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Gejammere nervt

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  1. Re: neoliberale Meinung nervt

    Autor: der_wahre_hannes 26.05.14 - 11:57

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der_wahre_hannes schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Repräsentativität hat nur sehr wenig mit der Stichprobengröße zu
    > tun.
    > > Ich kann auch 1000 Leute befragen und daraus Aussagen ableiten, die auf
    > 80
    > > Millionen Bundesbürger zutreffen.
    > Ja leider, auch wenn diese Stichprobengröße sich schon häufig als
    > ungeeignet herausgestellt hat

    Äh... nein? Es hängt nicht von der Größe der Stichprobe ab! Wenn die Stichprobe falsch gezogen wurde, dann kannst du auch 1 Millionen Leute befragen und ziehst trotzdem die falschen Schlüsse.

  2. Re: neoliberale Meinung nervt

    Autor: riddick70 26.05.14 - 12:02

    Mich nervt eher die Attitüde die viele Konzerne an den Tag legen. Dieses Herrenmenschendenkmuster, dass Arbeiter zu Freiwild macht, sie wie Hunde domestiziert werden um wirklich den letzten Rest an Arbeitskraft herauszupressen, ist ja schon pervers.
    Und wie sich hier einige gebärden, nur weil sie das Glück und die Ausdauer hatten, den Beruf zu erlernen und auszuüben der ihnen Erfüllung bietet, und sich gedanklich über ungelernten Mitmenschen stehen sehen, ist genauso schäbig.
    Ohne die Erfahrung, das Können, und die Hingabe vieler 'Ungelernter' würde es in DE nicht so rund laufen.
    Erst mal nachdenken, bevor ihr hier das Maul so weit aufreißt!

  3. Re: Gejammere nervt

    Autor: Bouncy 26.05.14 - 12:04

    pLeX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > oder grade nichts zu tun ist, kannste mir nich mehr erzählen das das ok
    > ist.
    Ja wirklich menschenverachtend - hab manchmal auch nichts zu tun und die zwingen mich trotzdem hier zu sein, selbts bei strahlendem Sonnenschein, sonst wollen sie mich nicht bezahlen, sagen sie. Und selbst wenn ich geistig erschöpft bin darf ich mich nicht hinlegen, stattdessen muß ich einfach bis zum Feierabend mit meiner Arbeit weitermachen!!! Wahnsinn, ist hier echt Alltag. Ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalte...

  4. Re: GEschwätz nervt

    Autor: Bouncy 26.05.14 - 12:15

    miauwww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > insidecpu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dann müssen sie sich einen anderen Job für Ungelernte suchen. Ein halbes
    > > Hemd wird ja auch nicht Gerüstbauer und heult rum dass er die Stangen
    > nicht
    > > anheben kann.
    >
    > Hats Du eine Ahnung. Als ob es so viele Jobs gibt für solche Leute. Und
    > die, die es gibt, sind oft so wie bei Zalando, oder bei Leiharbeitsfirmen.
    Na dann setzt man sich eben hin und lernt sich was an, wer das nicht macht hat es imho kaum anders verdient, Chancen sich zu Bilden gibt es hierzulande genug...

  5. Re: GEschwätz nervt

    Autor: riddick70 26.05.14 - 12:31

    Hach ja es ist ja immer alles so einfach. Wenn die gesamte arbeitende Bevölkerung doch was vernünftiges gelernt hätte, wären alle so gebildet, nur wer würde dann die Arbeit verrichten, die gebildete Leute nicht machen. Und überhaupt, gibt es eigentlich so viele freie Stellen für gebildete Leute? Nicht jeder möchte ja eine Weltreise beginnen um Arbeit für Gebildete zu erhaschen. Und gibt es in anderen Ländern überhaupt Arbeit für ein Heer an gebildeten Menschen aus Deutschland?
    Und wer fährt den Müll weg, pflegt Alte und Kranke, reinigt das Büro vom Chef oder räumt Regale im Kaufhaus ein. Ein gebildeter Mensch hat ja was anständiges gelernt, da macht man solche Nappelarbeiten doch nicht.
    Ach ich habe eine Idee--- wir holen uns einfach ein paar Arbeitssklaven aus dem angrenzenden osteuropäischen Ausland. Die arbeiten gerne für uns, freuen sich über Hungerlöhne und mieseste Arbeitsbedingungen. Die Mucken nicht auf, sind ja froh hier im Paradies der belesenen und gebildeten Menschen ihren Beitrag leisten zu dürfen...
    Es ist alles so einfach...

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > miauwww schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > insidecpu schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Dann müssen sie sich einen anderen Job für Ungelernte suchen. Ein
    > halbes
    > > > Hemd wird ja auch nicht Gerüstbauer und heult rum dass er die Stangen
    > > nicht
    > > > anheben kann.
    > >
    > > Hats Du eine Ahnung. Als ob es so viele Jobs gibt für solche Leute. Und
    > > die, die es gibt, sind oft so wie bei Zalando, oder bei
    > Leiharbeitsfirmen.
    > Na dann setzt man sich eben hin und lernt sich was an, wer das nicht macht
    > hat es imho kaum anders verdient, Chancen sich zu Bilden gibt es
    > hierzulande genug...

  6. Re: neoliberale Meinung nervt

    Autor: RioDerReiser 26.05.14 - 12:57

    Caliban81 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was mich bei solchen Berichten Nervt und vor allem der Sache absolut nicht
    > dienlich ist, sind Halbwahrheiten und das Aufpauschen von Fakten.
    >
    ein Durchschnittliches Tempo von 3,9km/h. Normale geh Tempo ist
    > laut Wikipedia ca. 5km/h.

    upps, ohne nachtzurechnen macht es mich schon stutzig. Vergessen wurden nämlich die Standzeiten. Was aus dem Regal holen, abliefern, ... und schon sind wir bei über 5 km/h. Und 7 Stunden zügig laufen, das ist schon was.

  7. Re: Gejammere nervt

    Autor: RioDerReiser 26.05.14 - 12:58

    exxo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fragt mal den Kellner in eurem Lieblingsrestaurant was der so an
    > Laufleistung erbringt ;-)

    ;-) ja frag mich mal, wie oft der rumsitzt. Der sollte mal bei Zalando ins Training gehen.

  8. Re: GEschwätz nervt

    Autor: Anonymer Nutzer 26.05.14 - 13:57

    > Und überhaupt, gibt es eigentlich so viele freie Stellen für gebildete
    > Leute? Nicht jeder möchte ja eine Weltreise beginnen um Arbeit für
    > Gebildete zu erhaschen.

    Ich arbeite als Angestellter im Beratungsbereich, habe viel mit Zahlen zu tun. Wir haben massive Probleme, in den letzten Jahren unsere beiden Ausbildungsplätze zu besetzen. Selbst Bewerber mit einem Mangelhaft in Mathematik werden mittlerweile zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Vor 10 Jahren wäre das undenkbar gewesen.

    > Und wer fährt den Müll weg, pflegt Alte und Kranke, reinigt das Büro vom
    > Chef oder räumt Regale im Kaufhaus ein. Ein gebildeter Mensch hat ja was
    > anständiges gelernt, da macht man solche Nappelarbeiten doch nicht.

    ...

    Es gibt keine Nappelarbeiten. Jede Arbeit ist Arbeit. Und ich habe Respekt vor jedem Menschen, der seine Arbeit verrichtet und sich seinen Lebensunterhalt verdient, statt auf dem Rücken anderer Menschen vor sich hin zu leben (ja, ich weiß, dass es Menschen gibt, die bspw. aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten können und die meine ich selbstverständlich nicht).

    Ein Müllwerker bekommt übrigens auch eine Ausbildung. Ebenso wie ein Pfleger (habe als Zivi selbst in der Pflege gearbeitet und glaube mir, da ist Ausbildung mehr als wichtig). Auch ein Gebäudereiniger wird ausgebildet.

    Und ja, ich weiß, dass Deine angesprochenen Branchen riesige Probleme haben, Menschen für die Ausbildung zu finden.

    > Ach ich habe eine Idee--- wir holen uns einfach ein paar Arbeitssklaven aus
    > dem angrenzenden osteuropäischen Ausland. Die arbeiten gerne für uns,
    > freuen sich über Hungerlöhne und mieseste Arbeitsbedingungen.

    Ein guter Freund von mir baut Erdbeeren und Spargel an. Er ist den Saisonarbeitskräften aus Polen, Bulgarien usw. unendlich dankbar, die von Ostern bis in den Sommer hinein auf seinen Feldern arbeiten. Weit weg von Familie und zuhause. Und sie freuen sich trotzdem über die Arbeit. Deutsche bekommt er nicht. Über die Agentur für Arbeit hat er es mehrfach versucht. Wenn es mal klappt, bekommt er Leute, die sich gern einen Dreck stören, wann Arbeitsbeginn ist und viele kommen am zweiten Tag nicht wieder. Auch ohne Krankmeldung usw. Daher steht er mit seiner Familie und den von Dir zitierten "Arbeitssklaven" meist allein auf den Feldern.

    Demnächst werden diese den neuen "gesetzlichen Mindestlohn" erhalten. Sie freuen sich schon jetzt darauf und wundern sich über die großzügigen Deutschen. Der Bauer gönnt es ihnen, ist aber zugleich schon gespannt, ob er vom Handel und Endverbraucher den Kostenanstieg ersetzt bekommt. Denn der Spargel und die Erdbeeren sind ja schon jetzt "viel zu teuer". Und nein, die Arbeiter sind nicht doof. Sie wissen vom Problem des Bauern und hoffen, dass sie auch längerfristig ihre gestiegenen Löhne genießen können.

    > Die Mucken
    > nicht auf, sind ja froh hier im Paradies der belesenen und gebildeten
    > Menschen ihren Beitrag leisten zu dürfen...

    Du wirst es vielleicht nicht wahrhaben wollen, aber es gibt tatsächlich gerade aus dem osteuropäischen Raum eine ganze Reihe von Menschen, die froh sind, in der Saison für nach ihren Maßstäben traumhaften Löhnen arbeiten zu dürfen.

    > Es ist alles so einfach...

    Tja, da sagst Du was. Die Welt ist bunt. Alles hat zwei Seiten.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.05.14 14:13 durch chol_4C.

  9. Re: GEschwätz nervt

    Autor: insidecpu 26.05.14 - 14:22

    Also bitte Altenpflege und Müllentsorgung sind achtenswerte Berufe, das würde ich niemals als Nappelarbeit bezeichnen. Die kann aber eben auch nicht jeder machen, es kann nicht jeder mit Menschen vernünftig umgehen und für Müllfahrer muss man auch körperlich fit sein. Denkst du die jammern rum?

  10. Re: Gejammere nervt

    Autor: der_wahre_hannes 26.05.14 - 14:51

    insidecpu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann müssen sie sich einen anderen Job für Ungelernte suchen.

    Was hat eigentlich: "Kritik an unwürdigen Arbeitsbedingungen" immer gleich mit "jammern" zu tun? Wenn die Leute nicht "gejammert" hätten, würden wir heute immer noch als Leibeigene schuften müssen...

  11. Re: GEschwätz nervt

    Autor: riddick70 26.05.14 - 15:14

    chol_4C schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich arbeite als Angestellter im Beratungsbereich, habe viel mit Zahlen zu
    > tun. Wir haben massive Probleme, in den letzten Jahren unsere beiden
    > Ausbildungsplätze zu besetzen. Selbst Bewerber mit einem Mangelhaft im
    > Mathematik werden mittlerweile zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Vor 10
    > Jahren wäre das undenkbar gewesen.
    >
    Ist das so? Nun, vielleicht muß sich der Arbeitsmarkt an die geänderten Vorraussetzungen anpassen. Die Jugend lebt im Jetzt, hat andere Vorstellungen von dem was mit ihnen passiert als es z.B. noch um 1965 der Fall war. In vielen Bereichen hinkt der Arbeitsmarkt ganz einfach den Anforderungen und den veränderten gesellschaftlichen Entwicklungen der Gegenwart hinterher. Zudem gibt es auch noch Arbeitslose mittleren Alters, die Händeringend einen Job suchen, keinen bekommen wegen langjähriger Arbeitslosigkeit oder ähnlichem. Schubladendenken beherrscht die Köpfe von Personalern und Chefetagen. Selbst erlebt. Mein ehemaliger Chef hatte z. B. mal eine Bewerbung eines 35 jährigen in der Hand der sich um ein Praktikum bewarb. Er machte sich lustig, und schien fassungslos, ob der Dreistigkeit dieses Herrn sich die Mühe gemacht zu haben seinen Betrieb in die engere Auswahl gezogen zu haben. Mit einem hämischen Kommentar wanderte das Schriftstück letztenendes im Abfalleimer.

    >
    > Es gibt keine Nappelarbeiten. Jede Arbeit ist Arbeit. Und ich habe Respekt
    > vor jedem Menschen, der seine Arbeit verrichtet und sich seinen
    > Lebensunterhalt verdient, statt auf dem Rücken anderer Menschen vor sich
    > hin zu leben (ja, ich weiß, dass es Menschen gibt, die bspw. aus
    > gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten können und die meine ich
    > selbstverständlich nicht).
    >
    > Ein Müllwerker bekommt übrigens auch eine Ausbildung. Ebenso wie ein
    > Pfleger (habe als Zivi selbst in der Pflege gearbeitet und glaube mir, da
    > ist Ausbildung mehr als wichtig). Auch ein Gebäudereiniger wird
    > ausgebildet.
    >
    > Und ja, ich weiß, dass Deine angesprochenen Branchen riesige Probleme
    > haben, Menschen für die Ausbildung zu finden.

    Na klar, werden auch diese Menschen ausgebildet, so fern der Realität bin selbst ich nicht. Es gibt allerdings auch Grauzonen, in der häuslichen Pflege wo viele Osteuropäer/innen schwarz arbeiten, oder Putzfrauen die Oma und Opa die Bude säubern. Illegal zwar, aber äußerst hilfreich für die Beteiligten.
    Mir ging es jedoch in erster Linie darum, mit welchem Selbstverständnis sich einige hier versuchen als Krönung der Schöpfung darzustellen, und dabei vielfach vergessen das nicht jeder Lebenslauf nach Norm verläuft, und wir nicht in einem Kastensystem leben. Obwohl, wenn man sich mal bewußt umschaut könnte man auf andere Ideen kommen.


    > Ein guter Freund von mir baut Erdbeeren und Spargel an. Er ist den
    > Saisonarbeitskräften aus Polen, Bulgarien usw. unendlich dankbar, die von
    > Ostern bis in den Sommer hinein auf seinen Feldern arbeiten. Weit weg von
    > Familie und zuhause. Und sie freuen sich trotzdem über die Arbeit. Deutsche
    > bekommt er nicht. Über die Agentur für Arbeit hat er es mehrfach versucht.
    > Wenn es mal klappt, bekommt er Leute, die sich gern einen Dreck stören,
    > wann Arbeitsbeginn ist und viele kommen am zweiten Tag nicht wieder. Auch
    > ohne Krankmeldung usw. Daher steht er mit seiner Familie und den von Dir
    > zitierten "Arbeitssklaven" meist allein auf den Feldern.

    Ein strukturelles Problem, und dieser Bauer macht sich die Not Anderer zu Nutze, da kann er ja froh sein, dass europaweit so ein derartiges Lohngefälle herrscht. Die Arbeitsbedingungen wurden ja schon zig mal in den Medien angeprangert. Wen wundert es da, dass viele nicht bereit sind unter solchen Bedingungen zu arbeiten. Und wenn man die Wahl hat...
    > Demnächst werden diese den neuen "gesetzlichen Mindestlohn" erhalten. Sie
    > freuen sich schon jetzt darauf und wundern sich über die großzügigen
    > Deutschen. Der Bauer gönnt es ihnen, ist aber zugleich schon gespannt, ob
    > er vom Handel und Endverbraucher den Kostenanstieg ersetzt bekommt. Denn
    > der Spargel und die Erdbeeren sind ja schon jetzt "viel zu teuer". Und
    > nein, die Arbeiter sind nicht doof. Sie wissen vom Problem des Bauern und
    > hoffen, dass sie auch längerfristig ihre gestiegenen Löhne genießen
    > können.

    Nun, dann muß Bauer Ewald halt auf ein anderes Pferd setzen, wenn es ihm nicht möglich ist mit Erdbeeren und Spargel Geld zu verdienen. Die Lücke wird umgehend gefüllt werden. Und wenn die Löhne steigen können sich sogar auch Osteuropäer den Spargel leisten. Win-Win Situation würde ich mal sagen.



    > Du wirst es vielleicht nicht wahrhaben wollen, aber es gibt tatsächlich
    > gerade aus dem osteuropäischen Raum eine ganze Reihe von Menschen, die froh
    > sind, in der Saison für nach ihren Maßstäben traumhaften Löhnen arbeiten zu
    > dürfen.

    Traumhafte Löhne, hahaha. In der letzten Doku die ich mal am TV gesehen habe, durften die Osteuropäer fast nur für Kost und Logie arbeiten, und dass ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel in der Branche.
    >
    > Tja, da sagst Du was. Die Welt ist bunt. Alles hat zwei Seiten.

    Oh ja. Und nicht alles ist nur schwarz, oder nur weiß.

  12. Re: GEschwätz nervt

    Autor: riddick70 26.05.14 - 15:31

    insidecpu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also bitte Altenpflege und Müllentsorgung sind achtenswerte Berufe, das
    > würde ich niemals als Nappelarbeit bezeichnen. Die kann aber eben auch
    > nicht jeder machen, es kann nicht jeder mit Menschen vernünftig umgehen und
    > für Müllfahrer muss man auch körperlich fit sein. Denkst du die jammern
    > rum?

    Du hast meine Intention nicht verstanden, oder den Text nicht richtig gelesen. Das Müllfahrer oder Pfleger keine Nappelarbeiten verrichten versteht sich von selbst.
    Das einige wenige hier meinen, ihr Job oder ihr Status sei das Non plus Ultra, und alle anderen seien nur dazu da demütig niedere Arbeiten zu verrichten um der Oberschicht das Leben zu erleichtern, zu be/dienen und unter widrigen Umständen zu produzieren, damit sich die 'Auserwählten' einen Lenz machen, während sich die unteren Schichten am Existenzminimum bewegen, das ist nicht akzeptabel.
    Denkst Du, die jammern nicht?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.05.14 15:34 durch riddick70.

  13. Deppengeschwätz.

    Autor: Yes!Yes!Yes! 26.05.14 - 15:51

    Der menschliche Körper ist auf 30 Kilometer Laufen täglich ausgelegt. Das kannst du dir gern von deinem Hausarzt erklären lassen.

  14. Die haben keine Standzeiten.

    Autor: Yes!Yes!Yes! 26.05.14 - 15:54

    Ich weiß ja nciht, wie lange du brauchst, um einen Karton aus 'nem Regal zu nehmen. Das dürfte nicht länger als ein paar Sekunden dauern.

  15. "Und wer fährt den Müll weg,"

    Autor: Yes!Yes!Yes! 26.05.14 - 15:57

    Ich glaube, dass ich das inzwischen lieber machen würde. Müllabfuhr war aber eigentlich schon immer ein Job, der ohne Beziehungen nicht zu bekommen war, soweit ich weiß.

  16. Re: GEschwätz nervt

    Autor: Anonymer Nutzer 26.05.14 - 16:06

    > Ist das so? Nun, vielleicht muß sich der Arbeitsmarkt an die geänderten
    > Vorraussetzungen anpassen. Die Jugend lebt im Jetzt, hat andere
    > Vorstellungen von dem was mit ihnen passiert als es z.B. noch um 1965 der
    > Fall war.

    "Die Jugend" gibt es nicht, ebenso wenig wie "die Alten". Was um 1965 war, weiß ich nicht, dafür bin ich zu jung. Die Anpassung passiert aber. Die Industrie- und Handelskammern usw. versuchen zusammen mit vielen Arbeitgebern durch Qualifizierungsmaßnahmen den jungen Erwachsenen Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen. Zu meiner Zeit (rd. 18 Jahre her) hätten Schulabgänger davon nicht mal träumen können. Wer da nichts vorzuweisen hatte, stand nicht selten ganz allein da.

    Ich kenne da auch jemanden, der hat sich trotzdem aufgerafft (trotz schlechten Noten und ohne Ausbildungsplatz). Heute verdient er als Selbständiger sein Geld mit "Dienstleistungen", nachdem er sich jahrelang als ungelernter Arbeiter mehr schlecht als recht sein Geld verdient hat: Hausmeistertätigkeit, Gartenpflege und -anlage, sonstige Arbeiten rund um's Haus bietet er als Selbständiger an. Er hat's geschafft, sein Laden läuft gut. Mittlerweile hat er zwei Angestellte. Ich habe großen Respekt davor.

    > In vielen Bereichen hinkt der Arbeitsmarkt ganz einfach den
    > Anforderungen und den veränderten gesellschaftlichen Entwicklungen der
    > Gegenwart hinterher. Zudem gibt es auch noch Arbeitslose mittleren Alters,

    Stimme zu. Die Anpassung wird kommen. Denn die Menschen werden gebraucht.

    > Mein ehemaliger Chef hatte (...) Mit einem hämischen Kommentar
    > wanderte das Schriftstück letztenendes im Abfalleimer.

    Na, da kann sich der Herr ja glücklich schätzen. Mal schauen, wie lange sich sein Unternehmen das noch erlauben kann. Er wird es früher oder später merken. Deine Schilderung lässt für mich allerdings auch darauf schließen, dass er sich das selbst nicht erarbeitet hat, was Du da schreibst.

    > Ein strukturelles Problem, und dieser Bauer macht sich die Not Anderer zu
    > Nutze, da kann er ja froh sein, dass europaweit so ein derartiges
    > Lohngefälle herrscht.

    Du hast Dir das Lohngefälle eben auch zunutze gemacht, als Du den Beitrag in Deine Tastatur, Deinen Touchscreen oder was auch immer hineingehackt hast. Denn das Gerät wurde vermutlich auch nicht für 18 Euro die Stunde in der Nachbarstadt hergestellt, oder? Und die Kleidung, welche Du trägst, hat vermutlich auch nicht der örtliche Schneider gefertigt? Oder doch? Wie, es gibt keinen Schneider mehr? Und wenn Du Dir heute Abend aus dem Supermarkt noch ein bisschen Obst holst, den Kaffee oder... Hm...

    > Wen wundert es da, dass viele nicht bereit sind unter
    > solchen Bedingungen zu arbeiten. Und wenn man die Wahl hat...

    Ja, stimmt. Kann man nachvollziehen. Warum für das Geld arbeiten, wenn es auch so kommt, nicht wahr? ;) Da muss man ja doof sein.

    > Nun, dann muß Bauer Ewald halt auf ein anderes Pferd setzen, wenn es ihm
    > nicht möglich ist mit Erdbeeren und Spargel Geld zu verdienen. Die Lücke
    > wird umgehend gefüllt werden.

    "Bauer Ewald". Nee, iss klar.

    "Die Lücke wird umgehend gefüllt werden." Ja, da hast Du Recht (es gibt ja noch außerhalb Deutschlands Märkte, wo Arbeitkräfte noch billiger sind und die übrigen Rahmenbedinungen auch noch günstigere Produkte ermöglichen - der Hunger treibt's rein).

    > Und wenn die Löhne steigen können sich sogar
    > auch Osteuropäer den Spargel leisten. Win-Win Situation würde ich mal
    > sagen.

    Wer zahlt noch mal nach Deiner Meinung die Löhne? Gibt es da irgendwo einen Topf, den man anzapft und dann kommen Löhne raus? Ich dachte immer, man muss sie erwirtschaften? Wasser kommt aus dem Wasserhahn. Fleisch kommt aus dem Supermarkt. Und das Geld von der Bank. ;) Hab' verstanden. ;)

    > Traumhafte Löhne, hahaha. In der letzten Doku die ich mal am TV gesehen
    > habe, durften die Osteuropäer fast nur für Kost und Logie arbeiten, und
    > dass ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel in der Branche.

    Na, dann muss es wohl stimmen, wenn es sogar schon im Fernsehen war. Ich kenne übrigens einen Bauunternehmer, der hat nach der Hauptschule eine Maurerlehre gemacht. Dann kam der Meister hinterher. Dann auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur. Dann hat er Architektur studiert. Zusammen mit drei Polen hat er angefangen, Häuser zu bauen. Logis hat er den Arbeitern auch gewährt (in seinem unverschämten Fall unentgeltlich). Mittlerweile haben alle drei im Nachbarort gebaut. Sie wohnen dort mit ihrer Familie, die Kinder gehen hier zur Schule. Und ja, in dem Laden arbeiten mittlerweile nicht nur Polen. Noch so ein ekelhafter Ausbeuter, dieser Bauunternehmer. Ist natürlich für eine "Doku" im TV uninteressant. Da schaltet ja jeder in der Werbepause ab. Scheiß Schönwetter-Fernsehen! Wir wollen Sklavenarbeit sehen. Ausbeutung! Bleiben Sie dran! Gleich mehr nach der Werbung! Nur noch 30 Sekunden, dann geht's weiter. ;)

    > > Tja, da sagst Du was. Die Welt ist bunt. Alles hat zwei Seiten.
    >
    > Oh ja. Und nicht alles ist nur schwarz, oder nur weiß.

    Richtig, da haben wir uns ja doch verstanden. :P

    P.S. Dass ich hoffnungslos übertreibe, muss ich das noch gesondert erwähnen?

  17. Re: GEschwätz nervt

    Autor: Bouncy 26.05.14 - 16:18

    riddick70 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hach ja es ist ja immer alles so einfach. Wenn die gesamte arbeitende
    > Bevölkerung doch was vernünftiges gelernt hätte, wären alle so gebildet,
    > nur wer würde dann die Arbeit verrichten, die gebildete Leute nicht machen.
    Darf ich aus deiner recht eigenen "Logik" folgern, dass ein Staat sich quasi zwangsweise ungebildete Menschen halten muß, um überlebensfähig zu sein, da es ohne diese Bevölkerungsgruppe vollkommen unmöglich wäre die Basis-Tätigkeiten erledigt zu bekommen? Es ist also eine für alle vorteilhafte Situation, wenn es Menschen gibt, die zu faul sind sich zu bilden? Und folgerichtig sollte man diese Menschen auch nicht, wie ich schrieb, unterstützen bei ihrem Bemühen, sich zu Bilden?
    Strebst du eine Karriere als Militärdiktator in Schwarzafrika an? Einige von denen arbeiten nämlich zufällig genau nach diesem Muster...

  18. Re: Gejammere nervt

    Autor: Bouncy 26.05.14 - 16:21

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > insidecpu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dann müssen sie sich einen anderen Job für Ungelernte suchen.
    >
    > Was hat eigentlich: "Kritik an unwürdigen Arbeitsbedingungen" immer gleich
    > mit "jammern" zu tun? Wenn die Leute nicht "gejammert" hätten, würden wir
    > heute immer noch als Leibeigene schuften müssen...
    Du meinst das Jammern war damals der Schlüssel zum Erfolg? Das erklärt, warum Deutschland wirtschaftlich weltspitze ist...^^

  19. Re: "Und wer fährt den Müll weg,"

    Autor: insidecpu 26.05.14 - 16:22

    Stimmt und bezahlt wird auch sehr gut.

  20. Re: Gejammere nervt

    Autor: insidecpu 26.05.14 - 16:27

    Weil über Nichtigkeiten gejammert wird, Da hab ich ja als Schüler härter gearbeitet, Fließband 8h ohne Sitzen, Regale einräumen im Getränkemarkt nach Ladenschluss. Ich verstehe die Leute einfach nicht.

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