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Ich erlebe das Gegenteil - Die Sättigung setzt ein...

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  1. Ich erlebe das Gegenteil - Die Sättigung setzt ein...

    Autor: rezmk 29.11.19 - 13:27

    Die Studierendenzahlen in Informatik-lastigen Studiengängen explodieren. Die Fachinformatiker-Ausbildungen sind sehr beliebt und es gibt mehr Azubis in diesem Bereich wie jemals zuvor. Es gibt immer mehr duale Studiengänge. Jedes Kind lernt bereits in der Schule Informatik und Programmieren.

    Es gibt mittlerweile mehr wie genug IT-Nachwuchs. Informatik wird gerade das neue BWL.

    Demnächst hat man nur noch Chancen mit besten Referenzen, Turbo-Lebenslauf, Auslandssemester, Ehrenamt etc.

    ...und für einen Hungerlohn natürlich!

  2. Re: Ich erlebe das Gegenteil - Die Sättigung setzt ein...

    Autor: aLpenbog 29.11.19 - 13:34

    Das ist doch der Sinn davon. Angebot und Nachfrage funktioniert eben auch anders herum. Treibt dies den Preis hoch, so erhöht man das Angebot und reduziert damit eben die Preise. Mal ehrlich wenn man eine Branche fragt, ob sie einen Mangel hat, dann wäre sie ziemlich blöd nein zu sagen.

  3. Re: Ich erlebe das Gegenteil - Die Sättigung setzt ein...

    Autor: AynRandHatteRecht 29.11.19 - 14:40

    Höhere Gehälter würden sich nur rechtfertigen, würde wir Informatiker auch einen Produktivitätsvorteil bringen und genau hier sieht es in Deutschland mau aus.

    Produktivität steigern heisst entweder, mehr verkaufen oder Kosten reduzieren.

    Und beides verhindert unsere Gesellschaft, unsere Verwaltung und unsere Gewerkschaften. Fairerweise ist das teilweise auch okay, wir hätten sonst 5-10mio Leute mehr ohne Beschäftigung.

    Zu was wirklich neuem (das sich auch verkaufen liesse), reicht es technologisch nicht mehr.

  4. Re: Ich erlebe das Gegenteil - Die Sättigung setzt ein...

    Autor: rezmk 29.11.19 - 15:13

    Viele "low performer" (egal welcher Altersklasse) haben krisensichere und unkündbare Jobs. Daher bleibt kein Geld für wirklich fähige Leute, die intrinsisch motiviert sind und auch etwas erreichen wollen.

  5. Re: Ich erlebe das Gegenteil - Die Sättigung setzt ein...

    Autor: ubuntu_user 29.11.19 - 15:17

    rezmk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Studierendenzahlen in Informatik-lastigen Studiengängen explodieren.
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Statistik-Deutlich-weniger-Studienanfaenger-im-Bereich-Informatik-3904705.html
    hm?

    > Es gibt mittlerweile mehr wie genug IT-Nachwuchs. Informatik wird gerade
    > das neue BWL.

    Informatiker tun ja was im Gegensatz zu BWL.

  6. Re: Ich erlebe das Gegenteil - Die Sättigung setzt ein...

    Autor: .02 Cents 29.11.19 - 16:20

    Das ist ja alles schön und gut - aber selbst wenn man unterstellt, dass all deine Masse richtig und realistisch sind ...

    Ich mache seit 30 Jahren Projekte im Bereich Daten Integration. Programmieren im konventionellen Sinne ist da eine Fähigkeit wie Lesen und Schreiben - das wird einfach voraus gesetzt, aber was wirklich gesucht wird sind Fähigkeiten im Umgang mit Daten. Auch das ändert sich gerade - früher waren das in erster Linie klassische DBMS, heute verlagert sich vieles nach "Big Data".

    Anderes Beispiel: Ende der 90er habe ich ein Studium abgeschlossen haben sich Leute als "HTML Programmierer" beworben und sind mit diesen "Skills" auch gesucht worden. Heute schadet es nicht, etwas über Markup Language zu wissen, aber das ist in den meisten Fällen eher was für "Save As" als eine Fähigkeit die sich gegen Geld vermarkten lässt.

    Will sagen: Jemand kann mir den Unterschied zwischen einer While und einer Repeat Schleife erklären - das ist sicher keine Job Garantie ...

  7. Re: Ich erlebe das Gegenteil - Die Sättigung setzt ein...

    Autor: twothe 29.11.19 - 19:59

    Informatik ist eines der wenigen Bereiche wo sich fachliche Qualifikation des Mitarbeiters direkt in Geld ummünzen lässt. Ein sehr guter Experte wird über ein Jahr gerechnet produktiver sein als 10 Jobanfänger. D.h. wenn man dem Experten 10k¤ im Monat zahlt und dafür 10 Junioren weniger einstellt rechnet sich das immer noch. Zumindest bis der in Rente geht.

    Das ist aber auch zeitgleich das, was die wenigsten BWLer verstehen, und darum lieber 5 billige Inder einstellen und sich dann wundern warum die Software nach 5 Jahren immer noch nicht mal in Ansätzen funktioniert.

  8. Re: Ich erlebe das Gegenteil - Die Sättigung setzt ein...

    Autor: rezmk 29.11.19 - 20:11

    Aber es gibt nur wenige Bereiche wo echte Experten und Akademiker benötigt werden. Ansonsten geht es nur darum irgendwelche Frameworks richtig zusammenzustecken mit viel Trial & Error.

    Dafür braucht man keinen 10K-pro-Monat-Experten.

  9. Re: Ich erlebe das Gegenteil - Die Sättigung setzt ein...

    Autor: matok 30.11.19 - 11:08

    rezmk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Studierendenzahlen in Informatik-lastigen Studiengängen explodieren.
    > Die Fachinformatiker-Ausbildungen sind sehr beliebt und es gibt mehr Azubis
    > in diesem Bereich wie jemals zuvor. Es gibt immer mehr duale Studiengänge.
    > Jedes Kind lernt bereits in der Schule Informatik und Programmieren.
    >
    > Es gibt mittlerweile mehr wie genug IT-Nachwuchs. Informatik wird gerade
    > das neue BWL.
    >
    > Demnächst hat man nur noch Chancen mit besten Referenzen, Turbo-Lebenslauf,
    > Auslandssemester, Ehrenamt etc.
    >
    > ...und für einen Hungerlohn natürlich!

    Nur die Stellenzahlen wachsen auch, weil Digitalisierung halt lange noch nicht am Ende ist.
    In Deutschland spielt es überhaupt keine Rolle, ob jetzt doppelt so viele Informatik studieren oder nicht. Wenn, dann spielt eine Rolle, wie gut man IT in andere Länder auslagern kann. Aber da erleben viele Unternehmen nunmal auch Debakel, weil sie mit rosa Brille da reingehen.

    Am Ende muss man festhalten, dass IT bereits unternehmenskritisch ist und noch unternehmenskritischer werden wird. Wer da nicht auf Qualität beim Personal achtet, wird keine Freude haben. Und Qualität kostet.
    Unsere Personaler sollten mal ins Ausland schauen, wo dort IT'ler liegen im Vergleich zu anderen Angestellten liegen. Das wird in Deutschland nichtmal ansatzweise abgebildet.

  10. Re: Ich erlebe das Gegenteil - Die Sättigung setzt ein...

    Autor: Sybok 30.11.19 - 22:26

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Informatik ist eines der wenigen Bereiche wo sich fachliche Qualifikation
    > des Mitarbeiters direkt in Geld ummünzen lässt. Ein sehr guter Experte wird
    > über ein Jahr gerechnet produktiver sein als 10 Jobanfänger. D.h. wenn man
    > dem Experten 10k¤ im Monat zahlt und dafür 10 Junioren weniger einstellt
    > rechnet sich das immer noch. Zumindest bis der in Rente geht.
    >
    > Das ist aber auch zeitgleich das, was die wenigsten BWLer verstehen, und
    > darum lieber 5 billige Inder einstellen und sich dann wundern warum die
    > Software nach 5 Jahren immer noch nicht mal in Ansätzen funktioniert.

    Danke für die warmen Worte, die billigen Inder sind nämlich der Grund dafür, dass meine Abteilung aufgelöst wurde. Obwohl jeder meiner Vorgesetzten weiß, dass wir deutlich mehr leisten, hat das Board die Zahlen verglichen und da war der Fall klar: Über die Köpfe sämtlicher Manager hinweg wurde die Umstrukturierung durchgedrückt. Und das, obwohl das schon mal versucht wurde, und damals kräftig in die Hose ging.

  11. Re: Ich erlebe das Gegenteil - Die Sättigung setzt ein...

    Autor: Cane 30.11.19 - 22:42

    Sybok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > twothe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Informatik ist eines der wenigen Bereiche wo sich fachliche
    > Qualifikation
    > > des Mitarbeiters direkt in Geld ummünzen lässt. Ein sehr guter Experte
    > wird
    > > über ein Jahr gerechnet produktiver sein als 10 Jobanfänger. D.h. wenn
    > man
    > > dem Experten 10k¤ im Monat zahlt und dafür 10 Junioren weniger einstellt
    > > rechnet sich das immer noch. Zumindest bis der in Rente geht.
    > >
    > > Das ist aber auch zeitgleich das, was die wenigsten BWLer verstehen, und
    > > darum lieber 5 billige Inder einstellen und sich dann wundern warum die
    > > Software nach 5 Jahren immer noch nicht mal in Ansätzen funktioniert.
    >
    > Danke für die warmen Worte, die billigen Inder sind nämlich der Grund
    > dafür, dass meine Abteilung aufgelöst wurde. Obwohl jeder meiner
    > Vorgesetzten weiß, dass wir deutlich mehr leisten, hat das Board die Zahlen
    > verglichen und da war der Fall klar: Über die Köpfe sämtlicher Manager
    > hinweg wurde die Umstrukturierung durchgedrückt. Und das, obwohl das schon
    > mal versucht wurde, und damals kräftig in die Hose ging.

    Haben sie halt leider falsche Zahlen verglichen.

  12. Re: Ich erlebe das Gegenteil - Die Sättigung setzt ein...

    Autor: Sybok 01.12.19 - 00:20

    Cane schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Haben sie halt leider falsche Zahlen verglichen.

    Natürlich, die Wertschöpfung solcher Abteilungen berechnet ja niemand, obwohl das durchaus möglich wäre. QA kostet nur, bringt aber nichts ein, so der Konsens in den Führungsriegen. Aber da hört es nicht auf! Auch Entwickler werden so betrachtet, denn auch die sind ja nur eine Kostenstelle. Geld bringt nur der Vertrieb rein. Dass der nichts vertreiben könnte wenn es zuvor niemand entwickelt hätte, und dass Kunden bereitwilliger für fehlerarme Software zahlen (welche am Ende auch Produktionsausfälle verhindert) ist völlige Nebensache. Verrückte Welt.

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