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Man bin ich alt!

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  1. Man bin ich alt!

    Autor: Kleine Schildkröte 26.11.15 - 21:08

    1999, 2001, 2003. Rekorde in der Unimagedburg an Informatikstudenten was kam raus? 100 leute rein 23 bis 28 mit Diplom raus. Davor kamen 60 rein und 21 raus. Dürfte heute doch wieder das selbe sein. Viel Spass.

  2. Re: Man bin ich alt!

    Autor: ipodtouch 26.11.15 - 22:52

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1999, 2001, 2003. Rekorde in der Unimagedburg an Informatikstudenten was
    > kam raus? 100 leute rein 23 bis 28 mit Diplom raus. Davor kamen 60 rein und
    > 21 raus. Dürfte heute doch wieder das selbe sein. Viel Spass.

    Das dürfte heute NICHT dasselbe sein, weil das Niveau den Studenten angepasst wurde, was beim Diplom nicht der Fall war ;) .
    Positive Entwicklung ist, dass jemand auch ohne extreme Mathekenntnisse nach einem "informatikähnlichen" Bachelor-Studiengang (ich meine keine Bindestrichstudiengänge sondern richtige) locker einen Master Informatik machen kann. An unserer Uni wird das dadurch ermöglicht, die "harten Brocken" mit >80% Durchfallquote (Lineare Algebra, Statistik) durch simplere Mathematik zu ersetzen. Natürlich kann man dann keinen Algorithmen und Mathematik Schwerpunkt im Master nehmen, aber die Informatik ist ja vielseitig genug für andere Felder.

  3. Re: Man bin ich alt!

    Autor: Eve666 27.11.15 - 00:05

    Solange man mathematisches Verständnis durch Rechnen von Aufgaben statt Algorithmen beweisen muss... ist mir klar warum so wenige Studenten das schaffen.

    Und ja ich habe einen Master in Informatik und nein ich kann nicht mal zwei Zahlen addieren ohne dabei 3 Fehler zu machen. Dennoch hindert mich nichts daran höhere Mathematik zu verstehen. Ich gehörte sogar zu den Besten im Bereich theoretische Informatik(Master).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.11.15 00:05 durch Eve666.

  4. Re: Man bin ich alt!

    Autor: freebyte 27.11.15 - 02:07

    Eve666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ja ich habe einen Master in Informatik und nein ich kann nicht mal zwei
    > Zahlen addieren ohne dabei 3 Fehler zu machen. Dennoch hindert mich nichts
    > daran höhere Mathematik zu verstehen. Ich gehörte sogar zu den Besten im
    > Bereich theoretische Informatik(Master).

    Das Problem ist, dass zu viele junge Leute Informatik studieren weil sie grossartige Programme schreiben wollen und dann feststellen, dass dieses Fach zwar was mit Programmierung zu tun hat - aber das ist nur noch Beiwerk für die reale Umsetzung von mathematischen Algorithmen.

    Wärend meines Studiums (das war so ab 1985) waren unter 100 Studenten vielleicht 10 die wahrliche Formeljongleure waren, 40 haben darauf gehofft dass ihre Lücken wärend des Studiums gefüllt werden und 50 waren weder Fisch noch Fleisch und haben sich durchgemogelt ohne dass sie irgendwas richtig konnten.

    Ich war damals ehrlich genug zu mir, dass alles komplizierter als Dreisatz und PQ-Formel mir nicht leicht genug von der Hand geht und hab eine Weiterbildung zum Organisationsprogrammierer gemacht - da habe ich meine Bestimmung gefunden.

    fb

  5. Re: Man bin ich alt!

    Autor: Kleine Schildkröte 27.11.15 - 07:40

    Vieles liegt auch an der Art und Weise wie wir lernen. Ich hatte damals 3.4 im Vordiplom und habe dann einfach Lebensweise und Lernmethodiken umgestellt, Meditation oben drauf und plötzlich war ich bei 1.1 und nach schwerer Krankheit mitten im Diplom mußte ich meine Doktorarbeit downgraden und bin mit 1.2 aus der Geschichte gekommen.

    Es lag nicht am Verständnis sondern an der Fähigkeit konzentriert zu Arbeiten und diese dumme Art von Schule beseite zu lassen. Meine Fähigkeit zur Disziplin ist erschreckend gewesen :-).

    Aber abgesehen davon ist das Informatikstudium kein Ersatz für eigenes Lernen und ausprobieren. Ich habe mich damals unter anderem auf Quelltextqualität spezialisiert mit Theorie und Psychologie hinten dran. Heute habe ich immer Mitleid, wenn ich sehe wie Menschen frisch vom Studium programmieren, da sie nie gelernt haben, die Komplexität eines Programms richtig zu verstehen und vorallem auch zu kontrollieren und reduzieren. Es sind einfachste Dinge, die sich dann auswachsen.

    Mir ist kein Absolvent in den letzten fünf Jahren untergekommen der etwas von OAOO gehört hat, DRY kennen einige aber wenden es nicht an und KISS ist schon wieder out, wie es aussieht. Die einfachsten Dinge... . Aber wenigstens schreiben viele Tests. Das war vor 10 Jahren noch etwas anders. Nur leider testen sie auch nur die Hälfte, da wir ja für Qualität nicht bezahlt werden sondern für Funktionalität... . Gibt mehr arbeit für mich als Tester und Performance Engineer (was auch immer das ist:-)).

  6. Re: Man bin ich alt!

    Autor: Eve666 01.12.15 - 11:41

    Code Qualität...
    Davon habe ich während meines Studiums leider auch viel zu wenig gehört erst Clean Code von Robert C. Martins hat mir dann am Ende des Studiums die Augen geöffnet.

    Wenn man in Sachen CodeQualität erst ein mal ein bestimmtes Niveau erreicht hat möchte man nie mehr etwas anderes sehen.

    UnitTests... die meisten Programmierer wissen nicht einmal was echte UnitTests sind. Die schreiben generell nur SystemTests und nennen es dann UnitTests. TDD setzt sich zum Glück in einigen Branchen langsam durch so das auch echte UnitTests häufiger werden.

    Performance ist auch immer ein tolles Thema...
    Programmierer: "Die Funktion ist nun schneller!"
    Ich: "Aha, und wie viel?"
    Programmierer: *achselzucken*
    Wie kann man sich hinstellen und behaupten das etwas schneller ist ohne wenigstens vorher und nachher die Zeit zu messen.

    ps. Performance-Profiler sind scheinbar eine ganz ganz neue Erfindung ( immer wieder das Gleiche ;) ).

  7. Re: Man bin ich alt!

    Autor: Kleine Schildkröte 02.12.15 - 18:38

    > ps. Performance-Profiler sind scheinbar eine ganz ganz neue Erfindung ( immer wieder das Gleiche ;) ).

    Zumal diese heute kostenlos erhältlich sind.

    PS: Ron Martin ist auch nur ein Anfang :-). Aber ein schöner. Ich fand damals dieses Fowler Refactorings Buch und Kent Beck als Einstieg sehr gut. Danach habe ich mich dann auf Softwaremetriken gestürzt und dadurch gab es endlich eine funtionierende Theorie.

    TDD setzt sich schon seit 20 Jahren demnächst langsam durch. Wenn das Management dann für das Up-Front Design nen Externen zwei Tage einen Entwurf schreiben läßt mit dem Auftrag noch zwei Wochen weiter zu machen, dann ist die Frage erlaubt, wann man nicht gleich mit einem Bagger vor dem Gebäude einen Neuwagen zerdrückt, soviel kostet ja ein guter Freiberufler für zwei Wochen.

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