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Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

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  1. Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: Schmoos the Goose 23.12.17 - 16:41

    Ist es nicht der Grundgedanke der Demokratie, mit allen Meinungen zu diskutieren?

    Jeder regt sich über die AfD auf, aber keiner möchte die Frage beantworten warum die AfD sich knapp 100 Sitze im BT geholt hat.

  2. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: Anonymer Nutzer 23.12.17 - 17:12

    Schmoos the Goose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeder regt sich über die AfD auf, aber keiner möchte die Frage beantworten
    > warum die AfD sich knapp 100 Sitze im BT geholt hat.
    Doch ich, aber ich bin halt kein Politiker.

    Solange Mutti mit der GroKo reine Reaktionspolitik macht, suchen sich die Leute halt irgendeine Partei, die mal was Ändert, in welche Richtung ist da dann erstmal egal. Bei 12 Jahren Stillstand ist jede Änderung erstmal gut.

    Und bevor ich in eine Ecke gestellt werde, ich habe nicht die AfD gewählt und würde das auch niemals tun. Ich habe meine Stimme einer Partei gegeben, die nicht im Bundestag ist (nach aktuellem Stand).

  3. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: sofries 23.12.17 - 17:55

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schmoos the Goose schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Jeder regt sich über die AfD auf, aber keiner möchte die Frage
    > beantworten
    > > warum die AfD sich knapp 100 Sitze im BT geholt hat.
    > Doch ich, aber ich bin halt kein Politiker.
    >
    > Solange Mutti mit der GroKo reine Reaktionspolitik macht, suchen sich die
    > Leute halt irgendeine Partei, die mal was Ändert, in welche Richtung ist da
    > dann erstmal egal. Bei 12 Jahren Stillstand ist jede Änderung erstmal gut.
    >
    > Und bevor ich in eine Ecke gestellt werde, ich habe nicht die AfD gewählt
    > und würde das auch niemals tun. Ich habe meine Stimme einer Partei gegeben,
    > die nicht im Bundestag ist (nach aktuellem Stand).

    Und genau dieser Gedankengsng gibt uns dann diese Blödsinnparteien. Ich kann gut verstehen, dass viele zurecht mit bestimmten politischen Entscheidungen unzufrieden sind, aber populistische Parteien haben nie wirklich konstruktive Lösungsvorschläge.
    Ich kann mich irgendwo in hinstellen und verkünden, dass das Steuersystem doof ist, die Flüchtlingspolitik blöd und „die da oben“ alle korrupt sind. Und ich werde locker viele Stimmen von leicht zu beeinflussenden Bevölkerungsschichten sammeln, die sich auf irgendeiner Art und Weise von der Gesellschaft nicht mitgenommen fühlen.

    Aber das Problem ist, dass ich überhaupt keine Lösungen anbiete. Das Steuersystem ist vielleicht ungerecht, aber ein wirklich gerechteres System ist extrem schwer auf die Beine zu stellen und jeder Wähler stellt sich was anderes darunter vor. Gleiches gilt für Migration, EU Politik usw. Du und ich können beide mit der Flüchtlingspolitik unzufrieden sein, aber du meinst vielleicht eine Obergrenze, während ich möglicherweise alle Ausländer am liebsten Abschieben würde. Trotzdem können wir beide im Auffangbecken der gleichen populistischen Partei und denken wirklich, dass wir es den etablierten Parteien gezeigt haben.

    Das sieht man sehr gut an den USA. Die Wähler hätten gewisse Erwartungen an Trump, der alles von Obamacare bis zu dem „ Mexikanerproblem“ lösen wollte.
    Letztenendes ist ihm aufgefallen, dass eine bessere Gesundheitsreform deutlich schwerer zu kreieren ist, als sich über die bestehende Aufzuregen. Und seine Steuerreform hilft vor allem den „da oben“, die man im Wahlkampf noch zur Kasse bitten wollte und viele Wähler merken, dass sie sich das eigentlich ganz anders vorgestellt haben.

    Deshalb sollte man als mündiger Bürger vor allem Parteien wählen, die relativ klare Verbesserungsvorschläge liefern. Wenn eine Partei sich nur darauf konzentriert eine Weltuntergangsstimmung zu kreieren und Ängste zu schnüren, dann weiß man dass sie versuchen inhaltliche Lücken zu verdecken und nicht mehr sachlich sondern nur noch auf teils irrationalen Gefühlen Wahlkampf zu betreiben.

  4. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: ArcherV 23.12.17 - 19:39

    Schmoos the Goose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist es nicht der Grundgedanke der Demokratie, mit allen Meinungen zu
    > diskutieren?

    Richtig, aber erklär das mal den linken Wählern :-)

  5. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: Gandalf2210 23.12.17 - 20:09

    Och, die linke vertritt konsequent ihre Meinungen egal ob sie dann auch Mal die AFD beklatschen. Die anderen Stellen sich immer so "mit denen rede ich nicht an"

  6. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: ArcherV 23.12.17 - 20:11

    Gandalf2210 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Och, die linke vertritt konsequent ihre Meinungen egal ob sie dann auch Mal
    > die AFD beklatschen. Die anderen Stellen sich immer so "mit denen rede ich
    > nicht an"


    Ne, die welche ich kennen sind eher so: "nur die eigene Meinung ist die einzige Wahrheit und alles andere wird in Grund und Boden geflamed -> sind doch eh alles Nazis".

  7. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: Umaru 23.12.17 - 20:16

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und bevor ich in eine Ecke gestellt werde, ich habe nicht die AfD gewählt
    > und würde das auch niemals tun. Ich habe meine Stimme einer Partei gegeben,
    > die nicht im Bundestag ist (nach aktuellem Stand).

    Dieses Rechtfertigungsgefasel (Angst vor Anschuldigungen?) ist genau das Problem, es behindert den Diskurs, wenn sich jeder erstmal rechtfertigt oder distanziert. Das beweist schon, dass die Fronten nur noch richtungs- und personenabhängig sind, und ein inhaltlicher Diskurs nicht erwünscht ist. Keiner möchte dem anderen was zugestehen, sondern ordnet das alles in erlaubt oder nicht erlaubt ein (oder special interest). Hat man ja an der Debatte zum NetzDG im Bundestag gesehen, die Hälfte der Redezeit ging immer drauf, den Abgeordneten eins auszuwischen. Nun ist die BT-Debatte nur eine Show, weil der Rest in den Ausschüssen (oder in der Praxisphase) stattfindet, aber der Bürger bekommt den Eindruck, dass nur zählt, welche Partei das Anliegen vorbringt und nicht das Anliegen selbst. Selbes galt vor der AfD für die Linke.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.12.17 20:18 durch Umaru.

  8. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: Niaxa 23.12.17 - 21:10

    Schön das du mir versuchst zu erklären, wen ich wählen soll. Ich werde trotzdem weiter wählen, was ich für richtig halte und nicht das was deiner Meinung nach richtig ist um zu verhindern, das die AfD Stimmen bekommt!

  9. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: Anonymer Nutzer 23.12.17 - 21:44

    > Jeder regt sich über die AfD auf, aber keiner möchte die Frage beantworten
    > warum die AfD sich knapp 100 Sitze im BT geholt hat.

    Das wurde Tage, Wochen und Monate lang die Republik auf und ab durchgekaut, bis es allen aus den Ohren kam. Eine Zeit lang gab es kein anderes Thema als "Wie konnte es so weit kommen? Was sind die Gründe für den Erfolg der AfD?".
    Unter welchem Stein man leben muss(te), um das nicht mitzubekommen oder gar zu leugnen, das wäre mal eine interessante Frage.

  10. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: Schmoos the Goose 23.12.17 - 22:08

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Jeder regt sich über die AfD auf, aber keiner möchte die Frage
    > beantworten
    > > warum die AfD sich knapp 100 Sitze im BT geholt hat.
    >
    > Das wurde Tage, Wochen und Monate lang die Republik auf und ab durchgekaut,
    > bis es allen aus den Ohren kam. Eine Zeit lang gab es kein anderes Thema
    > als "Wie konnte es so weit kommen? Was sind die Gründe für den Erfolg der
    > AfD?".
    > Unter welchem Stein man leben muss(te), um das nicht mitzubekommen oder gar
    > zu leugnen, das wäre mal eine interessante Frage.


    Exakt. Dann beantworte doch die Frage. Wie konnte es denn soweit kommen?

  11. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: Anonymer Nutzer 23.12.17 - 23:42

    > Exakt. Dann beantworte doch die Frage. Wie konnte es denn soweit kommen?

    Also zum zweitausendsten Mal für alle, die circa zwischen 2013 und 2017 im Informations-Koma lagen, sich Augen und Ohren zugehalten haben oder den Planeten verlassen mussten und im All kein Internet hatten (Danke, Deutsche Bahn!1!!): der Wahlerfolg der AfD speist sich zu großen Teilen aus:

    - Protest von wovon immer enttäuschter Wähler, Besorgtis und Postfaktiker (die würden alles wählen, das nicht schon im Bundestag ist, sogar die FDP)
    - Populismus (vermeintlich einfache Lösungen für komplexe Probleme)
    - Neuorganisation und Mainstreaming von Nazis in weniger hakenkreuzigen, also nicht so offensichtlichen Nazi-Parteien (daher das sehr nette Blau)
    - "günstiger" Zeitpunkt der Flüchtlingskrise '15 als Themenspender bis zum Erbrechen
    - Opfer-Bonus durch Verweigerungshaltung der sogenannten "Altparteien" ("Mamaaaa, die Nachbarn woll'n nich mit mir spiel'n!")

    Das ist natürlich nur ein ganz grob gehauenes Bildnis dessen, was ich darüber denke, während ich die zweite Tasse Met trinke.

  12. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: quineloe 24.12.17 - 00:25

    Schmoos the Goose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist es nicht der Grundgedanke der Demokratie, mit allen Meinungen zu
    > diskutieren?
    >
    > Jeder regt sich über die AfD auf, aber keiner möchte die Frage beantworten
    > warum die AfD sich knapp 100 Sitze im BT geholt hat.

    Easy: wir haben in Deutschland wieder ein Naziproblem.

  13. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: raphaelo00 24.12.17 - 00:41

    Absolute Zustimmung

  14. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: Niaxa 24.12.17 - 19:53

    Da sind uns alle anderen Meilen voraus.

  15. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: piratentölpel 25.12.17 - 11:44

    sofries schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DAUVersteher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Schmoos the Goose schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Jeder regt sich über die AfD auf, aber keiner möchte die Frage
    > > beantworten
    > > > warum die AfD sich knapp 100 Sitze im BT geholt hat.
    > > Doch ich, aber ich bin halt kein Politiker.
    > >
    > > Solange Mutti mit der GroKo reine Reaktionspolitik macht, suchen sich
    > die
    > > Leute halt irgendeine Partei, die mal was Ändert, in welche Richtung ist
    > da
    > > dann erstmal egal. Bei 12 Jahren Stillstand ist jede Änderung erstmal
    > gut.
    > >
    > > Und bevor ich in eine Ecke gestellt werde, ich habe nicht die AfD
    > gewählt
    > > und würde das auch niemals tun. Ich habe meine Stimme einer Partei
    > gegeben,
    > > die nicht im Bundestag ist (nach aktuellem Stand).
    >
    > Und genau dieser Gedankengsng gibt uns dann diese Blödsinnparteien. Ich
    > kann gut verstehen, dass viele zurecht mit bestimmten politischen
    > Entscheidungen unzufrieden sind, aber populistische Parteien haben nie
    > wirklich konstruktive Lösungsvorschläge.
    > Ich kann mich irgendwo in hinstellen und verkünden, dass das Steuersystem
    > doof ist, die Flüchtlingspolitik blöd und „die da oben“ alle
    > korrupt sind. Und ich werde locker viele Stimmen von leicht zu
    > beeinflussenden Bevölkerungsschichten sammeln, die sich auf irgendeiner Art
    > und Weise von der Gesellschaft nicht mitgenommen fühlen.
    >
    > Aber das Problem ist, dass ich überhaupt keine Lösungen anbiete. Das
    > Steuersystem ist vielleicht ungerecht, aber ein wirklich gerechteres System
    > ist extrem schwer auf die Beine zu stellen und jeder Wähler stellt sich was
    > anderes darunter vor. Gleiches gilt für Migration, EU Politik usw. Du und
    > ich können beide mit der Flüchtlingspolitik unzufrieden sein, aber du
    > meinst vielleicht eine Obergrenze, während ich möglicherweise alle
    > Ausländer am liebsten Abschieben würde. Trotzdem können wir beide im
    > Auffangbecken der gleichen populistischen Partei und denken wirklich, dass
    > wir es den etablierten Parteien gezeigt haben.
    >
    > Das sieht man sehr gut an den USA. Die Wähler hätten gewisse Erwartungen an
    > Trump, der alles von Obamacare bis zu dem „ Mexikanerproblem“
    > lösen wollte.
    > Letztenendes ist ihm aufgefallen, dass eine bessere Gesundheitsreform
    > deutlich schwerer zu kreieren ist, als sich über die bestehende Aufzuregen.
    > Und seine Steuerreform hilft vor allem den „da oben“, die man
    > im Wahlkampf noch zur Kasse bitten wollte und viele Wähler merken, dass sie
    > sich das eigentlich ganz anders vorgestellt haben.
    >
    > Deshalb sollte man als mündiger Bürger vor allem Parteien wählen, die
    > relativ klare Verbesserungsvorschläge liefern. Wenn eine Partei sich nur
    > darauf konzentriert eine Weltuntergangsstimmung zu kreieren und Ängste zu
    > schnüren, dann weiß man dass sie versuchen inhaltliche Lücken zu verdecken
    > und nicht mehr sachlich sondern nur noch auf teils irrationalen Gefühlen
    > Wahlkampf zu betreiben.


    Das große Problem bei den Blockparteien ist die Korruption und ihre Gier, sie regieren immer nach dem Motto das nur gute Politik mit guter Bezahlung einhergeht und erhöhen in immer kürzeren Abständen ihre Diäten.
    Nein sorry ich werde niemals wählen gehen, denn in den letzen Jahrzehnten haben die Blockparteien eine gesetzliche Grundlage zementiert, nach der Korruption, Steuerverschwendung und Massenüberwachung gesetzlich toleriert und gefördert werden und es spielt überhaupt keine Rolle welche Partei dann an der Macht ist oder gewählt ist, sie alle werden diese gesetzlichen Grundlagen befolgen.

  16. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: Flyns 25.12.17 - 15:16

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schmoos the Goose schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ist es nicht der Grundgedanke der Demokratie, mit allen Meinungen zu
    > > diskutieren?
    > >
    > > Jeder regt sich über die AfD auf, aber keiner möchte die Frage
    > beantworten
    > > warum die AfD sich knapp 100 Sitze im BT geholt hat.
    >
    > Easy: wir haben in Deutschland wieder ein Naziproblem.

    Genau solche Leute wie du sind Teil des Problems. Die Erklärung ist nämlich alles andere als Easy und alle AfD-Wähler pauschal als Nazis zu bezeichnen, bringt keinen ein Stück weiter. Im Gegenteil: es verschleiert die wahren Ursachen des Problems und führt damit wahrscheinlich zu noch mehr Zulauf bei solchen Parteien.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.12.17 15:20 durch Flyns.

  17. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: quineloe 25.12.17 - 15:49

    Flyns schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau solche Leute wie du sind Teil des Problems.

    Nazis erklären gerne Menschen zu "Problemen", die gelöst werden müssen. Aber ich bin mir sicher, dass du diese ganz und gar unglückliche Wortwahl aus Versehen genommen hast, und jetzt gleich ordentlich zurückrudern wirst, ganz wie man es von den großen AfDlern gewohnt ist. Erst irgendwelche Unsäglichkeiten von sich geben, und sich dann rausreden wollen. Falsch zitiert, kein Kontext, so nie gesagt bla bla bla.

    > Die Erklärung ist nämlich alles andere als Easy

    Meine Erklärung? Oder die, die du für richtig hältst? Von dir sehe ich jedenfalls keine.

    > und alle AfD-Wähler pauschal als Nazis zu bezeichnen,

    Habe ich nicht getan. Eine ordentliche Menge ist auch schlicht blöd und hat nicht kapiert, dass AfD wählen eine weitere Merkelkanzlerschaft zur Folge haben wird. Andere wünschen sich wiederum eine rechtsextreme FDP, was die AfD ja auch ganz gut abdeckt.
    Aber ja, Nazis wählen AfD. Leugnest du das?

    > bringt keinen ein Stück weiter. Im Gegenteil: es verschleiert die wahren
    > Ursachen des Problems und führt damit wahrscheinlich zu noch mehr Zulauf
    > bei solchen Parteien.

    Wenn man also eine Partei als Nazipartei bezeichnet, bekommen die dadurch mehr Wähler? Wie würdest du solche Wähler denn bezeichnen? "huch, die AfD ist ein Nazipartei? Dann wähle ich die jetzt!"

    Auch das sind dann für mich Nazis. Dieses "Argument" scheint mir genau so seicht zu sein, wie du es mir vorwirfst.

    Ich wiederhole mich gerne: Danke, AfD, danke dass wir wieder eine Legislaturperiode Merkel fressen dürfen, weil ihr den Bundestag nicht versteht. Danke, dass ihr eure Stimme verschwendet habt.

    Es ist ganz einfach: wenn Merkel weg muss, gibt es andere Parteien, die man hätte wählen können.
    Wenn Merkel aber nur der Vorwand ist, und man eigentlich "Ausländer raus" auf dem Wahlzettel ankreuzen hätte wollen, dann gibt es eben nur diese eine Partei, und die irrelevante NPD vielleicht noch.

  18. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: Flyns 25.12.17 - 17:46

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Flyns schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Genau solche Leute wie du sind Teil des Problems.
    >
    > Nazis erklären gerne Menschen zu "Problemen", die gelöst werden müssen.
    > Aber ich bin mir sicher, dass du diese ganz und gar unglückliche Wortwahl
    > aus Versehen genommen hast, und jetzt gleich ordentlich zurückrudern wirst,
    > ganz wie man es von den großen AfDlern gewohnt ist. Erst irgendwelche
    > Unsäglichkeiten von sich geben, und sich dann rausreden wollen. Falsch
    > zitiert, kein Kontext, so nie gesagt bla bla bla.

    Ich habe ehrlich gesagt keine so richtige Idee, was du so alles in meiner Aussage gelesen haben willst. Auch verstehe ich nicht so ganz, wie du von meiner Aussage darauf geschlossen hast, dass ich AfD gewählt habe oder den AfDlern in irgendeiner Art nahestehe (dem ist übrigens nicht so, tut mir leid, dass ich dich enttäuschen muss).
    Ich habe gesagt, dass Leute wie du ebenfalls Teil des Problems sind, da (und jetzt kommt die Erweiterung) sie gern ihre eigene vermeintliche intellektuelle Überlegenheit über ihre Mitmenschen zur Schau stellen und diesen gern auch mal die eigene Meinung absprechen, Dinge unterstellen oder vollkommen wirre Worte in den Mund legen (siehe dazu treffendes Beispiel oben). Ach ja und das zwanghafte ständige Herbeiphantasieren von Nazis an jeder Ecke und Naziäusserungen in jedem Satz gehören auch mal gern dazu (siehe dazu ebenfalls treffendes Beispiel oben). Das eigentliche Problem wollen diese Leute nicht lösen, dazu würde es nämlich zum Beispiel gehören, mit den pöhsen „Nazis“ (ich würde eher mal sagen: den Protestwählern) zu reden und sie auf den Irrweg, den sie gehen, hinzuweisen. Aber darum geht es Leuten wie dir offenbar nicht, dir geht es nur darum, solche Leute direkt schlecht zu machen, als Nazis zu beschimpfen und dich selbst in ein besseres, vermeintlich überlegenes Licht zu rücken. Verstehst du jetzt das Problem?


    > > Die Erklärung ist nämlich alles andere als Easy
    >
    > Meine Erklärung? Oder die, die du für richtig hältst? Von dir sehe ich
    > jedenfalls keine.

    Dann sag mir doch mal, wo auf einmal so viele Nazis herkommen, die jetzt auf einmal AfD gewählt haben. Was haben die früher gewählt? Links? Weil Hauptsache irgendwo am Rand?
    Nein, es handelt sich größtenteils eben nicht um Nazis sondern um Protestwähler, um die „Abgehängten“ in der Gesellschaft, diejenigen, die sich von den Altparteien nicht mehr verstanden fühlen und sich distanzieren. Denen, den es nur um einen „Denkzettel“ ging. Und das ist auch nur einer von vielen Aspekten.
    Diese Leute pauschal als Nazis zu beschimpfen ist wenig hilfreich, diese Leute muss man durch Aufklärung zurückholen und nicht pauschal abservieren.

    Andere Erklärungen gibt es noch in diesem Thread, ich bin jetzt zu faul, diese zu zitieren (es ist Nachmittags am 25.12.).

    > > und alle AfD-Wähler pauschal als Nazis zu bezeichnen,
    >
    > Habe ich nicht getan. Eine ordentliche Menge ist auch schlicht blöd und hat
    > nicht kapiert, dass AfD wählen eine weitere Merkelkanzlerschaft zur Folge
    > haben wird. Andere wünschen sich wiederum eine rechtsextreme FDP, was die
    > AfD ja auch ganz gut abdeckt.
    > Aber ja, Nazis wählen AfD. Leugnest du das?

    Statement dazu siehe oben - AfD-Wähler sind prinzipiell blöder, brauner Abschaum. Ich denke mal, darauf kann man dein Geschreibsel gut zusammenfassen?

    Und ja: Nazis wählen wahrscheinlich AfD (und wahrscheinlich mit Ausnahme von Links auch noch andere Parteien). Macht das aber automatisch aus jedem AfD-Wähler einen Nazi?

    > > bringt keinen ein Stück weiter. Im Gegenteil: es verschleiert die wahren
    > > Ursachen des Problems und führt damit wahrscheinlich zu noch mehr Zulauf
    > > bei solchen Parteien.
    >
    > Wenn man also eine Partei als Nazipartei bezeichnet, bekommen die dadurch
    > mehr Wähler? Wie würdest du solche Wähler denn bezeichnen? "huch, die AfD
    > ist ein Nazipartei? Dann wähle ich die jetzt!"

    Du hast es offenbar nicht verstanden, warum so viele Leute die AfD wählen. Ich fasse mich mal kurz: es geht größtenteils um Protest, auch gegen die etablierten Parteien. Von den Abgehängten der Gesellschaft, die sicherlich auch einfacher auf großes Gefasel mit einfachen (natürlich nicht vorhandenen) Lösungen reinfallen. Dieses Problem löst man aber ausschließlich mit Aufklärung und nicht, indem ein quieneloe daherkommt und sagt „Deine Ängste sind lächerlich, du bist einfach nur ein dummer Nazi und hast daher AfD gewählt.“ Und auch wenn es für dich vielleicht schwer verständlich ist, aber genau solche Aussagen führen zu noch mehr Frust unter diesen Leuten, zu noch mehr „ich fühle mich von denen nicht mehr verstanden, die vermeintlich Intellektuellen machen nur noch ihr eigenes Ding, jetzt wähl ich erst recht Protest“. Ich weiß, in deiner gehobenen Position ist das wahrscheinlich schwer zu verstehen, aber du bist grundsätzlich nicht mehr Wert als andere Menschen, daher wäre manchmal eine Diskussion auf Augenhöhe angebracht, nicht von oben herab.

    PS: Dies gilt natürlich nicht für echte Nazis, die vor dem Flüchtlingsheim stehen und zündeln, über diesen Abschaum brauchen wir tatsächlich nicht diskutieren.

    > Auch das sind dann für mich Nazis. Dieses "Argument" scheint mir genau so
    > seicht zu sein, wie du es mir vorwirfst.
    >
    > Ich wiederhole mich gerne: Danke, AfD, danke dass wir wieder eine
    > Legislaturperiode Merkel fressen dürfen, weil ihr den Bundestag nicht
    > versteht. Danke, dass ihr eure Stimme verschwendet habt.
    >
    > Es ist ganz einfach: wenn Merkel weg muss, gibt es andere Parteien, die man
    > hätte wählen können.
    > Wenn Merkel aber nur der Vorwand ist, und man eigentlich "Ausländer raus"
    > auf dem Wahlzettel ankreuzen hätte wollen, dann gibt es eben nur diese eine
    > Partei, und die irrelevante NPD vielleicht noch.

    Und das glaube ich nicht. Die Leute wollten Änderung, sie wollten nicht mehr GroKo, sie haben keine Lust mehr auf die etablierten Altparteien. Und dann kommt aus dem Nichts eine neue Partei, die einfache Lösungen und radikale Änderungen verspricht. Ist doch klar, wer dann gewählt wird. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass der Großteil der Protestwähler diese Partei auch gewählt hätten, wenn sie im Spektrum links gewesen wäre und PDS als Namen getragen hätte. Es ging doch beim Großteil der AfD-Wähler nur um den Protest, nicht um Inhalte.

    PS: auch hier wieder: gilt natürlich nicht für den tatsächlichen Abschaum.

  19. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: quineloe 25.12.17 - 17:53

    Leugnest du die Existenz von Nazis? Kommt irgendwie im ersten Absatz voll so rüber.

    AfD Wähler sind nicht abgehängt - sondern meist Mittelschicht. Wurde mehrfach belegt.

    Abgehängte holt man nicht zurück, indem man sie "aufklärt" oder was auch immer du dir so vorstellst. Die holt man zurück, indem man sie wieder in der Gesellschaft ankommen lässt. Gerade das macht die AfD aber nicht - weswegen sie auch aus der prekär beschäftigten Schicht praktisch keine Stimmen bekommt.

    Diese angeblich abgehängten sind schon seit ein paar Jahren abgehängt, nicht erst seit der Flüchtlingskrise. Sie hätten längst eine andere Protestpartei wählen können. Haben sie aber nicht.

    Sie haben so gewählt, dass wir wieder GroKo bekommen. VIELEN DANK DAFÜR.

  20. Re: Auch vor einer Zusammenarbeit mit rechten Parteien und umstrittenen Regierungen ...

    Autor: Flyns 25.12.17 - 18:27

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leugnest du die Existenz von Nazis? Kommt irgendwie im ersten Absatz voll
    > so rüber.

    Vielleicht solltest du einfach mal aufhören, mir irgendwelches Zeugs in den Mund zu legen, was ich nie gesagt habe. Oder einfach mal: genau das lesen, was dort steht. Vielleicht ist dir auch aufgefallen, dass ich weiter hinten im Text meine Meinung zu diesen Existenzen zum Ausdruck gebracht habe.

    > AfD Wähler sind nicht abgehängt - sondern meist Mittelschicht. Wurde
    > mehrfach belegt.

    Ändert trotzdem nichts an der Tatsache, dass der Großteil der AfD-Wähler Protestwähler waren. Auch das wurde mehrfach belegt.
    Die Herkunft spielt keine größere Rolle bei der Feststellung, dass es hauptsächlich um Protest, um den sogenannten „Denkzettel für Mutti“ ging.

    > Abgehängte holt man nicht zurück, indem man sie "aufklärt" oder was auch
    > immer du dir so vorstellst. Die holt man zurück, indem man sie wieder in
    > der Gesellschaft ankommen lässt. Gerade das macht die AfD aber nicht -
    > weswegen sie auch aus der prekär beschäftigten Schicht praktisch keine
    > Stimmen bekommt.

    Das gehört auch dazu, aber zuerst muss man diesen Leuten zeigen, dass die vermeintlichen einfachen Lösungen der AfD schlicht nicht exisitieren. Oder einfach gesagt: dass alles, was die AfD verspricht, nichts mehr als ein feuchter Furz ist, denn genau das sehen diese Leute nicht. Hier kommt auch die gesteuerte Wahlwerbung zum Tragen, um welche es in dem Newsbeitrag geht.

    Übrigens: für diesen Zweck ist es gar nicht mal schlecht, dass die AfD in den Bundestag gekommen ist. Somit kann sich jeder selbst überzeugen, dass nur dumme Luftpumpen, die sich gern gegenseitig zerfleischen, in dieser Fraktion sitzen. Und wenn man die vergangenen Debatten so anschaut, dann machen sie das schon ganz gut (obwohl sich die anderen Parteien da auch nicht mit Ruhm bekleckert haben). Und in vier Jahren sind sie dann hoffentlich wieder einstellig und in 8 Jahren in der Versenkung verschwunden. In diesem Zusammenhang ist sicherlich ganz interessant, was Petry jetzt mit ihrer neuen Partei auf die Beine stellen kann und wie viele Wähler sie der AfD abluchsen kann. Vielleicht drücken sich die beiden Parteien somit gegenseitig unter die 5%.

    > Diese angeblich abgehängten sind schon seit ein paar Jahren abgehängt,
    > nicht erst seit der Flüchtlingskrise. Sie hätten längst eine andere
    > Protestpartei wählen können. Haben sie aber nicht.

    Welche Protestpartei denn? Sag mir nur eine Protestpartei außer der AfD, die die Chance hatte in den BuTa zu kommen (also wirklich effektiv an der Regierung / Opposition teilzunehmen). Und bitte sag jetzt nicht Linke.

    Die AfD hat massiv vom Thema Flüchtlinge und von Erscheinungen wie Pegida profitiert. Gäbe es diese Themen nicht, gäbe es keine AfD, zumindest keine die im BuTa sitzt.

    > Sie haben so gewählt, dass wir wieder GroKo bekommen. VIELEN DANK DAFÜR.

    Das ist tatsächlich ziemlich gruselig - aber meine ganz persönliche Meinung dazu: lieber nochmal GroKo, als irgendwas mit blau oder grün an der Macht.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 25.12.17 18:32 durch Flyns.

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