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Keine Begeisterung?

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  1. Keine Begeisterung?

    Autor: lejared 29.01.16 - 12:25

    Ja, warum bricht denn das Wahlvieh nicht in die gleiche Begeisterung aus, wie die Politiker und die Konzerne?

    Weil ich im Ganzen Artikel keinen einzigen Punkt gelesen habe, was ICH als Bürger davon haben soll!

    Da werden also meine Daten abgefasst, kostenlos(!) an die Auto-Konzerne übergeben, die dann damit das große Geschäft machen und ich darf für all das beim Autokauf auch noch den Aufpreis bezahlen.

    Natürlich bricht da bei mir keine Begeisterung aus!

    Wie wäre es, wenn ich als Autofahrer für jeden gefahrenen Kilometer, auf dem ich MEINE Daten in das System einspiese, einen Cent bekomme? Das wäre doch mal was.

  2. Re: Keine Begeisterung?

    Autor: User_x 29.01.16 - 12:29

    naja, du wirst bestimmt demnächst mit einem versicherungspaket beglückt dass aufgrund deiner Fahrweise die SF bestimmt ;-)

  3. Re: Keine Begeisterung?

    Autor: lejared 29.01.16 - 12:33

    Niemals, so lange es noch Versicherungen gibt, die einen Tarif ohne sowas anbieten.

    Ich warte noch auf den Tag, an dem Unfälle passieren, weil die Leute wegen ihres Tarifs Angst haben, ordentlich auf die Bremse zu treten! Und der wird kommen.

  4. Re: Keine Begeisterung?

    Autor: Dumpfbacke 29.01.16 - 16:35

    lejared schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, warum bricht denn das Wahlvieh nicht in die gleiche Begeisterung aus,
    > wie die Politiker und die Konzerne?
    >
    > Weil ich im Ganzen Artikel keinen einzigen Punkt gelesen habe, was ICH als
    > Bürger davon haben soll!
    >
    > Da werden also meine Daten abgefasst, kostenlos(!) an die Auto-Konzerne
    > übergeben, die dann damit das große Geschäft machen und ich darf für all
    > das beim Autokauf auch noch den Aufpreis bezahlen.
    >
    > Natürlich bricht da bei mir keine Begeisterung aus!
    Vielleicht, weil noch ein Gesetz zwecks Abgabe kommen muss. Das erfreut den Bürger immer. Hat schon bei der GEZ funktioniert und die Infrastrukturabgabe ist doch wohlwollend von der Bevölkerung aufgenommen worden. Wenn nur diese EU- Komission nicht sein würde. Die wollen es wenigstens europaweit machen. Dann fühlt der Bürger sich in anderen Ländern gleich wie zu hause.

    > Wie wäre es, wenn ich als Autofahrer für jeden gefahrenen Kilometer, auf
    > dem ich MEINE Daten in das System einspiese, einen Cent bekomme? Das wäre
    > doch mal was.
    Payback- Punkte verlangen?
    Die Steuererklärung am Jahresende muss reichen. Darüber werden die Nutzungsgebühren der Bundesstraßen und Autobahnen doch hinreichend entschädigt.

    Fühlen Sie sich nicht angemessen entschädigt? Soll man etwa eine neue Abgabe einführen? Dabei ist der Benzinpreis doch so niedrig wie lange schon nicht mehr.
    Also mehr Begeisterung bitte.

    *Sarkasmus und ähnliches ist bei solchen Themen ...*
    mfg

  5. Re: Keine Begeisterung?

    Autor: Airblader 29.01.16 - 17:43

    Für die Erfassung der Daten zum Leiten des Verkehrs, Warnsysteme in Echtzeit, Monitoring der Zustandes bishin zur Erkennung von Unfällen, Hindernissen und Schlaglöchern lässt sich mit solchen Daten schon sehr viel anfangen dass dem Autofahrer nutzt. Oder auch eine Anzeige wo in der Großstadt noch Parkplätze frei sind, welche Restaurants momentan stark oder weniger stark besucht sind,...

    Damit ist nicht gesagt, dass es den Preis wert ist. Nur, dass wirklich was möglich ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.01.16 17:45 durch Airblader.

  6. Re: Keine Begeisterung?

    Autor: lejared 29.01.16 - 19:55

    Die Frage ist allerdings auch, ob genau solche Dienste dann auch kommen und vor allem, was sie kosten werden. Die Konzerne wollen mit den Daten ja Geld einnehmen. Am Ende wird man dann nämlich dafür, dass man denen schon die Grundlage ihres Geschäftsmodells gratis liefert auch noch für die Nutzung der Ergebnisse zahlen müssen, und das sicherlich wieder nicht zu knapp. Man muss sich ja nur anschauen, was die integrierten Navis in den Autos kosten und vor allem die Updates, von den Live-Diensten wie Staumeldungen gar nicht zu reden.

  7. Re: Keine Begeisterung?

    Autor: derdiedas 29.01.16 - 20:03

    Dann überleg mal wie viele Menschen jeden Tag einfach nur von Daheim zur Arbeit fahren. Überhaupt keinen Parkplatz suchen müssen weil Sie einen haben usw... usw...

    In Deutschland gibt es gerade einmal 13 Städte mit mehr als 500.000 Einwohner und nur dort könnten Menschen im "Best" Case was von diesen Innovationen haben. In allen anderen Bereichen ist es schlichtweg unsinnig.

  8. Re: Keine Begeisterung?

    Autor: User_x 29.01.16 - 20:29

    frankfurt ist so eine klassische arbeitsstadt. morgens strömen sehr viele aus den vororten rein und abends wieder alle raus, bis sich andere nachtausflügler wieder dort hin bewegen.

    egal. jeden den ich kenne und in frankfurt arbeitet, kommt entweder mit fahrrad und öpnv oder hat einen gemieteten parkplatz, denn ab 8:30 uhr ist da einfach nix mehr mit parkplatz suchen.

    imteressant wäre es für mich, wie es sich mit eu-reimport verhalten würde, und ob es dann z.b. wie oem vom hersteller einfach stillgelegt wird oder gleichem...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.01.16 20:29 durch User_x.

  9. Re: Keine Begeisterung?

    Autor: Airblader 30.01.16 - 00:26

    Ich verstehe ja, dass das Ganze erstmal besorgniserregend wirkt. Dennoch wird hier einiges durcheinandergewürfelt.

    > Die Frage ist allerdings auch, ob genau solche Dienste dann auch kommen

    Daran habe ich keinerlei Zweifel. Die gibt es ja auch jetzt schon, eben mit den begrenzten technischen Möglichkeiten die zur Verfügung stehen.

    > und vor allem, was sie kosten werden.

    Google Maps ist kostenlos. Aber nicht gratis. Man gibt natürlich Daten preis und das verwandelt ein Konzern auch in Umsatz. Aber zahlen tut man für den Dienst erstmal nichts. Ich sehe nicht, warum sich das grundlegend ändern würde, aber selbst wenn…

    > Die Konzerne wollen mit den Daten ja Geld einnehmen.

    Uff. Diese Schweine. Diese Unternehmen haben ja nichts als Umsatz im Kopf. Das ist schon eine echt typische Parole. Das Problem ist, dass ein Unternehmen, das keinen Umsatz macht, nunmal auf Dauer kein Unternehmen sein kann. Mitarbeiter wollen bezahlt werden, du ja auch, wo auch immer du arbeitest, und Unkosten wollen bezahlt werden.

    Ich streite nicht ab, dass es geldhungrige und machtgeile Idioten gibt, dass die Bezahlung auf der Welt unfair ist und dass Unternehmen sämtliche Steuertricks ausnutzen. Dennoch, im Kern ist es erstmal einfach so, dass Unternehmen Geld verdienen müssen um a) zu überleben und b) dadurch die Arbeitsplätze zu erhalten, die sie erschaffen. Die Idee vom Bäcker, der dir seine Brötchen aus Nächstenliebe gibt, ist zwar schön für dich, endet für den Bäcker aber schlecht.

    Also mal ganz ruhig bleiben: Unternehmen werden dafür irgendwie Geld kassieren und das dient nicht nur dem 250k/Jahr-Manager, sondern auch dir. Die Unfairness des Verhältnisses ist ein anderes Thema.

    > Am Ende wird man dann nämlich dafür, dass man denen schon die Grundlage ihres Geschäftsmodells gratis liefert auch noch für die Nutzung der Ergebnisse zahlen müssen,

    Zwei Punkte:

    1) Für diese Grundlage, die du ihnen lieferst, hast du aber auch einen feuchten Kehricht getan. Wieso also Ansprüche stellen als solltest du dafür entschädigt werden? OK, klar, man bezahlt beim Auto für die Elektronik wohl irgendwie mit. Einverstanden. Aber darum geht es hier ja nicht. Wenn du das Ding hast, dann fährst du damit rum – nicht lustig durch die Gegend um Daten zu sammeln, sondern zur Tante und Freundin und ins Kino. Einfach so, ganz wie mit ohne.

    2) Das Unternehmen verdient durch die Geschäftsgrundlage alleine eben nunmal kein Geld. Rest siehe oben. Der Schuhverkäufer hat auch nur eine Geschäftsgrundlage, weil ich Schuhe trage statt barfuß durch die Straßen zu laufen. Wenn ich 75 Jahre lang die selben Sandalen anhabe hilft ihm das aber trotzdem nicht.

    > In Deutschland gibt es gerade einmal 13 Städte mit mehr als 500.000 Einwohner

    13 * 500.000 = 6.5 Millionen = ~7-8% der deutschen Bevölkerung. Das Ganze sind Milchmädchenrechnungen, aber was nicht aufgeht ist dass du dich nur auf das "gerade einmal 13" konzentrierst, dann aber "500.000" ausblendest. Pareto lässt grüßen. Ja, es gibt weniger große Städte als kleine, aber die großen haben per Definition auch viel mehr Einwohner als die kleinen. Das ist wie mit den "Top 1%" der Geldverdiener. Was sind schon 1%, außer dass sie praktisch das gesamte Vermögen haben? Immer auf beide Zahlen schauen.

    Ich bin hier natürlich etwas "biased"; ich wohne in einer Großstadt und kann das Auto zur Arbeit nur dann nehmen, wenn ich spätestens um 6 Uhr das Haus verlasse. Alles danach und ich kann mich auf Parkplatz-Lotto gefasst machen.

    Im Übrigen, bei Livedaten für Parkplätze müssen wir mindestens zehn Jahre in die Zukunft denken, realistisch wohl eher zwanzig Jahre, das System ist ja nur sinnvoll, wenn alle Autos mitsenden. Sonst gibt es zu viele false positives. Wie werden deine Zahlen dann aussehen? Die Nützlichkeit dieser Daten steigt mit dem Anteil der Autofahrer, die sie senden. Und das hat sehr langen Vorlauf, da sollte man etwas den Blick für die Zukunft wahren.

    > denn ab 8:30 uhr ist da einfach nix mehr mit parkplatz suchen.

    Ich kann nur für meine Umgebung sprechen, aber während es stimmt, dass ab einer gewissen Uhrzeit alle Parkplätze weg sind: es ist trotzdem immer etwas Bewegung drin. Man muss nur zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein. Hier wären Livedaten also eigentlich perfekt – naja, bis auf dass jeder es sieht und dann dort hinfährt.

    Aber es ist trotzdem sinnvoll um z.B. zu sehen wie stark der Ballungsraum bereits belegt ist, so dass man gleich dort hinfährt, wo es noch nicht ganz so voll ist. Das ist sicherlich nicht überall überhaupt möglich; dort wo ich arbeite aber schon. Und es geht auch nicht nur um den Berufsverkehr, sondern auch den Alltagsverkehr: ist in der Straße, wo ich hin muss, noch was frei oder kann ich auch schon die Ecke vorher parken?



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 30.01.16 00:33 durch Airblader.

  10. Re: Keine Begeisterung?

    Autor: AIM-9 Sidewinder 30.01.16 - 01:09

    Pro Kilometer einen Cent? Das ist viel zu wenig! Wenn einer meine Daten abgreifen will, muss da ordentlich Geld rüberkommen. Eintausend Euro pro Kilometer sind Minimum, natürlich plus der Möglichkeit einzelne gefahrene Routen vor der Erfassung zu löschen.

  11. Re: Keine Begeisterung?

    Autor: cpt.dirk 31.01.16 - 00:55

    lejared schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da werden also meine Daten abgefasst, kostenlos(!) an die Auto-Konzerne
    > übergeben, die dann damit das große Geschäft machen und ich darf für all
    > das beim Autokauf auch noch den Aufpreis bezahlen.

    Und der passende Nudging-Werbespot dazu: "... du DARFST!"
    Alternative: keine Neuwagen kaufen, die solche Systeme an Bord haben.

    Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Änderungen am Meldeauskunftsgesetz? Als, während das Wahlvolk vor dem Fernseher hing und Fußball-WM guckte, ein paar Abgeordnete (waren die nicht von der CSU?) ein paar "geringfügige Änderungen" in der abschließenden Fassung einbrachten, die es Werbefirmen ermöglichen sollte, Personendaten direkt beim Einwohnermeldeamt abzugreifen?

    Na, kein Grund zum Schwarzsehen ... damals (wurde nicht das Vorhaben in letzter Sekunde im Bundesrat abgefangen?).

    > Wie wäre es, wenn ich als Autofahrer für jeden gefahrenen Kilometer, auf
    > dem ich MEINE Daten in das System einspiese, einen Cent bekomme? Das wäre
    > doch mal was.

    Ich verstehe nicht ganz, warum schon für eine handvoll Euros mehr gleich halb Zustimmung genickt und grundlegende Rechte zur Disposition gestellt werden? Geht's hier nicht um MEHR?

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