1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Zu hohe Gehaltsvorstellungen: 124…

Admins werden nicht mehr gebraucht

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Admins werden nicht mehr gebraucht

    Autor: harryruhr 29.11.19 - 08:57

    Ich stelle fest, dass in der Liste der gesuchten IT-Berufe System- und Netzwerk-Administratoren fehlen.

    Ob es nun daran liegt, dass nicht danach gefragt wurde, dass inzwischen alles von "DevOps-Engineers" in der Cloud gemacht wird oder ob Sysadmins unter "IT-Anwendungebetreuer" subsumiert wurden, weiß ich nicht. IT-Anwendungsbetreuer sind m.E. jedoch was anderes und eher Leute. die First- und ggf. noch Second-Level Support für "Mein Word ist kaputt" machen.

    Wundert mich auch daher, weil es in letzter Zeit wieder vermehrt FiSi-Umschüler gibt, die halt noch klassische Systemadminstration lernen. Da frage ich mich, ob da nicht nur Arbeitslose produziert werden.

  2. Re: Admins werden nicht mehr gebraucht

    Autor: ayngush 29.11.19 - 09:06

    Steile These:
    Wie viel administrationsaufwand muss man heutzutage bei einen dienstlich genutzten Apple iPad betreiben?

    Kann man sich mit diesem Bild vor Augen vorstellen, dass die Ökosysteme der Zukunft ähnlich aufgebaut werden? Es gibt dann Applikations-"Stores", da klicken die Anwender die benötigten (Fach-)Anwendungen zusammen, diese laufen dann meistens als Client-Server Serviceanwendung oder gar als reine Webanwendung. Die Server laufen via Docker+Kubernetes und Watchdogs starten und stoppen weitestgehend autark nach Bedarf die fehlerhaften und benötigten Instanzen... Netzwerke und Cloud-Infrastruktur, das muss "man" (Amazon, Microsoft, Google) noch aufbauen und betreiben, dafür braucht man wohl Spezialisten - Clientseitig braucht man nur noch jemanden, der eine schnelle Internetanbindung sicher zur Verfügung stellt / 5G...
    Und ja, der Wandel kann schneller kommen, als man denkt. Einfach mal 20 Jahre zurück blicken und dann 20 nach vorne. Ich muss den IT-Kram noch knapp 30 Jahre lang machen bis zur verdienten Rente, ich werde es noch erleben, den Untergang des einfachen Administrators.

  3. Re: Admins werden nicht mehr gebraucht

    Autor: harryruhr 29.11.19 - 09:19

    Ich hab noch gut 15 Jahre vor mir und frage mich, ob ich bis zur Rente noch in diesem Beruf bleiben kann. Denn ein AWS-"Cloud Engineer" werde ich nicht mehr.

    Aber ja, gut vorstellbar dass alle benötigten Anwendungen in der Cloud laufen und man nur noch eine Art Thin Client braucht (nur Tablets glaube ich nicht - man kann auf solchen Geräten keine größeren Dokumente erstellen). Die Infrastruktur, also Konfiguration von Netzen inkl. Firewalls usw. wird dann von einer KI gemacht, automatisch zur Verfügung gestellt und nach Bedarf dynamisch angepasst.

  4. Re: Admins werden nicht mehr gebraucht

    Autor: zampata 29.11.19 - 09:23

    Vermutlich stink der Gesamtbedarf an Admins da mittlerweile immer mehr in der cloud gehostet wird und immer weniger lokal. Ganz ohne geht es natprlich auch nicht. Aber wo man früher 3 brauchte langt heute halt einer.

  5. Re: Admins werden nicht mehr gebraucht

    Autor: kingspride 29.11.19 - 09:40

    jo alles wird ausgelagert, aber glücklicher werden die firmen und deren anwender dadurch auch nicht.

    Vattenfall wohl einiges nach MS Azure ausgelagert, aber besser funktioniert dadurch bei denen auch nix. im gegenteil muss man als user doppelt so lange warten, bis mal einer sich deinem problem annimmt und es dann vielleicht auch irgendwann löst.

    ich bin noch nicht lange dabei (seit 2015 FISI), betrachte aber die ganze geschichte eher mit skepsis. das liegt u.a. auch daran, dass viele verantwortliche und vorstände keinen Plan haben, was cloud und das auslagern dahin eigentlich bedeutet und was das überhaupt für den eigenen zweck bringt oder nur mehr kosten / arbeit verursacht.

  6. Re: Admins werden nicht mehr gebraucht

    Autor: Shred 29.11.19 - 10:03

    harryruhr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich stelle fest, dass in der Liste der gesuchten IT-Berufe System- und
    > Netzwerk-Administratoren fehlen.

    Also, zumindest hier in der Firma können sich unsere Admins nicht gerade über Langeweile beklagen. Wir suchen weitere, ob wir sie allerdings dank "Fachkräftemangel" nicht finden oder das Angebot einfach nur nicht attraktiv genug ist, weiß ich nicht.

    In den letzten Jahren sind dank Cloud und DevOps immer mehr administrative Aufgaben auf die Entwickler übergegangen. Da geht die Reise vermutlich auch hin. Dass sich nur wenige Entwickler auch als Admin eignen, und dass sie dann andere Aufgaben vernachlässigen müssen, scheint dabei nicht bedacht zu werden.

  7. Re: Admins werden nicht mehr gebraucht

    Autor: jonasz 29.11.19 - 10:36

    Also in der Ostschweiz wo ich lebe und arbeite werden eindeutig mehr Netzwerktechniker und Systemadministratoren gesucht, überhaupt spezialisierte Leute für FDDI sind sehr gefragt. Habe damals meinen Ing. in Systemtechnik und Netzwerktechnik gemacht und war für mich das Beste.

    Wenn ich denke was so ein Programmierer verdient im Verhältnis zu mir und andere Techniker, kann ich die Leute nur bemitleiden, kenne einige Kollegen die für General Electric hier arbeiten, die sind jenseits von 100.000 SFr im Jahr. Da sind einige schon eher bei Gehälter von Data Scientists und Data Miner. Auch Systemadministratoren und Betreuer wachsen, aber hier ist die Mentalität komplett anders, alles muss aus der Schweiz am kommen. Wenn man medizinische Verwaltungsprogramme von Größen kaufen könnte oder Ressourcen Management System, dann nimmt man anstatt SAP usw. irgendwelche Einzelunternehmen oder mittelständische Programmierhäuser. Die Cloud ist sowieso limitiert, da laut Datenschutz die Daten in der Schweiz liegen müssen, überhaupt bei öffentliche Köperschaften, auch wollen hier viele nicht in die Cloud. Überhaupt durch den Wandel der letzten Jahre sehe ich kaum Sinn mehr, Hardware und damit Leistung ist billig wie nie zuvor. Habe damals eine hyperconverged Serverfarm mit 6 Knoten aufgestellt für unter 30.000 SFr (Dell Server Xeon Silver 4000er, Ubiquiti Switches, Router). Alleine die Azur Cloud mit nur annähernd so viel Leistung hätte 15.000 SFr fast jährlich gekostet und wenn man die Datenbanken ebenfalls noch auslagern würde käme noch was drauf, sowie ein Risikofaktor und potenzielle Spionage. Hier sehe ich derzeitig kaum Bedrohung durch die Cloud, vielleicht kleinere Betriebe, wo es sich lohnt diese in die Cloud auszulagern.

  8. Re: Admins werden nicht mehr gebraucht

    Autor: Sea 29.11.19 - 12:05

    Also ich bekomme mindestens 1 Jobangebot pro Woche per Xing/LinkedIn und habe auf beiden extra stehen das ich momentan NICHT suche und ein Wechsel nicht in betracht ziehe. Das hab ich extra gemacht, weil ich davor unzählige Anfragen reinbekommen habe.

    Aber ist natürlich auch keine große Sache von OnPrem zu Cloud-Engineer um ehrlich zu sein.
    Ich mag es zwar auch meinen Kram OnPrem zu haben, aber einiges steht auch bei mir in der Cloud, weil es hier einfach besser ist um z.B Mexiko anzubinden. Da hat man einfach viel bessere Latenzen für die dortigen Kollegen. Hat alles seine Vor und Nachteile und man sollte sich als ITler nicht vor solchen Veränderungen verschliessen. Persönlich kann man ja der Meinung sein das die Daten da nix verloren haben. Aber wenn das Unternehmen das nicht so eng sieht ... was solls?

  9. Re: Admins werden nicht mehr gebraucht

    Autor: uschatko 29.11.19 - 16:28

    harryruhr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich stelle fest, dass in der Liste der gesuchten IT-Berufe System- und
    > Netzwerk-Administratoren fehlen.

    Weil wir laut Neusprech keine ITler sind, wir programmieren ja nicht. Aber das gerade die Admins viel mehr Verständnis von der Architektur haben als die ganzen Framework-Entwickler die nicht mal ihren Arbeitsplatzrechner richtig einrichten können oder an den Optionen von Git verzweifeln ist egal. Läuft ja alles in der Cloud. Nur wenn es ernst wird, ein Trojaner zuschlägt, Datenverlust droht, der Unterbau nicht läuft ja dann werden die Admins gesucht. Dann kommen solche Freelancer wie ich ins Spiel die dann auch die entsprechenden Stundensätze für Feuerwehreinsätze aufrufen und bekommen. Aber kontinuierlich fähige Admins zu beschäftigen kommt nicht in die Tüte.... die leisten ja nichts messbares, beim Jourfix und Scrum steht der Admin ja nur da und sagt nichts. Und Codezeilen kommen auch nicht rüber...

  10. Re: Admins werden nicht mehr gebraucht

    Autor: AynRandHatteRecht 29.11.19 - 16:35

    harryruhr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hab noch gut 15 Jahre vor mir und frage mich, ob ich bis zur Rente noch
    > in diesem Beruf bleiben kann. Denn ein AWS-"Cloud Engineer" werde ich nicht
    > mehr.

    Ich bin noch etwas jünger, aber erlebe auch gerade die Auswirkungen in diesem Segment. Letztlich entmündigen sich die Unternehmen selbst, die internes Wissen und Ressourcen aufgeben. Amazon/Google/Microsoft werden nach und nach die Geschäftsmodelle kopieren, die bei ihnen auf der Plattform laufen. Wer seine IT "frei Rampe" bzw. auf eigene Kosten in AWS/GCP/Azure migriert, unterschreibt damit schon sein Todesurteil.

    Letztlich wird es also auch die "normalen" Programmierer treffen, nur etwas später.

    Deswegen ist der Fachkräftemangel auch ein Bullshit - vor 20-30 Jahren vielleicht, als noch eine Chance da gewesen wäre. Jetzt ist man im Wettrennen viel weiter zurückgefallen und sucht billige Wasserträger. Aber man wird nie die Führenden einholen.

    Spätestens in ein paar Jahren wird es auch keine gemeinsame Hardware-Plattform mehr geben, die man sich alternativ zur Cloud beschaffen könnte. Schon jetzt werden proprietäre CPUs und Netzkomponenten verbaut, die man sich für Geld am freien Markt nicht kaufen könnte. FPGA für ML und irgendwann dann Quantum-Computing werden die Branche in Deutschland ausradieren, der Markt zwischen USA und China aufgeteilt werden.

  11. Re: Admins werden nicht mehr gebraucht

    Autor: MarcoW75 30.11.19 - 15:01

    harryruhr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich stelle fest, dass in der Liste der gesuchten IT-Berufe System- und
    > Netzwerk-Administratoren fehlen.
    > IT-Anwendungsbetreuer sind m.E. jedoch was anderes und eher Leute. die
    > First- und ggf. noch Second-Level Support für "Mein Word ist kaputt"
    > machen.

    Richtig...die Systemadmins werden heute gerne mal als Anwendungsbetreuer deklariert. War jedenfalls in meinem letzten Job so. Ich fands schon interessant, wie schnell die User ihr Hirn abschalteten,wenn sie wussten, es gibt für technische Probleme (oder was man dafür halten will) einen Admin in der Firma gibt. Da wurde ich wegen Sachen angerufen, für die die Mitarbeiter vom Chef (der meine Aufgaben vorher selbst übernahm) durch Telefon gezogen worden wären. Ich denke, jeder, der mal irgendwie administrativ tätig war, kennt selbst genug Beispiele.



    > Wundert mich auch daher, weil es in letzter Zeit wieder vermehrt
    > FiSi-Umschüler gibt, die halt noch klassische Systemadminstration lernen.
    > Da frage ich mich, ob da nicht nur Arbeitslose produziert werden.

    Ich war ja auch mal FISI-Umschüler. Und wenn ich heute auf meine Ausbildung zurückkucke, wunderts mich noch heute, dass ich die Prüfung jemals geschafft habe. In dieser Ausbildung lief soviel schief, dass ich manche Sachen (z.B. einen Exchange- oder einen Sharepointserver) erst in meinem ersten Job erstmal zu Gesicht bekam. Dafür werde ich wohl noch mit 90 im Schlaf einen Server installieren und eine Domäne einrichten können,weil wir das praktisch täglich erneut machen "durften", wofür weniger Zeit für andere Sachen blieb.
    Solche Sachen wie eine Netzwerkplanung ist in dieser Ausbildung fast komplett untergegangen. Ich könnte zwar z.B. ein Netzwerk phyisisch ausbauen (Switches einbauen, Strippen zu den Netzwerkdosen ziehen und diese verdrahten usw) und die softwaremäßigen Vorbereitungen für neue Mitarbeiter treffen, aber ich wäre z.B. überhaupt nicht in der Lage, einen Kunden zu beraten, wie groß seine Anlage sein müsste, weil ich garantiert so einige Sachen vergessen würde (z.B. Netzwerkdosen für lanfähige Drucker, Scanner etc).

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Giesecke+Devrient Currency Technology GmbH, München
  2. SySS GmbH, Tübingen
  3. Bayerische Versorgungskammer, München
  4. BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G., Berlin

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-35%) 25,99€
  2. 3,99€
  3. (-92%) 0,75€
  4. (-75%) 4,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Ryzen Mobile 4000 (Renoir): Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!
Ryzen Mobile 4000 (Renoir)
Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!

Seit vielen Jahren gibt es kaum Premium-Geräte mit AMD-Chips und selbst bei vermeintlich identischer Ausstattung fehlen Eigenschaften wie eine beleuchtete Tastatur oder Thunderbolt 3. Schluss damit!
Ein IMHO von Marc Sauter

  1. HEDT-Prozessor 64-kerniger Threadripper schlägt 20.000-Dollar-Xeons
  2. Ryzen Mobile 4000 AMDs Renoir hat acht 7-nm-Kerne für Ultrabooks
  3. Zen+ AMD verkauft Ryzen 5 1600 mit flotteren CPU-Kernen

Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum
Kailh-Box-Switches im Test
Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum

Wer klickende Tastatur-Switches mag, wird die dunkelblauen Kailh-Box-Schalter lieben: Eine eingebaute Stahlfeder sorgt für zwei satte Klicks pro Anschlag. Im Test merken unsere Finger aber schnell den hohen taktilen Widerstand.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Keychron K6 Kompakte drahtlose Tastatur mit austauschbaren Switches
  2. Charachorder Schneller tippen als die Tastatur erlaubt
  3. Brydge+ iPad-Tastatur mit Multi-Touch-Trackpad

Energiewende: Norddeutschland wird H
Energiewende
Norddeutschland wird H

Japan macht es vor, die norddeutschen Bundesländer ziehen nach: Im November haben sie den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft beschlossen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Aber das Ende der Förderung von Windkraft kann das Projekt gefährden.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Energiewende Brandenburg bekommt ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk
  2. Energiewende Dänemark plant künstliche Insel für Wasserstofferzeugung
  3. Energiewende Nordländer bauen gemeinsame Wasserstoffwirtschaft auf

  1. Rainbow Six Siege: Ubisoft verklagt DDoS-Anbieter
    Rainbow Six Siege
    Ubisoft verklagt DDoS-Anbieter

    Seit Monaten gibt es DDOS-Angriffe gegen Rainbow Six Siege, nun klagt Ubisoft gegen einen Anbieter. Der offeriert das Lahmlegen der Server ab 150 Euro, offenbar stecken auch Deutsche hinter den Attacken.

  2. Facebook-Urteil: Gericht erkennt "Drecks Fotze" nun doch als Beleidigung an
    Facebook-Urteil
    Gericht erkennt "Drecks Fotze" nun doch als Beleidigung an

    Im September entschied das Berliner Landgericht, dass die Grünen-Politikerin Renate Künast Aussagen wie "Drecks Fotze" hinnehmen müsse. Nun hat es seine ursprüngliche Entscheidung widerrufen, da sich die Kommentare auf ein Fake-Zitat bezogen hatten.

  3. Fastfood: Werbeschlacht der Lieferdienste kostete 780 Millionen Euro
    Fastfood
    Werbeschlacht der Lieferdienste kostete 780 Millionen Euro

    Der zugespitzte Konkurrenzkampf auf dem deutschen Markt für Fastfood-Lieferungen war für den Werbemarkt gut. Deutschland sei laut Delivery Hero aber generell "kein guter Markt" für Essenslieferdienste.


  1. 17:16

  2. 17:01

  3. 16:47

  4. 16:33

  5. 15:24

  6. 15:09

  7. 15:05

  8. 15:00