Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Vorfall auf der Ifa: Samsung…

Ich kann nicht so ganz verstehen, warum so viele CJ die Schuld zu schieben ...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Ich kann nicht so ganz verstehen, warum so viele CJ die Schuld zu schieben ...

    Autor: me2 04.09.12 - 18:54

    Ich kann nicht so ganz verstehen, warum so viele CJ die Schuld zu schieben ... oder zumindest eine Mitschuld. Das waren ganz klar der Fehler der Organisation auf Seite von Samsung. Das einzige was man CJ vorwerfen kann ist, dass er aufgrund von Nachlässigkeit den Fehler, den Samsung gemacht hat, nicht entdeckt hat.

    Erster Fehler von der Organisation: Man hat CJ Freiheiten zugesagt, die man ihm nicht hätte zusagen dürfen.
    Zweiter Fehler von Samsung: Man hat ihn als Promoter eingetragen obwohl er Reporter sein sollte. (steht so auf allaboutsamsung)

    So, nun schickt man CJ mehrere E-Mails. Manche wohl auf alle Teilnehmer bezogen, Manche nur auf die Promoter bezogen. Da stand genaustens drin was Promoter zu tun und zu lassen haben. Aber was wird CJ gedacht haben, selbst wenn er diese Mails genaustens gelesen hat? Er wird die Infos über die Promoter gelesen haben und sich gedacht haben: "Gut, diese Infos für Promoter gelten ja für mich nicht. Ich hab mich ja nicht als Promoter angemeldet." Er wird sich vielleicht höchstens gewundert haben, warum man auch die rein auf die Promoter bezogenen Mails als Rundmail mit an ihn verschickt.

    So wie es aussieht hat er nämlich nirgendwo eine Rückmeldung bekommen welchen Status für ihn vermerkt wurde. In keiner der Quellen habe ich einen Nachweis gefunden, dass es eine persönliche E-Mail oder Namenslisten gab. Ich habe nirgendwo gesehen, dass CJ also eine persönlich adressierte Information wie "Hallo CJ, du bist ein Promoter." erhalten haben soll, die ihm direkt verraten hätte, dass etwas nicht stimmt. Alles was in diversen Quellen gezeigt wurde, waren immer nur die allgemein gehaltenen Rundschreiben, und er wird sich vielleicht gedacht haben, dass das für ihn als Nicht-Promoter ja dann nicht zutrifft.

    Dann hat er persönlich ausgestellte Reisedaten bekommen. Natürlich hätte er bemerken können, dass in den Informationen irgendwo drin stand, dass nur Promoter einen langen Aufenthalt bekommen, und er als Reporter früher hätte abreisen müssen. Aber vermutlich hat er sich darauf verlassen, dass Samsung alles richtig macht, und hat nicht nochmal alles nach kontrolliert. Oder er hat bemerkt, dass es da eine Abweichung gibt, aber was wird er sich dann dabei gedacht haben? Wenn man widersprüchliche Informationen erhält, oder genauer gesagt, wenn man auf der einen Seite in einer Rundmail und vielleicht auch anderweitig darüber aufgeklärt wird, dass man einen kurzen Aufenthalt haben sollte, aber man auf der anderen Seite persönlich ausgestellte Reise- und Flugdaten bekommt und eine Zusage über gewisse Freiheiten von einer Agentur hatte, welchen Infos vertraut man dann eher? Da traut man doch eher den persönlichen Informationen und konkreten Flugdaten und geht eher von einer persönlichen Ausnahme oder organisationstechnisch bedingten Gründen aus, als das man den allgemeinen Infos traut.

    Natürlich hätte er, wenn er das entdeckt hat, mal nachfragen können. Aber der entscheidende Punkt ist doch letztlich der, dass es eigentlich nicht unbedingt CJs Aufgabe ist, die Fehler zu entdecken, die andere gemacht haben. Er war lediglich so nachlässig zu glauben, dass die bei Samsung alles richtig machen werden.

    Nachlässigkeit also ja, aber einen Fehler kann ich bei CJ angesichts der Quellen nicht entdecken.



    Und dann was macht Samsung auf der Messe? Sie teilen ihn als Promoter ein und er protestiert, dass er kein Promoter ist. Laut der Organisation ist er ja definitiv (fälschlicherweise) als Promoter eingetragen, aber er wird ihnen gesagt haben, dass er das nicht ist. Es gibt also aus Sicht der Organisation zwei Fälle:
    1) CJ hat sich als Promoter angemeldet, und lügt sie jetzt vor Ort an um sich den Flug zu erschleichen ohne arbeiten zu müssen.
    2) CJ hat sich nicht als Promoter angemeldet und er sagt die Wahrheit, und die Organisation hat irgendwo einen Fehler gemacht.
    Problem dabei: Sie werden auf die schnelle vor Ort nicht herausfinden, was die Wahrheit ist.

    Und wie gehen sie damit um? Sie hätten annehmen können, dass er die Wahrheit sagt, und sie einen Fehler gemacht haben. Sie hätten auch, wenn sie sich nicht sicher gewesen wären, ihm sogar androhen können, dass sie den Vorgang nachprüfen und ihm die ganzen Unkosten in Rechnung stellen, wenn er gelogen haben sollte. Flug, Reisekosten, Unterkunft, Verpflegung, und ggf. Ersatzarbeitskraft, da kommt schon was zusammen! Aber sie gingen fest davon aus, dass CJ sie bescheißen wollte. Selbst jetzt hätte man es dabei belassen können, und ihm einfach alle Unkosten in Rechnung stellen. Aber sie entschieden sich sofort, ihn zu erpressen.


    Ok, damit muss natürlich zu recht eine Entschuldigung von Samsung kommen. Aber schauen wir uns doch an was jetzt die Presseabteilung ganz geschickt macht: Sie entschuldigen sich, dass Jeff nicht ausreichend über Samsungs Mobilers-Aktionen informiert worden wäre. Wohl wissend, dass zahlreiche Quellen im Internet bereits bewiesen haben, dass Jeff alle Informationen ja über die E-Mail-Verteiler bekommen hat.

    Aber wenn das was allaboutsamsung geschrieben hat, richtig ist, dann ist diese Entschuldigung falsch, denn sie hätten sich nicht dafür entschuldigen müssen, dass er nicht richtig über das Programm informiert war, sondern eigentlich dafür, dass sie seinen Status verwechselt haben.

    Was die Presseabteilung, hier also sehr geschickt macht, ist mit einer Enschuldigung auf der einen Seite wieder zumindest etwas gute PR zu machen, aber gleichzeitig wieder für alle diejenigen, die die E-Mails gesehen haben, erneut CJ die volle Schuld in die Schuhe schieben.

    Wenn das mit der Statusverwechslung wirklich stimmt, was allaboutsamsung ja geschrieben hatte, dann finde ich das Verhalten von Samsung schon sehr dreist!



    PS: Ich finde meinen Samsung-Monitor trotzdem unglaublich toll.

  2. Re: Ich kann nicht so ganz verstehen, warum so viele CJ die Schuld zu schieben ...

    Autor: StefanKehrer 04.09.12 - 19:10

    Im Großen und Ganzen eine gute Zusammenfassung. Aus den bisher bekannten Emails ist nicht abzulesen, das er explizit als Promoter angesprochen wurde.

    Auch ist aus den bisher bekannten Nachrichten nicht abzulesen, wann die Promoter abreißen, und wann die Reporter. Zudem behauptet Samsung ja in seiner Selbstdarstellung des Programmes,dass es in diesem Rahmen keine Promoter gibt.

    Es gibt einen ähnlich gelagerten Fall im Dunstfeld der olympischen Spiele in London. Auch hier hat sich Samsung,bzw. die beauftragte Agentur, ähnlich verhalten.

    Den "Gewinnern" war dort auch nicht klar,welche Pflichten sie haben. Ich sehe hier ein gewisses Schema. Samsung scheint, wenn das nicht beabsichtigt war, seinen Laden einfach nicht im Griff zu haben.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. assona GmbH, Berlin
  2. Deloitte, Düsseldorf, München
  3. VSE Aktiengesellschaft, Saarbrücken
  4. Kunstakademie Münster, Münster

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,74€
  2. 1,19€
  3. (-75%) 3,75€
  4. 1,72€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


FPM-Sicherheitslücke: Daten exfiltrieren mit Facebooks HHVM
FPM-Sicherheitslücke
Daten exfiltrieren mit Facebooks HHVM

Server für den sogenannten FastCGI Process Manager (FPM) können, wenn sie übers Internet erreichbar sind, unbefugten Zugriff auf Dateien eines Systems geben. Das betrifft vor allem HHVM von Facebook, bei PHP sind die Risiken geringer.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. HHVM Facebooks PHP-Alternative erscheint ohne PHP

Google Maps in Berlin: Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird
Google Maps in Berlin
Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird

Kartendienste sind für Touristen wie auch Ortskundige längst eine willkommene Hilfe. Doch manchmal gibt es größere Fehler. In Berlin werden beispielsweise einige Kleinprofil-Linien falsch gerendert. Dabei werden betriebliche Besonderheiten dargestellt.
Von Andreas Sebayang

  1. Kartendienst Qwant startet Tracking-freie Alternative zu Google Maps
  2. Nahverkehr Google verbessert Öffi-Navigation in Maps
  3. Google Maps-Nutzer können öffentliche Veranstaltungen erstellen

LEDs: Schlimmes Flimmern
LEDs
Schlimmes Flimmern

LED-Licht zu Hause oder im Auto leuchtet nur selten völlig konstant. Je nach Frequenz und Intensität kann das Flimmern der Leuchtmittel problematisch sein, für manche Menschen sogar gesundheitsschädlich.
Von Wolfgang Messer

  1. Wissenschaft Schadet LED-Licht unseren Augen?
  2. Straßenbeleuchtung Detroit kämpft mit LED-Ausfällen und der Hersteller schweigt
  3. ULED Ubiquitis Netzwerkleuchten bieten Wechselstromversorgung

  1. Ursula von der Leyen: Von "Zensursula" zur EU-Kommissionspräsidentin
    Ursula von der Leyen
    Von "Zensursula" zur EU-Kommissionspräsidentin

    Nach der "Rede ihres Lebens" hat das Europäische Parlament am Dienstagabend Ursula von der Leyen an die Spitze der EU-Kommission gewählt. Die Christdemokratin will sich in ihrem neuen Amt binnen 100 Tagen für einen Ethik-Rahmen für KI und ambitioniertere Klimaziele stark machen. Den Planeten retten, lautet ihr ganz großer Vorsatz.

  2. Kryptowährung: Facebook möchte Kritik an Libra ausräumen
    Kryptowährung
    Facebook möchte Kritik an Libra ausräumen

    Facebooks geplante Digitalwährung Libra kommt in der Politik nicht gut an. Bei einer Anhörung vor dem US-Senat verteidigt Facebook-Manager David Marcus die Währung. Bundesregierung und Bundesbank wollen sie lieber verhindern.

  3. PC Engine Core Grafx: Konami kündigt drei Versionen der gleichen Minikonsole an
    PC Engine Core Grafx
    Konami kündigt drei Versionen der gleichen Minikonsole an

    In Europa heißt sie PC Engine Core Grafx Mini, für Japan und die USA hat Konami andere Namen und ein anderes Design. Die Retrokiste soll im März 2020 mit rund 50 vorinstallierten Spielen erscheinen. Der Kauf in Deutschland läuft minimal komplizierter ab als üblich.


  1. 20:10

  2. 18:33

  3. 17:23

  4. 16:37

  5. 15:10

  6. 14:45

  7. 14:25

  8. 14:04