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Manager werden ist keine Befoerderung

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  1. Manager werden ist keine Befoerderung

    Autor: amagol 17.11.20 - 22:27

    Grade in deutschen Unternehmen ist es so, dass man nur befoerdert wird wenn man Personalverantwortung uebernimmt. Es ist fuer viele Entwickler (so wie mich) eine Strafe wenn sie ploetzlich 1:1s mit den Untergebenen machen muesse, Karrieregespraeche fuehren, Mitarbeiterbewertungen etc. Klar kann ich das machen, aber es ist erstens eine Verschwendung meines Talents (wenn ich aufgrund meiner IT-Faehigkeiten befoerdert werde) und zum anderen unfair gegenueber dem Team, welches einen "richtigen"Manager brauchen koennte. Ich habe zwar nie klagen gehoert, befuerchte aber es liegt eher daran, dass die Manager in der IT generell oft eher schwach sind.
    Irgendwann sollte es doch jedem klar sein, dass Personalfuehrung und technische Fuehrung in den seltensten Faellen von den gleichen Personen geleistet werden koennen. Und nein, damit meine ich auch klein Projektmanagement - da sollte es dem Projektmager relativ egal sein ob Schrauben oder Software gefertigt werden. Fachliche fuehrung ist eher eine Architektur/Design-Aufgabe. Leider sind Stellen der Art eines Principal Engineer/Sr. Staff Engineer in den wenigsten Unternehmen in Deutschland ueberhaupt vorhanden. Ueber dem Sr. Softwareentwickler gibt es meist nur noch Management.
    Ich hab kein Problem damit wenn jemand Manager (Personal oder Projekt) werden will, aber das ist halt 'ne andere Schiene und sollte nicht implizieren Manager > Softwareentwickler, weder in Status noch bei der Verguetung.

  2. Re: Manager werden ist keine Befoerderung

    Autor: natas 18.11.20 - 07:34

    Es gibt doch noch die Bezeichnung des Architect. Also meinem Verständnis nach:
    SW-Entwickler < Sen. SW-Entwickler < SW-Architect < Sen. SW-Architect

    Wobei der Architect eigentlich auf der gleichen Ebene sein sollte, wie der Manager, nur halt ohne diszipl. Führung.
    Meistens ist es aber leider in D so, dass der Manager mit diszipl. Führung mehr zu sagen hat und auch besser bezahlt wird, als der SW-Architect.

  3. Re: Manager werden ist keine Befoerderung

    Autor: ThomasSV 18.11.20 - 11:28

    Eigentlich braucht es tatsächlich 2: einen, der fachlich steuert und einen, der die Managementaufgaben und das Reporting nach oben übernimmt.

    Und auf letztere Position sollte jemand sein, der zwar grundsätzlich versteht, was fachlich passiert (und das auch mit seinen Auswirkungen abschätzen kann), aber auf gar keinen Fall jemand, der meint, mit seinem Halbwissen fachlich mitreden zu müssen.

    Die Projekte mit „reinen“ Managern, die sich aus dem Fachlichen herausgehalten haben, liefen dann auch x-mal besser...

  4. Re: Manager werden ist keine Befoerderung

    Autor: .02 Cents 18.11.20 - 14:31

    Eigentlich hängt es erstmal von der "Basis Organisation" ab.

    Bei Matrix Organisationen ist idR die Personal- und Projektverantwortung voneinander getrennt (selbst wenn ein Personalverantwortlicher Vorgesetzter auch Projektverantwortung übernehmen kann). Wenn es eine separate Betriebs- und Projektorganisation gibt, dann sind die Rollen auch wieder unterschiedlich verteilt - auch da hat zumindest in der Projektorganisation eine "Führungsrolle" nicht zwingend etwas mit der Personalverantwortung zu tun, im Betrieb ist dagegen der Teamleiter meist auch Personalverantwortlich. Schwierig wird die Trennung von Rollen, wenn das gleiche Team Applikationen betreut und Projekte rund um diese Applikationen auch selber abwickelt.

    Entsprechend unterschiedlich sind auch die "Führungsrollen" und die Aufgaben innerhalb dieser Rollen - und je nach Grösse des Projekts ist es nicht einmal zwingend so, dass man auch unterschiedliche Personen für unterschiedlich Rollen braucht. Die eigentliche Projektleitung als vorrangig administrative Aufgabe (Stand Ist / Soll / Plan) und entsprechendes Reporting / Planung, allgemeine Abstimmungen wie Steering Committee u.ä. bis hin zu DIskussionen über Vertrags-Aspekte (Scope / Termine / etc.) Eskalationen bezüglich Zugängen / Berechtigungen etc. pp. ist in einem Projekt mit 4 Leuten nicht so ausfüllend, dass man nicht auch noch andere Aufgaben in anderen Rollen übernehmen könnte. Bei 10-20-50 ... Leuten braucht man irgendwann vielleich schon für das Onboarden fluktuierender externer Mitarbeiter eine Vollzeit Person ...

  5. Re: Manager werden ist keine Befoerderung

    Autor: richtchri 18.11.20 - 17:58

    natas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt doch noch die Bezeichnung des Architect. Also meinem Verständnis
    > nach:
    > SW-Entwickler < Sen. SW-Entwickler < SW-Architect < Sen. SW-Architect
    >
    > Wobei der Architect eigentlich auf der gleichen Ebene sein sollte, wie der
    > Manager, nur halt ohne diszipl. Führung.
    > Meistens ist es aber leider in D so, dass der Manager mit diszipl. Führung
    > mehr zu sagen hat und auch besser bezahlt wird, als der SW-Architect.

    Lese ich so zum ersten Mal.

  6. Re: Manager werden ist keine Befoerderung

    Autor: jankapunkt 19.11.20 - 08:38

    > Lese ich so zum ersten Mal.

    Lese ich im angloamerikanischen Sprachraum ziemlich oft, dass es einen echten Karriereweg gibt, der oft in größeren Firmen beim Lead Architekt endet. Oft gibt es dort aber mehr Zwischenschritte und die haben auch oft Bezeichnungen wie "Senior Software Engineer III" wo innerhalb der Positionen noch einmal Abstufungen gibt. Auch sind zwischen "Software Developer" und "Lead Architect" ein paar mehr Zwischenstufen als die von natas beschriebenen.

    Alles in einem kann man dennoch sagen, dass es schon international eher die Norm ist, dass gute Software-Ingenieure irgendwann zu Architekten werden (mit entspr. Erfahrung + Weiterbildung) und eben nicht Manager. Das ist eher so eine deutsche Ego-Seuche weil ein paar BWLer es nicht ertragen können, dass "gewöhnliche Menschen" bessere Bezahlung bekommen als die "Alpha-Tiere"

  7. Re: Manager werden ist keine Befoerderung

    Autor: richtchri 19.11.20 - 09:43

    Ich bin als Quereinsteiger (Kulturwissenschaftler) über BWL als Berater zum Architekten geworden.

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