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Wo ist denn das/ein Problem?

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  1. Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: User5001 04.07.12 - 11:00

    Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass es MS blendend geht... Verlorenes Jahrzehnt? Wenn man schon auf den Umsatz schaut, könnte man erwähnen, dass sich dieser in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat.

    Wobei Umsatz immer so eine Sache ist, denn:

    "Denn während Microsoft für das erste Quartal 2011 einen Umsatz von 17,4 Milliarden US-Dollar vermeldete, weist Apple allein für das iPhone und damit zusammenhängende Produkte einen Umsatz von 22,69 Milliarden US-Dollar aus."

    Dabei sollte man aber auch erwähnen, dass der Gewinn bei MS deutlich höher ausfällt, und weit über dem Gewinn liegt, den Apple mit dem iPhone erzielt.

  2. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: zZz 04.07.12 - 11:06

    User5001 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dabei sollte man aber auch erwähnen, dass der Gewinn bei MS deutlich höher
    > ausfällt, und weit über dem Gewinn liegt, den Apple mit dem iPhone erzielt.

    moment, hier liest man immer, dass apple seine kunden abzockt. stimmt das etwas nicht? *pups*

  3. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: nuffy 04.07.12 - 11:14

    Bezieh das mal auf den Marktanteil... Apple schröpft ein kleineres Klientel mit höheren Preisen ab. Bei MS ist es einfach die Masse, die es ausmacht...

  4. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: User5001 04.07.12 - 11:18

    Das hat andere Gründe, MS vertreibt ja bekannterweise hauptsächlich Software, hier sind die Produktionskosten deutlich geringer als bei iPhones, MacBooks, iPads usw., stattdessen kommen eher die Entwicklungskosten zum Tragen.

    Apple hat hingegen hohe Entwicklungs- und Produktionskosten, d.h. viel von den Einnahmen wird gleich wieder ausgegeben. So ist halt das Verhältnis von Umsatz und Gewinn geringer.

    edit: war auf den Beitrag von zZz bezogen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.07.12 11:19 durch User5001.

  5. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: BasAn 04.07.12 - 11:20

    > Bei MS ist es einfach die Masse, die es ausmacht...

    Mit ~61% Gewinnspanne (für Windows/Office) eine Masse abzuziehen ..... hat das sonst noch jemand 'geschafft'?

  6. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: redmord 04.07.12 - 12:32

    Dass Software mit hohen Absatz die Lizenz zum Gelddrucken ist, sollte ja nun hinlänglich bekannt sein. Minimale fixe Kosten pro Gut, dafür hohe Kosten bis zur Marktreife.

    Die Gewinnspanne steht und fällt mit dem Absatz. Das lässt sich mit Autos nicht vergleichen.

  7. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: matok 04.07.12 - 13:02

    User5001 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass es MS blendend geht...
    > Verlorenes Jahrzehnt? Wenn man schon auf den Umsatz schaut, könnte man
    > erwähnen, dass sich dieser in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat.

    Kann sein. Als Unternehmer muss man sich aber immer fragen, was möglich gewesen wäre. Wo standen denn Google und Apple vor 10 Jahren? Wo stehen sie jetzt? Wieso konnte MS diese Wachstumspotenziale (Onlinegeschäft, mobiles Geschäft) nicht nutzen, obwohl sie durchaus in ihrem Bereich lagen? Kann sein, dass MS umsatz- und gewinntechnisch noch eine große Nummer ist. Investoren stellen sich aber die Frage, ob das so weiter geht oder ihr Geld lieber bei jemand anders besser angelegt ist.
    Oder anders: Während andere Unternehmen von Visionären geführt werden, regieren bei MS Verwalter.

  8. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: Emulex 04.07.12 - 13:27

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > User5001 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass es MS blendend geht...
    > > Verlorenes Jahrzehnt? Wenn man schon auf den Umsatz schaut, könnte man
    > > erwähnen, dass sich dieser in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat.
    >
    > Kann sein. Als Unternehmer muss man sich aber immer fragen, was möglich
    > gewesen wäre. Wo standen denn Google und Apple vor 10 Jahren? Wo stehen sie
    > jetzt? Wieso konnte MS diese Wachstumspotenziale (Onlinegeschäft, mobiles
    > Geschäft) nicht nutzen, obwohl sie durchaus in ihrem Bereich lagen?

    Das ist ein Problem der Perspektive.
    Es gab ja nicht nur Google und Apple mit ihrem Weg ein Produkt zu entwickeln, es gab auch unzählige andere Unternehmen von denen man aber halt nix gehört hat und die in andere Richtungen entwickelt haben.
    Genauso läuft das innerhalb von Microsoft ab - die Ideen und sicher auch die Prototypen waren alle da, nur reicht das nunmal nicht um die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.
    Oder glaubt hier jemand der E-Reader wäre um 2000 rum schon erfolgreich gewesen?
    Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist - plus Zufall ;)

    Man kann auch umgekehrt fragen: Wie konnte denn Microsoft damals an Apple und IBM vorbeiziehen, obwohl MS noch nichtmal ein neues Marktfeld erschlossen hat, sondern nur ein bestehendes verbessert (keine Diskussionen... :D).
    Die Zeit war nunmal irgendwie genau richtig.

    Emulex

  9. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: StefanKehrer 04.07.12 - 14:25

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > matok schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > User5001 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass es MS blendend geht...
    > > > Verlorenes Jahrzehnt? Wenn man schon auf den Umsatz schaut, könnte man
    > > > erwähnen, dass sich dieser in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat.
    > >
    > > Kann sein. Als Unternehmer muss man sich aber immer fragen, was möglich
    > > gewesen wäre. Wo standen denn Google und Apple vor 10 Jahren? Wo stehen
    > sie
    > > jetzt? Wieso konnte MS diese Wachstumspotenziale (Onlinegeschäft,
    > mobiles
    > > Geschäft) nicht nutzen, obwohl sie durchaus in ihrem Bereich lagen?
    >
    > Das ist ein Problem der Perspektive.
    > Es gab ja nicht nur Google und Apple mit ihrem Weg ein Produkt zu
    > entwickeln, es gab auch unzählige andere Unternehmen von denen man aber
    > halt nix gehört hat und die in andere Richtungen entwickelt haben.
    > Genauso läuft das innerhalb von Microsoft ab - die Ideen und sicher auch
    > die Prototypen waren alle da, nur reicht das nunmal nicht um die richtige
    > Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.
    > Oder glaubt hier jemand der E-Reader wäre um 2000 rum schon erfolgreich
    > gewesen?
    > Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist - plus Zufall
    > ;)
    >

    Das Internet hat Microsoft sicher verschlafen, aber andere Trends waren nicht so klar ersichtlich. Und im Kerngeschäft muss man auch die Trägheit der Nutzer sehen. Es gab durchaus andere Ansätze für ein neues Windows, aber man durfte die Kunden ja nicht verprellen, und so blieb man beim bewährten Konzept, und auch oft an Stellen gnadenlos abwärtskompatibel wo es kontraproduktiv war.

    Das hatte für viele Nutzer Vorteile, aber innovativ war das natürlich nicht, und jetzt versucht Microsoft mit Surface mal was Neues, und die Kritiken sind doch eher negativ.

    Würde eine andere Firma ein solches Konzept präsentieren, würde die Berichterstattung vermutlich anders ausfallen.

    Auf jeden Fall ist Microsoft noch weit weg von der Pleite, und auch Berichte über Abschreibungen von ein paar Milliarden Dollar sind eher fürs Finanzamt interessant, als für die Endkunden.

  10. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: Oldschooler 04.07.12 - 14:37

    StefanKehrer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Internet hat Microsoft sicher verschlafen, aber andere Trends waren
    > nicht so klar ersichtlich.

    Es war also nicht ersichtlich dass die Obstfirma ein Telefon und ein Tablet mit einem Touchscreen auf dem Markt bringt, nach dem der ähnliche MP3-Player verkauft wurde wie warme Semmel? Oder dass man eine Suchmaschine braucht, die kein Klatschblatt ist sondern dem User nur sehr einfach Ergebnisse liefert?

    Und im Kerngeschäft muss man auch die Trägheit
    > der Nutzer sehen. Es gab durchaus andere Ansätze für ein neues Windows,
    > aber man durfte die Kunden ja nicht verprellen, und so blieb man beim
    > bewährten Konzept, und auch oft an Stellen gnadenlos abwärtskompatibel wo
    > es kontraproduktiv war.

    Man braucht kein neues Windows, dieses sollte man einfach mal so lassen wie es ist. Es fehlen Innovationen in neuen Bereichen, z.B. auf dem Tablet-Markt.

    > Das hatte für viele Nutzer Vorteile, aber innovativ war das natürlich
    > nicht, und jetzt versucht Microsoft mit Surface mal was Neues, und die
    > Kritiken sind doch eher negativ.

    Die größte Kritik ist, dass hierbei das "normale Windows" für Desktop-User stark verändert wird. Wieso kann man nicht einfach eine neue grafische Oberfläche auf einen bestehenden Kern bringen, wie es beim Pinguin auch gemacht wurde?

    > Würde eine andere Firma ein solches Konzept präsentieren, würde die
    > Berichterstattung vermutlich anders ausfallen.

    Kaum eine andere Firma würde ihr Haupt-Produkt so zerstören, nur um Marktanteile in einem anderen Bereich zu bekommen!

    > Auf jeden Fall ist Microsoft noch weit weg von der Pleite, und auch
    > Berichte über Abschreibungen von ein paar Milliarden Dollar sind eher fürs
    > Finanzamt interessant, als für die Endkunden.

    Mit Pleite hat der Bericht auch nichts zu tun, aber zukünftig wird man mit der aktuellen Linie so gut wie kein Wachstum mehr haben, was für die Aktionäre und den Kurs ein Desaster ist. Dem Endkunden kann das natürlich egal sein.

  11. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: Martin95 04.07.12 - 15:02

    Oldschooler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso kann man nicht einfach eine neue grafische
    > Oberfläche auf einen bestehenden Kern bringen, wie es beim Pinguin auch
    > gemacht wurde?

    Das kann man doch, aber genau das ist ja nicht gewollt. Es soll ein einheitliches Feeling über alle Systeme etabliert werden, und das ist etwas sehr sinnvolles. Auch wenn man die Hürde des faulen und ignoranten Benutzers dabei erst einmal überwinden muss.

  12. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: StefanKehrer 04.07.12 - 15:33

    Oldschooler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > StefanKehrer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Internet hat Microsoft sicher verschlafen, aber andere Trends waren
    > > nicht so klar ersichtlich.
    >
    > Es war also nicht ersichtlich dass die Obstfirma ein Telefon und ein Tablet
    > mit einem Touchscreen auf dem Markt bringt, nach dem der ähnliche
    > MP3-Player verkauft wurde wie warme Semmel? Oder dass man eine Suchmaschine
    > braucht, die kein Klatschblatt ist sondern dem User nur sehr einfach
    > Ergebnisse liefert?
    >

    Microsoft hat im mobilen Bereich ja diverse Dinge versucht, die aber nicht so toll hingehauen haben. Soweit ich mich erinnere wurde auch am PDA Markt relativ erfolglos agiert.

    Auch bei MP3 Playern hat Microsoft versucht mit seinem Zune nachzuziehen, und beim Bereich Mobile ist es auch so das die Kartellbehörde nicht alles zu lässt, was Microsoft vielleicht gern machen würde. Sonst hätten sie vielleicht an Stelle von Google Motorola übernommen.

    Der Bereich Suchmaschine gehört zur Thematik Internet, und damit hat Microsoft halt immer noch so seine Probleme, und das möchten sie vielleicht jetzt ändern. Sie waren aber schon deutlich erfolgloser in dem Bereich, als sie das heute sind. Auch der Internet Explorer hat einiges dazu gelernt, und die Basis von AJAX was immer noch der totale Hype ist wurde maßgeblich von Microsoft eingeführt. Das war so um 1999.

    > Und im Kerngeschäft muss man auch die Trägheit
    > > der Nutzer sehen. Es gab durchaus andere Ansätze für ein neues Windows,
    > > aber man durfte die Kunden ja nicht verprellen, und so blieb man beim
    > > bewährten Konzept, und auch oft an Stellen gnadenlos abwärtskompatibel
    > wo
    > > es kontraproduktiv war.
    >
    > Man braucht kein neues Windows, dieses sollte man einfach mal so lassen wie
    > es ist. Es fehlen Innovationen in neuen Bereichen, z.B. auf dem
    > Tablet-Markt.

    Bloss nicht so lassen wie es ist, das wäre absolut fatal, und würde sich in Zukunft massiv rächen. Microsoft hat das auch erkannt.
    >
    > > Das hatte für viele Nutzer Vorteile, aber innovativ war das natürlich
    > > nicht, und jetzt versucht Microsoft mit Surface mal was Neues, und die
    > > Kritiken sind doch eher negativ.
    >
    > Die größte Kritik ist, dass hierbei das "normale Windows" für Desktop-User
    > stark verändert wird. Wieso kann man nicht einfach eine neue grafische
    > Oberfläche auf einen bestehenden Kern bringen, wie es beim Pinguin auch
    > gemacht wurde?
    >

    Weil der Kern dafür nicht ausgelegt ist? Bei IOS war das auch nicht so einfach, obwohl die Basis dafür viel zugänglicher war. Es ist im Prinzip eine Anpassung von Mac OS X auf ARM Prozessoren. Windows CE zum Beispiel hat mit dem normalen Windows nicht viel am Hut, der Kern wurde komplett neu entwickelt. Und jetzt will man diesen Wildwuchs eben konsolidieren, und eine gemeinsame Basis schaffen.

    > > Würde eine andere Firma ein solches Konzept präsentieren, würde die
    > > Berichterstattung vermutlich anders ausfallen.
    >
    > Kaum eine andere Firma würde ihr Haupt-Produkt so zerstören, nur um
    > Marktanteile in einem anderen Bereich zu bekommen!
    >

    Hier wird nichts zerstört, es werden nur alte Zöpfe abgeschnitten. Microsoft hat eben gemerkt, dass mit dem alten System die Tabletunterstützung nicht so machbar ist wie gewünscht, bzw. einfach nicht angenommen wird, und in den MS Labs gibt es schon lange andere Konzepte, die nur noch nicht umgesetzt wurden.

    > > Auf jeden Fall ist Microsoft noch weit weg von der Pleite, und auch
    > > Berichte über Abschreibungen von ein paar Milliarden Dollar sind eher
    > fürs
    > > Finanzamt interessant, als für die Endkunden.
    >
    > Mit Pleite hat der Bericht auch nichts zu tun, aber zukünftig wird man mit
    > der aktuellen Linie so gut wie kein Wachstum mehr haben, was für die
    > Aktionäre und den Kurs ein Desaster ist. Dem Endkunden kann das natürlich
    > egal sein.

    Also der Kurs ist weitgehend stabil seit ungefähr 10 Jahren, es gab zwischendurch mal Einbrüche, und wer vor 12 Jahren gekauft hat, hat auch gut Verluste gemacht, aber die nächsten Jahre dürfte es eher stabil weiter gehen, große Sprünge erwarte ich nicht.

  13. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: Oldschooler 04.07.12 - 15:53

    StefanKehrer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Microsoft hat im mobilen Bereich ja diverse Dinge versucht, die aber nicht
    > so toll hingehauen haben. Soweit ich mich erinnere wurde auch am PDA Markt
    > relativ erfolglos agiert.

    Die PDAs waren ja auch völlig unbedienbar, hier gab es 0 Innovation sondern nur ein träges Mini-Windows mit Touchsystem per Stift.

    > Auch bei MP3 Playern hat Microsoft versucht mit seinem Zune nachzuziehen,
    > und beim Bereich Mobile ist es auch so das die Kartellbehörde nicht alles
    > zu lässt, was Microsoft vielleicht gern machen würde. Sonst hätten sie
    > vielleicht an Stelle von Google Motorola übernommen.

    Kaufen Kaufen Kaufen von irgendwelchen Unternehmen... das klappt ja auch sonst so toll bei Microsoft? Klar möchte das Kartellamt nicht, dass ein Marktführer von einem Bereich die Konkurrenz in einem anderen Bereich kauft statt selber etwas zu entwickeln.

    > Der Bereich Suchmaschine gehört zur Thematik Internet, und damit hat
    > Microsoft halt immer noch so seine Probleme, und das möchten sie vielleicht
    > jetzt ändern. Sie waren aber schon deutlich erfolgloser in dem Bereich, als
    > sie das heute sind. Auch der Internet Explorer hat einiges dazu gelernt,
    > und die Basis von AJAX was immer noch der totale Hype ist wurde maßgeblich
    > von Microsoft eingeführt. Das war so um 1999.

    Der große Erfolg von Google kam lange, nach dem Bill Gates zugegeben hat dass er das Internet verpennt hat. Die Internet-Ausrede kann man nicht noch 10 Jahre später verwenden.

    >
    > Bloss nicht so lassen wie es ist, das wäre absolut fatal, und würde sich in
    > Zukunft massiv rächen. Microsoft hat das auch erkannt.

    Genau, besser sie vergraulen lieber die User des Kerngeschäftes um irgendwo anders ein paar Marktanteile zu bekommen. </ironie>

    > Weil der Kern dafür nicht ausgelegt ist? Bei IOS war das auch nicht so
    > einfach, obwohl die Basis dafür viel zugänglicher war.

    Wer hat gesagt dass es einfach ist? Warum geht es bei IOS oder Android?

    > Es ist im Prinzip
    > eine Anpassung von Mac OS X auf ARM Prozessoren. Windows CE zum Beispiel
    > hat mit dem normalen Windows nicht viel am Hut, der Kern wurde komplett neu
    > entwickelt. Und jetzt will man diesen Wildwuchs eben konsolidieren, und
    > eine gemeinsame Basis schaffen.

    Nein, sie wollen keine reine Basis schaffen, sie wollen eine Oberfläche für alles erfinden, anstatt für jeden Anwendungsbereich eine andere.

    > Hier wird nichts zerstört, es werden nur alte Zöpfe abgeschnitten.
    > Microsoft hat eben gemerkt, dass mit dem alten System die
    > Tabletunterstützung nicht so machbar ist wie gewünscht, bzw. einfach nicht
    > angenommen wird, und in den MS Labs gibt es schon lange andere Konzepte,
    > die nur noch nicht umgesetzt wurden.

    Also ist für dich die Bedienung des Desktops nur ein alter Zopf? Das mag für Klicki-Bunti-Fans definitiv der Fall sein, aber die Anwender in Unternehmen haben sich nun mal daran gewöhnt und möchten es genau so behalten wie es war. Es ist schon überaus schwer den Leuten beizubringen, jetzt Office 2007/2010 zu benutzen statt das für ihre Arbeit völlig ausreichendes Office 2003.

    >
    > Also der Kurs ist weitgehend stabil seit ungefähr 10 Jahren, es gab
    > zwischendurch mal Einbrüche, und wer vor 12 Jahren gekauft hat, hat auch
    > gut Verluste gemacht, aber die nächsten Jahre dürfte es eher stabil weiter
    > gehen, große Sprünge erwarte ich nicht.

    Hast du selber keine Aktien? Wer will denn in ein Unternehmen investieren was überhaupt keinen Kursgewinn hat, denn auf Dividenden kann man sich nicht verlassen. Interessant wären vielleicht MS-Anleihen, wenn diese nicht so niedrige Renditen und eine geringere Laufzeit hätten.

  14. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: StefanKehrer 04.07.12 - 16:38

    Oldschooler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > StefanKehrer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Microsoft hat im mobilen Bereich ja diverse Dinge versucht, die aber
    > nicht
    > > so toll hingehauen haben. Soweit ich mich erinnere wurde auch am PDA
    > Markt
    > > relativ erfolglos agiert.
    >
    > Die PDAs waren ja auch völlig unbedienbar, hier gab es 0 Innovation sondern
    > nur ein träges Mini-Windows mit Touchsystem per Stift.
    >

    Das war bei anderen Herstellern genauso, und wurde fast ausschließlich von Palm besser gemacht, die dann komischerweise auch von Apple endgültig vom Markt gefegt wurden, wobei auch vorher schon in dem Bereich scheinbar nicht genug zu verdienen war trotz Marktführerschaft. Palm hat leider den Touchscreen Zug nicht rechtzeitig genommen.

    > > Auch bei MP3 Playern hat Microsoft versucht mit seinem Zune
    > nachzuziehen,
    > > und beim Bereich Mobile ist es auch so das die Kartellbehörde nicht
    > alles
    > > zu lässt, was Microsoft vielleicht gern machen würde. Sonst hätten sie
    > > vielleicht an Stelle von Google Motorola übernommen.
    >
    > Kaufen Kaufen Kaufen von irgendwelchen Unternehmen... das klappt ja auch
    > sonst so toll bei Microsoft? Klar möchte das Kartellamt nicht, dass ein
    > Marktführer von einem Bereich die Konkurrenz in einem anderen Bereich kauft
    > statt selber etwas zu entwickeln.
    >

    Das die Kartellbehörde das nicht zulässt kann man aber Microsoft ja nicht anlasten, Google hätte man es genauso gut verbieten können, unter Umständen sogar aus besseren Gründen.

    Dem Kartellamt ist es herzlich egal ob man jemand aufkauft, oder selber entwickelt. Wenn das Kartellamt denkt die Marktmacht wird zu groß, dann gibt es auf die Finger, und man muss sich unter Umständen sogar von Unternehmensteilen trennen,oder wird komplett zerschlagen. Das wäre ja nichts Neues in der amerikanischen Geschichte.

    > > Der Bereich Suchmaschine gehört zur Thematik Internet, und damit hat
    > > Microsoft halt immer noch so seine Probleme, und das möchten sie
    > vielleicht
    > > jetzt ändern. Sie waren aber schon deutlich erfolgloser in dem Bereich,
    > als
    > > sie das heute sind. Auch der Internet Explorer hat einiges dazu gelernt,
    > > und die Basis von AJAX was immer noch der totale Hype ist wurde
    > maßgeblich
    > > von Microsoft eingeführt. Das war so um 1999.
    >
    > Der große Erfolg von Google kam lange, nach dem Bill Gates zugegeben hat
    > dass er das Internet verpennt hat. Die Internet-Ausrede kann man nicht noch
    > 10 Jahre später verwenden.
    >

    Soso, Du bist also der Ansicht das Google erst nach 2008 großen Erfolg hatte? Die Firma gibt es schon seit Anfang der 2000er, das Projekt selbst aus dem Google entstand wurde 1996 gestartet, zu einem Zeitpunkt wo Microsoft noch tief geschlafen hat.

    2008 ist das Jahr in dem Bill Gates zurücktrat und zugab den Bereich Werbung, Suchmaschinen und Internet unterschätzt zu haben.

    Die ersten großen Erfolge feierte Google ab 2001, und die Serie ist noch lange nicht zu Ende, keinesfalls begann der Aufstieg von Google erst 2008
    > >

    > > Bloss nicht so lassen wie es ist, das wäre absolut fatal, und würde sich
    > in
    > > Zukunft massiv rächen. Microsoft hat das auch erkannt.
    >
    > Genau, besser sie vergraulen lieber die User des Kerngeschäftes um irgendwo
    > anders ein paar Marktanteile zu bekommen.
    >
    > > Weil der Kern dafür nicht ausgelegt ist? Bei IOS war das auch nicht so
    > > einfach, obwohl die Basis dafür viel zugänglicher war.
    >
    > Wer hat gesagt dass es einfach ist? Warum geht es bei IOS oder Android?
    >

    Weil die grundlegend anders aufgebaut sind? Android wurde sogar speziell für mobile Plattformen entwickelt. Was die Basis von IOS ist habe ich ja schon geschrieben.


    > > Hier wird nichts zerstört, es werden nur alte Zöpfe abgeschnitten.
    > > Microsoft hat eben gemerkt, dass mit dem alten System die
    > > Tabletunterstützung nicht so machbar ist wie gewünscht, bzw. einfach
    > nicht
    > > angenommen wird, und in den MS Labs gibt es schon lange andere Konzepte,
    > > die nur noch nicht umgesetzt wurden.
    >
    > Also ist für dich die Bedienung des Desktops nur ein alter Zopf? Das mag
    > für Klicki-Bunti-Fans definitiv der Fall sein, aber die Anwender in
    > Unternehmen haben sich nun mal daran gewöhnt und möchten es genau so
    > behalten wie es war. Es ist schon überaus schwer den Leuten beizubringen,
    > jetzt Office 2007/2010 zu benutzen statt das für ihre Arbeit völlig
    > ausreichendes Office 2003.
    >

    Du hast mich nicht verstanden, oder willst mich nicht verstehen, es ging hier ja hier zuerst Mal um den Kern des Systems, und das ein Tabletsystem mit einer anderen Oberfläche besser zu bedienen ist, dürfte auch klar sein. Und frühere Versuche von Microsoft haben eben gezeigt dass Windows in seiner jetzigen Form, weder vom Kern noch von der Oberfläche dafür taugt. Und das der Entwicklungsaufwand nur immer mehr zunimmt.

    Office ist wirklich ein Beispiel für schlechte Usability, und Open Office hat natürlich den "Fehler" gemacht dem zu Folgen. War wohl auch nicht anders möglich,sonst wäre die Akzeptanz dafür heute nicht so groß. Hier wird Microsoft aber wohl auch nicht soviel ändern in nächster Zeit, der Trend geht ja eher hin zur Onlinenutzung, statt der grundlegenden Überarbeitung des User Interfaces.


    > >
    > > Also der Kurs ist weitgehend stabil seit ungefähr 10 Jahren, es gab
    > > zwischendurch mal Einbrüche, und wer vor 12 Jahren gekauft hat, hat auch
    > > gut Verluste gemacht, aber die nächsten Jahre dürfte es eher stabil
    > weiter
    > > gehen, große Sprünge erwarte ich nicht.
    >
    > Hast du selber keine Aktien? Wer will denn in ein Unternehmen investieren
    > was überhaupt keinen Kursgewinn hat, denn auf Dividenden kann man sich
    > nicht verlassen. Interessant wären vielleicht MS-Anleihen, wenn diese nicht
    > so niedrige Renditen und eine geringere Laufzeit hätten.

    Es ging nur darum das die aktuelle Linie bisher auch recht wenig Schaden angerichtet hat, und das Wachstum einer Firma eben begrenzt ist. Die Dividenden waren zwar nicht üppig, aber dort ist momentan ein Anstieg zu verzeichnen, und Microsoft gilt immer noch als Blue Chip.

    Es gibt also wohl noch genug Leute die gern in Microsoft investieren, und die Firma ist ja schon ein paar Tage alt, und hat wohl auch noch ein paar Jahre vor sich. Persönlich würde ich aber eher auf andere Werte setzen. Beim jetzigen Kurs einzusteigen, ohne das es Nachrichten gibt die über den Erwartungen liegen, halte ich nur auf lange Sicht für sinnvoll.

  15. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: Anonymer Nutzer 05.07.12 - 09:31

    Also erstens, warum soll eine Firma Anleihen herausgeben, die gute Zinsen abwerfen wenn sie selbst genug Geld einnehmen um Investitionen daraus stemmen zu können. Und großartige Fabs baut MS ja nun nicht.....

    Zweitens ist das US-Rentensystem, welches anders als unseres nicht umlagefinanziert ist (ein Glück das das bei uns so ist) sondern über den Kapitalmarkt läuft sehr stark auf der Microsoftaktie aufgebaut. Also besteht drüben ein gesteigertes Interesse daran, dass da auch mal etwas passiert in Richtung Kursentwicklung.

    Drittens ist es schon peinlich, wenn man innerhalb vieler Jahre hunderte Mrd. USD Gewinn erzielt und damit um sich wirft und es keine weiteren Geschäftsfelder gibt an denen man annähernd auch nru Erfolgt erzielt. Überall nur Fässer ohne Boden, siehe zB die xbox Sparte. Man könnte also auch meinen, dass man einfach die alten Cash-Cows: Windows, Office, Exchange, SQL.... weiterentwickelt und den Rest der Gewinne als Dividende ausschüttet. Denn das MS gezeigt hat, dass sie mit den riesigen Gewinnen umgehen können, der Beweis steht noch aus. Ja es ist richtig gehend peinlich wie die Mrd-Weise Geld versemmeln.

  16. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: Oldschooler 05.07.12 - 09:36

    StefanKehrer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das war bei anderen Herstellern genauso, und wurde fast ausschließlich von
    > Palm besser gemacht, die dann komischerweise auch von Apple endgültig vom
    > Markt gefegt wurden, wobei auch vorher schon in dem Bereich scheinbar nicht
    > genug zu verdienen war trotz Marktführerschaft. Palm hat leider den
    > Touchscreen Zug nicht rechtzeitig genommen.

    Nur weil die anderen Hersteller genau so schlecht sind, muss man nicht auch mal etwas gutes entwickeln? Also ich möchte schon gute Arbeit leisten, egal was meine Mitarbeiter machen.
    >
    > Das die Kartellbehörde das nicht zulässt kann man aber Microsoft ja nicht
    > anlasten, Google hätte man es genauso gut verbieten können, unter Umständen
    > sogar aus besseren Gründen.

    Das Kartellamt hat nicht gesagt, dass Microsoft nicht selber Handys entwickeln darf. Es ging nur um den Kauf eines Unternehmens. Aber hier wurde wieder versucht, Innovation einzukaufen statt zu entwickeln.

    > Dem Kartellamt ist es herzlich egal ob man jemand aufkauft, oder selber
    > entwickelt. Wenn das Kartellamt denkt die Marktmacht wird zu groß, dann
    > gibt es auf die Finger, und man muss sich unter Umständen sogar von
    > Unternehmensteilen trennen,oder wird komplett zerschlagen. Das wäre ja
    > nichts Neues in der amerikanischen Geschichte.

    Scheinbar hast du noch nicht mit dem Kartellamt zu tun gehabt, die Marktmacht durch Selbstentwicklung ist denen ziemlich egal, wenn man der Konkurrenz keinen direkten Nachteil bringt. Und ja, der Kauf der Konkurrenz ist ein Nachteil für diesen.

    > Soso, Du bist also der Ansicht das Google erst nach 2008 großen Erfolg
    > hatte? Die Firma gibt es schon seit Anfang der 2000er, das Projekt selbst
    > aus dem Google entstand wurde 1996 gestartet, zu einem Zeitpunkt wo
    > Microsoft noch tief geschlafen hat.
    >
    > 2008 ist das Jahr in dem Bill Gates zurücktrat und zugab den Bereich
    > Werbung, Suchmaschinen und Internet unterschätzt zu haben.
    >
    > Die ersten großen Erfolge feierte Google ab 2001, und die Serie ist noch
    > lange nicht zu Ende, keinesfalls begann der Aufstieg von Google erst 2008

    Richtige Erfolge hatte Google erst spät Ende der Neunziger, vorher kannte die noch überhaupt niemand in der Welt. Und übrigens wurde Google erst 2005 gegründet, also bitte erst mal mit der Geschichte beschäftigen wenn du sie nicht damals miterlebt hast.

    >
    > Weil die grundlegend anders aufgebaut sind? Android wurde sogar speziell
    > für mobile Plattformen entwickelt. Was die Basis von IOS ist habe ich ja
    > schon geschrieben.

    Schon mal gehört, dass Android vom Grund her ein Linux ist? Hier wurde auch nicht alles neu entwickelt. Und schon gar nicht ist jemand auf die Idee gekommen, eine Desktop-Version von Linux zu verändern, um Android-Geräten eine Oberfläche zu bieten.

    > Du hast mich nicht verstanden, oder willst mich nicht verstehen, es ging
    > hier ja hier zuerst Mal um den Kern des Systems, und das ein Tabletsystem
    > mit einer anderen Oberfläche besser zu bedienen ist, dürfte auch klar sein.
    > Und frühere Versuche von Microsoft haben eben gezeigt dass Windows in
    > seiner jetzigen Form, weder vom Kern noch von der Oberfläche dafür taugt.
    > Und das der Entwicklungsaufwand nur immer mehr zunimmt.

    Du gibst doch zu, dass ein Tabletsystem eine eigene Oberfläche braucht! Warum gibt es also nicht eine neue Oberfläche für Tabletts und die alte bleibt bestehen wie sie ist. Das Problem bei Windows ist die fehlende Trennung zwischen Kern und grafischer Oberfläche, welches in allen Bereichen von Windows negativ auffällt (insbesondere auf den Servern).

    > Office ist wirklich ein Beispiel für schlechte Usability, und Open Office
    > hat natürlich den "Fehler" gemacht dem zu Folgen. War wohl auch nicht
    > anders möglich,sonst wäre die Akzeptanz dafür heute nicht so groß. Hier
    > wird Microsoft aber wohl auch nicht soviel ändern in nächster Zeit, der
    > Trend geht ja eher hin zur Onlinenutzung, statt der grundlegenden
    > Überarbeitung des User Interfaces.

    OpenOffice hat die Usability seit der ersten Version gleich behalten, die jeder kennt: Jedes Programm hat ein Menu. Das kannte man schon aus den ersten Windows- und Amiga-Zeiten. Sie haben nicht den Fehler gemacht, die Benutzerführung innerhalb nur einer Haupt-Version völlig zu ändern. Ich kenne mitlerweile genügend Firmen, die aus Prinzip bei Office XP/2003 bleiben oder zu OpenOffice wechseln, weil sie keine Lust auf Unfrieden und Schulung der Mitarbeiter haben.

    > Es ging nur darum das die aktuelle Linie bisher auch recht wenig Schaden
    > angerichtet hat, und das Wachstum einer Firma eben begrenzt ist. Die
    > Dividenden waren zwar nicht üppig, aber dort ist momentan ein Anstieg zu
    > verzeichnen, und Microsoft gilt immer noch als Blue Chip.
    >
    > Es gibt also wohl noch genug Leute die gern in Microsoft investieren, und
    > die Firma ist ja schon ein paar Tage alt, und hat wohl auch noch ein paar
    > Jahre vor sich. Persönlich würde ich aber eher auf andere Werte setzen.
    > Beim jetzigen Kurs einzusteigen, ohne das es Nachrichten gibt die über den
    > Erwartungen liegen, halte ich nur auf lange Sicht für sinnvoll.

    Auf lange Sicht kann man mit anderen Aktien oder Anleihen erheblich mehr Geld verdienen, daher wird es für Microsoft (so wie anderen Unternehmen auch) immer schwerer ihren Kurs zu halten, wenn nicht endlich Wachstum kommt.

  17. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: sowasauchnoch 05.07.12 - 10:11

    BasAn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Bei MS ist es einfach die Masse, die es ausmacht...
    >
    > Mit ~61% Gewinnspanne (für Windows/Office) eine Masse abzuziehen ..... hat
    > das sonst noch jemand 'geschafft'?

    Bei Win 8 für unter 40$ warscheinlich nicht mehr. Auch Office H&S liegt keineswegs bei diesen Gewinnspannen.
    Warum MS so etwas macht, wenn es angeblich keine Mitbewerber geben soll, erschließt sich mir ebenso wenig, wie die Tatsache, dass MS in internen Papieren immer wieder über den Marktdruck diskutiert.

    Masse, ja auf jeden Fall.

  18. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: sowasauchnoch 05.07.12 - 10:14

    User5001 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass es MS blendend geht...
    > Verlorenes Jahrzehnt? Wenn man schon auf den Umsatz schaut, könnte man
    > erwähnen, dass sich dieser in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat.

    Nur zur Ergänzung:
    Die potentiellen Kunden für MS haben sich in den letzten 10 Jahren mehr als vervierfacht (Asien, Russland, Südamerika). Viele dieser Regionen haben zudem den Inhaberrechteschutz auch im Sinne von MS verbessert, selbst wenn er aus Sicht von MS oft noch ungenügend ist (womit MS auch recht hat und nicht allein dasteht).

  19. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: sowasauchnoch 05.07.12 - 10:39

    User5001 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das hat andere Gründe, MS vertreibt ja bekannterweise hauptsächlich
    > Software, hier sind die Produktionskosten deutlich geringer als bei
    > iPhones, MacBooks, iPads usw., stattdessen kommen eher die
    > Entwicklungskosten zum Tragen.
    >
    > Apple hat hingegen hohe Entwicklungs- und Produktionskosten, d.h. viel von
    > den Einnahmen wird gleich wieder ausgegeben. So ist halt das Verhältnis von
    > Umsatz und Gewinn geringer.
    >
    Also gemäß Bilanzen haben beide Unternehmen eine ähnliche Umsatzrendite/Profitabilität (Verhältnis Umsatz zu EBIT).
    Dase Cash-Verhältnis sieht bei MS derzeit noch etwas besser aus.

    Was die Prognosen betrifft, so sind die von Apple eher als pessimistisch zu betrachten, die Prognosen von MS für 2013 müssen wohl doch eher als Visionär angesehen werden. Aber wer weiß, vielleicht überrascht MS im nächsten Jahr auch mal wieder.

    Betrachtet man nur die Zahlen der letzten Jahre, spricht sehr viel für Apple.
    http://www.finanzen.net/bilanz_guv/Apple (GuV-Zeile)
    http://www.finanzen.net/bilanz_guv/Microsoft (GuV-Zeile)

    Länger betrachtet ist MS eher konstant und Apple sehr volatil in seiner Geschäftsentwicklung. Aber nur bei sehr langfristiger Betrachtung.
    Kritiker meinen, bergauf gings bei Apple immer nur mit Jobs. Wir schauen mal.

  20. Re: Wo ist denn das/ein Problem?

    Autor: StefanKehrer 05.07.12 - 13:40

    sowasauchnoch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > User5001 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das hat andere Gründe, MS vertreibt ja bekannterweise hauptsächlich
    > > Software, hier sind die Produktionskosten deutlich geringer als bei
    > > iPhones, MacBooks, iPads usw., stattdessen kommen eher die
    > > Entwicklungskosten zum Tragen.
    > >
    > > Apple hat hingegen hohe Entwicklungs- und Produktionskosten, d.h. viel
    > von
    > > den Einnahmen wird gleich wieder ausgegeben. So ist halt das Verhältnis
    > von
    > > Umsatz und Gewinn geringer.
    > >
    > Also gemäß Bilanzen haben beide Unternehmen eine ähnliche
    > Umsatzrendite/Profitabilität (Verhältnis Umsatz zu EBIT).
    > Dase Cash-Verhältnis sieht bei MS derzeit noch etwas besser aus.
    >
    > Was die Prognosen betrifft, so sind die von Apple eher als pessimistisch zu
    > betrachten, die Prognosen von MS für 2013 müssen wohl doch eher als
    > Visionär angesehen werden. Aber wer weiß, vielleicht überrascht MS im
    > nächsten Jahr auch mal wieder.
    >
    > Betrachtet man nur die Zahlen der letzten Jahre, spricht sehr viel für
    > Apple.
    > www.finanzen.net (GuV-Zeile)
    > www.finanzen.net (GuV-Zeile)
    >
    > Länger betrachtet ist MS eher konstant und Apple sehr volatil in seiner
    > Geschäftsentwicklung. Aber nur bei sehr langfristiger Betrachtung.
    > Kritiker meinen, bergauf gings bei Apple immer nur mit Jobs. Wir schauen
    > mal.

    Apple hat momentan schon eine stabile Entwicklung, das Wachstum ist aber auch begrenzt, und sie müssen in neue Märkte vorstoßen, oder eben damit zufrieden sein das die Gewinne sich auf einem mittleren Niveau stabilisieren. Wie das von Aktionären aufgenommen wird ist eine andere Frage. Apple wird als Innovationsführer angesehen, ist mit dieser Rolle aber auch unter einem enormen Druck, Microsoft kann hier eigentlich nur gewinnen, wenn sie eine gute Idee haben sollten.

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