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Die Energie-Effizienz-Klassen sind Mist

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  1. Die Energie-Effizienz-Klassen sind Mist

    Autor: MüllerWilly 11.12.15 - 19:44

    Die Energie-Effizienz-Klassen sind Mist. Die Idee, den Verbrauch "Einfach" zu Kennzeichen, ist sehr gut. Aber diese Art von Klassen, ist doch absoluter Murks.

    - Ist B doppelt so schlecht wie A?
    - Warum ist A nicht das beste, sondern es kommt noch A+ und sogar A++
    - Warum sind zum Teil Klassen zusammengelegt/verboten?


    Ich habe das Thema bei LEDs mal in OO nachgerechnet. Auch hier sind mir vereinzelnd LEDs aufgefallen, welche falsch sind. Aber eher selten.

    Aber die Probleme sind groß:
    - Alleine die Art der Berechnung ist schon eine Katastrophe. Da wird eine willkürliche Lampe als Referenz gewählt. Alle zu testenden Lampen werden dann erstmal umgerechnet auf diese Referenz. Dann wird der Faktor ermittelt und es gibt dann eine Tabelle, welcher Faktor A+ oder A++ ist. Katastrophe.
    - Wenn LEDs verlötet werden muss die Klasse nicht angegeben werden. Man darf einfach A++ A+ und A zusammenfassen und "LED" daneben schreiben. Obwohl die Mathematischen Formeln funktionieren, darf dann auch eine B-Klasse Lampe sich dort oben einreihen. Diese Art wird also bevorteilt, obwohl "verlötet = wegwerfen bei Defekt" bedeutet.
    - Die Klassen F und G gibt es nicht. Wer F oder G wird, darf sich E nennen. Das ist zwar jetzt mit den LEDs die bei A+ sind eher unwichtig, aber vor 10 Jahren war das noch wichtig, da damit der Vorteil von Halogen nicht auffällt.
    - Die Klassen sind alle unterschiedlich groß. Während B die größte Klasse ist, ist E die kleinste.

    Anstatt einfach zu sagen, man dividiert die physikalischen Grundeinheiten "Helligkeit geteilt durch Stromverbrauch" und hat dann erstmal eine Zahl, welche man vergleichen kann. 100 Lumen pro Watt ist doppelt so viel wie 50 Lumen pro Watt. Auch wenn man nicht weiß, was ein Lumen oder ein Watt ist, man sieht sieht sofort, die eine ist doppelt so hell wie die andere. Und man sieht sofort "Oh, die Glühbrine von Oma hat nur 10 Lumen pro Watt, die neue LED hat 105. Krass, die ist über 10 mal besser".

    Bei Licht wäre z.B. ca. 350 Lumen pro Watt das theoretische Maximum.
    LEDs kommen derzeit auf bis zu 105 Lumen pro Watt.
    Die gute alte Glühbirne schafft 10 Lumen pro Watt.

    Wenn man das mit 26 Buchstaben machen möchte, dann teilt man das theoretische Maximum durch die 26 Buchstaben. Jeder Buchstabe deckt also 13,4 Watt ab.
    Z = 0 bis 13,4 Lumen pro Watt
    Y = 13,4 bis 26,7 Lumen pro Watt
    A = 336,6 bis 350 Lumen pro Watt.

    Dann könnte man die LEDs sogar noch untereinander vergleichen. Jetzt hat jede LED A+. Es gibt immer weniger alte LEDs mit A und A++ hat auch noch niemand.

    Und man könnte sagen, daß jede Stufe besser immer gleich groß ist.

    Aufpassen muss man hier nur bei Geräten, welche mehr als 100% der Energie umsetzen können. Wärmepumpen ist ein gutes Beispiel. Aber da muss man dann halt sagen, daß das Limit noch oben 300% ist.

    Bei Geräten, wie TVs oder Kühlschränken könnte man auch zusätzlich die Jährlichen Betriebskosten angeben. Bei Kühlschränken wird das schon gemacht. Bei TVs müsste man halt sagen, bei 3h pro Tag z.B.

    Bei Kühlschränken gibt es eh nur noch A++ und A+++, weil das Referenzgerät extrem schrottig war sogar schon als D eingestuft wurde. Wenn man schon das letzte Schrott-Gerät als Referenz wählt, sollte es G oder mehr werden. Aber nicht schon D. Jetzt haben wir den Ärger, alle Kühlschränke haben A++ oder A+++ und vergleichen ist damit absolut unmöglich geworden.


    Folgend ein Bild über die Aufteilung der Klassen bei LEDs. Der "Pfeil" (mehr oder weniger der Strich) stellt eine gute alte 75 Watt Glühbirne dar, welche mit "E" gekennzeichnet ist, weil F und G nicht benutzt werden müssen.
    https://www.dropbox.com/s/8hrjtl34zc43lod/Energie-Effizienz-Klassen.JPG?dl=0

    Bei LEDs kann ich jedem Raten: Rechnet die Helligkeit schnell mit dem Handy aus. Eine LED muss derzeit auf 100 Lumen pro Watt kommen. Sonst ist sie als Schrott anzusehen.

  2. Re: Die Energie-Effizienz-Klassen sind Mist

    Autor: Eheran 11.12.15 - 20:28

    >Wärmepumpen ist ein gutes Beispiel.
    Da kann man einfach den Carnot-Wirkungsgrad (=Maximum) zur Refferenz nehmen.

    Ansonsten stimme ich zu, das ist Bullshit so.
    Bei Kühlschränken oder Gefriertruhen kann man einfach mit dickerer/besserer Isolation mirnichts dirnichts ein paar + dazupacken. Eine Waschmaschine kann soetwas alles nicht. Die kann man isolieren wie man will. Man muss Wasser erwärmen und das kostet reichlich Energie.

    Den Ansatz mit lm/W kann man zumindest halbwegs nutzen, denn diese Angabe ist meines Wissen ebenfalls verpflichend. Nur leider wird sie gerne ganz klein geschrieben und versteckt... selbst wenn es ein guter Wert ist...

  3. Re: Die Energie-Effizienz-Klassen sind Mist

    Autor: zZz 11.12.15 - 21:42

    MüllerWilly schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und man sieht sofort "Oh, die Glühbrine von Oma hat nur 10 Lumen pro Watt, die
    > neue LED hat 105. Krass, die ist über 10 mal besser".

    Eben nicht. Doppelt so hell vielleicht.

  4. Re: Die Energie-Effizienz-Klassen sind Mist

    Autor: DY 12.12.15 - 05:42

    Das Porblem ist ja:

    würdest Du heute ein C kaufen? Selbst wenn es nur C gäbe, denn man muss ja noch Luft für A lassen.

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