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  5. › Verdi: Telekom-Streiks nun über…

Experiment

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  1. Experiment

    Autor: DrWatson 26.03.14 - 19:36

    Die Telekom könnte sich doch mal mit ihren Mitbewerbern zusammentun und einfach mal für ein paar Stunden alle Telekomnetze abschalten um höhere Preise durchzusetzen.

    Davon kann man dann auch den Mitarbeitern schöne Gehaltserhöhungen machen, nicht nur mickerige 5,5 Prozent.

    Vor allem ginge das schneller als diese ewigen Streiks und wäre sicher auch sehr beeindruckend für die Bevölkerung.


    Ok, ist nicht ganz ernst gemeint :D

  2. Re: Experiment

    Autor: Anonymer Nutzer 26.03.14 - 21:18

    Da wäre dann aber ganz schnell und auch völlig zu recht das kartellamt am start.

  3. Re: Experiment

    Autor: DrWatson 26.03.14 - 21:40

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da wäre dann aber ganz schnell und auch völlig zu recht das kartellamt am
    > start.

    Wer sagt denn, das man so eine Sache nicht ordentlich durchführen kann? :)

    Natürlich müssen dann die ganzen Telekoms eine gemeinsame Gewerkschaft gründen damit weiterhin Recht und Ordnung herrscht oder man schlüpft bei Verdi unter.

    Außerdem wird der Streik natürlich vorher angekündigt:

    "Im Kampf um höhere Gebühren bei der Telekommunikation wird die Internetversorgung in Deutschland vom 26. bis einschließlich 27. März 2014 eingestellt. Wir fordern keinen Luxus, sondern genug, dass wir alleine den Breitbandausbau bestreiten können."

    Dann können sich auch die Kunden darauf vorbereiten, das sorgt für besseres Verständnis in der Bevölkerung.

  4. Re: Experiment

    Autor: David64Bit 26.03.14 - 23:39

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Telekom könnte sich doch mal mit ihren Mitbewerbern zusammentun und
    > einfach mal für ein paar Stunden alle Telekomnetze abschalten um höhere
    > Preise durchzusetzen.
    >
    > Davon kann man dann auch den Mitarbeitern schöne Gehaltserhöhungen machen,
    > nicht nur mickerige 5,5 Prozent.
    >
    > Vor allem ginge das schneller als diese ewigen Streiks und wäre sicher auch
    > sehr beeindruckend für die Bevölkerung.
    >
    > Ok, ist nicht ganz ernst gemeint :D

    Sollte das irgend eine große Firma machen, die an der Börse ist und Funktionäre "beeindrucken" Muss, wäre diese Firma mein absoluter Boykott endügltig sicher. Dafür würde ich sogar auf das Internet komplett verzichten, bzw. Sat-DSL nehmen und die Pingzeiten in Kauf nehmen.

  5. Re: Experiment

    Autor: DrWatson 26.03.14 - 23:59

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Telekom könnte sich doch mal mit ihren Mitbewerbern zusammentun und
    > > einfach mal für ein paar Stunden alle Telekomnetze abschalten um höhere
    > > Preise durchzusetzen.
    > >
    > > Davon kann man dann auch den Mitarbeitern schöne Gehaltserhöhungen
    > machen,
    > > nicht nur mickerige 5,5 Prozent.
    > >
    > > Vor allem ginge das schneller als diese ewigen Streiks und wäre sicher
    > auch
    > > sehr beeindruckend für die Bevölkerung.
    > >
    > >
    > > Ok, ist nicht ganz ernst gemeint :D
    >
    > Sollte das irgend eine große Firma machen, die an der Börse ist und
    > Funktionäre "beeindrucken" Muss, wäre diese Firma mein absoluter Boykott
    > endügltig sicher. Dafür würde ich sogar auf das Internet komplett
    > verzichten, bzw. Sat-DSL nehmen und die Pingzeiten in Kauf nehmen.

    Bei manchen Dingen mag das gehen, aber der Trick bei einem Kartell ist ja, dass alle mitmachen, dass du also keine Alternative hast.

    Zum Beispiel hat Verdi ja für einige Branchen so eine Monopolmacht. Irgendeiner muss dann dafür zahlen: Der Unternehmer, der weniger Gewinn macht und dudurch weniger für die Zukunft investieren kann, der Kunde, der höhere Preise zahlen muss und weniger Geld für andere Dinge hat, der Mitarbeiter der seinen Job verliert und Arbeitslos wird.

    Durch einen Streik wird nichts geschaffen, nur zerstört.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.14 00:00 durch DrWatson.

  6. Re: Experiment

    Autor: kendon 27.03.14 - 00:23

    so funktioniert das nicht. im mobilfunk z.b. kauft ein unternehmen nicht nur lizenzen, sondern "erwirbt" damit gleichzeitig eine versorgungspflicht. stichwort notruf, unter vielem anderen.

  7. Re: Experiment

    Autor: DrWatson 27.03.14 - 00:27

    kendon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > so funktioniert das nicht. im mobilfunk z.b. kauft ein unternehmen nicht
    > nur lizenzen, sondern "erwirbt" damit gleichzeitig eine versorgungspflicht.
    > stichwort notruf, unter vielem anderen.

    Ja es ist auch klar, dass das nicht geht. Es ist ja auch verboten.

    Ich wollte auch eher einen Denkanreiz geben, ganz ernst gemeint war das natürlich nicht. :)

  8. Re: Experiment

    Autor: Anonymer Nutzer 27.03.14 - 03:22

    Genau. Die bösen bösen Gewerkschaften und arbeitnehmer sollen mal ruhig sein.
    Was fällt denen auch ein mehr geld zu fordern. Unerhört sowas.
    Frechheit das die überhaupt geld bekommen.

    Das argument das höhere Löhne auf kosten der Investition gehen ist auch quatsch. Schließlich investiert das unternehmen mit einem angemessenen Lohn und Arbeitsbedingungen such in die zukunft des Unternehmens.
    Aber arbeiter werden ja nur noch als Kostenfaktor gesehen.

    Verdi macht keine Streiks weil sie langeweile haben sondern weil due firma die leute wieder mal über den tisch ziehen will.
    3 % auf 2 jahe verteilt isn witz.

  9. Re: Experiment

    Autor: DrWatson 27.03.14 - 04:38

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau. Die bösen bösen Gewerkschaften und arbeitnehmer sollen mal ruhig
    > sein.

    Zunächst einmal sind Gewerkschaften != Arbeitnehmer.
    Man kann Arbeitnehmer sein ohne Gewerkschaftsmitglied zu sein, genau so wie man Autofahrer sein kann ohne dem ADAC beitreten zu müssen.
    Wie legitim solche Interessensvertretungen/Lobbygruppen sind sei mal dahingestellt.

    > Was fällt denen auch ein mehr geld zu fordern. Unerhört sowas.

    Jeder darf gerne mehr Geld fordern, warum sollte man sonst arbeiten und sich dabei Mühe geben?

    Problematisch ist es allerdings wenn sich Kartelle und Monopole bilden, die dann auch noch fordern, dass die Preise die sie durchsetzen nun für alle gelten.
    Das geht immer zu kosten anderer, weshalb Kartelle normalerweise verboten sind.

    Ein Tariflohn ist bei näherer Betrachtungsweise sogar extrem unsozial.

    Ob ein Arbeitnehmer eingestellt wird ist nämlich immer eine Grenzkostenbetrachtung:
    Die frage Lautet also: In welchem Verhältnis steht die Produktivität eines weiteren Mitarbeiters im Verhältnis zum Preis der Arbeit, also den Löhnen.

    Wenn der Lohn nicht individuell ausgehandelt werden kann, geht das immer zu Lasten der Schwächsten. Da kein Arbeitnehmer durch einen Tarifvertrag einen geringeren Lohn haben will als zuvor, werden die produktivsten als Maßstab für Gehalt und Produktivität genommen, wenn es allerdings um Entlassungen oder Neueinstellungen geht haben die schwächsten und unerfahrensten immer das Nachsehen und das sind fast immer Jugendliche, Frauen und Ausländer.

    Aber auch diejenigen, die zunächst profitieren, tun sich langfristig keinen Gefallen.
    Unternehmen schauen nämlich ganz genau danach ob in einer Region viele Gewerkschaftliche Aktivitäten sind. Wo würdest du eher eine Autofabrik bauen wollen, in Michigan oder in Tennessee?

    > Frechheit das die überhaupt geld bekommen.

    Das habe ich nie gesagt.


    > Das argument das höhere Löhne auf kosten der Investition gehen ist auch
    > quatsch.

    Nun die Dividenden machen etwa 4 bis 5 Prozent der Bruttowertschöpfung in Deutschland aus. Der Rest sind Investitionen, Abschreibungen, Löhne und Steuern.
    Steuern sind übrigens fast 50% vom BIP, das mal am Rande.

    Die Abschreibungen kannst du als Unternehmen nicht senken, die Steuern auch nicht, bleiben dir also nur die Investitionen übrig. Investitionen sind allerdings die einzige nachhaltige Möglichkeit die Produktivität zu erhöhen und das ist die einzige Möglichkeit den Kuchen zu vergrößern aus dem die Löhne gezahlt werden können.

    > Schließlich investiert das unternehmen mit einem angemessenen Lohn
    > und Arbeitsbedingungen such in die zukunft des Unternehmens.

    Genau das ist der Grund den eben viele vergessen, Unternehmen haben von sich aus einen Anreiz gute Löhne zu zahlen und gute Arbeitsbedingungen zu haben, wenn sie gute Mitarbeiter wollen, die nicht zur Konkurrenz überlaufen.

    > Verdi macht keine Streiks weil sie langeweile haben sondern weil due firma
    > die leute wieder mal über den tisch ziehen will.
    > 3 % auf 2 jahe verteilt isn witz.

    Über den Tisch ziehen? Das Unternehmen wird ganz schnell merken wenn ihnen die besten Leute weglaufen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.14 04:40 durch DrWatson.

  10. Re: Experiment

    Autor: Arcardy 27.03.14 - 06:51

    Zum Glück würd mich sowas nicht betreffen, bin ja nicht bei der Telekom

    Die drei Menschen, die am meisten in der IT-Welt bewirkt haben, sind ...
    *Zensiert*

  11. Re: Experiment

    Autor: Dwalinn 27.03.14 - 10:20

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prinzeumel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----

    > "Im Kampf um höhere Gebühren bei der Telekommunikation wird die
    > Internetversorgung in Deutschland vom 26. bis einschließlich 27. März 2014
    > eingestellt. Wir fordern keinen Luxus, sondern genug, dass wir alleine den
    > Breitbandausbau bestreiten können."
    >
    > Dann können sich auch die Kunden darauf vorbereiten, das sorgt für besseres
    > Verständnis in der Bevölkerung.


    Wäre ich absolut dafür, mein Trafic ist für diesem Monat eh aufgebracuht und Internet ist nicht mehr möglich (so langsamer Verbindungsaufbau das es meistens nur ne Fehlermeldung gibt)

    Wenn alle sehen wie schlim es die Leute auf dem Land haben, sind sie auch bereit etwas mehr zu bezahlen

  12. Re: Experiment

    Autor: quineloe 27.03.14 - 11:18

    DrWatson schrieb:

    > Durch einen Streik wird nichts geschaffen, nur zerstört.

    Nicht alles ist es wert, erhalten zu bleiben.

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