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Der Computer stirbt erst aus, wenn...

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  1. Der Computer stirbt erst aus, wenn...

    Autor: Vision 31.08.10 - 23:14

    ...es möglich ist mit einem Pad, Tab, oder was auch immer produktiv zu arbeiten.

    Die Überschrift ist eigentlich schon falsch gewählt, denn ist beispielsweise ein Pad, ein Tab, kein Computer? Ist ein Net-, Subnet- oder NoteBook ein Computer oder ein Net-, Subnet- beziehungsweise NoteBook? Früher war die Bezeichnung „Computer“ allein dem Desktop-Computer vorbehalten. Wie auch immer, und nichts desto trotz...

    Ich glaube in einem Punkt sind wir uns alle einig und zwar, dass der „Computer“ als Server wohl nie aussterben wird (zumal künftig auch immer mehr in die Cloud rutschen wird). Dies gilt zumindest solang bis eine neue Technologie entwickelt wird, welche es ermöglicht große Datenmengen auf alternativem Weg zu verarbeiten.

    Das der Computer im Heim- und Business-Bereich irgendwann „aussterben“ wird kann zwar sein, jedoch hängt dies im Wesentlichen von folgenden Kriterien ab:

    1. Es müssen Serversysteme und Infrastrukturen geschaffen werden, welche in der Lage sind, alle Rechenoperationen, welche aktuell von den dezentralen Desktopsystemen verarbeitet werden, zu verarbeiten. Und die Datenmenge wird künftig sicherlich nicht geringer welche verarbeitet werden muss, sodass ein „einfaches“ Umstellen auf ThinClient-Systeme nicht ohne weiteres möglich ist.

    2. Es muss die Möglichkeit geschaffen werden, dass man mit Pads, Tabs, ... wirklich produktiv arbeiten kann.
    Ein erster Schritt in dieser Richtung ist bereits getan. Bereits vor Jahre hat sich gezeigt, dass die einfache Touch-Bedienung sehr viel intuitiver ist, als die Eingabe bzw. über ein Scrollrad oder eine Maus. Das hat auch ganz einfache Gründe, da der Mensch an die Hand-Auge-Koordination aus seinem täglichen Leben gewöhnt ist. Aus diesen Gründen wird sich auch künftig beispielsweise im Auto-Navigations-Bereich das „Scrollrad“ gegenüber der Touchbedienung nicht durchsetzen können. Denn sich erst einmal durch Menüs durchscrollen zu müssen entspricht etwa dem Gleichen, als sähe man ein Glas Wasser vor seiner Nase und müsse nun aber erst einen mechanischen Arm befehligen, welcher das Glas greift, anhebt und einem zum Mund führt, sodass man trinken kann...

    Kennt jemand von euch noch die Mäuse mit Track-Ball?
    http://ww3.cad.de/foren/ubb/uploads/ISP/Trackball.jpg

    Gut ok, Anwender, welche sich darauf „spezialisiert“ haben, mögen mit dieser Art der Bedienung gut zurechtkommen, in der breiten Masse jedoch hat sich diese Technik nie durchsetzen können, da es dem Anwender leichter fällt eine Maus über eine Oberfläche zu schrieben, als den Cursor über einen Ball zu steuern. Genauso verhält es sich mit den CAD-Eingabegeräten

    http://www.work-solution.de/3d-eingabegeraete/CAD-Hardware-3D-Maus.jpg
    Zwar konnten diese in einigen Bereichen Fuß fassen, für die wirklich komfortable und produktive Anwendung haben sich jedoch Grafiktabletts durchgesetzt.

    http://www.wacom.eu/index2.asp?lang=de&pid=96
    http://www.wacom.eu/index2.asp?lang=de&pid=95

    Ich habe selbst ein Grafiktablett zuhause (leider nur das Standard und nicht eines der auf den Bildern abgebildeten) aber was das grafische Arbeiten angeht ist ein Grafiktablett der Maus um Welten voraus.

    Es gibt zwar durchaus Menschen, welche mit der „Fingereingabe“ als Stift sehr gut zurechtkommen...
    http://www.youtube.com/watch?v=5OLP4nbAVA4
    ...jedoch ist es der Mensch von Kindheit an gewohnt mit einem Stift zu malen, sodass ihm auch in technischer Hinsicht diese Art der Eingabe um einiges leichter fällt.

    Ein wesentlicher Aspekt ist jedoch die Artikulation, also die Sprache bzw. Schrift, hat jemand von euch schon einmal versucht eine Dokumentation auf seinem Smartphone oder iPad zu erstellen? Auch, wenn sich dies durch die Möglichkeit des MultiTouch erheblich verbessert hat reicht die aktuelle Möglichkeit der virtuellen Tastatur jedoch bei weitem nicht an die Eingabemöglichkeit über eine physikalische Tastatur heran.

    Mein Fazit ist also:
    Erst wenn es denn Pads, Tabs, ... möglich ist dem Benutzer eine komfortable Möglichkeit der Texteingabe (beispielsweise über eine perfekt funktionierende Texteingabe per Stift über Handschrifterkennung) zu ermöglichen, und es somit auch möglich ist wirklich produktiv mit diesen Geräten zu arbeiten, erst dann wird es der Desktop-Computer künftig schwer haben.

    Einmal angesehen von der Hardware, welche auch, wenn sie bereits recht gut ist im Vergleich zu jedem Desktop-PC oder Laptop immer noch sehr rückständig ist.

    So ich denke, dass sollte dann auch genug sein...
    Viel Spaß beim lesen...

  2. Re: Der Computer stirbt erst aus, wenn...

    Autor: 0o9i8u7z 31.08.10 - 23:59

    Ich warte eigentlich noch darauf, bis es die perfekte Sprachsteuerung der Geräte ala Star Trek gibt, und zwar völlig ohne so technische Begriffe wie "Word" etc. für den Heimbenutzer gebrauchen zu müssen:

    "Computer, erinnere mich daran, dass ich in einer Stunde zum Fest erscheinen muss, und zwar 15 Minuten vorher."

    etc.

    Leider ist die Forschung der Linguistik noch viel zu wenig vorangeschritten bzw. erst seit Kurzem haben wir erst die Technik dafür, diese überhaupt anständig erforschen zu können. Es wird wohl noch einige Generationen dauern, bis Computer so intelligent sind, dass sie Kommandos in allen möglichen Varianten der menschlichen Sprache verstehen werden...

  3. Gute Gedanken aber...

    Autor: Crass Spektakel 01.09.10 - 07:54

    Vision schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 1. Es müssen Serversysteme und Infrastrukturen geschaffen werden, welche in
    > der Lage sind, alle Rechenoperationen, welche aktuell von den dezentralen
    > Desktopsystemen verarbeitet werden, zu verarbeiten. Und die Datenmenge wird
    > künftig sicherlich nicht geringer welche verarbeitet werden muss, sodass
    > ein „einfaches“ Umstellen auf ThinClient-Systeme nicht ohne weiteres
    > möglich ist.

    Eine besonders treibende Kraft wird das DRM-Verlangen der Medienindustrie sein. Ein zentraler Server ist nunmal die sicherste Methode Medieninhalte zu kontrollieren. Ich freu mich schon auf die ersten abgebrannten (durch Feuer oder Pleite) Rechenzentren die die gesamte Jahresproduktion an Musik von Sony mitnehmen: Da gibts dann nirgends sonst auf der Welt eine physikalische Kopie.

    > Ein erster Schritt in dieser Richtung ist bereits getan. Bereits vor Jahre
    > hat sich gezeigt, dass die einfache Touch-Bedienung sehr viel intuitiver
    > ist, als die Eingabe bzw. über ein Scrollrad oder eine Maus.

    Intuitiver - auf niedrigstem Niveau ja. Aber z.B. finde ich die Fingerverrenkungen zum Zoomen oder Scrollen mehr als befremdlich.

    Effizienter - nicht mal ansatzweise. Wenn sogar mein Großvater (junge 90) das Touchscreen seines Mobiltelefons fürs Buchstabentippen nicht verwendet sondern über Zehnertastatur tippt... Tippen auf nem Touchscreen ist so intuitiv wie FIFA-Soccer mit nem Lenkrad.

    > Kennt jemand von euch noch die Mäuse mit Track-Ball?

    Kenn ich, hab noch eine für Amiga am Dachboden.

    Und die sind MIST. Denn man muß andauernd die Hand hochhalten und komplex bewegen, Trackball ist sehr anstrengend, nach einer halben Stunde spürt man es im Arm, nach einem Tag hat man Muskelkater. Und damals war ich 20 Jahre jünger und habs lange verwendet.

    > Zwar konnten diese in einigen Bereichen Fuß fassen, für die wirklich
    > komfortable und produktive Anwendung haben sich jedoch Grafiktabletts
    > durchgesetzt.

    Das sind zwei total verschiedene Anwendungsbereiche. 3D-Mäuse verwendet man zum Navigieren im 3D-Raum (für 3dsmax ist das toll, da kann sogar ein Laie mit 5min Einarbeitung perfekt im 3D-Raum navigieren). Tablets verwendet man für 2D-Zeichnungen, also z.B. in Photoshop. Genau so gut könntest Du eine Schreibmaschine mit einem Modelierhammer vergleichen, das eine bringt 2D-Objekte aufs Papier und das andere 3D-Objekte in Stein.

    > Ich habe selbst ein Grafiktablett zuhause (leider nur das Standard und
    > nicht eines der auf den Bildern abgebildeten) aber was das grafische
    > Arbeiten angeht ist ein Grafiktablett der Maus um Welten voraus.

    Die mir bekannten Grafiker arbeiten 40 Stunden/Woche seit 20 Jahren mit Maus und Tablet und 3D-Maus noch dazu. Und arbeiten lieber mit Maus weils weit weniger anstrengend und extrem präzise ist - man sollte aber eine Grafikermaus mit Zielkreuz, guter Gleitfläche und hoher Auflösung verwenden. Teuer ist das nicht, Logitech verkauft eine leicht angepaßte MX518 - unter anderem Namen - für €60, mehr brauchts nicht und wenns weniger sein soll, ne stinknormale MX518 für €20 tuts auch.

    > Erst wenn es denn Pads, Tabs, ... möglich ist dem Benutzer eine komfortable
    > Möglichkeit der Texteingabe (beispielsweise über eine perfekt
    > funktionierende Texteingabe per Stift über Handschrifterkennung) zu
    > ermöglichen, und es somit auch möglich ist wirklich produktiv mit diesen
    > Geräten zu arbeiten, erst dann wird es der Desktop-Computer künftig schwer
    > haben.

    Schreibschrift ist sowieso die langsamste und ineffizienteste Methode zur Dateneingabe.

  4. Re: Gute Gedanken aber...

    Autor: Django79 01.09.10 - 11:46

    Crass Spektakel schrieb:
    ---------------------------------------------------------
    > Schreibschrift ist sowieso die langsamste und
    > ineffizienteste Methode zur Dateneingabe.

    Selbst ein unterdurchschnittlich geübter Handschreiber ist immer noch deutlich schneller als der beste Tastatur-Jockey. Das Problem sind eher die beim schnellen Schreiben entstehenden "Verschleifungen" in der Handschrift, die weder für andere Leute ohne weiteres lesbar sind, noch für die elektronische Erfassung.

    Oder anders ausgedrückt: Meine Sauklaue schlägt jede 10-Finger-Tippse um Längen. Nur kann meine Sauklaue außer mir kaum jemand lesen, weder andere Menschen noch bisherige (marktreife) Hard- und Software zur Schrifterkennung. Manchmal kann ich selbst meine eigene Sauklaue einige Zeit später nur noch mit Mühe entziffern. ;-)

    An sich ist aber ein Stift zum Schreiben, Zeichnen oder zum simplen Anklicken das optimale Eingabegerät für den Produktiveinsatz, also für alle Anwendungsbereiche außer Spielen.
    Getoppt wird das Ganze nur teilweise durch Spracheingabe, denn die taugt nur für reine Texteingaben und Kommandos, weniger für abstrakte grafische Aufgaben - denn auch der sprachgewandte Grafiker tut sich bekanntlich schwer damit, detailliert das zu beschreiben, die er gerade mit (täuschend) einfachen Stift- oder Mausbewegungen zu Papier oder auf den Bildschirm gebracht hat.

    Kurz, die optimale Eingabeart für alle Zwecke gibt es nicht. Ziel sollte es sein, dem Nutzer eines elektronischen Geräts entweder eine speziell auf den Zweck des Geräts zugeschnittene oder bei Mehrzweckgeräten möglichst viele Eingabetechniken anzubieten, die dann sowohl spezialisiert als auch kombiniert/konzertiert eingesetzt werden können.

  5. Re: Gute Gedanken aber...

    Autor: Da HURRICANE 01.09.10 - 11:49

    powered by e-motion oder wie? ja, so ne handschrifterkennungssoftware kommt schon schnell an die grenzen wenn die schrift nicht in irgendein muster passt. das ist genauso wie mit den saftschubsen im flugzeug: ist sie zu eng bist du zu breit.

  6. Re: Gute Gedanken aber...

    Autor: DerDenker 01.09.10 - 12:17

    Crass Spektakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vision schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Zwar konnten diese in einigen Bereichen Fuß fassen, für die wirklich
    > > komfortable und produktive Anwendung haben sich jedoch Grafiktabletts
    > > durchgesetzt.
    >
    > Das sind zwei total verschiedene Anwendungsbereiche. 3D-Mäuse verwendet
    > man zum Navigieren im 3D-Raum (für 3dsmax ist das toll, da kann sogar ein
    > Laie mit 5min Einarbeitung perfekt im 3D-Raum navigieren). Tablets
    > verwendet man für 2D-Zeichnungen, also z.B. in Photoshop. Genau so gut
    > könntest Du eine Schreibmaschine mit einem Modelierhammer vergleichen, das
    > eine bringt 2D-Objekte aufs Papier und das andere 3D-Objekte in Stein.

    Dieser Aussage kann ich so nicht ganz zustimmen. Zwar ist es tatsächlich so, dass die CAD-Eingabegeräte das Navigieren im dreidimensionalen Raum um einiges erleichtern, jedoch kann man auch ohne Probleme mit einem Grafik-Tablett ein 3D-Modell erstellen. Ich selbst nutze Cinema 4D in Verbindung mit einem Grafik-Tablett und hatte bislang noch keinerlei Probleme mit dem Erstellen eines 3D-Modells. Da die meisten CAD Programme mit X-,Y-,Z-Ebenen arbeiten (man also immer zweidimensional arbeitet, welches dann zu einem dreidimensionalen Modell zusammengeführt wird) stellt dies kein Problem dar.

    Ein Punkt welcher in der Pad- und Tab-Debatte jedoch bislang noch nicht angesprochen wurde (meines Erachtens nach jedoch einer der wichtigsten ist) ist das Einsatzgebiet. Will ich mein Produkt stationär oder mobil nutzen, ist doch eigentlich der ausschlaggebende Punkt.
    Ich habe mir damals ein 15 Zoll-Notebook (für den mobilen Einsatz) in Verbindung mit einem 24 Zoll Monitor (für den stationären Einsatz) gekauft und muss sagen, dass ich dies trotz Multi-Window-Modus nicht mehr missen möchte. Und wenn ich mir nun vorstelle wie viele Leute gerade wahrscheinlich vor ihrem 22-,24-,26-,... Zoll Monitor sitzen gehe ich davon aus, dass keiner davon künftig (zumindest zuhause) auf diese Bildschirmgröße verzichten möchte. Klar, wer möchte schon gern ein 20-Zoll Pad oder Tab mit sich rumschleppen, aber wer möchte den schon daheim auf einem mickrigen 7-Zoll Pad oder Tab arbeiten müssen?

    Schon allein aus diesem Grund denke ich, dass der PC vorerst nicht aussterben wird. Und selbst wenn das Pad oder Tab einen Anschluss für einen externen Monitor besitzt, muss dieser jedoch dann auch mindestens Multitouch unterstützen, sodass man die Funktionalität des Pads oder Tabs auch komfortable zuhause am „großen“ Monitor nutzen kann.

    Wenn überhaupt, dann denke ich, dass künftig der Marktanteil der NetBooks und TablettPCs schrumpfen bzw. verschwinden wird, da diese in die gleiche Nische wie die Pads und Tabs fallen.

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