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Die Gründe liegen wohl woanders

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  1. Die Gründe liegen wohl woanders

    Autor: TigerPixel.DE 27.07.20 - 18:11

    Woher nimmt der Autor die Aussage?

    > Nach einigen Monaten im pandemiebedingten Homeoffice sieht die Realität
    > für viele Menschen anders aus. Noch im Bett greifen sie zum Smartphone,
    > lesen und beantworten die ersten Nachrichten und E-Mails.

    Diese Aussage halte ich für maßlose Übertreibung. Gab es dazu tatsächlich eine Untersuchung? Ich arbeite bei einem IT-Dienstleister und Corona-bedingt seit mehreren Monaten im Home-Office. Ich und meine Kollegen erscheinen und verabschieden uns vom Dienst wie als wären wir im Büro. Hat sicherlich auch damit etwas zu tun, dass wir unsere Stunden genau protokollieren, da sie den Kunden in Rechnung gestellt werden. Die gemachte Aussage ist aber auch so unlogisch. Wäre ich normal im Büro, was sollte mich in der heutigen vernetzten Welt davon abhalten, die Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Es müssen also andere Gründe als Home Office sein, wenn Menschen bereits im Bett zum Smartphone greifen.



    7 mal bearbeitet, zuletzt am 27.07.20 18:23 durch TigerPixel.DE.

  2. Re: Die Gründe liegen wohl woanders

    Autor: atomie 27.07.20 - 19:08

    Die Smartphone-Sucht. Sobald es piept muss man hin. Man kann einfach nicht anders. So meine Beobachtungen.

    Es ist empfehlenswert zumindest verschiedene Töne einzustellen. So weiss man ob es privat oder die Kollegen sind. Aber verstehen tue ich es dennoch nicht. Bei mir ist alles lautlos.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.07.20 19:10 durch atomie.

  3. Re: Die Gründe liegen wohl woanders

    Autor: DebugErr 27.07.20 - 19:57

    - Diensthandy > Ausschalten
    - Garkeine privaten Kontaktdaten außer Postanschrift angeben
    Ja, geht tatsächlich beides

  4. Re: Die Gründe liegen wohl woanders

    Autor: RienSte 27.07.20 - 23:12

    Ich glaube, viele können mit dieser Vermischung aus privatem Umfeld und Arbeit langfristig nicht umgehen. Ich gehe auch im Home-Office "in die Arbeit", sprich ich stehe auf, mach mich halbwegs zurecht, frühstücke, putze mir die Zähne und dann gehe ich bewusst ins Büro, mach die Tür zu und bin quasi "in der Arbeit". Meine Tochter z.B. weiß das auch, dass ich jetzt arbeite und nicht gestört werden möchte. Wenn sie mal reinplatzt, dann nehme ich mir natürlich auch mal ein paar Minuten für sie Zeit und ich setze mich auch mal raus auf die Terrasse und mach Pause. So wie ich das in der Firma auch mache.

    Aber ich habe es nicht selten erlebt, dass Kollegen dann tatsächlich noch im Bett an Skype-Meetings teilnehmen, nebenbei frühstücken, gerade oberkörperfrei am Balkon chillen oder um Mitternacht dann eine Flut an Antwort-Mails / - Nachrichten reinkommt. Ich glaube, die bekommen das nicht getrennt. Viele sagen das auch selber... die verwahrlosen dann schon fast, ohne diesen "Zwang" aus dem Haus gehen zu müssen.

    So wie mit Uni und FH. Manche kommen mit der Freiheit an der Uni nicht klar, die brauchen den Stundenplan und fixe Termine für Vorlesungen und Prüfungen. Die haben keine Ressourcen im Kopf frei für solche organisatorischen Dinge, dafür performen sie evtl. in diesem fixen Raster mehr als andere (auf die Arbeit bezogen).
    Andere können sich wunderbar selbst organisieren und brauchen diese Freiheit auch um motiviert zu bleiben.

  5. Re: Die Gründe liegen wohl woanders

    Autor: Oekotex 28.07.20 - 08:01

    Ich glaube, wir haben es hier mit selbstgemachten Problemen der sogenannten Leistungsgesellschaft zutun.

    Erstens möchten viele wahnsinnig fleißig erscheinen, schreiben deshalb früh morgens oder spät abends irgendwelche Mails - im schlimmsten Fall mit Inhalt den keiner braucht, Hauptsache man taucht zu einer irrsinnigen Uhrzeit in den Posteingängen auf. Ich habe es tatsächlich auch schon erlebt, dass Mitarbeiter Mails schreiben und dann zeitversetzt absenden lassen.

    Zweitens haben viele, gerade jüngere scheinbar das Bedürfnis so auszusehen, als würden sie für das Unternehmen leben. Sie verteilen deshalb gerne auch ihre privaten Kontaktdaten oder installieren sich Teams, Slack und Co auf den privaten Geräten, reagieren auf jede Nachricht jetzt und sofort und lassen auch kaum Gelegenheiten aus zu erwähnen das man sie gerne anschreiben kann, wenn was sein sollte. Auch toll: In Terminen noch erwähnen, dass man das ja gestern Abend noch schnell erarbeitet hat.

    Manche glauben halt, wenn sie sich für unverzichtbar halten, dann wären sie es auch.

  6. Re: Die Gründe liegen wohl woanders

    Autor: Clown 28.07.20 - 09:36

    Eben. Ich käme nie auf die Idee mein privat genutztes Handy mit Arbeitskrams zu verseuchen. Sobald ich per Zeiterfassung raus bin, bin ich in aller Regel nicht mehr zu erreichen. Und das wird auch i.A. respektiert und daran halten sich auch alle.

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

  7. Re: Die Gründe liegen wohl woanders

    Autor: Neuro-Chef 29.07.20 - 19:12

    atomie schrieb:
    > Die Smartphone-Sucht. Sobald es piept muss man hin. Man kann einfach nicht
    > anders. So meine Beobachtungen.
    LineageOS ohne Google-Dienste hilft. Ohne FCM kommen nur Signal-Nachrichten, SMS und Anrufe durch - und auf Signal schreibt einem ja bekanntlich fast niemand ;)

    Was mich viel eher ankotzt sind diese Leute, die meinen, einen telefonisch auf dem Handy besser erreichen zu können. Diese muss ich dann per Flugzeug-Modus zum Festnetz erziehen.

    Und denen, die in wirklich zeitkritischen Angelegenheiten Nachrichten schicken, statt zum Hörer zu greifen, kann man eh nicht mehr helfen.

    EDIT/Klarstellung: Dienstliche Chats gibt's in meiner Firma nicht, das bezog sich eher auf den privaten Bereich.

    -> Heul' doch! ¯\_(ツ)_/¯

    » Niemand ist vollkommen, aber irre sind ganz sicher viele. « – Vollkommen Irrer ಠ_ಠ

    Verifizierter Top 500 Poster!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.07.20 19:15 durch Neuro-Chef.

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