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  1. Differenz

    Autor: flow77 10.02.19 - 22:27

    Ich würde mal sagen dass die besten Gehälter (in der IT) die Leute bekommen die etwas können was andere, bzw. wenige nicht können.
    Das die Security-Leute da aktuell oben sind, ist jedenfalls kein Wunder - es gibt schlichtweg wenige Leute die diese Tätigkeit ausüben, da das Thema wesentlich komplexer und nicht so sexy wie andere Dinge in der IT ist.

    Wenn man als Vergleich die normalen Coder Web-Coder betrachtet (Angular/React/Magento/etc.) dann findet man hier wesentlich mehr Leute auf dem Markt.
    Das Dumme ist nur dass wahrscheinlich nur maximal 10% der Leute wirklich gut sind - die restlichen können es irgend wie, aber sind eigentlich nicht wirklich gut.

    Nun, wie soll man denn nun das Gehalt strukturieren? Ein normaler Coder der bekommt 40-50k im Jahr, teilweise in bestimmten Regionen (München z.B.) auch gerne 60k.

    Was sollte man nun jemanden zahlen der Dinge kann die normale ITler nicht können (und wohl auch niemals können werden), der eine hohe Weitsicht hat was ggf. in ein paar Jahren passieren wird und dementsprechend die Software auch darauf vorbereitet, der Dinge 10x so schnell erledigen kann, auf alles eine kompetente Antwort parat hat und der sich auch gerne privat mit diesen Themen identifiziert und trotzdem Redegewandt ist und ein normales Leben führt?

  2. Re: Differenz

    Autor: Oktavian 10.02.19 - 22:49

    > Was sollte man nun jemanden zahlen der Dinge kann die normale ITler nicht
    > können (und wohl auch niemals können werden), der eine hohe Weitsicht hat
    > was ggf. in ein paar Jahren passieren wird und dementsprechend die Software
    > auch darauf vorbereitet, der Dinge 10x so schnell erledigen kann, auf alles
    > eine kompetente Antwort parat hat und der sich auch gerne privat mit diesen
    > Themen identifiziert und trotzdem Redegewandt ist und ein normales Leben
    > führt?

    Die Frage ist hier immer, ob er diese Dinge nicht nur kann, sondern es auch tut, ob er an einer Position ist, bei der diese hohe Qualifikation auch abgerufen und in Werte umgesetzt wird. Wenn er nur das macht, was alle anderen auch machen, vielleicht etwas besser und mit etwas weniger Fehlern, dann wird die Entlohnung auch nur etwas besser sein. Wenn er aber aktiv auf eine Position hinarbeitet, bei der er beispielsweise weniger entwickelt sondern mehr an der Architektur arbeitet, an der Produkt-Roadmap, vielleicht auch in direktem Kundenkontakt als Tech-Sales, der dann auch die Umsetzung begleitet, dann kann sich das Gehalt in einer gewissen Zeit durchaus verdoppeln. Ich kenne schon Kollegen, die genau in solchen Positionen arbeiten, also Senior Architect und im Jahr 100k haben, und das nicht nur in München.

    Man muss diese Entwicklung aber aktiv steuern, darauf hinarbeiten. Irgendwo sitzen und darauf warten, dass man entdeckt wird, kann funktionieren, ist aber eher unwahrscheinlich.

  3. Re: Differenz

    Autor: stan__lemur 11.02.19 - 00:03

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn er aber aktiv auf
    > eine Position hinarbeitet, bei der er beispielsweise weniger entwickelt
    > sondern mehr an der Architektur arbeitet, an der Produkt-Roadmap,
    > vielleicht auch in direktem Kundenkontakt als Tech-Sales, der dann auch die
    > Umsetzung begleitet, dann kann sich das Gehalt in einer gewissen Zeit
    > durchaus verdoppeln. Ich kenne schon Kollegen, die genau in solchen
    > Positionen arbeiten, also Senior Architect und im Jahr 100k haben, und das
    > nicht nur in München.
    >
    > Man muss diese Entwicklung aber aktiv steuern, darauf hinarbeiten.

    Dummerweise gibts oft eine eklige Entwicklungsstufe dazwischen: Projektleitung. Nach meiner Erfahrung ist da Fachkenntnis eher hinderlich ;-), dafür muss man Leuten in den Hintern treten können. Und das ist absolut nicht meins.

  4. Re: Differenz

    Autor: flow77 11.02.19 - 00:46

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Was sollte man nun jemanden zahlen der Dinge kann die normale ITler
    > nicht
    > > können (und wohl auch niemals können werden), der eine hohe Weitsicht
    > hat
    > > was ggf. in ein paar Jahren passieren wird und dementsprechend die
    > Software
    > > auch darauf vorbereitet, der Dinge 10x so schnell erledigen kann, auf
    > alles
    > > eine kompetente Antwort parat hat und der sich auch gerne privat mit
    > diesen
    > > Themen identifiziert und trotzdem Redegewandt ist und ein normales Leben
    > > führt?
    >
    > Die Frage ist hier immer, ob er diese Dinge nicht nur kann, sondern es auch
    > tut, ob er an einer Position ist, bei der diese hohe Qualifikation auch
    > abgerufen und in Werte umgesetzt wird. Wenn er nur das macht, was alle
    > anderen auch machen, vielleicht etwas besser und mit etwas weniger Fehlern,
    > dann wird die Entlohnung auch nur etwas besser sein. Wenn er aber aktiv auf
    > eine Position hinarbeitet, bei der er beispielsweise weniger entwickelt
    > sondern mehr an der Architektur arbeitet, an der Produkt-Roadmap,
    > vielleicht auch in direktem Kundenkontakt als Tech-Sales, der dann auch die
    > Umsetzung begleitet, dann kann sich das Gehalt in einer gewissen Zeit
    > durchaus verdoppeln.

    > Ich kenne schon Kollegen, die genau in solchen Positionen arbeiten, also Senior Architect und im Jahr 100k haben, und das
    > nicht nur in München.

    Ich kenne auch ein paar Leute die sogar über 100k verdienen und "nur" Entwickler sind. Auf irgenwelche vermeintlich höheren Stufen wie Architect, oder Leute aus dem Sales-Bereich möchte ich gar nicht groß eingehen, weil man dafür nach wie vor möglichst gute Entwickler braucht, die bekannterweise Mangelware sind.

    Die meisten (alle?) Firmen benötigen normalerweise richtig gute Leute, aber wollen nur das zahlen was "Branchenüblich" ist. Ich hatte selbst genügend Diskussionen mit meinen Chefs (diverse Firmen), die nicht einsehen dass der eine ITler 50k und der andere 80k verdienen soll, obwohl der eine absoluter Anfänger ist und der andere ein richtiger Profi mit 20 Jahren Berufserfahrung.

    >
    > Man muss diese Entwicklung aber aktiv steuern, darauf hinarbeiten. Irgendwo
    > sitzen und darauf warten, dass man entdeckt wird, kann funktionieren, ist
    > aber eher unwahrscheinlich.
    Natürlich gehe ich bei meinem Beispiel davon aus dass man es auch tut. Ein Kellerkind wird man kaum in einer Firma benötigen.
    Ein gewisses Selbstvertrauen schadet sicher in keinem Job.

  5. Re: Differenz

    Autor: flow77 11.02.19 - 00:51

    stan__lemur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oktavian schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Wenn er aber aktiv auf
    > > eine Position hinarbeitet, bei der er beispielsweise weniger entwickelt
    > > sondern mehr an der Architektur arbeitet, an der Produkt-Roadmap,
    > > vielleicht auch in direktem Kundenkontakt als Tech-Sales, der dann auch
    > die
    > > Umsetzung begleitet, dann kann sich das Gehalt in einer gewissen Zeit
    > > durchaus verdoppeln. Ich kenne schon Kollegen, die genau in solchen
    > > Positionen arbeiten, also Senior Architect und im Jahr 100k haben, und
    > das
    > > nicht nur in München.
    > >
    > > Man muss diese Entwicklung aber aktiv steuern, darauf hinarbeiten.
    >
    > Dummerweise gibts oft eine eklige Entwicklungsstufe dazwischen:
    > Projektleitung. Nach meiner Erfahrung ist da Fachkenntnis eher hinderlich
    > ;-), dafür muss man Leuten in den Hintern treten können. Und das ist
    > absolut nicht meins.

    Also ich kenne niemanden der als ITler tätig ist und jemals Projektleiter machen musste. Allein schon die Tatsache dass man als Projektleiter wenig Zeit hat selbst zu entwickeln bzw. das Entwicklerteam zu steuern macht das fast schon absurd.
    Aber wahrscheinlich war ich nur einfach in den falschen Firmen bis jetzt ;)

  6. Re: Differenz

    Autor: aLpenbog 11.02.19 - 05:36

    flow77 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ich kenne niemanden der als ITler tätig ist und jemals Projektleiter
    > machen musste. Allein schon die Tatsache dass man als Projektleiter wenig
    > Zeit hat selbst zu entwickeln bzw. das Entwicklerteam zu steuern macht das
    > fast schon absurd.
    > Aber wahrscheinlich war ich nur einfach in den falschen Firmen bis jetzt ;)

    Bei uns z.B. ist das der klassische Weg. Ist ein KMU und letztlich ist jeder Mädchen für alles. Unter Cheffe ist hier der Projektleiter nun einmal das höchste und alle Entwickler steigen mehr oder weniger schnell in die Projektleitung ein, wobei das keine 24/7 Tätigkeit ist, sondern ca. 20-30% auf die Projektleitung entfällt, der Rest ist Entwicklung.

    Finde es persönlich zwar durchaus interessant, wirklich liegen tut es mir aber auch nicht, zuviel Politik und Rumgelaber um Probleme, statt diese zu lösen. Sicher brauch man die Projektleitung aber gerade wenn es zu Problemen im Anschluss kommt, finde ich die Herangehensweise zumindest hier im Betrieb und wie erlebt bei Partnerunternehmen wenig zielführend.

    Anderes großes Problem, wie du schon sagst, man hat weniger Zeit zum entwickeln. Für mein Gefühl wurden bei uns leider einige der stärkeren Entwickler zu sehr in die Projektleitung gezogen. Die haben da selbst vermutlich weniger Spaß dran als am Entwickeln aber da das Gehalt dadurch höher ist..

  7. Re: Differenz

    Autor: Heldbock 11.02.19 - 08:52

    Ich glaub ich kenne NIEMANDEN, der 100k oder mehr verdient. Weder als ausgebildeter ITler oder als studierter.

  8. Re: Differenz

    Autor: Oktavian 11.02.19 - 08:53

    > Dummerweise gibts oft eine eklige Entwicklungsstufe dazwischen:
    > Projektleitung.

    Das ähnelt eher dem Peter-Prinzip. Jemand, der etwas besonders gut kann, nimmt man genau das weg und gibt ihm etwas, was er nicht kann. Projektleitung ist keine Fortentwicklung des Entwicklers sondern eine völlig andere Qualifikation mit ganz anderen Anforderungen.

    In meiner Firma hat man das zum Glück erkannt. Es gibt einen Karrierepfad für Entwickler vom Junior Entwickler bis zum Senior Architekt. Letzterer kann disziplinarische Verantwortung haben, muss es aber nicht. Es gibt auch Senior Architekten, die von der Hierarchie her einfache Mitarbeiter sind, nur eben fachlich ganz oben mit sehr gutem Gehalt. Genauso gibt es einen Karrierepfad für Projektleiter vom Projektassistenten bis zum Senior Program Manager. Auch hier kann disziplinarische Verantwortung dabei sein, muss es aber nicht.

    Gute Entwickler zu Projektleitern zu machen ist meist der sicherste Weg, alle Seiten unglücklich zu machen. Den Entwickler, weil er nicht mehr entwickeln darf, die anderen Mitarbeiter, weil sie von jemandem fachlich geführt werden, der es nicht kann, und den Kunden, weil er einen PL vorgesetzt bekommt, der es nicht kann und das Projekt dadurch eher in Schieflage gerät.

    > Nach meiner Erfahrung ist da Fachkenntnis eher hinderlich
    > ;-), dafür muss man Leuten in den Hintern treten können. Und das ist
    > absolut nicht meins.

    Projektleitung darauf zu reduzieren ist ungefähr so, als unterstelle man Entwicklern, ihre Hauptaufgabe sei fehlerhaften unperformanten Code zu schreiben, den zum nächsten Release jemand anders fixen muss, und der zum übernächsten Release wieder entfernt wird. Ja, das macht man als Entwickler bestimmt auch, aber hoffentlich nicht hauptsächlich.

  9. Re: Differenz

    Autor: Oktavian 11.02.19 - 08:54

    > Ich glaub ich kenne NIEMANDEN, der 100k oder mehr verdient. Weder als
    > ausgebildeter ITler oder als studierter.

    Na über verdienen kann man diskutieren, aber ich kenne einige, die es bekommen. :-)

  10. Re: Differenz

    Autor: Heldbock 11.02.19 - 09:08

    Ich persönlich habe jetzt auch erst wenige Jahre Berufserfahrung, aber ich bin auch weit weg von dem, was da so drin steht. Ich glaube auch nicht, dass das noch bedeutend mehr wird. Man verdient hier einfach nicht mehr. Aber in jedem Beruf. Wenn ich mir ansehe, was meine Schwester als Ergotherapeutin so verdient, ist das zum Heulen. Und die Ausbildung durfte sie auch noch selbst bezahlen.

  11. Re: Differenz

    Autor: minnime 11.02.19 - 09:11

    Lass mich raten, so 10¤/h, also die Ergotherapeutin?

  12. Re: Differenz

    Autor: Oktavian 11.02.19 - 09:34

    > Ich persönlich habe jetzt auch erst wenige Jahre Berufserfahrung, aber ich
    > bin auch weit weg von dem, was da so drin steht. Ich glaube auch nicht,
    > dass das noch bedeutend mehr wird. Man verdient hier einfach nicht mehr.

    Darf ich mal fragen, wo "hier" ist? Natürlich gibt es regionale Unterschiede im Gehalt, üblicherweise zahlen die teuren Metropolen (München, Hamburg, Berlin, Frankfurt) natürlich mehr, gleichen aber die höheren Lebenshaltungskosten gerade so aus.

    Insofern, falls es ein regionales Problem ist, lohnt es sich vielleicht, sich auch in anderen Regionen umzusehen. Das ist ja das schöne gerade in jungen Jahren, man ist noch vergleichsweise mobil. Und so eine neue Region lohnt sich, auch zur persönlichen Entwicklung. Ein neues Umfeld setzt neue Reize, das kann sehr motivierend sein.

    > Aber in jedem Beruf. Wenn ich mir ansehe, was meine Schwester als
    > Ergotherapeutin so verdient, ist das zum Heulen. Und die Ausbildung durfte
    > sie auch noch selbst bezahlen.

    Nun ja, Ergotherapie, Physio und Co. sind traditionsgemäß schlecht bezahlt, wie fast jeder Beruf im Gesundheitswesen. Das liegt in der Natur der Sache. Hier verrichtet eine Person an einer anderen eine Dienstleistung. Wie viel ist die behandelte Person bereit, für diese Dienstleistung zu bezahlen? Mehr kann die behandelnde halt nicht verdienen.

    Natürlich fließt das alles in einen großen Topf "Gesundheitswesen", aber das verschiebt das Problem nur. Wie viel Prozent des Einkommens ist man bereit, für dieses Gesundheitswesen zu bezahlen? Zur Zeit sind das ca. 16%, deutlich mehr wird kaum vermittelbar sein. Das Gros aus diesem Topf entnehmen die Ärzte, die Apotheker und die Pharmaindustrie. Was übrig bleibt, teilen sich die Behandler, und das ist nicht furchtbar viel.

    Hierüber aber zu jammern ist albern, das weiß man vorher. Wer diesen Beruf ergreift, hat die vollständige Information. Er weiß, wo der Stundenlohn liegt, und er weiß, dass er die Ausbildung selbst bezahlen muss. Wenn man das nicht will, soll man es lassen. Das ist so albern wie jemand, der Friseur lernt und sich danach beschwert, dass er nur den Mindestlohn verdient. Entweder lernt man Friseur, weil einem die Arbeit so dolle Spaß macht, oder weil man sich selbständig machen will und eine gutgehende Kette eröffnen möchte, oder weil man erhofft, seinen Schnitt mit Schwarzarbeit zu machen.

  13. Re: Differenz

    Autor: Heldbock 11.02.19 - 11:12

    "Hier" ist im Herzen Westfalens.

  14. Re: Differenz

    Autor: Oktavian 11.02.19 - 11:21

    > "Hier" ist im Herzen Westfalens.

    Dann ist es doch von "da" aus gar nicht so weit bis zum Ruhrgebiet, und dann bist du schon "hier".

    Hier gibt es Unternehme anderer Größe und Spezialisierung. Dazu sind die Lebenshaltungskosten noch recht überschaubar, auch nicht viel höher als im Herzen Westfalens. Die indigene Bevölkerung ist nett und offen, ich bin auch ein zugereister und habe diesen Schritt nie bereut. Dieser Schritt weg von "zuhause" hat mich nicht nur beruflich sondern auch persönlich weiter gebracht. Nicht umsonst hat man früher schon die jungen Leute auf die Walz geschickt.

    Außerdem sind ja noch Entfernungen, die eine häufige Präsenz in der alten Heimat ermöglichen.

    Wenn Du Interesse hast, meld Dich mal.

  15. Re: Differenz

    Autor: Michael H. 11.02.19 - 16:31

    flow77 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde mal sagen dass die besten Gehälter (in der IT) die Leute bekommen
    > die etwas können was andere, bzw. wenige nicht können.

    Ich möchte nur darauf hinweisen, dass du vermutlich eher gemeint hast:

    "die besten Gehälter (in der IT) die Leute bekommen, die etwas können, was andere, bzw. viele nicht können"

    Wenn wenige etwas nicht können, würde das bedeuten jeder andere Hinz und Kunz können es. Wenn es jeder kann, bräuchte man keine Fachleute, die dafür hohe Stundensätze verlangen können :P

  16. Re: Differenz

    Autor: amagol 12.02.19 - 07:54

    Heldbock schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaub ich kenne NIEMANDEN, der 100k oder mehr verdient. Weder als
    > ausgebildeter ITler oder als studierter.

    Ich kenne kaum jemanden der unter 200,000 eine Stelle annehmen wuerde. So unterscheiden sich die Erfahrungen. Aber es kommt immer auf die Gegend (bei mir Grossraum Seattle) und die Ausbildung (meist erfahrene Entwickler mit Master/PhD).

  17. Re: Differenz

    Autor: aLpenbog 12.02.19 - 08:25

    Heldbock schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaub ich kenne NIEMANDEN, der 100k oder mehr verdient. Weder als
    > ausgebildeter ITler oder als studierter.

    Geht mir ähnlich. Selbst der angestellte Geschäftsführer und Vertriebsleiter hängen bei uns zwischen 70-80k. Die Entwickler und Projektleiter meist irgendwo bei 30-40k, außer die Urgesteine die langsam alle in Rente gehen, die irgendwo bei 50-60k hängen.

    Ist aber wie immer alles auch bedingt durch Region, Branche und Firmengröße.

  18. Re: Differenz

    Autor: HiddenX 12.02.19 - 09:49

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kenne kaum jemanden der unter 200,000 eine Stelle annehmen wuerde. So
    > unterscheiden sich die Erfahrungen. Aber es kommt immer auf die Gegend (bei
    > mir Grossraum Seattle) und die Ausbildung (meist erfahrene Entwickler mit
    > Master/PhD).
    Also die USA mit Deutschland vergleichen ist ja nun wirklich absoluter Blödsinn.

  19. Re: Differenz

    Autor: Bluejanis 12.02.19 - 10:08

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Heldbock schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich glaub ich kenne NIEMANDEN, der 100k oder mehr verdient. Weder als
    > > ausgebildeter ITler oder als studierter.
    >
    > Ich kenne kaum jemanden der unter 200,000 eine Stelle annehmen wuerde. So
    > unterscheiden sich die Erfahrungen. Aber es kommt immer auf die Gegend (bei
    > mir Grossraum Seattle) und die Ausbildung (meist erfahrene Entwickler mit
    > Master/PhD).

    Sind es denn da auch nur 40 Stunden? Und wie sieht es mit Urlaubstagen aus? Hast du noch ien paar mehr Details wie es dort so läuft?

  20. Re: Differenz

    Autor: Michael H. 12.02.19 - 11:33

    Bluejanis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sind es denn da auch nur 40 Stunden? Und wie sieht es mit Urlaubstagen aus?
    > Hast du noch ien paar mehr Details wie es dort so läuft?

    Das sind Infos, die werden bei Jobs in den USA gerne weggelassen.
    Überstunden? Gibts je nach Job sicherlich reichlich. Ob dir das aber bezahlt wird ist absolute Glückssache. In der Regel nicht.

    Urlaubstage? Wir sprechen hier von den US... da ist Urlaub etwas, dass man sich nimmt und nicht etwas, dass man bekommt. In der Regel ist es in vielen Jobs so, dass es keinen bezahlten Urlaub gibt. Nur unbezahlten. Mich kucken meine amerikanischen Freunde immer wie n Rehkitz auf der Autobahn an, wenn ich Ihnen sage, dass ich 26 bezahlte Urlaubstage habe und das nur minimal mehr ist als der gesetzliche Mindesturlaub. Die können gar nicht glauben, dass die Zeit des Urlaubs bezahlt wird.. noch weniger, dass es hierfür so etwas wie Urlaubs und Weihnachtsgeld gibt.

    Trennung privat/beruflich? Am Ar***. Hier schützen dich noch gewisse Arbeitnehmerschutzgesetze. Da biste dann quasi 24/7 bzw. 24/365 auf Abruf usw.

    Versicherungen? Nur wenn die Firme ne Versicherung anbietet oder du eine schweineteure aus eigener Tasche bezahlst. Ansonsten wird einfach bei jedem Patienten direkt die Rechnung ausgestellt.

    Arbeitslosengeld wenn die Firma dicht macht oder ein längerer Krankheitsfall?
    Am Ar***, das ist doch nur so nationalsozialistisches Hitlerzeug... socialism kommt ja nur im 3rd Reich vor... das ist was böses. Also wenn du länger krank bist, hab auf jeden Fall genug reserven um Haus/Wohnung etc. auch bezahlen zu können.

    Hauseigentum? Joa, zahl mal jedes Jahr brav die Steuern fürs Haus die je nach Bundesstaat ganz schön viel kosten...

    Ich glaube mit 75.000¤ brutto hier biste vermutlich in so mancher hinsicht glücklicher als drüben mit 200.000 brutto.

    Rechnet an nur mit einer 5 Tage Woche, hätteste in nem normalen Jahr so ca. 260 Tage Arbeit ohne Feiertage.

    Willste jetzt 26 Tage Urlaub nehmen, kostet dich das 10% deines Jahreseinkommens... also 20.000$
    Bleiben also noch 180.000...
    Steuern biste bei so ca. 30-35% bei dem Gehalt, was 54.000 macht
    Krankenversicherung, kommste selbst bei bester Gesundheit nicht unter 300$/Monat weg... eher 400... macht auch wieder 4800 pro Jahr im Idealfall.. bleiben noch 121.200$ übrig.

    Miete in Kalifornien biste bei ca. 60qm bei 1850$ Kaltmiete ( https://www.century21global.com/de/immobilie/8532-via-mallorca--g-la-jolla-ca-92037-usa-C21118319325-USD-m ) - das mal 12 biste auch bei 22.200 womit nur noch 99.000$ übrig bleiben...

    Klar ist das mehr als vielleicht die 75k Brutto in DE... wenn wir aber mal gegenrechnen...
    41.503,09 wären das Netto laut Brutto/Netto rechner, da sind aber ALLE Versicherungen schon mit bei...
    Eine 50qm Wohnung im Süden Münchens kostet in Perlach 675¤ kalt.. der Vorteil, in Deutschland ist Wohnfläche nicht gleich Badezimmer etc... in den USA schon... da wird das mit eingerechnet in der Regel. ... also 8100¤ = 32.900¤... abzüglich noch einiger Nebenkosten, ist dass das, was dir zum leben bleibt... also 25.000¤ Jahr sollten da schon drin sein, in den USA sind es dann halt so 90.000k

    Ist natürlich alles schön... jedoch, falle ich hier wegen eines Unfalls für 8 Monate aus... bekomme ich hier nach 6 Wochen 60% meines Gehalts über die Krankenkasse, davor noch die vollen 100% vom Arbeitgeber... ich geniesse noch gewisse Kündigungsschutzrechte im Krankheitsfall etc...

    In den USA... bin ich evtl sogar meinen Job los, kriege für die 8 Monate im Idealfall aber gar nichts.
    Heisst also, ich krieg im Jahr statt 200.000$ nur knapp 67.000$, da ich nur 4 Monate gearbeitet habe. Muss aber alles andere auch weiterhin zahlen...

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