1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Zu hohe Gehaltsvorstellungen: 124…
  6. Thema

Extreme Gehaltsunterschiede

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: BenniD 28.11.19 - 17:10

    Bin in der Stuttgarter Gegend als System Engineer vor einem halben Jahr eingestiegen mit 2 Erhöhungen im ersten Jahr (3.5 3.7, 3.9) + 4.5k Bonus + Firmenwagen mit Privatnutzung, Weihnachtsgeld, 30 Tage Urlaub und HomeOffice.

    Firma ist n großer Mittelständler, ich denke das passt ganz gut. (Hoffe ich zumindest :) )

    Ausbildung + anschließendes Studium

  2. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: rldml 28.11.19 - 17:41

    Wenn ich hier die Gehaltswerte so lese, die in diesem Thread genannt werden, dann ich nicht so recht nachvollziehen, warum so sehr über den ÖD gemeckert wird...

    Die meisten Stellen bei uns liegen auf TVöD 9a-c. Und da bringst selbst die kleinste Entgeltgruppe direkt zum Start fast 3000 Euro brutto im Monat bei einem jahresgesamtgehalt von ca. 37k Euro Brutto. Das steigert sich mit der Zeit dann auf bis zu über 50k Jahresbrutto.

    andere öffentlichen Behörden gehen bei der Besetzung von IT-Stellen hoch bis auf TVöD 11, was nochmal ein gutes Stück mehr Kohle bedeutet.

    Zusätzlich zu dem extrem krisensicheren Job, einer familienfreundlichen Arbeitsathmosphäre und einer zusätzlichen betrieblichen Altersvorsorge, die diesen Namen tatsächlich verdient.

  3. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: aLpenbog 28.11.19 - 17:46

    Vermutlich weil es dann aber ne relativ harte Decke gibt. Für viele wäre der öD gehaltstechnisch auch ein großer Sprung. Viele in entsprechenden Threads, Karriere Foren und co. sind aber eben Leute die aktiv ihre Karriere pflegen und ihr Leben danach ausrichten und über den Schnitt liegen, dann wird der öD natürlich relativ schnell witzlos.

  4. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: rldml 28.11.19 - 17:49

    Naja klar - Millionär wirste durch die Nummer auch wieder net, schon klar ;)

    Allerdings bei den meisten Arbeitgebern da draußen auch nicht, die mit ihren Gehaltsvorschlägen nicht mal den öffentlichen Dienst knacken...

  5. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: GregorMaier 28.11.19 - 19:04

    dontcare schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hoffe ihr wechselt alle.
    > Für unter 5k würd ich als Full-Stack-Entwickler nicht aus dem Haus gehen
    > wollen...

    Hab mal aus Spaß nach Stellen in den USA geschaut, Gehälter <100k findet man kaum, evtl. als Junior oder kleinere Buden. Ein Senior kann im Raum LA (ok, Mieten sind da wirklich sehr sehr teuer) mit >150k rechnen.

  6. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: Kleba 28.11.19 - 19:25

    GregorMaier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hab mal aus Spaß nach Stellen in den USA geschaut, Gehälter <100k findet
    > man kaum, evtl. als Junior oder kleinere Buden. Ein Senior kann im Raum LA
    > (ok, Mieten sind da wirklich sehr sehr teuer) mit >150k rechnen.

    USA und Deutschland kannst du bei Gehältern einfach nicht vergleiche (zumindest nicht, wenn es um Jobs einigermaßen in Metropolen geht). Genauso wenig wie Schweiz und Deutschland. In der Schweiz müsste ich statt den 70K EUR die ich jetzt habe gut 140K SFR verdienen um einen vergleichbaren Lebensstandard zu haben.

  7. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: bennie 28.11.19 - 19:35

    GregorMaier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Hab mal aus Spaß nach Stellen in den USA geschaut, Gehälter <100k findet
    > man kaum, evtl. als Junior oder kleinere Buden. Ein Senior kann im Raum LA
    > (ok, Mieten sind da wirklich sehr sehr teuer) mit >150k rechnen.

    Da wird tatsächlich in einzelnen (nicht allen) Regionen so viel durch Miete wieder aufgefressen, das man anderswo unterm Strich nicht schlechter dran ist. Aber Jahresgehälter zu vergleichen ist der sinnvollere Ansatz. An meinem Beispiel (40, Dipl-Ing FH, NRW, Senior, Finanzbranche):

    Derzeit 5.700 brutto für eine 38h-Woche. Mit allen Gehältern (Weihnachts- und Urlaubsgeld, Bonus) plus noch nie mehr als 120 bezahlten(!) Überstunden (pro Jahr, also ~41h-Woche!) komme ich auf circa 82000 brutto. Gleich alte Kollegen die schon länger hier arbeiten (älterer Tarifvertrag) haben bei exakt gleicher Einstufung jedes Jahr u.a. 70% eines Monatsgehalts extra.

    Bekomme ich nicht, kann ich auch nicht ändern, verzerrt aber oft die Betrachtung. Spätestens da fällt übrigens der ÖD - in dem ich ganz am Anfang auch war - zurück: Ich habe eben 13,x Bruttogehälter plus Überstunden, wenn ich die nicht abfeiern möchte (das geht bei uns realistisch) über 14.
    Alle Angaben bezogen auf "Gesamtbrutto" meiner Gehaltsabrechnung. Da die heute kam, war das einfach auszurechnen. :-)

    ------------
    Edit/Nachtrag: In der gleichen Branche gibt es ganz in der Nähe Unternehmen die noch besser zahlen. Ganz real, ich war da als Werkstudent und habe die Gehaltstabellen zuhause. Dafür sind dort aber die Rahmenbedingungen deutlich schlechter. Viel weniger Freiheiten bei Themen und Technik, mehr Powerpoint-Bullshit. So ein Wechsel würde mich mit heutigem Gehalt nicht mehr locken, selbst wenn 100k und mehr drin sind. Andere Dinge zählen auch...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.11.19 19:38 durch bennie.

  8. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: Trockenobst 28.11.19 - 20:44

    MTB11 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Außer du kommst wie Chubacca aus München. Da müsstest du mindestens 80k für
    > einen Junior hinlegen. Und selbst das wäre nur ein Hungerlohn in seinen
    > Augen.....

    Bei den Juniors sehe ich verstärkt den Versuch, sie früh in sehr viele Abteilungen unterzubekommen, um zu sehen wo sie genau hin passen. Wenn man erst mal einen Junior hat, kann vielleicht am Gehalt nicht viel drehen, aber man kann am Design/Inhalt des Arbeitsplatzes was drehen.

    Btw: In München (...Stuttgart, Frankfurt....) sind inzwischen auch die Officeflächen so teuer geworden, dass mir bei den letzten beiden Projektangeboten HOME OFFICE praktisch aufgedrängt wurde :D

  9. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: Thomas 28.11.19 - 20:48

    rldml schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja klar - Millionär wirste durch die Nummer auch wieder net, schon klar
    > ;)
    >
    > Allerdings bei den meisten Arbeitgebern da draußen auch nicht, die mit
    > ihren Gehaltsvorschlägen nicht mal den öffentlichen Dienst knacken...

    Also zumindest im Bereich Software Engineering ist der ÖD gehaltstechnisch so weit von der freien Wirtschaft weg, dass sie einfach kaum bis keine guten Entwickler finden werden. Wer arbeitet schon gerne für die Hälfte in meist ziemlich verkrusteten Strukturen?

    --Thomas

  10. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: Trockenobst 28.11.19 - 21:20

    Thomas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also zumindest im Bereich Software Engineering ist der ÖD gehaltstechnisch
    > so weit von der freien Wirtschaft weg, dass sie einfach kaum bis keine
    > guten Entwickler finden werden.

    Ich kenne einen, der war schon während seiner FH Praktikas bei uns aufgefallen.
    Eher langsam im Verstehen, braucht lange Dinge in die Praxis zu übernehmen.

    Jahre später sehe ich ihn bei einer Ausschreibung eines wichtigen Portals der Landesregierung. Er Techchef, Technologielevel war mindestens eine ganze Generation zurück.
    Wieder Jahre später höre ich, dass er umgesattelt hat auf Datenbanktechnologien.
    Und nun bei der Bundeswehrbeschaffung arbeitet.

    Ohne zynisch zu werden: gibt es eben auch Leute in dem System, die einen festen Job schätzen, auch wenn der Alltag zäh wie Honig ist.

  11. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: Thomas 28.11.19 - 21:24

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Thomas schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also zumindest im Bereich Software Engineering ist der ÖD
    > gehaltstechnisch
    > > so weit von der freien Wirtschaft weg, dass sie einfach kaum bis keine
    > > guten Entwickler finden werden.
    >
    > Ich kenne einen, der war schon während seiner FH Praktikas bei uns
    > aufgefallen.
    > Eher langsam im Verstehen, braucht lange Dinge in die Praxis zu
    > übernehmen.
    >
    > Jahre später sehe ich ihn bei einer Ausschreibung eines wichtigen Portals
    > der Landesregierung. Er Techchef, Technologielevel war mindestens eine
    > ganze Generation zurück.
    > Wieder Jahre später höre ich, dass er umgesattelt hat auf
    > Datenbanktechnologien.
    > Und nun bei der Bundeswehrbeschaffung arbeitet.
    >
    > Ohne zynisch zu werden: gibt es eben auch Leute in dem System, die einen
    > festen Job schätzen, auch wenn der Alltag zäh wie Honig ist.

    Genau, Mitarbeiter findet der ÖD schon, aber halt (in der Regel) nicht die Guten, sondern diejenigen, die in der freien Wirtschaft nicht unter- oder zurechtgekommen sind. Und dementsprechend sieht dann auch die Software- und IT-Landschaft beim Staat aus. Da muss man sich nicht wundern.

    --Thomas

  12. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: Trivus 28.11.19 - 21:31

    Hab nach dem Studium (Master Informatik) bei ner kleinen Bude in München angefangen. Ca. 60k. Hatte aber während dem kompletten Studium, also 6 Jahre lang schon nebenher 20h/w gearbeitet als Softwareentwickler. Habe auch viele öffentliche Repos und co. Entwicklung ist mehr oder weniger mein Leben. Programmiere jede freie Minute.

    Bei der Münchner Firma bin ich nur 1 Jahr geblieben, dann nach Stuttgart gewechselt als Embedded Entwickler. Jetzt bei 75k.

    Das ist schon ein echt gutes Gehalt. Ich stelle mir aber auch oft die selben Fragen wie du. Von vielen Freunden und ehemaligen Mitstudenten weiß ich, dass sie deutlich weniger verdienen. Auch wenn ich Statistiken durchlese scheint das Gehalt stark überdurchschnittlich zu sein. So kurz nach dem Studium quasi. Aber doch laufen einem immer wieder Typen über den Weg die angeblich mit nur einem Bachelor und keiner Berufserfahrung irgendwie mit 85k oder so einsteigen. Find das ganze auch schwer einzuordnen.

  13. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: derKlaus 28.11.19 - 21:37

    War bei mir so ähnlich. Bin nach sechs Jahren Selbstständigkeit 2004 wieder in ein Angestelltenverhältnis, da der Markt gesättigt war, via Zeitarbeit für 13¤/Stunde.Zwei Jahre später war Sense, da das Unternehmen zum Verkauf stand und die Externen freigesetzt wurden. Ich bin dann bei einem Marktforschungsunternehmen untergekommen, war da fünf Jahre im Clientsupport und bin dann in die Infrastruktur mit Netzwerk und primär UC gewechselt. Da hatten wir eine Entgeltvereinbarung, die seinerzeit sinnvoll und angemessen war, Inflationsausgleich und Bindung an Jobdescriptions und Kompetenzrahmen. Da die Teamleads meist schlicht keine Ahnung hatten, wann welcher Gehaltssprung fällig war, hat das HR zwar meist graue Haare beschert, aber die Arbeit musste ja gemacht werden. Dann wurden wir zur IBM outgesourced, und das hat bei mir fast dazu geführt, die IT zu verlasen. Nach einem zweijährigen Gastspiel bei einem Systemhaus mit klasse Kollegen und Zugang zu jeweils den neuesten Produkten, aber mieser Bezahlung (brutto 13¤ mehr als bei einer vergleichbaren Stelle im öffentlichen Dienst) und katastrophaler Führung bin ich jetzt bei einem IT-Dienstleister im Krankenkassenumfeld. Bezahlung nach Tarifvertrag, 33 Tage frei im Jahr und ich kann’s mir noch leisten, in München zu wohnen. Reich werd ich nicht (brutto 60k¤/Jahr) und trotz viel Arbeit überwiegt wieder der Spaß daran.
    Die Bezahlung ist relevant, aber nicht das Wichtigste. Die muss halt ausreichen, jetzt vernünftig leben zu können und trotzdem genügend für die Rente zurücklegen zu können um nicht aufs Flaschensammeln angewiesen zu sein. Ich hatte glücklicherweise immer tolle Kollegen im Team und meistens halbwegs kompetente bis hervorragende direkte Vorgesetzte. Das ist für mich das wichtigste.

  14. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: Trockenobst 28.11.19 - 21:40

    Trivus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei der Münchner Firma bin ich nur 1 Jahr geblieben, dann nach Stuttgart
    > gewechselt als Embedded Entwickler. Jetzt bei 75k.

    Das erklärt das Geld. Embedded ist wahrscheinlich C/C++? Vielleicht noch C#.
    Das ist man andere Preise gewöhnt.

    > irgendwie mit 85k oder so einsteigen. Find das ganze auch schwer
    > einzuordnen.

    Was viele nicht bedenken, sind häufig Kontakte bzw. Jobs die es auf dem freien Markt nicht gibt.

    Der Sohn des Firmenchefs, studiert Design. Jeder andere fängt mit 50k+ an, er gleich mit 70k und gleich Top Job. War halt der beste Freund seines Vaters, konnte die Stelle entsprechend ausbauen so das das Geld gerechtfertigt erscheint.

    Wer bekommt denn heute den Job eines Museumschefs oder von mir aus Abteilungschef bei einem der Dax Unternehmen? Kaum noch Leute die von außen einfach reinwandern und eine gute Vorstellung machen. Das mag passieren, aber ganz selten.

    Weil das nicht jeder schafft, sehe ich inzwischen Leute die mit einem 1er Abi und 1a Dipl-Ing. in Maschinenbau noch einen Master in BWL oder so in der Abendschule dran hängen. Bis man so viele Titel hat das das Grundangebot nicht mehr unter 100k sein kann und du angerufen wirst, nicht umgekehrt.

  15. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: MarcoW75 29.11.19 - 14:04

    magic23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also, ich habe eine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann gemacht und bin nach
    > der Ausbildung mit ca. 2.100,00¤ brutto als IT-Supporter in den
    > Arbeitsmarkt eingestiegen. Das war vor ca. 17 Jahren.

    Hier in Thüringen wären 2100¤ ein Traum....hier wollen die Firmen für einen Fachinformatiker Systemintegration maximal 1650-1700¤ Brutto zahlen und knurren dabei schon. Etwas besser bezahlen da höchstens die Supporter, die im IBM-Callcenter in Erfurt hocken und etwa 1900¤ Brutto bekommen, was hier schon das "Höchste der Gefühle" ist. Aber da ich schonmal in einem Callcenter gearbeitet habe (ebenfalls im technischen Support) kenne ich die Zustände in diesen Bimmelbuden und werde für kein Geld der Welt mehr in so einem Laden arbeiten.

  16. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: cyrano330 30.11.19 - 17:05

    Ich sitze auf der anderen Seite des Tisches bei Vorstellungsgesprächen. Ich frage mich bei der Mehrzahl der Bewerber wie die überhaupt so alt werden konnten. Dann nur noch "Work-Life-Balance" und ohne irgendeine nennenswerte Erfahrung im Bereich IT bei einer 30 Stunden Woche 48k aufrufen. Neben den 30 Tagen Urlaub - die schon fast obligatorisch sind.
    Allein das Verständnis, das man sein Gehalt als angestellter mal mindestens x2 reinverdienen muss ist überhaupt nicht vorhanden. Dann muss ich mich eben als Freelancer anbieten wenn ich solche Gehälter haben will. Aber wenns dann mal nicht so geradeausläuft will man sein Gehalt ja trotzdem haben.

    In dieser Branche laufen so viele kompetenzbefreite Blender durch die Gegend die das Leben derer die wirklich was können einfach nur schwer machen. Die, die was können fallen dann durch das Raster und werden nicht vom Arbeitgeber gefunden der weiß was er an guten Leuten hat. Dann werden die Guten von Personaldienstleistern "restverwertet".

    Das ist der Grund für die "schlechten" Gehälter. Zuviele Leute die Glauben sie haben das Wasser erfunden oder Riemann bewiesen. Aber wehe man fragt mal etwas konkreter... Pustekuchen.

    P.S.: Unsere Seniorconsultants und auch die -entwickler liegen bei knapp unter 100k/Jahr. Und das im Osten....

  17. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: Sybok 30.11.19 - 22:05

    MarcoW75 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > magic23 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also, ich habe eine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann gemacht und bin
    > nach
    > > der Ausbildung mit ca. 2.100,00¤ brutto als IT-Supporter in den
    > > Arbeitsmarkt eingestiegen. Das war vor ca. 17 Jahren.
    >
    > Hier in Thüringen wären 2100¤ ein Traum....hier wollen die Firmen für einen
    > Fachinformatiker Systemintegration maximal 1650-1700¤ Brutto zahlen und
    > knurren dabei schon. Etwas besser bezahlen da höchstens die Supporter, die
    > im IBM-Callcenter in Erfurt hocken und etwa 1900¤ Brutto bekommen, was hier
    > schon das "Höchste der Gefühle" ist. Aber da ich schonmal in einem
    > Callcenter gearbeitet habe (ebenfalls im technischen Support) kenne ich die
    > Zustände in diesen Bimmelbuden und werde für kein Geld der Welt mehr in so
    > einem Laden arbeiten.

    Oh Du meine Güte! Danke, aber nein Danke. Wenn ich Dir jetzt sage, dass ich bei einem amerikanischen Unternehmen mit Thüringer Standort momentan 50k als Senior QA Engineer verdiene (allerdings brutto inklusive Boni), dann wirst Du Dir vorstellen können, wie groß meine Hoffnung ist hier einen neuen Arbeitgeber zu finden, der mich angemessen bezahlt. Ich wäre sogar bereit meine Ansprüche merklich nach unten zu korrigieren, wenn alles andere passt und ich Aufstiegschancen sehe. Aber für unter 3500 brutto monatlich gehe ich garantiert nicht los. Bin aber dank guter Referenzen zuversichtlich da auch fündig zu werden. Habe auch umfangreiches Breitenwissen, von daher muss es auch nicht zwingend QA sein. Ich habe zum Beispiel auch schon zigtausende Zeilen Code in verschiedensten Sprachen geschrieben (zum Beispiel für QA-Toolkits, aber auch für Freeware-Programme für Otto-Normalnutzer), sehe mich aber trotzdem nicht als reiner Entwickler, das ist nicht so ganz meins auf Dauer. Ich habe halt irgendwann gemerkt, dass ich recht pingelig bin und sehr viel Zeit mit Fehlerabweisung für die abstrusesten Situationen verbracht habe, und Fehler auch gut aufspüren kann. Daher dann wohl auch die QA-Rolle, das liegt mir.

  18. Re: Extreme Gehaltsunterschiede

    Autor: minnime 30.11.19 - 23:07

    Braunschweig ist eher Speckgürtel von Wolfsburg aber Braunschweig hat auch genug eigenes. Früher war Wolfenbüttel Braunschweigs Speckgürtel ab da sieht es auch nicht mehr so günstig aus. Mittlerweile liegt der Gürtel schon in Helmstedt und Goslar.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. DEUTSCHER GOLF VERBAND e.V., Wiesbaden
  2. Leonhard Weiss GmbH & Co. KG, Göppingen, Satteldorf
  3. DESY Deutsches Elektronen Synchrotron, Zeuthen
  4. RheinEnergie AG, Köln

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-15%) 42,49€
  2. (-10%) 8,99€
  3. gratis (bis 7. April, 18 Uhr)
  4. 9,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de