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"wenn der Empfänger sein Paket an der Packstation abholt"

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  1. "wenn der Empfänger sein Paket an der Packstation abholt"

    Autor: demon driver 24.03.22 - 21:53

    "Bartels lässt dabei unberücksichtigt, dass möglicherweise auch ein erheblicher CO2-Ausstoß anfällt, wenn der Empfänger sein Paket an der Packstation abholt" – ganz genau.

    Vor allem, wenn hundert Empfänger mit hundert Autos von zuhause zur Packstation und zurück fahren, während der Lieferwagen nur einmal rundfährt, wird eher mehr, nicht weniger CO2 in die Luft geblasen. Prototypisches Beispiel für eine besonders üble Form von Greenwashing; für eine Sache, deren einziger Zweck die Profitmaximierung ist.

    Denn was die Post/DHL dann auch noch geflissentlich verschweigt, ist, wieviele Postfilialen im Gegenzug dafür geschlossen werden. Wo denn überhaupt noch welche sind.

  2. Re: "wenn der Empfänger sein Paket an der Packstation abholt"

    Autor: Hotohori 24.03.22 - 22:03

    Oder die Leute holen das Paket auf ihrem täglichen Weg ab, was beim Bahnhof wohl eher der Fall sein wird. Dann fällt überhaupt kein zusätzliches Co² an weil die Leute eh diesen Weg zurück legen mussten.

    Und genau darum ist auch klar, warum DHL das quasi ignoriert: weil das so individuell ist, dass man hier schlecht eine allgemeine Aussage treffen kann.

    Ich selbst habe noch nie zusätzliches Co² in die Luft geblasen um ein Paket abzuholen, weil ich immer zu Fuß unterwegs bin. Wohne eben günstig.

  3. Re: "wenn der Empfänger sein Paket an der Packstation abholt"

    Autor: Trockenobst 24.03.22 - 23:40

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wieviele Postfilialen im Gegenzug dafür geschlossen werden. Wo denn
    > überhaupt noch welche sind.

    80% der Postjobs sind historische überbleibsel. Briefmarken, Pakete holen, analysieren wie schwer das Paket ist und dann berechnen wie viel es nach Japan kostet. Geld abheben, Geld einzahlen. Braucht es für das alles wirklich noch Menschen? Ich hätte für diese nervigen Themen viel mehr Automatismen. Es ist ja nicht so als wenn uns nicht Lehrer, Ausbilder und andere wichtige Jobs fehlen. Die müssten dann besser bezahlen und die Leute besser ausbilden. Dann müssen die nicht mehr unsinnige Jobs als "Ersatz" machen weil man schon vor dem Quali gesellschaftlich "aussortiert" worden ist.

  4. Re: "wenn der Empfänger sein Paket an der Packstation abholt"

    Autor: demon driver 25.03.22 - 09:03

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder die Leute holen das Paket auf ihrem täglichen Weg ab, was beim Bahnhof
    > wohl eher der Fall sein wird.

    Klar, aber wie verteilen sich die Leute auf Bahn und Auto? Und man muss ja auch so weit denken, wie die Post/DHL das natürlich auch tut, dass sie die Auslieferung zur Haustür irgendwann nur noch gegen deutlichen Aufpreis ermöglicht. Spätestens dann werden auch viele Autofahrer, die das nicht bezahlen wollen, lieber mit dem Auto zur Packstation fahren, als sich die Pakete weiterhin an die Haustür liefern zu lassen.

  5. Re: "wenn der Empfänger sein Paket an der Packstation abholt"

    Autor: pythoneer 25.03.22 - 09:05

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > für eine Sache, deren einziger Zweck die Profitmaximierung ist.

    Die dürfen sich gerne dumm und dämlich damit verdienen wenn es, wie in meinem speziellen Fall, den Komfort deutlich erhöht. Bei mir sind 3 Packstationen und ein AmazonHub im Umkreis von ca. 200-300m und ich "muss" an jeder vorbei wenn ich in drei verschiedene Himmelsrichtungen gehe um zu einem "Point of Interest" (Einkaufszentrum, öffentliche Verkehrsmittel ..) zu kommen – oder besser von diesen wieder zurück nach Hause. Wenn ich also von irgendwo her komme mit den Öffis gehe ich auch immer an einer Station vorbei und nehme meine Pakete "einfach mit". Das ist unbeschreiblich viel Angenehmer als sich das direkt nach Hause liefern zu lasse, wo ich dann nicht da bin und dann zu irgend einer Filiale/Shop reisen muss. Oder schlimmer es landet beim Nachbarn der am selben Tag erstmal zwei Wochen in den Urlaub fliegt (schon gehabt).

    Ich weiß, nicht jeder hat so ein Glück, dass die Dinger so perfekt aufgestellt sind – aber ich will die Teile gar nicht mehr zu mir geliefert haben, ich hol sie mir auf dem nach Hauseweg ab wann ich will, auch um 23 Uhr. Wenn die ihren Profit damit maximiere mir ein besseres Erlebnis zu bieten, shut up and take my Money!

  6. Re: "wenn der Empfänger sein Paket an der Packstation abholt"

    Autor: demon driver 25.03.22 - 09:24

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wieviele Postfilialen im Gegenzug dafür geschlossen werden. Wo denn
    > > überhaupt noch welche sind.
    >
    > 80% der Postjobs sind historische überbleibsel. Briefmarken, Pakete holen,
    > analysieren wie schwer das Paket ist und dann berechnen wie viel es nach
    > Japan kostet. Geld abheben, Geld einzahlen. Braucht es für das alles
    > wirklich noch Menschen? Ich hätte für diese nervigen Themen viel mehr
    > Automatismen. Es ist ja nicht so als wenn uns nicht Lehrer, Ausbilder und
    > andere wichtige Jobs fehlen. Die müssten dann besser bezahlen und die Leute
    > besser ausbilden. Dann müssen die nicht mehr unsinnige Jobs als "Ersatz"
    > machen weil man schon vor dem Quali gesellschaftlich "aussortiert" worden
    > ist.

    Das ist alles richtig. Aber da sind halt noch zwei Aspekte.

    Zum einen, klar, es braucht dafür und für vieles andere keine Menschen, man sollte den Menschen von solcher Arbeit befreien, aber wir leben halt noch immer in einer Gesellschaftsform, in der Menschen Jobs brauchen, und trotz aller Fachkräftemangel-Panik ist die Langzeittendenz eine hin zu weniger auskömmlichen Arbeitsangeboten, nicht mehr, auch für höhere Qualifikationen.

    Zum anderen kriegen wir als Konsumenten die Paketstationen eben nicht wirklich hingestellt, damit wir davon irgendeinen Vorteil, eine bessere Dienstleistung hätten, das Gegenteil ist richtig. Die Brief- und Paketlaufzeiten werden schleichend immer länger, nicht kürzer. Wenn ich eine hübsche Briefmarke möchte, kann ich die nicht mehr schnell bei der Post holen, sondern muss die online bestellen, die kommt dann frühestens am nächsten, mitunter erst am übernächsten Tag. Gleichzeitig werden die Preise ständig teurer.

  7. Re: "wenn der Empfänger sein Paket an der Packstation abholt"

    Autor: demon driver 25.03.22 - 09:37

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich weiß, nicht jeder hat so ein Glück, dass die Dinger so perfekt
    > aufgestellt sind – aber ich will die Teile gar nicht mehr zu mir
    > geliefert haben, ich hol sie mir auf dem nach Hauseweg ab wann ich will,
    > auch um 23 Uhr.

    Ist ja auch ok :-) – ich will die Dinger ja auch nicht weg haben. Der Haken ist nur, dass die Lieferung zur Haustür, und ich hab da eine sichere Ablage für den Fall, dass niemand da ist, absehbar teurer werden wird, während die Umweltfreundlichkeit nur vorgeschoben ist, spätestens wenn alle gezwungen werden, sich zur Packstation zu begeben, wenn sie nicht deutlich draufzahlen sollen.

    In meinem Fall ist es so, dass es in meiner kleinen Stadt noch gar keine Packstation gibt, und der Standort, wo es heißt, dass eine hin soll, ist quasi am anderen Ende – und am "falschen" von zwei Bahnhöfen, sollte ich tatsächlich mal mit der Bahn unterwegs sein. Ich könnte mir natürlich eine Bahncard besorgen, damit kann ich dann wenigstens günstig nach dem knappen Kilometer Fußweg zu "meinem" Bahnhof von dort mit der Bahn zur Packstation fahren, ca. eine halbe Stunde später wieder zurück, und zu Fuß den Kilometer zurück zur Wohnung laufen ;-)

  8. Man kann auch alles schlecht reden.

    Autor: Pecker 25.03.22 - 09:43

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Bartels lässt dabei unberücksichtigt, dass möglicherweise auch ein
    > erheblicher CO2-Ausstoß anfällt, wenn der Empfänger sein Paket an der
    > Packstation abholt" – ganz genau.

    Das mag schon sein, lässt sich aber halt auch kaum bestimmen.

    > Vor allem, wenn hundert Empfänger mit hundert Autos von zuhause zur
    > Packstation und zurück fahren, während der Lieferwagen nur einmal
    > rundfährt, wird eher mehr, nicht weniger CO2 in die Luft geblasen.

    Wäre bei dieser Annahme korrekt. Es ist aber immer noch besser, als wenn diese 100 Autos in eine noch weitere Stadt fahren müssten, dort alles zuparken und oftmals mit leeren Händen wieder nach Hause fahren, weil das Geschäft vor Ort das passende nicht hatte.

    Außerdem, wenn man die Idee endlich mal groß denkt und in jedem Dorf eine Packstation steht, dann ist der Weg dorthin weniger als 1km. Der Bedarf wäre da.

    > Prototypisches Beispiel für eine besonders üble Form von Greenwashing; für
    > eine Sache, deren einziger Zweck die Profitmaximierung ist.

    Packstationen sind eine absolute WINWIN Situation. Umso erstaunlicher, dass die Packstationen nicht schon viel verbreiteter sind. Die gibt es seit über 15 Jahren schon.

    > Denn was die Post/DHL dann auch noch geflissentlich verschweigt, ist,
    > wieviele Postfilialen im Gegenzug dafür geschlossen werden. Wo denn
    > überhaupt noch welche sind.

    Wozu braucht man die denn auch? Übrigens, eine Postfiliale muss geheizt und beleuchtet werden. Aber es gibt hier in der Gegend noch genügend DHL Abgabepunkte.

    Ich hole meine Pakete übrigens an einer Packstation ab, die auf einem Aldiparkplatz steht. Zusätzliches CO2? keines.

  9. Re: Man kann auch alles schlecht reden.

    Autor: demon driver 25.03.22 - 10:53

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > "Bartels lässt dabei unberücksichtigt, dass möglicherweise auch ein
    > > erheblicher CO2-Ausstoß anfällt, wenn der Empfänger sein Paket an der
    > > Packstation abholt" – ganz genau.
    >
    > Das mag schon sein, lässt sich aber halt auch kaum bestimmen.
    >
    > > Vor allem, wenn hundert Empfänger mit hundert Autos von zuhause zur
    > > Packstation und zurück fahren, während der Lieferwagen nur einmal
    > > rundfährt, wird eher mehr, nicht weniger CO2 in die Luft geblasen.
    >
    > Wäre bei dieser Annahme korrekt. Es ist aber immer noch besser, als wenn
    > diese 100 Autos in eine noch weitere Stadt fahren müssten, dort alles
    > zuparken und oftmals mit leeren Händen wieder nach Hause fahren, weil das
    > Geschäft vor Ort das passende nicht hatte.

    Wenn das auch nur ansatzweise plausibel die Alternative wäre, wäre es ein Argument. Ist es aber nicht.

    > Außerdem, wenn man die Idee endlich mal groß denkt und in jedem Dorf eine
    > Packstation steht, dann ist der Weg dorthin weniger als 1km. Der Bedarf
    > wäre da.

    Schön für das Dorf. Rechne uns aber doch mal aus, wieviele Packstationen dann in den Städten stehen müssten, damit jeder eine innerhalb von 1km hätte.

    > > Prototypisches Beispiel für eine besonders üble Form von Greenwashing; für
    > > eine Sache, deren einziger Zweck die Profitmaximierung ist.
    >
    > Packstationen sind eine absolute WINWIN Situation.

    Neben den anderen Kritikpunkten jedenfalls sicher nicht für das Klima, wenn die Alternative die Beibehaltung der bisherigen Auslieferung ist, die im Übrigen deutlich schneller auf klimaneutrale Antriebe umrüstbar wäre als der Privat-PKW.

    > Umso erstaunlicher, dass
    > die Packstationen nicht schon viel verbreiteter sind. Die gibt es seit über
    > 15 Jahren schon.

    Zu den bereits angesprochenen Nachteilen kommt da hinzu, dass in vielen, gerade älteren Wohngebieten erst mal Platz für diese Monstrositäten gefunden werden muss. Das klappt nicht überall...

    > > Denn was die Post/DHL dann auch noch geflissentlich verschweigt, ist,
    > > wieviele Postfilialen im Gegenzug dafür geschlossen werden. Wo denn
    > > überhaupt noch welche sind.
    >
    > Wozu braucht man die denn auch?

    Es stimmt schon, dass der Nutzen immer geringer wird. Trotzdem gibt es da schon noch ein paar Dinge, etwa wenn ich zollpflichtig ins Ausland versenden will, was selten genug vorkommt, dass ich dafür Informationen brauche, die ich nicht mehr parat habe. Die kann ich mir entweder immer wieder selber zusammensuchen, oder persönlich geben lassen. Manchmal ist letzteres einfach praktischer. Oder wenn ich kurzfristig eine nette Briefmarke brauche, nicht die aus dem Automaten oder die selbstgedruckte. Die kriege ich ohne Postfiliale frühestens am nächsten, mitunter erst am übernächsten Tag.

    > Übrigens, eine Postfiliale muss geheizt und
    > beleuchtet werden. Aber es gibt hier in der Gegend noch genügend DHL
    > Abgabepunkte.
    >
    > Ich hole meine Pakete übrigens an einer Packstation ab, die auf einem
    > Aldiparkplatz steht. Zusätzliches CO2? keines.

    Wie gesagt, ich will niemandem seine Packstation wegnehmen. Die hilft aber auch auf dem Aldiparkplatz nicht allen. Ich kaufe nicht beim Aldi. Ich kaufe generell auch nicht so häufig ein, dass ich eine spontan anstehende Paketabholung sinnvoll jedesmal mit irgendwelchen Einkäufen verbinden könnte...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.03.22 10:54 durch demon driver.

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