Fakt ist auch, dass es nicht 2% sondern 3% Lohnerhöhung gibt. Das bedeutet: Der Jenige, der heute bei Amazon anfängt erhält einen Stundenlohn von ca.11,50¤. Wer bekommt in der Logistikbranche mehr als Anfangslohn??? Und das für JEDEN, ob Deutscher oder Menschen aus fremden Ländern. Voraussetzung für den Job sind: Deutsch-oder Englischkenntnisse, zwei Hände und den Willen etwas zu arbeiten. Das ist die Wahrheit und alles andere ist an den Haaren herbei gezogen. Fakt!!!

  3. Re: Das Weihnachtsgeld ist geringer?!

    Autor: miauwww 19.09.18 - 20:58

    > Das sind zumeist völlig unqualifizierte "Fachkräfte", die einen sehr sehr
    > sehr simplen Task ausführen müssen. Dinge aus Behälter A nehmen und in
    > Behälter B tun. Wow.
    >
    > Und dann wird sich darüber beschwert, dass es zu wenig Weihnachtsgeld gibt,
    > während andere Berufszweige mit diesem Wort nicht mal etwas anfangen
    > können.

    Solche 'simple Tasks' sind enorm anstrengend.

    Andere Berufszweige sollten auch anfangen, sich ihre Rechte zu erkämpfen.

    Ich finds immer wieder traurig, wenn sich Leute über diese Streiks erregen, indes zu den Einkünften in Manager-Etagen kein Wort fällt.

  4. Re: Das Weihnachtsgeld ist geringer?!

    Autor: amagol 19.09.18 - 21:15

    Screeny schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich könnte im Strahl kotzen.
    > Das sind zumeist völlig unqualifizierte "Fachkräfte", die einen sehr sehr
    > sehr simplen Task ausführen müssen. Dinge aus Behälter A nehmen und in
    > Behälter B tun. Wow.

    Statt dafuer zu kaempfen, dass diese "völlig unqualifizierten Fachkräfte" nicht mehr bekommen, waere es vielleicht sinnvoller , dafuer zu kaempfen, dass die qualifizierten Fachkräfte ordentlich entlohnt werden. Solange ich hier im Ausland 5 mal (!) so viel bekomme wie im gleichen Job in Deutschland, glaube ich nicht dass ein Anstieg der Loehne fuer Fachkraefte die Unternehmer in den Ruin treiben wuerde.

  5. Re: Das Weihnachtsgeld ist geringer?!

    Autor: ML82 19.09.18 - 22:36

    Warum sollten die unqualifiziert dafür sein, wenn das doch beinahe jeder machen könnte? Damit ist doch auch beinahe jeder dafür qualifiziert, warum Du nicht? Du kannst dich ja gerne dafür melden Tag für Tag Ware aus Box A in Box B zu legen, Amazon zahlt dafür doch deiner Meinung nach geradezu fürstlich und bietet dabei beste Arbeitsbedingungen, was hält Dich dann noch davon ab?

    Zur Frage was ein jeder bekommen sollte, alle Hilfen die er kriegen kann und atm 60k im Jahr dazu, mehr Geld soll ja heute nicht mehr signifikant glücklicher machen ... ja, wurde letztens mal irgendwie ermittelt, hat einer erzählt ... nur ich weis nicht, wie günstig die die Begleitservice-Ausgaben dabei kalkuliert haben ...

    Zur Frage was jeder von uns verdient, nun ja ... sehr viele ganz gewiss die Hölle, es fragt sich eigentlich nur wer zuerst rein darf ... Du musst wohl nur fest genug daran glauben, dann wird Satan Dich zuerst beglücken ...

  6. Re: Das Weihnachtsgeld ist geringer?!

    Autor: aLpenbog 19.09.18 - 23:27

    Dafür. Schön erhöhen, dann haben wir echt ein Fachkräftemangel in der IT, denn warum soll ich ggf. noch länger Schule machen, eine Ausbildung oder gar ein Studium, wenn ich dann am Ende ohne das alles bei Amazon mehr kriege?

    Klar hat man dort nicht wirklich Aufstiegschancen aber wenn ich mal vergleich, eingestiegen bin ich vom Gehalt tiefer, Stunden gab es ordentlich mehr, Urlaub gab es weniger und Weihnachtsgeld gab es auch keins. Ist zwar nun mit einigen Jahren Berufserfahrung über den Amazon Standard, abgesehen vom Gehalt sehen die Leistungen da aber besser aus.

    Davon ab ist das absurde ja, dass ver.di auf ihren Tarif für den Einzelhandel pocht. Wurde bis dato weder von den Leuten dort bezüglich meiner Einkäufe beraten, noch habe ich die häufig Schaufenster oder Ladenflächen einrichten sehen, an der Kasse ist meist auch keiner.

    Ich mein ich verdiene auch zuwenig gemäß des Lufthansa-Tarifs für Flugzeugkapitäne. Möglicherweise könnte das aber damit zusammenhängen, dass ich weder bei der Lufthansa arbeite, kein Kapitän bin und noch nie ein Flugzeug geflogen bin aber ich könnte mich natürlich trotzdem nach den Tarif richten, ich meine da drin sind Computer und so, quasi Informatik, passt also genauso wie Einzelhandel und Kommissionierung.

    Wenn ver.di sich wirklich für die Kommissionierer stark machen würde, dann würde man an einem Tarif in dem Bereich was drehen wollen, das betrifft dann nämlich weitaus mehr in diesem Bereich, wovon es dem Großteil schlechter geht, als den Leuten bei Amazon.

    Von mir aus kann es durchaus allen besser gehen aber dann müssen die Verhältnisse eben passen. Wenn wir große Arbeitgeber und die Stellen ohne Qualifikation hoch setzen, dann muss alles andere auch hoch, sonst sorgt sowas am Ende denke ich eher für Probleme, als das es hilft.

    Ansonsten sollte natürlich jeder der mit so einer Situation unzufrieden ist schauen, dass er zumindest irgendwo nahe eines durchschnittlichen Lohns kommt. Möglichkeiten zur Bildung gibt es in Deutschland mehr als genug. Die meisten werden einen sogar finanziert bzw. sie sind kostenfrei. Aber selbst sowas wie die Fernuni-Hagen kann man sich von dem Gehalt nebenbei leisten.

    So long, euer Kapitän (der gut 156k zuwenig für einen Kapitän seiner Berufserfahrung verdient, ver.di hilf mir!)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.09.18 23:30 durch aLpenbog.

  7. Re: Das Weihnachtsgeld ist geringer?!

    Autor: Kakiss 20.09.18 - 06:59

    In der Logistik als normaler Kommissionierer (ohne Ausbildung) verdienst du für gewöhnlich mehr als das was Amazon zahlt, nämlich ganz simpel das was im Tarifvertrag steht.

    Und auch wenn es von der Komplexität her simpel ist, heißt dies nicht, dass es keine anstrengende Aufgabe ist dort zu arbeiten.
    Hier den Arbeitsaufwand klein zu reden, ist doch wirklich ziemlich dekadent.

    Gönne den Menschen für ihre Arbeit doch eine anständige Bezahlung, wo liegt da das Problem?

    Falls du in Wirtschaft aufgepasst hättest, wüsstest du, dass höhere Löhne durch die bessere Kaufkraft der Wirtschaft nur gut tun und am Schluß sogar dir zu Gute kommt.

    Generell hat Deutschland ein viel zu niedriges Lohnniveau, welches sogar so niedrig ist, dass es gegen den vertraglich geregelten Wachstum innerhalb der EU verstößt, wir verkaufen unsere Arbeitskraft zu dumping Preisen.
    Aufgrund dessen haben wir eben die starke Auftragslage und dürfen uns Exportweltmeister nennen.

    Dafür verlieren andere Nationen wie Frankreich ihre Aufträge und somit Arbeitsplätze.
    Wenn dann die Leute nach Deutschland ziehen, um zu arbeiten, kommen die Deppen wieder raus und heulen über Ausländer rum.

  8. Re: Das Weihnachtsgeld ist geringer?!

    Autor: Eheran 20.09.18 - 07:54

    >indes zu den Einkünften in Manager-Etagen kein Wort fällt.
    Weil das einfach nichts mit dem Thema zu tun hat...?
    Die Entlohnung hat übrigens eher wenig damit zu tun, wie anstrengend etwas ist. Eher damit, wie viele bereit und dazu in der Lage sind, es zu machen. Angebot <-> Nachfrage

  9. 11,50 ¤ ist nicht viel ...

    Autor: Brainfreeze 20.09.18 - 08:15

    Pummelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klare Worte!! Danke.
    > Fakt ist, dass es für den kleinen Arbeiter bei Amazon-Koblenz, 400Euro
    > Weihnachtsgeld gibt. Fakt ist auch, dass es nicht 2% sondern 3%
    > Lohnerhöhung gibt. Das bedeutet: Der Jenige, der heute bei Amazon anfängt
    > erhält einen Stundenlohn von ca.11,50¤. Wer bekommt in der Logistikbranche
    > mehr als Anfangslohn???
    11,50 ¤ ist nicht viel, wenn man berücksichtigt, dass laut Berechnungen der Bundesregierung ein Stundenlohn von derzeit 12,63 Euro benötigt wird damit man als Vollzeitbeschäftigter bei Renteneintritt überhaupt die Grundsicherung erreicht. Alles was darunter liegt führt mehr oder weniger zur Altersarmut.

    Das nur mal so als Anregung ...

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article176289787/Armutslohn-Fuer-Rente-ueber-Grundsicherung-ist-Mindestlohn-von-12-63-Euro-noetig.html

  10. Re: Das Weihnachtsgeld ist geringer?!

    Autor: franzropen 20.09.18 - 09:04

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Statt dafuer zu kaempfen, dass diese "völlig unqualifizierten Fachkräfte"
    > nicht mehr bekommen, waere es vielleicht sinnvoller , dafuer zu kaempfen,
    > dass die qualifizierten Fachkräfte ordentlich entlohnt werden. Solange ich
    > hier im Ausland 5 mal (!) so viel bekomme wie im gleichen Job in
    > Deutschland, glaube ich nicht dass ein Anstieg der Loehne fuer Fachkraefte
    > die Unternehmer in den Ruin treiben wuerde.
    Sind die "qualifizierten Fachkräfte" denn in einer Gewerkschaft oder haben eine gegründet, um gemeinsam einen besseren Lohn zu erreichen?
    Wahrscheinlich nicht.

  11. Re: 11,50 ¤ ist nicht viel ...

    Autor: P4ge 20.09.18 - 09:15

    Brainfreeze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pummelchen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > 11,50 ¤ ist nicht viel, wenn man berücksichtigt, dass laut Berechnungen der
    > Bundesregierung ein Stundenlohn von derzeit 12,63 Euro benötigt wird damit
    > man als Vollzeitbeschäftigter bei Renteneintritt überhaupt die
    > Grundsicherung erreicht. Alles was darunter liegt führt mehr oder weniger
    > zur Altersarmut.
    >
    > Das nur mal so als Anregung ...
    >
    > www.welt.de

    11,50¤ ist schon viel... Punkt. Das ist bei Vollzeit 2000,-¤ Brutto im Monat. Als Singlehaushalt hat man da 1366,-¤ übrig. Wer da Probleme bekommt kann nicht wirtschaften. Außerdem kann man immernoch nen Minijob dazu packen und käme so locker auf 1800,-¤ und zahlt noch in seine Rente ein.

  12. Re: Das Weihnachtsgeld ist geringer?!

    Autor: AllDayPiano 20.09.18 - 09:42

    Ach das ist doch vollkommener Unsinn.

    Der Lohn richtet sich danach, wessen Großväter und Väter welcher Berufsgruppe vor vielen Jahrzehnten auf die Straße gegangen sind. Damals hat man sich die heutigen Tarifvorteile bitterhart erstritten.

    Dass heutzutage die Gesellschaft aus gefühlt 90% Vollversagern besteht, die nurnoch ja und amen zu allem sagt, ist eine extrem traurige Entwicklung und der Grundstein dafür, dass alles, wofür unsere Vorfahren erbittert gekämpft haben, in die Mülltonne getreten wird. Wir hätten heute nicht die kläglichen Reste unserer einstigen sozialen Marktwirtschaft, wenn damals niemand gestreikt hätte. Wir hätten jetzt die gleichen Bedingungen, wie in den USA.

    Der einzige Grund, warum Bauern, Friseure und Lagerarbeiter schlechter bezahlt werden, als andere Berufsgruppen ist, dass sie nie in den Arbeitskampf gegangen sind.

    Wenn Sie das jetzt ändern, dass ist ihnen das ausschließlich anerkennend zu gute zu halten! Niemand kann ein Interesse in einer sozial denkenden Gesellschaft daran haben, dass es Menschen gibt, die wie Dreck behandelt und bezahlt werden, und dass es Menschen gibt, die so viel mehr verdienen, dass sie die Lohnerhöhungen aus ihrer Portokasse zahlen könnten.

  13. Re: 11,50 ¤ ist nicht viel ...

    Autor: Brainfreeze 20.09.18 - 09:42

    P4ge schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Brainfreeze schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Pummelchen schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > 11,50 ¤ ist nicht viel, wenn man berücksichtigt, dass laut Berechnungen
    > der
    > > Bundesregierung ein Stundenlohn von derzeit 12,63 Euro benötigt wird
    > damit
    > > man als Vollzeitbeschäftigter bei Renteneintritt überhaupt die
    > > Grundsicherung erreicht. Alles was darunter liegt führt mehr oder
    > weniger
    > > zur Altersarmut.
    > >
    > > Das nur mal so als Anregung ...
    > >
    > > www.welt.de
    >
    > 11,50¤ ist schon viel... Punkt. Das ist bei Vollzeit 2000,-¤ Brutto im
    > Monat. Als Singlehaushalt hat man da 1366,-¤ übrig. Wer da Probleme bekommt
    > kann nicht wirtschaften. Außerdem kann man immernoch nen Minijob dazu
    > packen und käme so locker auf 1800,-¤ und zahlt noch in seine Rente ein.
    Es geht mir dabei weniger darum, ob man als Single mit dem Geld auskommt oder nicht. Sondern eher, dass man mit diesem Stundenlohn beim Berufseinstieg erstmal deutlich unterhalb der Grundsicherung seine Rente "aufbaut". Vermutlich dauert es auch einige Jahre, bis man ein Stundenlohn erreicht, der darüberliegt und muss dann eigentlich zunächst die vorherige Zeit ausgleichen.
    Und Du kommst dann mit dem Hinweis, man könnte doch neben seinem Vollzeitjob noch einen Minijob annehmen, um die Differenz auszugleichen. Ehrlich?

  14. Re: 11,50 ¤ ist nicht viel ...

    Autor: P4ge 20.09.18 - 10:00

    Brainfreeze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und Du kommst dann mit dem Hinweis, man könnte doch neben seinem
    > Vollzeitjob noch einen Minijob annehmen, um die Differenz auszugleichen.
    > Ehrlich?


    Was machen wir denn seit Jahrzehnten mit unseren Rentnern. Ständig für bezuschusst und angepasst damit die Renter mehr bekommen. Dabei haben Sie damals halt zuwenig eingezahlt. Das ist Fakt. Gleichzeitig sagt eine geringe Rente nichts über Altersarmut aus. Laut Bescheid werde ich eine Rente bekommen von 535,-¤ . Ich gehöre auch zu dieser Gruppe der armen Alten. Gleichzeitig verfüge ich über ein vielfaches dessen aus Vermietungseinnahmen.


    Vollzeit heißt 40 Studen die Woche + Minijob (51 Stunden im Monat) 11,75 Std extra. Samstag und Sonntag 6 Stunden irgendwo helfen. Da macht man sich echt kaputt. Wie sieht denn eure Wunschwirklichkeit aus. 4 Personenhaushalt 1 arbeitet der Rest kann kreativ wirken?

  15. Re: 11,50 ¤ ist nicht viel ...

    Autor: Brainfreeze 20.09.18 - 10:37

    P4ge schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Brainfreeze schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Und Du kommst dann mit dem Hinweis, man könnte doch neben seinem
    > > Vollzeitjob noch einen Minijob annehmen, um die Differenz auszugleichen.
    > > Ehrlich?
    >
    > Was machen wir denn seit Jahrzehnten mit unseren Rentnern. Ständig für
    > bezuschusst und angepasst damit die Renter mehr bekommen. Dabei haben Sie
    > damals halt zuwenig eingezahlt. Das ist Fakt.
    Das Problem ist nicht, dass sie zu wenig eingezahlt hätten, sondern dass man immer weniger Arbeitnehmer hat, die immer mehr Rentner finanzieren müssen. Daher wurde immer wieder das Rentenniveau gesenkt oder die Zuschüsse angehoben.

    > Gleichzeitig sagt eine
    > geringe Rente nichts über Altersarmut aus. Laut Bescheid werde ich eine
    > Rente bekommen von 535,-¤ .
    Wenn man während seinem Arbeitsleben Geld übrig hat für eine private Vorsorge oder ähnliches, dann kann man sich glücklich schätzen. Aber stell dir vor, Du hast dein Leben lang gearbeitet und eingezahlt, vielleicht Kinder grossgezogen und am Ende hast Du nur die gesetzliche Rente, die mal so angedacht war, dass man nur davon seinen Lebensabend finanzieren soll. Und laut aktuellen Armutsbericht ist fast jeder fünfte in Deutschland von Armut bedroht. Die haben wohl kaum Möglichkeit sich anderweitig abzusichern.

    > Ich gehöre auch zu dieser Gruppe der armen
    > Alten. Gleichzeitig verfüge ich über ein vielfaches dessen aus
    > Vermietungseinnahmen.
    Mit Vermietungseinnahmen wirst Du aber die Ausnahme sein.

    > Vollzeit heißt 40 Studen die Woche + Minijob (51 Stunden im Monat) 11,75
    > Std extra. Samstag und Sonntag 6 Stunden irgendwo helfen. Da macht man sich
    > echt kaputt.
    ... not sure if serious or trolling ...
    > Wie sieht denn eure Wunschwirklichkeit aus. 4 Personenhaushalt
    > 1 arbeitet der Rest kann kreativ wirken?
    In meiner Wunschwirklichkeit reicht eine Vollzeitarbeit um sich sein (eigenes) Leben ein lebenlang zu finanzieren. Deine sieht ja anscheinend anders aus.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.09.18 10:38 durch Brainfreeze.

  16. Re: 11,50 ¤ ist nicht viel ...

    Autor: Loehm 20.09.18 - 10:51

    Brainfreeze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pummelchen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Klare Worte!! Danke.
    > > Fakt ist, dass es für den kleinen Arbeiter bei Amazon-Koblenz, 400Euro
    > > Weihnachtsgeld gibt. Fakt ist auch, dass es nicht 2% sondern 3%
    > > Lohnerhöhung gibt. Das bedeutet: Der Jenige, der heute bei Amazon
    > anfängt
    > > erhält einen Stundenlohn von ca.11,50¤. Wer bekommt in der
    > Logistikbranche
    > > mehr als Anfangslohn???
    > 11,50 ¤ ist nicht viel, wenn man berücksichtigt, dass laut Berechnungen der
    > Bundesregierung ein Stundenlohn von derzeit 12,63 Euro benötigt wird damit
    > man als Vollzeitbeschäftigter bei Renteneintritt überhaupt die
    > Grundsicherung erreicht. Alles was darunter liegt führt mehr oder weniger
    > zur Altersarmut.
    >
    > Das nur mal so als Anregung ...
    >
    > www.welt.de


    ...um so krasser, welcher Stundenlohn derselben Bundesregierung dann wiederrum als Mindestlohn angemessen scheint...

  17. Re: 11,50 ¤ ist nicht viel ...

    Autor: PiranhA 20.09.18 - 10:53

    P4ge schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gleichzeitig verfüge ich über ein vielfaches dessen aus Vermietungseinnahmen.

    Wie soll jemand mit 2.000 Euro Brutto den bitte eine eigene Immobilie finanzieren, geschweige denn etwas vermieten können? Der kann ja nicht mal etwas zur Seite legen.

  18. Re: Das Weihnachtsgeld ist geringer?!

    Autor: Palerider 20.09.18 - 10:56

    Grundsätzlich stimme ich damit überein, dass es gut und richtig ist, nicht vor dem Arbeitgeber zu kuschen sondern auch mal den Arbeitskampf zu wagen - genau genommen widerspricht Deine Aussage aber gar nicht der Aussage von Eheran, ein Streik ist ja nichts anderes als eine Verknappung des Angebots um den Preis zu erhöhen. Amazon war nun so leider schlau seinen Logistikbetrieb so einzustellen, dass jeder kurzfristig ersetzbar ist, wenn zur Weihnachtszeit 1000 Leute streiken, stellen sie halt 1000 Saisonkräfte mehr ein und/oder verlagern auf andere Standorte.

  19. Re: 11,50 ¤ ist nicht viel ...

    Autor: P4ge 20.09.18 - 10:58

    >Das Problem ist nicht, dass sie zu wenig eingezahlt hätten, sondern dass man immer weniger >Arbeitnehmer hat, die immer mehr Rentner finanzieren müssen. Daher wurde immer wieder das >Rentenniveau gesenkt oder die Zuschüsse angehoben.

    du glaubst diesem Hirngespinst? Das zuwenig Geld in der Rentenkasse ist, liegt nicht an den weniger werdenden Arbeitskräften, sondern das wir den Osten dazu bekommen haben. Nie eingezahlt, aber Geld davon bekommen. Wir hätten der Fairnisshalber, 2 Rententöpfe machen müssen, dann würde jeder sehen was uns der Osten noch immer kostet.

    Ich setze auch nur Kinder in die Welt wenn ich das Geld und die sicherheit dafür habe. Alles andere ist verantwortungslos. Und anscheinend willst du es nicht verstehen. Nur weil die Statistik mich als altersarm bezeichnet, wird dies nicht eintreten. Somit traue ich auch dieser Statistik nicht. Wenn eine Alleinerziehende Mutter mit Kind sagt sie hat nicht genug Geld, sollte man auch hinterfragen was mit dem Vater des Kindes ist. Danach haben wir die Einnahmenseite und erst dann sollte man sich anschauen wo das Geld dann landet. Meist gibt es 4-5 Positionen wo man gut einsparen kann. Die frage ist auch, wollen die Leute das.

    Ja Vermietungseinnahmen sind auch eine totale Seltenheit in Deutschland. Die ganzen Wohungen gehören entweder Vonovia oder der Staat stimmt.... du bist mir der richtige Troll.

    Meiner Meinung reicht auch eine vollzeitstelle fürs Leben und danach. die Frage ist eher was verstehen die Leute unter Leben.

  20. Re: 11,50 ¤ ist nicht viel ...

    Autor: Kay_Ahnung 20.09.18 - 11:12

    Also was die Renten angeht da finde ich sind die Rentner selber schuld dran. Wer hat den all die Jahre die Regierungen gewählt und nichts für seine Altersvorsorge getan? Und wer beschwert sich den jetzt, wenn man die Lebensarbeitszeit erhöhen will um das Rentensystem zu stabilisieren und die jungen nicht zu belasten?

    Was Amazon angeht wenn es sich wirklich um unqualifizierte Kräft handelt finde ich 30.000¤ Jahresgehalt ziemlich gut da bekommen andere weniger (auch manche Qualifizierten) ganz zu schweigen davon das sie Aktien von einer der Top10 Unternehmen bekommen die bestimmt noch wertvoller werden.

    Was unsere ach so tollen Vorfahren angeht, da wäre ich vorsichtig. Je nachdem wie weit man zurückgeht haben die uns den ersten und zweiten Weltkrieg eingebrockt zusätzlich noch unsere heutigen Rentengesetzte und die Umweltprobleme (wobei ich bei den Umweltproblemen noch sagen würde das die meisten es damals nicht besser wussten)

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