1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Virtuelle Währungen: Alternativen…

Na toll, dann haben wir ein Haufen Insellösungen.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Na toll, dann haben wir ein Haufen Insellösungen.

    Autor: Spaghetticode 23.04.13 - 12:30

    Dabei ist es so schön, einen einheitlichen Standard zu haben. Siehe E-Mail, HTML, USB.

    Aber an manchen Stellen konkurrieren Standards miteinander, jeder Standard wird als ultimative Lösung angesehen (http://xkcd.com/927/). Siehe S/MIME und OpenPGP. Da muss man dann jede Insellösung einzeln unterstützen. Das macht natürlich mehr Aufwand als ein einheitlicher Standard.

    Man muss sich nur mal vorstellen, wenn statt einer Bitcoin-Adresse je eine Acoin-, Bcoin-, Dcoin- und Ecoin-Adresse beim Zahlungsempfänger angegeben wird, aber man nur eine volle Ccoin- und eine leere Acoin-Geldbörse hat.

  2. Re: Na toll, dann haben wir ein Haufen Insellösungen.

    Autor: Mingfu 23.04.13 - 12:55

    Was erwartest du? Systeme, die vor allem early adopters belohnen, verlieren auf Dauer an Attraktivität und fördern gleichgeartete Nachahmer, die wiederum early adopters belohnen...

    Nebenbei krankt Bitcoin an zu vielen Designfehlern, so dass dort Alternativsysteme nahezu zwingend sind.

    1. Bitcoin stößt bereits heute an das Transaktionsmaximum, da die Blöcke maximal Platz für 1 MB an Transaktionen bieten und nur rund alle 10 Minuten generiert werden (es sollen wohl rund 25.000 Transaktionen pro Stunde sein). Für ein Zahlungssystem der Zukunft um Größenordnungen unterdimensioniert.

    2. Selbst wenn man die Blockgröße erhöht, so ist das P2P-System zur Verteilung der Transaktionsanforderungen dann die nächste Schwachstelle. Denn jede Transaktionsanforderung muss x-fach im Netz verteilt werden, damit sie den Minern vorliegt und in den Block überhaupt einfließen kann. Mit steigender Transaktionsanzahl verstopft dort das Netz immer mehr.

    3. Die öffentliche Struktur sorgt dafür, dass Bitcoin sein Hauptanliegen - Anonymität - nicht umsetzen kann. Nur mit viel Aufwand und häufigen Verschleierungstransaktionen gelingt es eventuell, und auch nur mehr schlecht als recht, für etwas Anonymität zu sorgen (wobei die Punkte 1 und 2 dort schon wieder ein Limit darstellen und wenn man dieses über höchstbietende Transaktionsgebühren zu lösen versucht, Anonymität nur etwas für Reiche ist).

    4. Bitcoin fördert das, was es von seiner Grundlage her ausschließen muss - Monopolisierung. Je größer die Gruppe ist in der man agiert, desto mehr Vorteile genießt man. Es gab das früher bereits einmal mit Miningpools, als ein Pool praktisch drauf und dran war, mehr als die Hälfte der Rechenleistung zu stellen und wir erleben es jetzt gerade mit den Börsen, wo Mt.Gox auf Grund der Verunsicherung und dauerhaften Schließung anderer Börsen mit um die 80 % Marktvolumen ein Quasi-Monopol betreibt. Deshalb ist es wiederum attraktiv dort zu handeln, weil dort das größte Angebot und die größte Nachfrage besteht und man deshalb fast jedes eigene Geschäft problemlos abwickeln kann. In Verbindung mit der mangelnden Anonymität aus 3. kann Mt.Gox einen Großteil aller Zahlungen nachvollziehen, da sie fast alle über kurz oder lang wieder bei ihnen aufschlagen und sie die tatsächlichen Adressen der Leute haben, die jeweils einzahlen oder auszahlen.

    5. Die in der Währung eingebaute Deflation ist ökonomisch absolut kontraproduktiv und fördert die Bildung von Blasen und Wirtschaftsinstabilitäten. Als dauerhaftes Modell ist dies ungeeignet und der Absturz vorhersehbar. Eine gewisse Inflation ist notwendig, um Geldanhäufung zu bestrafen. Geld darf kein Wert an sich sein, sondern Geld muss ein sich ständig in Umlauf befindendes Tauschmittel sein.

  3. Re: Na toll, dann haben wir ein Haufen Insellösungen.

    Autor: Andi2k 23.04.13 - 13:41

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was erwartest du? Systeme, die vor allem early adopters belohnen, verlieren
    > auf Dauer an Attraktivität und fördern gleichgeartete Nachahmer, die
    > wiederum early adopters belohnen...
    >
    > Nebenbei krankt Bitcoin an zu vielen Designfehlern, so dass dort
    > Alternativsysteme nahezu zwingend sind.
    >
    > 1. Bitcoin stößt bereits heute an das Transaktionsmaximum, da die Blöcke
    > maximal Platz für 1 MB an Transaktionen bieten und nur rund alle 10 Minuten
    > generiert werden (es sollen wohl rund 25.000 Transaktionen pro Stunde
    > sein). Für ein Zahlungssystem der Zukunft um Größenordnungen
    > unterdimensioniert.

    Das ist auch die erste und auch gleichzeitig ineffizienteste Implementierung. Das Bitcoinprotokoll kann jederzeit angepasst werden. Da dann jeder Nutzer eine neues Clientprogramm installieren muss wird das erst dann gemacht wenn auch Notwendigkeit besteht und nicht alle paar Monate bei jeder kleinstmöglichen Verbesserung.

    > 2. Selbst wenn man die Blockgröße erhöht, so ist das P2P-System zur
    > Verteilung der Transaktionsanforderungen dann die nächste Schwachstelle.
    > Denn jede Transaktionsanforderung muss x-fach im Netz verteilt werden,
    > damit sie den Minern vorliegt und in den Block überhaupt einfließen kann.
    > Mit steigender Transaktionsanzahl verstopft dort das Netz immer mehr.

    Was soll hier "verstopfen". Einfach die Blockgröße heraufsetzen erhöht natürlich ersteinmal das mögliche Transaktionsvolumen um den Faktor 10 oder 100 aber viel sinnvoller ist eine Optimierung der zu verteilenden Datenmenge / der Datenstruktur innerhalb eines Blockes.

    > 3. Die öffentliche Struktur sorgt dafür, dass Bitcoin sein Hauptanliegen -
    > Anonymität - nicht umsetzen kann. Nur mit viel Aufwand und häufigen
    > Verschleierungstransaktionen gelingt es eventuell, und auch nur mehr
    > schlecht als recht, für etwas Anonymität zu sorgen (wobei die Punkte 1 und
    > 2 dort schon wieder ein Limit darstellen und wenn man dieses über
    > höchstbietende Transaktionsgebühren zu lösen versucht, Anonymität nur etwas
    > für Reiche ist).

    Das "Hauptanliegen" von Bitcoin ist eine dezentrale Währung zu verwirklichen die nicht von einer Person oder Gruppe kontrolliert werden kann und die elektronisch im Internet genutzt werden kann. Dass man hierbei auch völlig anonym Geld transferieren kann ist ein netter Nebeneffekt und bestimmt praktisch für Leute die sich Drogen damit kaufen wollen. Letztlich ist Bitcoin genauso anonym wie Geldscheine auf denen jeder Besitzer notiert welche Farbe die Geldbörse hatte in der sie zuletzt aufbewahrt wurden.

    > 4. Bitcoin fördert das, was es von seiner Grundlage her ausschließen muss -
    > Monopolisierung. Je größer die Gruppe ist in der man agiert, desto mehr
    > Vorteile genießt man. Es gab das früher bereits einmal mit Miningpools, als
    > ein Pool praktisch drauf und dran war, mehr als die Hälfte der
    > Rechenleistung zu stellen und wir erleben es jetzt gerade mit den Börsen,
    > wo Mt.Gox auf Grund der Verunsicherung und dauerhaften Schließung anderer
    > Börsen mit um die 80 % Marktvolumen ein Quasi-Monopol betreibt. Deshalb ist
    > es wiederum attraktiv dort zu handeln, weil dort das größte Angebot und die
    > größte Nachfrage besteht und man deshalb fast jedes eigene Geschäft
    > problemlos abwickeln kann. In Verbindung mit der mangelnden Anonymität aus
    > 3. kann Mt.Gox einen Großteil aller Zahlungen nachvollziehen, da sie fast
    > alle über kurz oder lang wieder bei ihnen aufschlagen und sie die
    > tatsächlichen Adressen der Leute haben, die jeweils einzahlen oder
    > auszahlen.

    Es ist schlichtweg falsch dass ein Miner in einem größeren Miningpool einen Vorteil gegenüber einem Miner in einem kleinen Minigpool hat. Dass manche Miningpools beliebter sind als andere liegt schlichtweg daran dass sie besseren Service / höhere Auszahlungsquoten bereitstellen als andere.
    Genauso ist es mit Mt.Gox. Das waren einfach die ersten die eine Tradingplattform bereitstellten. Auch Sicherheitstechnisch hat Mt.Gox als erste Plattform eine 2-Wege Authentifizierung angeboten (zusätzlich zum Loginpasswort noch einen einmaligen Schlüssel ähnlich TAN-Verfahren beim Onlinebanking)
    Dadurch haben Sie im Moment die meisten Nutzer. Wenn Mt.Gox in Zukunft die aktuellen Schwächen nicht behebt (Ausfälle durch DDos Attacken, lange Wartezeiten bis zur Accountaktivierung) dann werden sich die Nutzer andere Tauschbörsen suchen um Bitcoins zu kaufen, was natürlich sinn macht, denn Konkurrez belebt das Geschäft.
    Das mit der Anonymität bei Gox ist Quatsch. Das Gox weiß wer Ihnen Geld überweist und an welches Bitcoinkonto sie das Geld zuerst schicken ist natürlich richtig. Aber wer das Geld davor oder danach hat ist nicht nachzuvollziehen. Jeder Nutzer kann 1000 verschiedene Bitcoinadressen haben und Mt.Gox kennt davon immer nur die an die sie selbst Bitcoins überwiesen haben.

    > 5. Die in der Währung eingebaute Deflation ist ökonomisch absolut
    > kontraproduktiv und fördert die Bildung von Blasen und
    > Wirtschaftsinstabilitäten. Als dauerhaftes Modell ist dies ungeeignet und
    > der Absturz vorhersehbar. Eine gewisse Inflation ist notwendig, um
    > Geldanhäufung zu bestrafen. Geld darf kein Wert an sich sein, sondern Geld
    > muss ein sich ständig in Umlauf befindendes Tauschmittel sein.

    Das behaupten viele. Und trotzdem kaufe ich mir z.B. ein Smartphone und einen PC. Beides kostet ein Jahr später die hälfte. Nach deine Theorie dürfte ich mir diese Produkte niemals kaufen. Ich tue dies aber trotzdem weil eben Bedarf da ist. Genauso ist es mit meinem Frühstück. Wenn ich Hunger habe kaufe ich mir Essen. Selbst wenn mein Frühstücksei in einem halben Jahr nur die hälfte kostet ... ich hab jetzt Hunger :D

    Jo sorry... aber sehr viele Halbwahrheiten in deinem Post...

    Gruß,

    Andi

  4. Re: Na toll, dann haben wir ein Haufen Insellösungen.

    Autor: Keridalspidialose 23.04.13 - 21:52

    Spaghetticode schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Siehe E-Mail, HTML, USB.

    IMAP/POP3

    HTML3.2, HTML4.01, XHTML1.1, HTML5

    USB, USB2.0, USB3.0

    Und gerade HTML zu nennen, bei einem zuverlässigen Standard... den Berwoserkrieg zwischewn Netscape, Microsoft und Co. schon vergessen?

    ___________________________________________________________

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. AKKA, Braunschweig
  2. Phone Research Field GmbH, Hamburg
  3. über duerenhoff GmbH, Wuppertal
  4. itsc GmbH, Hannover

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 299,00€
  2. 399€ (Bestpreis!)
  3. (u. a. Battlefleet Gothic: Armada 2 für 11,99€, Star Trek Bridge Crew für 6,66€, Rage 2 für...
  4. 89,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Dreams im Test: Bastelwastel im Traumiversum
Dreams im Test
Bastelwastel im Traumiversum

Bereits mit Little Big Planet hat das Entwicklerstudio Media Molecule eine Kombination aus Spiel und Editor produziert, nun geht es mit Dreams noch ein paar Schritte weiter. Mit dem PS4-Titel muss man sich fast schon anstrengen, um nicht schöne Eigenkreationen zu erträumen.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Ausdiskutiert Sony schließt das Playstation-Forum
  2. Sony Absatz der Playstation 4 geht weiter zurück
  3. PS4-Rücktasten-Ansatzstück im Test Tuning für den Dualshock 4

Videostreaming: Was an Prime Video und Netflix nervt
Videostreaming
Was an Prime Video und Netflix nervt

Eine ständig anders sortierte Watchlist, ein automatisch startender Stream oder fehlende Markierungen für Aboinhalte: Oft sind es nur Kleinigkeiten, die den Spaß am Streaming vermiesen - eine Hassliste.
Ein IMHO von Ingo Pakalski

  1. Videostreaming Netflix integriert Top-10-Listen für Filme und TV-Serien
  2. WhatsOnFlix Smartphone-App für bessere Verwaltung der Netflix-Inhalte
  3. Netflix Staffel-2-Trailer zeigt Cyberpunk-Welt von Altered Carbon

Grünheide: Umweltbewegung agiert bei Tesla-Fabrik unglücklich
Grünheide
Umweltbewegung agiert bei Tesla-Fabrik unglücklich

Es gibt gute Gründe, die Elektromobilität nicht nur unkritisch zu bejubeln. Einige Umweltverbände und Klimaaktivisten machen im Fall der Tesla-Fabrik in Grünheide dabei aber keine besonders gute Figur.
Ein IMHO von Hanno Böck

  1. Gigafactory Berlin Der "Tesla-Wald" ist fast gefällt
  2. Grünheide Tesla darf Wald weiter roden
  3. Gigafactory Grüne kritisieren Grüne Liga wegen Baumfällstopp für Tesla

  1. Banded Kestrel: AMD bringt Ryzen Embedded mit unter 10 Watt
    Banded Kestrel
    AMD bringt Ryzen Embedded mit unter 10 Watt

    Statt 12 Watt bis 25 Watt sind 6 bis 10 Watt möglich: AMD hat zwei Embedded-APUs veröffentlicht, die für sparsamere oder lüfterlose Systeme gedacht sind. Die Zen-Kerne und die Vega-Grafik takten niedrig.

  2. Network Slicing: Nokia bietet wichtige 5G-Funktion in LTE-Netzen
    Network Slicing
    Nokia bietet wichtige 5G-Funktion in LTE-Netzen

    Mit Network Slicing will Nokia zugesicherte Datenkapazität oder Latenz in LTE-Netzen bieten. Einer der wichtigsten Partner ist A1 in Österreich.

  3. Statt Github: FSF will eigene Code-Hosting-Plattform starten
    Statt Github
    FSF will eigene Code-Hosting-Plattform starten

    Noch in diesem Jahr will die Free Software Foundation eine Plattform für Code-Hosting und Kollaboration online stellen. Welche Software zum Einsatz kommen soll, ist noch nicht klar.


  1. 15:10

  2. 14:42

  3. 14:21

  4. 14:00

  5. 13:15

  6. 12:01

  7. 11:56

  8. 11:50