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Tja wenn man niemanden findet

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  1. Tja wenn man niemanden findet

    Autor: StaTiC2206 28.11.19 - 13:24

    dann scheint die Gehaltsforderung des Bewerbers nicht zu hoch, sondern die Zahlungsbereitschaft des Unternehmens zu niedrig zu sein. Die meisten wollen Summe X verdienen, bekommen Sie es nicht bei Firma A gehen sie zu Firma B ich denke die wenigsten bleiben arbeitslos. Auch bei den Softskills sollten sich die Unternehmen auch mal an die eigene Nase fassen, denn dort fehlt häufig völlig die Empathie und Menschlichkeit. Da ist man kein Mensch sondern Verbrauchsmaterial.

    Natürlich ist das jetzt stark verallgemeinernd und es gibt auch viele tolle Unternehmen genauso wie es idiotische Arbeitnehmer gibt, aber man sollte nicht immer nur jammern und die Schuld bei anderen suchen sondern auch mal schauen was man selbst besser machen kann.

  2. Re: Tja wenn man niemanden findet

    Autor: TigerPixel.DE 28.11.19 - 13:33

    Überdies ignorieren die Arbeitgeber die derzeit vorherrschenden Randbedingungen wie den angespannten Wohnungsmarkt.

    Zitat aus dem heutigen Ticker "Hessen am Morgen":

    "9:31 Uhr: Der Anteil von Familien geht nach einer Studie in vielen Großstädten mit extrem hohen Mieten zurück. Überraschend ist das Ergebnis dieser vom ZDF in Auftrag gegebenen Untersuchung nicht, aber es macht klar, wie groß die Probleme auf dem Wohnungsmarkt in vielen deutschen Städten sind. Demnach wanderten in München, Freiburg, Stuttgart und auch in Frankfurt mehr Familien ab als zu. In Frankfurt, so ein weiteres Ergebnis der Studie, müssen Familien durchschnittlich etwa 39 Prozent ihres Einkommens für Wohnen ausgeben. Durchschnittlich! Wohl denen, die eine bezahlbare Wohnungen haben."

    Quellenangabe:

    https://www.hessenschau.de/morgenticker/-fraa-rauscher-ampel-in-alt-sachsenhausen--20-jaehriger-stirbt-bei-autounfall-in-heringen--schuesse-in-a7-raststaette-,hessen-am-morgen-donnerstag-334.html

    TigerPixel.DE

  3. Re: Tja wenn man niemanden findet

    Autor: aLpenbog 28.11.19 - 13:38

    TigerPixel.DE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Frankfurt, so ein weiteres Ergebnis
    > der Studie, müssen Familien durchschnittlich etwa 39 Prozent ihres
    > Einkommens für Wohnen ausgeben. Durchschnittlich! Wohl denen, die eine
    > bezahlbare Wohnungen haben."

    39% finde ich nun nicht viel, wobei die Frage ist ob es um Kaltmiete oder Warmmiete geht. Gerade da die Mieten dort gesalzen sind, bedeutet dass doch, dass die verbleibenden 61% nicht wenig Geld sind und man davon ggf. noch gut leben kann, da abgesehen von der Miete nicht wirklich vieles so stark regional variiert.

  4. Re: Tja wenn man niemanden findet

    Autor: flyhigh79 28.11.19 - 13:51

    Da steht DURCHSCHNITTLICH. Das heißt, dass diese 39% der Durchschnitt sind, also es auch welche gibt, die deutlich mehr abdrücken. Wenn die Hälfte der Kohle schon für das Dach über dem Kopf weg geht, dann noch die übrigen Fixkosten drauf kommen und man Kinder hat, dann ist das eigentlich tolle Gehalt eben doch zu wenig.
    Schaue dir die Statistiken an, wie viele Mitbürger inzwischen eine Sparquote von 0 haben.

  5. Re: Tja wenn man niemanden findet

    Autor: jonasz 28.11.19 - 14:27

    Es ist einfach die Folge der EU, ich meine immer bei den jungen Leute (bin selbst keine 30) zu hören, wie nett es doch ist, dass es die EU gibt ohne diese ganzen Grenzen. Die leben halt alle in einer Traumwelt und musste noch nie etwas arbeiten oder bekommen genug von den Eltern.

    Mit der EU hat man den grössten Braindrain neben den USA verursacht, jeder der eine gebrauchbare Ausbildung hatte, ist vom Osten in den Westen gezogen und ich meine jetzt vom Balkan in Richtung Westen. Das sollte ja kein Problem sein, aber wir sind nicht die USA, es gab und gibt riesige finanzielle Unterschiede, so hat Bulgarien ein Sechstel des pro Kopf Bruttoinlandsprodukts von Belgien. Mit so starken Gefällen war Lohndumping vorprogrammiert, so war es auch das z.B. in Österreich die reale Kaufkraft seit circa 30 Jahren am fallen ist.


    Sparquote fällt ebenfalls seit Jahren und wenn wir uns die IT Branche anschauen wird einem schlecht. Fast jedes IT Unternehmen hat Wachstumsschübe hingelegt, die in einer anderen Branche kaum möglich wären. Es gibt ein übergreifendes IT Unternehmen, hat 40 Filialen aufgeteilt auf Bayern, Oberösterreich, Tirol und Wien. Diese Filialen wurden in nicht einmal 20 Jahren aus dem Boden gestampft. Startgehalt wäre 1450¤ Netto gewesen als Informatiker EQR 4, dabei kostet eine Stunde des Technikers durchschnittlich 80-100¤, 1,5h produktiv wären am Tag genug damit sich der Techniker rentieren würde. Firmen Auto hätte man bekommen bei 150¤ Beteiligung. Bei Leasing Verträge geht sich mit 300¤ ein Mittelklassewagen aus, sprich der Techniker muss sich, damit er das Fahrzeug privat nutzen darf, zur Hälfte beteiligen.

    Solche Verträge macht man als Anfänger, spätestens nach 2-3 Jahre sollte man gehen. Habe aber Gott sei Dank nie bei so einer Firma angefangen. Bin in die Schweiz und hatte damals schon als Anfänger einen 4x so hohen Gehalt (2x Ausbildung IT EQR 4, 1 Ausbildung IT EQR 5 + Ausbildung Ingenieur). Selbst mit den Ausgaben hier lässt es sich sehr fein leben, Kollege von mir arbeitet als Programmierer mit EQR 5 Ausbildung in Texas/USA und verdient sogar 120.000$/Jahr mit 3,5 Wochen Ferien sowie Gleitzeit. Man muss sich einfach eingestehen, dass in der EU durch Lohndumping und Gier der Arbeiter einfach ein Leibeigener ist. Jetzt kann schon einer sagen, bei ihm passt alles, aber wenn in Deutschland 20% an der Armutsgrenze leben und 8-10 in Armut, sagt das wenig aus. Kenne selbst ein Beispiel, alter Schulfreund ebenfalls ein guter Informatiker, muss in Graz für 1350¤ arbeiten (Webentwickler) und in naher Umgebung zahlen alle das Gleiche. Ähnliche Kaufkraft hatte damals zur Zeit meines Vaters, jemand der im Geschäft die Regale einräumte.

  6. Re: Tja wenn man niemanden findet

    Autor: Umdenker 28.11.19 - 15:45

    Ja, aber eine relative (also prozentuelle) Angabe macht hier nur bedingt Sinn. Wenn ich von 1.500 netto mal knapp 40% schon für Wohnung und vermutlich weitere 10% für Fixkosten ausgeben muss, dann bleibt da nicht mehr soviel Spielraum. Mittagessen, Nahrung, Freizeit, Hobbies, Urlaub, bisschen Sparen, ... Geht alles schon, aber halt immer auf Minimum und primär ist es ein Monat zu Monat leben. Dann erwischt es mal den Kühlschrank, Waschmaschine oder irgendwas am Auto und zack sind die Ersparnisse von 1-2 Jahren weg.

    Spielen wir das ganze mit sagen wir 4.000 netto durch, dann sind 40% immer noch ein Brocken, aber es bleiben absolut dennoch knapp 2.000 Euro pro Monat für die weiteren genannten Punkte übrig. Überhaupt sind relative und absolute Zahlen ohne Kontext wenig bis nichtssagend. Viel wichtiger wäre z.B. ein Vergleich mit Kaufkraft der 80er Jahre, Anteil an Wohnung, wieviel Leute sich Eigentum (Wohnung, Haus, ...) leisten konnten, usw. Dann wüsste man ob und wie sich die Gesellschaft vom Wohlstand her entwickelt. Was wohl ein ziemlich sicherer Fakt in der heutigen Zeit ist. Mehr Geld ist aktuell wieder bei weniger Menschen und die großen Massen erhalten einen kleineren Teil vom Produktivitätskuchen als sagen wir in den goldenen Zeiten der 60-80er Jahre.

  7. Re: Tja wenn man niemanden findet

    Autor: Dino13 28.11.19 - 15:54

    flyhigh79 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da steht DURCHSCHNITTLICH. Das heißt, dass diese 39% der Durchschnitt sind,
    > also es auch welche gibt, die deutlich mehr abdrücken. Wenn die Hälfte der
    > Kohle schon für das Dach über dem Kopf weg geht, dann noch die übrigen
    > Fixkosten drauf kommen und man Kinder hat, dann ist das eigentlich tolle
    > Gehalt eben doch zu wenig.
    > Schaue dir die Statistiken an, wie viele Mitbürger inzwischen eine
    > Sparquote von 0 haben.

    Also gibt es auch welche die deutlich weniger bezahlen. 39% ist trotzdem ein guter Wert. Aber Durchschnitt ist auch so eine miese Berechnungsmethode in solchen Fällen wäre der Median etwas hilfreicher um das ganze realistisch einschätzen zu können.

  8. Re: Tja wenn man niemanden findet

    Autor: Kommentator2019 28.11.19 - 16:13

    jonasz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Mit der EU hat man den grössten Braindrain neben den USA verursacht, jeder
    > der eine gebrauchbare Ausbildung hatte, ist vom Osten in den Westen gezogen
    > und ich meine jetzt vom Balkan in Richtung Westen. Das sollte ja kein

    Kenne keinen einzigen, der es aus dem Balkan dauerhaft hierhin (in die IT) geschafft hat.
    Die Argumentation ist mir viel zu abenteuerlich

  9. Re: Tja wenn man niemanden findet

    Autor: Dino13 28.11.19 - 17:06

    Kommentator2019 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jonasz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Mit der EU hat man den grössten Braindrain neben den USA verursacht,
    > jeder
    > > der eine gebrauchbare Ausbildung hatte, ist vom Osten in den Westen
    > gezogen
    > > und ich meine jetzt vom Balkan in Richtung Westen. Das sollte ja kein
    >
    > Kenne keinen einzigen, der es aus dem Balkan dauerhaft hierhin (in die IT)
    > geschafft hat.
    > Die Argumentation ist mir viel zu abenteuerlich

    In Tschechien sind es recht viele sie werden aber auch dort extra angeworben. Sonst sind es natürlich auch einige die sich schon im Studium auf den Weg machen, wobei es da schon einem schwer gemacht wird tatsächlich durchzukommen. Da viele auf eine Arbeit nebenher angewiesen sind und man da bekanntlich nur den geringfügigen Job machen kann aber nachweisen muss dass man fast das doppelte davon zur Verfügung hat.

  10. Re: Tja wenn man niemanden findet

    Autor: velo 28.11.19 - 18:47

    flyhigh79 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da steht DURCHSCHNITTLICH. Das heißt, dass diese 39% der Durchschnitt sind,

    Bedenke bitte dazu, dass man in der Regel die Wohnung nicht bekommt, wenn die Miete mehr als 25% des Einkommens beträgt. (Zum eigenen Schutz)

  11. Re: Tja wenn man niemanden findet

    Autor: aLpenbog 28.11.19 - 19:23

    velo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bedenke bitte dazu, dass man in der Regel die Wohnung nicht bekommt, wenn
    > die Miete mehr als 25% des Einkommens beträgt. (Zum eigenen Schutz)

    Wo klappt denn sowas heutzutage noch? Ich hatte am Anfang Netto um 1.300 Euro bei einer Warmmiete von 700 Euro für 50 qm. Da konnte ich am Ende zwar nicht sparen aber ansonsten lief es relativ locker und ohne Einschränkungen. Klar dann darf nicht die Waschmaschine kaputt gehen.

    War hier auch kein Problem. Man hat mich nicht mal gefragt was ich verdiene. Zwar danach was ich beruflich mach, ggf. ging man dadurch automatisch von mehr aus. Ansonsten war es ein wenig lockerer Smalltalk und die Wohnung war mein.

  12. Re: Tja wenn man niemanden findet

    Autor: Auspuffanlage 29.11.19 - 12:04

    StaTiC2206 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dann scheint die Gehaltsforderung des Bewerbers nicht zu hoch, sondern die
    > Zahlungsbereitschaft des Unternehmens zu niedrig zu sein.
    Diese Formulierung gefällt mir auch viel besser :)

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