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Proton unzuverlässig?

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  1. Proton unzuverlässig?

    Autor: stan__lemur 08.01.16 - 00:12

    Wenn man jetzt die 10 letzten Jahre ansieht, waren >90% der Starts erfolgreich. Für die Zeit davor hab ich jetzt keine Zahlen, aber sofern mich meine Erinnerung nicht trügt, war in den 80'ern und 90'ern in Baikonur mehr Betrieb als heute auf so manchen deutschen Regionalflughäfen. Die Satellitenstarts waren nur mehr eine Kurzmeldung wert, im Schnitt alle zwei-drei Tage einer. Eine Woche ohne wäre auffällig gewesen. Das lief nebenbei (von der Wichtigkeit der Berichterstattung her), neben den Salut/Mir-Zubringer- und Versorgungsflügen.
    Über die gesamte Verwendungsdauer der Proton in verschiedenen Versionen dürfte das wohl die Rakete gewesen sein, die die meiste Nutzlast in den Orbit gebracht hat.

  2. Re: Proton unzuverlässig?

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 08.01.16 - 07:38

    Ja, ziemlich genau 90% der Proton-Flüge waren zuletzt erfolgreich. Das ist allerdings eine ziemlich schlechte Bilanz im Vergleich zu anderen Raketen. Egal ob Soyuz, Ariane, Atlas, Delta, Langer Marsch, PSLV, Falcon etc.

    Natürlich gibt es noch schlechtere Raketen. Aber das ist auch kein Trost, wenn mal wieder eine Nutzlast irgendwo in der Steppe oder im falschen Orbit gelandet ist.

    Und nein, dein Eindruck täuscht überhaupt nicht. Um 1980 herum flogen etwa 60-80 Soyuz Raketen pro Jahr, dazu kamen noch 30-40 (kleinere) Kosmos Raketen und 10-20 Protons. Letztes Jahr gab es weltweit 87 Raketenstarts - und das war die höchste Zahl seit langer Zeit. (Will gerade nicht nachschauen. Ich denke seit Mitte der 90er.)

    Wir sind von den hochzeiten der Raumfahrt wirklich weit entfernt. Als SpaceX von 20 Starts pro Jahr sprach (10 Falcon9 und 10 Falcon Heavy), hielten ihn die Leute für verrückt. So viel Nachfrage gäbe es gar nicht. Man wird sehen.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/ - auf dem 34c3 wahlweise im CSOC (Weltraum-Assembly) oder im Sendezentrum anzutreffen

  3. Konkretisierung: Proton-M/BRIS-M unzuverlässig

    Autor: stan__lemur 09.01.16 - 01:21

    Zum einen war mir nicht bewusst, dass Progress ebenfalls die Sojus-Rakete (sorry, aber ich bin mit der deutschen Transkription aufgewachsen und tu mich schwer mit der englischen) nutzte, zum anderen ist das Problem wohl mehr oder weniger auf die aktuelle Version begrenzt. Jetzt steigen neue Wolken von Fragezeichen auf. Wieso nimmt man für die Progress Sojus-Raketen? Von der Anforderung her (LEO, kein biologisch lebendes Material) könnte die Proton(-K) das auch? Andererseits sind Salut/Mir/ISS-Module mit Protons gestartet worden? Ich vermiss die Logik ...

    Aber immerhin, nach Astrodicticum Simplex und Hier leben Drachen noch eins auf scienceblogs, wo man ab und wann mal reinschaut.

  4. Re: Konkretisierung: Proton-M/BRIS-M unzuverlässig

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 09.01.16 - 07:23

    Ja, Progress wird auch mit der Sojusrakete gestartet. Das hat den einfachen Grund, dass der Progress Transporter ein umgebautes Sojusraumschiff ist. So braucht man nur eine Produktionsanlage und kann alle Veränderungen am (bemannten) Sojusraumschiff vorher schon am (unbemannten) Progress testen.

    Warum Sojus und nicht Proton dafür? Weil die Proton dafür überdimensioniert ist, trägt etwa 2,5x mal so viel.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/ - auf dem 34c3 wahlweise im CSOC (Weltraum-Assembly) oder im Sendezentrum anzutreffen

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