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Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: ChiruKaio 29.11.19 - 09:43

    Als Berufsanfänger bin auch ich im IT Bereich auf Stellensuche und das mit mäßigen Erfolg.

    Natürlich war meine erste Anlaufstelle der Berater vom Arbeitsamt unterstützt von sämtlichen Webseiten zu Gehaltsangaben die einem das Blaue vom Himmel erzählen.

    Bisher hatte ich einen Berater der gesagt hat, dass meine Gehaltsangabe - basierens auf Aussagen von Arbeitsamt und den Websiten wo ich das unterste Ende angepeilt habe - immer noch viel zu hoch sind.

    Nun gut ich akzeptiere die Aussage und habe es anhand seiner Tipps nach unten korrigiert. Denn auf Gründe zur Absage gibt es sehr selten bis nie eine Antwort. Bisher hat niemand offen gesagt, du verlangst zu viel.

    Wenn man sagt die Gehaltsvorstellungen sind zu hoch. Dann seit doch so gut und gebt eure eigenen Vorstellungen in der Anzeige an oder verlangt nicht die von den Bewerbern vor dem Vertrag anzugeben.

    Es gibt sicherlich mehrere Berufsanfänger die einfach nicht wissen was sie verdienen können. Die aber dennoch nicht im Mindestlohn anfangen wollen oder es nicht können da sonst eine eigene Wohnung oder ein Pkw einfach unmöglich wären.

    Ich habe eine gute Grundausbildung, dennoch fehlt mir die Berufspraxis. Doch was bekomme ich zu hören?

    Wir suchen jemanden mit 3 - 5 Jahren Erfahrung, mindestens 4 Jahren Erfahrung etc.

    Tja wie soll man die erreichen, wenn man nichts findet?

    Stattdessen wird man vertröstet. Man könne gerne weiter auf offene Stellen der Firma gucken. Der Witz ... die gleiche Stellenanzeige steht immer noch online. Aber hey es sind ja nur die Bewerber die falsche Vorstellungen haben.

    Wahrscheinlich würde ich einen Job finden würde ich 150 - 200 km umziehen. Das Problem hierbei ist in erster Linie das Liebe Geld. Ich habe kein Erspartes was mir eine Wohnung finanziert, das Geld für Kaution oder eine erste Wohnungausstattung ist schlicht und ergreifend nicht da. Gut in der Probezeit würde ich nicht umziehen wollen. Hier wäre ein Zimmer besser um während der Woche zumindest in der Nähe der Arbeit zu sein zumindest während einer Probezeit.

    Gerade beim aktuellen Wohnungsmarkt ist es einfach nicht so leicht eine Wohnung zu finden, wie es sich manche vorstellen. Was habe ich letztens gelesen 200 Interessenten auf eine Wohnung in Berlin? Oder war es München? Oder von Suchenden die bereits 100 Berwerbungen nicht für eine Stelle sondern eine Wohnung. Doch davor bräuchte man erstmal in der Umgebung einen Job.

    Das andere ist einfach das die Familien und Freunde nicht mit anziehen. Warum müssen Bewerber also akzeptieren quer durch Deutschland zu ziehen? Damit man keinen Kontakt mehr zueinander hat? Damit man statt Freunde deutschlandweit Bekannte hat, ein sogenanntes Netzwerk?

    In der heutigen Zeit ist Familie wohl echt nur eine Seifenblase.

    Übrigens was bringt es den Firmen, wenn man jetzt umzieht. Einen Job in einer anderen Gegend findet und nach dieser Zeit aber nicht mehr bereit ist zu den Firmen zugehen die einem die Absage erteilten, da man keine Erfahrung hat.

    Meiner Meinung nach ist das Problem hausgemacht. Nicht nur die Bewerber haben falsche Vorstellungen auch manche Arbeitgeber erwarten Bewerber die aber schon Jahre Berufserfahrung gesammelt haben. Berufsanfänger werden vergessen oder sollen im Mindestlohn versauern.

    Dabei wollen alle die sich bewerben auch Arbeiten.

    Wie man es macht ist es falsch. Bewirbt man sich inflationär auf alle Stellen heißt es man sei nur eine Firma von vielen, der Bewerber interessiert sich nicht genug für die Firma. Doch bewirbt man sich nur an wenige Firmen scheitert man, da diese Berufserfahrung oder andere Gehaltsvorstellungen haben....ein ewiger Kreislauf.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.11.19 09:43 durch ChiruKaio.

  2. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: ubuntu_user 29.11.19 - 09:48

    ChiruKaio schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich war meine erste Anlaufstelle der Berater vom Arbeitsamt
    > unterstützt von sämtlichen Webseiten zu Gehaltsangaben die einem das Blaue
    > vom Himmel erzählen.

    Ich dachte du willst einen Job? was willst du dann beim Arbeitsamt?

  3. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: schipplock 29.11.19 - 09:51

    Ich kann dir empfehlen einfach alle interessanten Firmen aus der Gegend direkt anzuschreiben. Eine Email mit PDF-Bewerbung im Anhang kostet ja nur wenig Geld :).

    Und am Anfang etwas weniger zu verdienen...dann machste das halt 2 Jahre. Dann hast du deine Berufserfahrung und kannst etwas mehr verdienen. Dann wieder 2 Jahre und es sind schon 4 Jahre Erfahrung. Du kannst wieder wechseln und mehr verdienen. Usw...

    Von welchem Bruttogehalt sprechen wir hier eigentlich?

  4. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: Shred 29.11.19 - 10:52

    Ich kann dir nicht sagen, wie es heute ist, ein Berufsanfänger zu sein.

    Ich startete mit einer IT-Ausbildung, keinem Studium, und mit dem Ziel, Softwareentwickler zu werden. Trotzdem fing ich an, in einem IT-Startup Kundenwebsites zu bauen, HTML und etwas JavaScript halt. Meinem damaligen Chef steckte das Feilschen im Blut, er hörte sich meine Gehaltsvorstellung an, lachte und drückte mich dann deutlich darunter. Eine etwas größere Mietwohnung konnte ich mir nur leisten, weil meine Freundin bereits fest im Berufsleben stand und wir sie uns teilten. Ausgestattet war sie mit den Möbeln aus unseren Jugendzimmern und einer einfachen Küche aus irgendeinem billigen Möbelhaus. Mein Auto war das alte Familienauto, das mir meine Eltern schenkten.

    Mein Chef war knauserig, aber er glaubte an mich. Als er bemerkte, dass ich auch programmieren konnte, steckte er mich in ein anderes Team, wo ich endlich richtig loslegen konnte. Das Gehalt stieg auch. Es war zwar immer noch nicht üppig, aber mittlerweile war auch schon ein kleiner Urlaub pro Jahr drin.

    Jetzt stehe ich bald 20 Jahre im Berufsleben, und derzeit könnte ich mir meine Jobs aussuchen. Ich habe trotzdem nie vergessen, dass ich einmal klein angefangen habe und das Geld gerade so über den Monat reichte.

    Worauf ich hinaus will: Eine kleine Wohnung und eine Klapperkiste als Auto tut es am Anfang auch. Selbst wenn die Stelle nicht exakt das ist, wovon du geträumt hast, oder nur ein kleines Gehalt zahlt, ist es ein Anfang, um den Fuß in die Tür zu bekommen. Die ersten Jahre als Berufsanfänger sind einfach ätzend, man hat kaum Geld auf dem Konto, während ältere Berufskollegen sich jedes Jahr einen tollen Fernurlaub oder ein neues Smartphone leisten.

    Aber wenn du deinen Job gut machst, wird sich das mit dem Gehalt schon regeln. Außerdem hast du nach zwei, drei Jahren auch genug Erfahrung, um in eine bessere Stelle wechseln zu können.

    Ich persönlich halte es sowieso für einen Fehler, sich mit seiner ersten Stelle auf Lebenszeit zu verheiraten. Jeder Wechsel bringt Erfahrung und auch größere Gehaltssprünge als eine Lohnerhöhung beim alten Arbeitgeber.

  5. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: crossblade 29.11.19 - 10:52

    Kenne ich von der anderen Richtung her.

    Ich bin Quereinsteiger mit Promotion und Mittlerweile 8 Jahren Berufserfahrung und Personalverantwortung - also das was die Firmen suchen.
    Ich wollte mich beruflich neu orientieren und habe mich auf eine eine Stelle in München beworben. Das Bewerbungsgespräch verlief super die Firma war begeistert und wollte mich sofort haben. Dann blieben die HR personaler. Erstes Gehaltsangebot von denen war 55k/Jahr. Das in München! Als ich ihnen dann erklärt habe, dass ich kein Berufseinsteiger bin und das ich jetzt schon in der Provinz momentan spürbar mehr verdiene haben sie dann auf 65k erhöht und gemeint das sei das absolut oberste Limit für einsteiger in der Firma. Aber wenn ich bleibe und mich hocharbeite - bla bla bla dann kommt es regelmäßig zu Gehaltssteigerungen so das ich in zwei jahren bei 75k bin.
    Da ich da jetzt schon bin habe ich dankend abgelehnt und mich verabschiedet mit den Worten, dass wenn Sie sich gerne melden können wenn sie realistische Gehaltsvorstellungen haben ;)

  6. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: MarkuusM 29.11.19 - 11:16

    crossblade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kenne ich von der anderen Richtung her.
    >
    > Ich bin Quereinsteiger mit Promotion und Mittlerweile 8 Jahren
    > Berufserfahrung und Personalverantwortung - also das was die Firmen suchen.
    >
    > Ich wollte mich beruflich neu orientieren und habe mich auf eine eine
    > Stelle in München beworben. Das Bewerbungsgespräch verlief super die Firma
    > war begeistert und wollte mich sofort haben. Dann blieben die HR
    > personaler. Erstes Gehaltsangebot von denen war 55k/Jahr. Das in München!
    > Als ich ihnen dann erklärt habe, dass ich kein Berufseinsteiger bin und das
    > ich jetzt schon in der Provinz momentan spürbar mehr verdiene haben sie
    > dann auf 65k erhöht und gemeint das sei das absolut oberste Limit für
    > einsteiger in der Firma. Aber wenn ich bleibe und mich hocharbeite - bla
    > bla bla dann kommt es regelmäßig zu Gehaltssteigerungen so das ich in zwei
    > jahren bei 75k bin.
    > Da ich da jetzt schon bin habe ich dankend abgelehnt und mich verabschiedet
    > mit den Worten, dass wenn Sie sich gerne melden können wenn sie
    > realistische Gehaltsvorstellungen haben ;)

    Meine Meinung: Diese Katastrophe nahm ihren unvermeidlichen Lauf in dem Moment als die Bewerbung nur noch bei den HR-lern gelandet ist. Ich stehe inzwischen in dem Moment auf, in dem nur noch HR oder Einkauf für Externe, aber nicht mehr die Fachabteilung, am Tisch sitzen. In meinen Augen gehört es zur Seniorität genau dort die Grenzen aufzuzeigen, gerade als Quereinsteiger mit Promotion ;-).

  7. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: kikimi 29.11.19 - 12:49

    ChiruKaio schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als Berufsanfänger bin auch ich im IT Bereich auf Stellensuche und das mit mäßigen Erfolg.

    Worin? Programmierung? Systemadminitration? DevOps? Big Data? Data Sciene? Welche Ausbildung? Welcher Ort?

    > Natürlich war meine erste Anlaufstelle der Berater vom Arbeitsamt
    > unterstützt von sämtlichen Webseiten zu Gehaltsangaben die einem das Blaue
    > vom Himmel erzählen.

    Knick die Webseiten vom Arbeitsamt und bewerbe dich über andere Plattformen oder lass dich über ein Xing-Profil / Linked-In-Profil anwerben. Mit ein paar Buzzword auf Xing kannst du dich vor Angeboten kaum retten. (Wobei auch da Filtern angesagt ist.)

    > Bisher hatte ich einen Berater der gesagt hat, dass meine Gehaltsangabe -
    > basierens auf Aussagen von Arbeitsamt und den Websiten wo ich das unterste
    > Ende angepeilt habe - immer noch viel zu hoch sind.

    Der Berater will dich vermitteln. Er erreicht das, indem er deine Ansprüche drückt.

    Ohne Angabe deiner Forderung ist es schwer das zu beurteilen, aber als einfacher Programmierer solltest du ab 30.000 EUR brutto, bei guten Firmen ab 40.000 EUR im Jahr einen Einstieg finden.

    Sobald du den Einstieg hast, kannst du nach ein paar Jahren recht gut auf 60.000 EUR hochgehen, je nach deinem Verkaufsgeschick, eingesetzter Technologie und Leistung.

    > Wenn man sagt die Gehaltsvorstellungen sind zu hoch. Dann seit doch so gut
    > und gebt eure eigenen Vorstellungen in der Anzeige an oder verlangt nicht
    > die von den Bewerbern vor dem Vertrag anzugeben.

    Es gibt Firmen und Plattformen, die geben eine Spanne vor. Bei stackoverflow jobs kann man das bspw. einsehen.

    Der Arbeitgeber will aber so wenig wie möglich zahlen. Also hilft es ihm, sich den Preis von den Bewerbern selbst drücken zu lassen. Lass dich davon nicht entmutigen.

    Was du auch sagen kannst im Gespräch: "Ich möchte Gehalt X erreichen. Ich bin gewillt hier bei euch für Y anzufangen, wenn wir vertraglich festhalten, dass ich mein Wunschgehalt nach Z Jahren schrittweise erreiche." (Wenn du keine automatische Gehalterhöhung im Vertrag hast, dann musst du jedes Jahr ein Gespräch suchen.)

    Darüber hinaus meide ich Agenturen, die Kundengeschäfte machen und gehe nur in Firmen die ein Produkt entwickeln.

    > Es gibt sicherlich mehrere Berufsanfänger die einfach nicht wissen was sie
    > verdienen können. Die aber dennoch nicht im Mindestlohn anfangen wollen
    > oder es nicht können da sonst eine eigene Wohnung oder ein Pkw einfach
    > unmöglich wären.

    Das ist auch eine Frage der Ansprüche und Bedürfnisse. In Hamburg braucht ich kein Auto und ich konnte lange relativ günstig in einer WG wohnen.

    > Ich habe eine gute Grundausbildung, dennoch fehlt mir die Berufspraxis.
    > Doch was bekomme ich zu hören?
    >
    > Wir suchen jemanden mit 3 - 5 Jahren Erfahrung, mindestens 4 Jahren
    > Erfahrung etc.
    >
    > Tja wie soll man die erreichen, wenn man nichts findet?

    Erfahrungs/Permission-Paradoxon.

    Bewirb dich trotzdem auf die Stellen. Glaub mir, es gibt Leute in den Betrieben, die sich bewusst sind, dass sie Leuten eine Chance geben müssen. Manche müssen eine Stelle besetzen, und das machen die dann auch ab und an mit einem Junior.

    Ich selbst war dem ausgesetzt, als ich nach meiner Ausbildung nicht übernommen wurde. Da hat es auch fast ein Jahr gebraucht, bis ich meine erste "richtige" Stelle hatte.

    Schlecht bezahlt, schlechter Chef, aber gutes Sprungbrett für meine nächste Station, wo ich jetzt seit über fünf Jahren recht zufrieden arbeite.

    > Wahrscheinlich würde ich einen Job finden würde ich 150 - 200 km umziehen.
    > Das Problem hierbei ist in erster Linie das Liebe Geld. Ich habe kein
    > Erspartes was mir eine Wohnung finanziert, das Geld für Kaution oder eine
    > erste Wohnungausstattung ist schlicht und ergreifend nicht da.

    Keiner in der Familie, der dir das leihen kann / möchte? Gerade am Anfang bräuchtest du eh wahrscheinlich noch eine Bürgschaft.

    Unter Umständen kannst du eine Erstaustattung der eigenen Wohnung beantragen, da wird von 800 - 1800 EUR gefördert. Einige gerade größere Betriebe übernehmen auch Kosten für den Umzug. Mietkaution kann von Institutionen übernommen werden.

    Eine Mietkaution wäre zudem eines der wenigen Sachen, wofür ich einen Kredit aufnehmen würde, wenn ich das Geld gar nicht anders auftreiben kann, da ich es als Investition in meine berufliche Laufbahn ansehen würde, die sich mittelfristig schnell auszahlt.

  8. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: Shred 29.11.19 - 13:08

    kikimi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Mietkaution wäre zudem eines der wenigen Sachen, wofür ich einen
    > Kredit aufnehmen würde, wenn ich das Geld gar nicht anders auftreiben kann,
    > da ich es als Investition in meine berufliche Laufbahn ansehen würde, die
    > sich mittelfristig schnell auszahlt.

    Empfehlenswert ist auch eine Bankbürgschaft statt einer Kaution. Vorausgesetzt, du findest eine Bank, die das bei einem Berufsanfänger macht. Der Vorteil einer Bürgschaft ist, dass dir das Geld nicht auf dem Konto fehlt, und du dem Vermieter später auch nicht wegen der Kaution hinterherlaufen musst, wenn du wieder ausziehst. Manche Vermieter lassen sich da echt Zeit mit der Rückzahlung...

  9. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: ChiruKaio 29.11.19 - 14:20

    ubuntu_user schrieb:
    > Ich dachte du willst einen Job? was willst du dann beim Arbeitsamt?

    Arbeitsuchend melden? Während man sucht... mein Auto und die Miete im Hause der Eltern muss ich dennoch zahlen, sonst sitze ich auf der Straße.

    schipplock schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann dir empfehlen einfach alle interessanten Firmen aus der Gegend
    > direkt anzuschreiben. Eine Email mit PDF-Bewerbung im Anhang kostet ja nur
    > wenig Geld :).
    >
    > ...
    >
    > Von welchem Bruttogehalt sprechen wir hier eigentlich?

    Ich schicke ständig Bewerbungen raus an alle in der Umgebung, die ich interessant finde. Aber hier gibt es halt nicht so viele Firmen. >_>

    Ich habe Anfänglich Gehälter zw. 40k - 54k angegeben. Wie gesagt Aussagen von Arbeitsamt und Gehaltswebseiten. Mittlerweile liege ich bei 36k - 38k.

    crossblade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich wollte mich beruflich neu orientieren und habe mich auf eine eine
    > Stelle in München beworben. [...]
    > Erstes Gehaltsangebot von denen war 55k/Jahr. Das in München!

    Na ja mit meinem Lohnangaben bin ich eher in der Suche im Allgäu. Einfach da ich die Mieten in München gar nicht kenne.

    Mein letzter Job brachte mir weniger als 2'000 brutto im Monat. Davon bekomme ich selbst hier im Umkreis keine Wohnung mit der ich Nebenkosten und Auto zahlen könnte.

    kikimi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Worin? Programmierung? Systemadminitration? DevOps? Big Data? Data Sciene?
    > Welche Ausbildung? Welcher Ort?

    Bachlor in Wirtschaftsinformatik, Java, C#, C++ Kenntnisse, Scrum Master (PSM1)
    Suche im Bereich der Programmierung, Umkreis Allgäu

    > Knick die Webseiten vom Arbeitsamt und bewerbe dich über andere Plattformen
    > oder lass dich über ein Xing-Profil / Linked-In-Profil anwerben. Mit ein
    > paar Buzzword auf Xing kannst du dich vor Angeboten kaum retten. (Wobei
    > auch da Filtern angesagt ist.)

    Bisher antworten da nur Vermittler, wenn überhaupt ...

    > Der Berater will dich vermitteln. Er erreicht das, indem er deine Ansprüche
    > drückt.
    >
    > Ohne Angabe deiner Forderung ist es schwer das zu beurteilen, aber als
    > einfacher Programmierer solltest du ab 30.000 EUR brutto, bei guten Firmen
    > ab 40.000 EUR im Jahr einen Einstieg finden.

    Der Berater war in erster Linie auch nur ein Bewerbungs-Coach. Aber natürlich will er mich vermitteln. Aber hey ich will ja auch arbeiten. Ich habe keine Ahnung wie ich kommendes Jahr alles zahlen soll. Und wenn das Auto weg ist, dann bin ich nur noch an den Ort gebunden. Dann kann ich nicht mehr im Umkreis suchen.

    Wenn es schriftlich bestätigt wird habe ich kein Problem mit weniger anzufangen. 30k ist immer noch bei weitem mehr als was ich hatte. Aber es geht nur im Umkreis.

    > Das ist auch eine Frage der Ansprüche und Bedürfnisse. In Hamburg braucht
    > ich kein Auto und ich konnte lange relativ günstig in einer WG wohnen.
    >

    WG mit fremden Personen oder selbst Freunden ich glaube das wäre der Tod der Freundschaft. Nein ich wüsste nicht wer da wem umbringen würde. Ich lebe bei den Eltern und muss auch da Miete zahlen. Habe für mich aber halt auch nur ein Zimmer.

    > Keiner in der Familie, der dir das leihen kann / möchte? Gerade am Anfang
    > bräuchtest du eh wahrscheinlich noch eine Bürgschaft.

    Nein, die können da nichts leihen. Und Bürgen würden sie auch nicht.
    Ich wohne bei den Eltern und zahle Miete. In dem Moment wo ich die nicht mehr zahlen kann bin ich raus.

    > Unter Umständen kannst du eine Erstaustattung der eigenen Wohnung
    > beantragen, da wird von 800 - 1800 EUR gefördert. Einige gerade größere
    > Betriebe übernehmen auch Kosten für den Umzug. Mietkaution kann von
    > Institutionen übernommen werden.

    Ja Arbeitsamt erwähnte da was zu. Bisher hatte ich da bei einer Firma nachgefragt, ob bei der Wohnungssuche unterstützt würde. Die Aussage war, dass man da selbst auf Portale und Co gucken solle. Sicher in ner Großstadt voll simpel. Na ja war ein Zeichen, dass dies nicht gerade meine Firma wird.

    > Ich selbst war dem ausgesetzt, als ich nach meiner Ausbildung nicht
    > übernommen wurde. Da hat es auch fast ein Jahr gebraucht, bis ich meine
    > erste "richtige" Stelle hatte.
    >
    > Schlecht bezahlt, schlechter Chef, aber gutes Sprungbrett für meine nächste
    > Station, wo ich jetzt seit über fünf Jahren recht zufrieden arbeite.

    Na ja ich habe Erfahrung im Kundenservice und mit Amazon / Ebay gemacht. Aber halt leider nichts im Programmieren, wo ich hin will. Jetzt habe ich die Zeit genutzt um mich weiterzubilden und suche nach der Tür wo ich einfach Praxis erwerben kann.

    Es ist halt ein blödes Gefühl und die Zeit läuft davon... und eigentlich wollte ich nicht als Produktionshelfer irgendwo für nen Apfel und nen Ei arbeiten gehen nur damit etwas Geld rein kommt sondern in dem Bereich für den ich Studiert habe. Aber wenn die Wahl ist zw. HartzIV und sowas? Wobei ich ersteres wahrscheinlich nicht mal bekomme. Nein ziemlich sicher nicht bekomme... schließlich lebe ich aktuell bei den Eltern. Und da würde ja deren Geld reingezählt... scheiß drauf das man da Miete zahlt

    > Eine Mietkaution wäre zudem eines der wenigen Sachen, wofür ich einen
    > Kredit aufnehmen würde, wenn ich das Geld gar nicht anders auftreiben kann,
    > da ich es als Investition in meine berufliche Laufbahn ansehen würde, die
    > sich mittelfristig schnell auszahlt.

    Tja ich gehe davon aus, dass ich einen Kredit erst aufnehmen kann, sowie ich einen unterschriebenen Vertrag habe. Das ist so ein Henne - Ei Problem.

    Für das Auto brauche ich bald auch einen neuen Kredit. Die anderen Pflichtkosten fürs Auto will ich gar nicht dran denken.

  10. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: MarcoW75 29.11.19 - 14:36

    ChiruKaio schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als Berufsanfänger bin auch ich im IT Bereich auf Stellensuche und das mit
    > mäßigen Erfolg.

    Willkommen im Club. Ich habe meinen Abschluß als FISI 2015 gemacht, seitdem 2 Jahre im Support gearbeitet und 1 Jahr als Admin in einer sozialen Einrichtung.



    > Bisher hatte ich einen Berater der gesagt hat, dass meine Gehaltsangabe -
    > basierens auf Aussagen von Arbeitsamt und den Websiten wo ich das unterste
    > Ende angepeilt habe - immer noch viel zu hoch sind.

    Klar,dass die das sagen...die glauben, dass neben dem vorhandenen Abschluß NUR das Gehalt ein Kriterium ist,ob jemand eingestellt wird oder nicht. Sprich: richtig richtige Ausbildung+niedrige Gehaltsvorstellung=>Einstellungsgarantie...glauben die Amtsschergen. Dummerweise ist meines Erachtens auch eine zu niedrige Gehaltsvorstellung oft ein Punkt,der Türen verschließt. Denn eine zu niedrige Gehaltsvorstellung impliziert bei den Arbeitgebern auch oft den Gedanken "Wenn der so wenig Geld will, traut er sich nicht viel Können zu und hats dann wohl tatsächlich nicht!".


    > Wenn man sagt die Gehaltsvorstellungen sind zu hoch. Dann seit doch so gut
    > und gebt eure eigenen Vorstellungen in der Anzeige an oder verlangt nicht
    > die von den Bewerbern vor dem Vertrag anzugeben.

    Wenn ich bisher gesagt habe, was ich verdient habe, haben mir andere FISI den Vogel gezeigt, weil das meist 1/3 niedriger war als ihr eigenes gehalt.


    > Es gibt sicherlich mehrere Berufsanfänger die einfach nicht wissen was sie
    > verdienen können. Die aber dennoch nicht im Mindestlohn anfangen wollen
    > oder es nicht können da sonst eine eigene Wohnung oder ein Pkw einfach
    > unmöglich wären.

    Tja..du hast es ja im Grunde selbst angesprochen: gerade Berufsanfängern wird gerne eingeredet, sie müssten kleine Brötchen backen (ich bin ja selbst auch drauf reingefallen). Und dann trauen sie sich auch nicht, ein angemessenes Gehalt zu zahlen. Wer einmal zu niedrig pokert und damit Erfolg hat, wird immer davor zurückschrecken, es beim nächsten Mal anders zu machen.


    > Ich habe eine gute Grundausbildung, dennoch fehlt mir die Berufspraxis.
    > Doch was bekomme ich zu hören?
    > Wir suchen jemanden mit 3 - 5 Jahren Erfahrung, mindestens 4 Jahren
    > Erfahrung etc.

    Willkommen im Club.


    > Stattdessen wird man vertröstet. Man könne gerne weiter auf offene Stellen
    > der Firma gucken. Der Witz ... die gleiche Stellenanzeige steht immer noch
    > online. Aber hey es sind ja nur die Bewerber die falsche Vorstellungen
    > haben.

    In der IT-Branche gibts scheinbar überdurchschnittlich viele Firmen, die nur aus Prestigegründen Stellen ausschreiben, aber nie jemanden einstellen. Ich wohne in der Nähe der TU Ilmenau,d.h. von da drängen jedes Jahr etliche IT´ler auf den Markt, entsprechend gibts auch diverse IT-Firmen in der Gegend. Trotzdem stellen diese Firmen merkwürdigerweise niemanden ein und behaupten, kein Personal zu finden...in der Nähe einer Uni finden die kein Personal ? Ja ne,is klar.

    > Wahrscheinlich würde ich einen Job finden würde ich 150 - 200 km umziehen.
    > Das Problem hierbei ist in erster Linie das Liebe Geld. Ich habe kein
    > Erspartes was mir eine Wohnung finanziert, das Geld für Kaution oder eine
    > erste Wohnungausstattung ist schlicht und ergreifend nicht da. Gut in der
    > Probezeit würde ich nicht umziehen wollen. Hier wäre ein Zimmer besser um
    > während der Woche zumindest in der Nähe der Arbeit zu sein zumindest
    > während einer Probezeit.

    Das Zimmer muss aber auch erstmal zusätzlich finanziert werden. Noch schwieriger wirds,wenn weitere Punkte gegen einen Umzug sprechen, etwa weil man ein nahezuh unverkäufliches Haus besitzt. Was nützt mir denn ein Job,wenn ich dann davon nicht nur eine Wohnung am Arbeitsort,sondern auch noch ein Haus finanzieren muss ? Dann ist es manchmal rentabler, arbeitslos zu machen.

    > Gerade beim aktuellen Wohnungsmarkt ist es einfach nicht so leicht eine
    > Wohnung zu finden, wie es sich manche vorstellen. ...Doch davor bräuchte man erstmal in der Umgebung einen Job.

    Das ewige Spiel: ohne Job keine Wohnung und ohne Wohnung kann man keinen Job annehmen.



    > Das andere ist einfach das die Familien und Freunde nicht mit anziehen.
    > Warum müssen Bewerber also akzeptieren quer durch Deutschland zu ziehen?
    > Damit man keinen Kontakt mehr zueinander hat? Damit man statt Freunde
    > deutschlandweit Bekannte hat, ein sogenanntes Netzwerk?

    Wir sollen zu Nomaden erzogen werden...zumindest macht es den Eindruck. Ich selbst lebe seit 4 Jahren räumlich von meiner Frau getrennt, weil sie berufsbedingt im Ausland lebt und weiß, wie bescheiden dieses "Leben" ist. Man lebt sich auseinander. Das ist extrem nervig.


    > Meiner Meinung nach ist das Problem hausgemacht. Nicht nur die Bewerber
    > haben falsche Vorstellungen auch manche Arbeitgeber erwarten Bewerber die
    > aber schon Jahre Berufserfahrung gesammelt haben. Berufsanfänger werden
    > vergessen oder sollen im Mindestlohn versauern.

    Wenns nach den Firmen geht, soll ein Bewerber 20 Jahre jung sein, 15 Jahre Erfahrung haben, sich mit dem Mindestlohn zufriedengeben und innerhalb 1 Woche von Flensburg nach Garmisch umziehen können. Von wo aus er dann Kunden im ganzen Bundesgebiet anfährt. Selbstverständlich mit dem privaten Auto.


    > Wie man es macht ist es falsch. Bewirbt man sich inflationär auf alle
    > Stellen heißt es man sei nur eine Firma von vielen, der Bewerber
    > interessiert sich nicht genug für die Firma. Doch bewirbt man sich nur an
    > wenige Firmen scheitert man, da diese Berufserfahrung oder andere
    > Gehaltsvorstellungen haben....ein ewiger Kreislauf.

    Richtig.

  11. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: ChiruKaio 29.11.19 - 15:06

    MarcoW75 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Es gibt sicherlich mehrere Berufsanfänger die einfach nicht wissen was
    > sie
    > > verdienen können. Die aber dennoch nicht im Mindestlohn anfangen wollen
    > > oder es nicht können da sonst eine eigene Wohnung oder ein Pkw einfach
    > > unmöglich wären.
    >
    > Tja..du hast es ja im Grunde selbst angesprochen: gerade Berufsanfängern
    > wird gerne eingeredet, sie müssten kleine Brötchen backen (ich bin ja
    > selbst auch drauf reingefallen). Und dann trauen sie sich auch nicht, ein
    > angemessenes Gehalt zu zahlen. Wer einmal zu niedrig pokert und damit
    > Erfolg hat, wird immer davor zurückschrecken, es beim nächsten Mal anders
    > zu machen.

    Ja und am Ende fällt man auf einen Arbeitgeber rein. Man nimmt den Job an, schließlich kommt man frisch vom Studium und am Ende stellt man fest... Hey es ist minimal über den aktuellen Mindestlohn. Und spätestens als der Job weg war stellt man fest ... toll wurde ich übers Ohr gezogen. Aber an Praxiserfahrung in der IT bin ich nicht rangekommen.

    > > Stattdessen wird man vertröstet. Man könne gerne weiter auf offene
    > Stellen
    > > der Firma gucken. Der Witz ... die gleiche Stellenanzeige steht immer
    > noch
    > > online. Aber hey es sind ja nur die Bewerber die falsche Vorstellungen
    > > haben.
    >
    > In der IT-Branche gibts scheinbar überdurchschnittlich viele Firmen, die
    > nur aus Prestigegründen Stellen ausschreiben, aber nie jemanden einstellen.
    > Ich wohne in der Nähe der TU Ilmenau,d.h. von da drängen jedes Jahr etliche
    > IT´ler auf den Markt, entsprechend gibts auch diverse IT-Firmen in der
    > Gegend. Trotzdem stellen diese Firmen merkwürdigerweise niemanden ein und
    > behaupten, kein Personal zu finden...in der Nähe einer Uni finden die kein
    > Personal ? Ja ne,is klar.

    Ach ich habe auch eine Hochschule vor Ort im Allgäu. Aber es ist auch nicht besser. Man sollte meinen hier gibt es viele Stellen aber irgendwie Pustekuchen. Als Elektriker und natürlich Senior Entwickler hat man Chancen...

    >
    > > Wahrscheinlich würde ich einen Job finden würde ich 150 - 200 km
    > umziehen.
    > > Das Problem hierbei ist in erster Linie das Liebe Geld. Ich habe kein
    > > Erspartes was mir eine Wohnung finanziert, das Geld für Kaution oder
    > eine
    > > erste Wohnungausstattung ist schlicht und ergreifend nicht da. Gut in
    > der
    > > Probezeit würde ich nicht umziehen wollen. Hier wäre ein Zimmer besser
    > um
    > > während der Woche zumindest in der Nähe der Arbeit zu sein zumindest
    > > während einer Probezeit.
    >
    > Das Zimmer muss aber auch erstmal zusätzlich finanziert werden. Noch
    > schwieriger wirds,wenn weitere Punkte gegen einen Umzug sprechen, etwa weil
    > man ein nahezuh unverkäufliches Haus besitzt. Was nützt mir denn ein
    > Job,wenn ich dann davon nicht nur eine Wohnung am Arbeitsort,sondern auch
    > noch ein Haus finanzieren muss ? Dann ist es manchmal rentabler, arbeitslos
    > zu machen.
    >
    Tja das Haus habe ich zum Glück nicht. Das ist aber das andere Thema. Irgendwann möchte der Mensch sesshaft werden. Und ich fühle mich in der Region wohl und würde viel viel lieber hier bleiben.

    Für Montage und auf Dauer wäre mir ein solches Pendeln nichts. Doch in der Probezeit ist man halt immer in der Schwebe. Nimmt sie mich oder nimmt sie mich nicht, aus welchen Gründen auch immer.

    Daher bin ich nicht so begeistern von einem Umzug vor Ablauf der Probezeit. Aber 1:30 - 2h Fahrzeit für eine Strecke ist halt nichts was man längere Zeit täglich pendeln kann. Nicht mit den aktuellen Spritpreisen und die dürften in Zukunft eh eher steigen als fallen. Und ehrlich ich kann mir nicht vorstellen 8 - 10 h auf der Arbeit zu sein (durch Pause) und dann noch für 3 - 4 h zu fahren. Dann ist man daheim auch nur um zu Essen, Schlafen und das ist einfach nicht gesund. Man ist auf Arbeit nur eine Nummer von vielen. Bekanntschaften kann man mit Kollegen nicht wirklich schließen, da man für alles eher zu weit weg wohnt.

    > > Gerade beim aktuellen Wohnungsmarkt ist es einfach nicht so leicht eine
    > > Wohnung zu finden, wie es sich manche vorstellen. ...Doch davor bräuchte
    > man erstmal in der Umgebung einen Job.
    >
    > Das ewige Spiel: ohne Job keine Wohnung und ohne Wohnung kann man keinen
    > Job annehmen.

    Richtig

  12. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: bananaking 29.11.19 - 16:05

    Umziehen vom Kaff im Allgäu nach Stuttgart oder München. Auch wenn das erste mickrige Gehalt gerade so für Wohnung und den Rest reicht, du erlangst erste Erfahrung, dann kannste entspannt was besseres suchen und zwar vor Ort in der Metropole, dort hast du eine viel grössere Auswahl. Später kannste dann immer noch in dein Kaff zurück wenn du willst aber dann hast du dich an das inzw. hohe Gehalt gewöhnt das du in deinem Kaff nie erreichen wirst.

  13. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: richtchri 29.11.19 - 17:48

    bananaking schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Umziehen vom Kaff im Allgäu nach Stuttgart oder München. Auch wenn das
    > erste mickrige Gehalt gerade so für Wohnung und den Rest reicht, du
    > erlangst erste Erfahrung, dann kannste entspannt was besseres suchen und
    > zwar vor Ort in der Metropole, dort hast du eine viel grössere Auswahl.
    > Später kannste dann immer noch in dein Kaff zurück wenn du willst aber dann
    > hast du dich an das inzw. hohe Gehalt gewöhnt das du in deinem Kaff nie
    > erreichen wirst.

    +1 genau so

  14. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: ChiruKaio 29.11.19 - 19:18

    bananaking schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Umziehen vom Kaff im Allgäu nach Stuttgart oder München. Auch wenn das
    > erste mickrige Gehalt gerade so für Wohnung und den Rest reicht, du
    > erlangst erste Erfahrung, dann kannste entspannt was besseres suchen und
    > zwar vor Ort in der Metropole, dort hast du eine viel grössere Auswahl.
    > Später kannste dann immer noch in dein Kaff zurück wenn du willst aber dann
    > hast du dich an das inzw. hohe Gehalt gewöhnt das du in deinem Kaff nie
    > erreichen wirst.

    Man mag es kaum glauben es gibt Menschen die fühlen sich in einer Metropole wie München nicht wohl. Nicht zuletzt wüsste ich gar nicht was ich für München verdienen müsste um dort überhaupt ein Zimmer zu bekommen. Ach da ist es ja wieder Wohnungsmarkt und Metropolen... *hust*

    Ich darf mir gar nicht vorstellen an solchen Orten mit den Auto unterwegs zu sein. Okay dort gibt es ein deutlich besseren Nahverkehr. Aber ehrlich schreckt mich der Gedanke an einen solchen Ort eher ab.

    Das Allgäu ist recht groß gegriffen. Ich wohne nicht auf dem Land. Also von Kaff kann keine Rede sein.

  15. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: michael.w.dietrich 30.11.19 - 11:27

    Einen Berufsanfänger (selbst mit abgeschlossener Ausbildung/Studium) als "Fachkraft" zu bezeichnen ist dann am Ende vielleicht genau der Punkt an dem es scheitert.

  16. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: MarcoW75 30.11.19 - 13:56

    michael.w.dietrich schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einen Berufsanfänger (selbst mit abgeschlossener Ausbildung/Studium) als
    > "Fachkraft" zu bezeichnen ist dann am Ende vielleicht genau der Punkt an
    > dem es scheitert.

    Wir drehen uns im Kreis. Ohne Berufserfahrung kein Job. Und ohne Job kann man keine Berufserfahrung sammeln. Von irgendwelchen "Scheinalternativen" ala 1st Level Support in irgendeinem Callcenter halte ich persönlich nichts..

  17. Re: Kein Umzug und zu hohe Gehaltsvorstellungen

    Autor: bananaking 01.12.19 - 19:48

    Dann geh halt woanders hin wo es Jobs gibt: Karlsruhe, Mannheim, Freiburg....
    Im Algäu gibts nix also weg dort. Wenn du das nicht willst, tja dann wirds wohl nix mit einem Job in der IT.

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