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Fehler in der Annahme

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  1. Fehler in der Annahme

    Autor: morecomp 04.05.11 - 12:08

    Es wird vorausgesetzt, das wie bei einer Gleichung alles aufzulösen ist (natürlich kann man eine Gleichung auflösen, daher auch der Name, nur nicht so wie wir das eben wollen). Vielleicht steht das was wir auflösen wollen gar nicht am Anfang oder es ist aufzulösen nur nicht mit unserer bisherigen Idee und so ist es auch gar nicht ganz so ganz klar, dass alles 1 zu 1 aufgelöst werden kann. Vielleicht ist es so x bedeutet a + m oder es ist möglicherweise x bedeutet a (weil schon da) + a² + m/2 (m wahrscheinlich kleiner, nachdem a schon vorher da war - möglicherweise). Das x steht übrigens für das Ereignis also den Knall.

    Wir gehen davon aus, dass der Knall der Anfang war aber vielleicht hat sich auch nur Antimaterie verdichtet und es kam zum Knall, vielleicht macht sie das auch immer wieder. Vielleicht geht das auch in Richtung der Strings, nur ein Ticken Größer. Die Materie sind dann also die Krümel, die bei der Explosion daraus entstanden sind.

    Es ist natürlich schwierig sich darüber Gedanken zu machen, was am Anfang oder zu vor war aber wahrscheinlich ist der uns bekannte Anfang nicht der wirkliche Anfang.

    Wer die Theorie oder eine Idee daraus kopiert muss mich übrigens dabei erwähnen!

  2. Re: Fehler in der Annahme

    Autor: admin666 04.05.11 - 14:08

    Am Anfang und am Ende kommt jeder Wissenschaftler immer wieder bei "Gott" an. Selbst Einstein.

    "Gott würfelt nicht..."

  3. Re: Fehler in der Annahme

    Autor: MentalFloss 04.05.11 - 14:30

    admin666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Am Anfang und am Ende kommt jeder Wissenschaftler immer wieder bei "Gott"
    > an. Selbst Einstein.
    >
    > "Gott würfelt nicht..."

    Einstein war schon zu Lebzeiten genervt davon, daß viele Leute das Zitat mehr oder weniger absichtlich fehlinterpretiert haben.

  4. Re: Fehler in der Annahme

    Autor: Youssarian 04.05.11 - 14:41

    admin666 schrieb:

    > Am Anfang und am Ende kommt jeder Wissenschaftler immer
    > wieder bei "Gott" an.

    Aber sicher nicht bei dem "Gott" der Juden, Christen und Moslems. Der ist nicht wissenschaftlich fundiert. Sinnvoller wäre es IMO zu sagen, dass jede Wissenschaft irgendwann an die "Weiß-nicht"-Grenze stößt.

  5. Re: Fehler in der Annahme

    Autor: admin666 04.05.11 - 15:01

    @ MentalFloss
    Wie ist den dann die Richtige Interpretation ?
    Zudem verdeutlicht es aber gut, dass der Wissenschaft Grenzen gesetzt sind, die noch nicht überschritten werden können, eventuell niemals.

    @ Youssarian
    Gott ist in diesem Falle tatsächlich nicht als Religiöser Führer zu verstehen, sondern eher (wie von dir schon erwähnt) ein Synonym für "wissen wir nicht".


    Unwissen "Gott" zu nennen ist eine alte menschliche Schwäche/Stärke, die kein Wissenschaftler erträgt, sie aber am Anfang und am Ende der Zeit einfach toleriert.

  6. Re: Fehler in der Annahme

    Autor: tingelchen 04.05.11 - 15:39

    Edrgeschichtlich gesehen hat die Menscheit erst vor einem Wimpernschlag festgestellt, dass die Erde rund ist und nicht flach wie eine Scheibe ;)


    Das soll nur veranschaulichen das sich die Grenze zu "Gott" (man beachte die Anführungszeichen!) mit jeder neuen Erkenntnis verschiebt.

  7. Re: Fehler in der Annahme

    Autor: Youssarian 04.05.11 - 17:03

    admin666 schrieb:

    > @ MentalFloss
    > Wie ist den dann die Richtige Interpretation ?

    Ich denke, dass Ihr beide an die berühmt-berüchtigte "Weltformel" denkt.

    > Zudem verdeutlicht es aber gut, dass der Wissenschaft Grenzen gesetzt sind,
    > die noch nicht überschritten werden können, eventuell niemals.

    Nehmen wir vereinfachend an, das Universum bestünde aus einer endlichen Anzahl gleicher Teilchen, welches n verschiedene Zustände annehmen könnte. Um den Zustand des Universums zu einem Zeitpunkt t komplett zu erfassen, müsste man den Aufenthaltsort eines jeden Teilchens und seinen Zustand zum Zeitpunkt t kennen. (Unschärferlation lassen wir 'mal weg, wir wollen es ja einfach.)

    Die einzige Kapazität, die dies erfassen kann, ist das Universum selbst, denn außerhalb des Universums existiert nichts. Nur bleibt jetzt leider keine Kapazität mehr übrig, irgendwelche Zustände zu anderen Zeitpunkten zu berechnen, denn das Universum ist ja endlich, sodass niemand mit Hilbertschen Hotels argumentieren kann. Daher gilt zwingend: Es gibt immer Grenzen unseres Wissens.

    Wer einwendet, es gäbe vielleicht Multiversen: Sofern diese auch endlich sind, führen wir nichts Neues ein.

    Wer einwendet, das Universum oder wenigstens ein Multiversum könne auch unendlich sein, dem sei gesagt, dass es dann nichts zu zeigen gibt, weil wir endliche Wesen sind. :-)

  8. Re: Fehler in der Annahme

    Autor: morecomp 04.05.11 - 17:43

    Schön gedacht ist auch der Gedanke, dass es nur ein Universum gibt. Nur ein einziges in dem sich natürlich der Mensch als Krönung der Schöpfung befindet. Der Namen würde das auch gut beschreiben aber ehrlich gesagt, sträube ich mich das zu glauben, das es nur ein Universum geben soll, das alles beinhalten soll. Eine solche Arroganz kann doch nur der Mensch haben. Nur weil wir zu kleine Geister haben muss es nicht in einem alles für uns bereits jetzt erklärbaren enden. Ich meine hier aber nicht unterschiedliche Dimensionen sondern tatsächlich unterschiedliche Universen. Wie es auch unterschiedliche Tiere, Menschen, Ozeane, Planeten und Sterne gibt, kann ich mir ebenso gut vorstellen, dass es auch unterschiedliche Universen gibt. Unendlich ist eben nicht wirklich unendlich aber sehr wahrscheinlich verdammt weit weg. Aber vielleicht auch nicht, vielleicht gibt es auch noch eine physikalische Barriere die wir uns noch gar nicht vorstellen können.

  9. Re: Fehler in der Annahme

    Autor: GodsBoss 04.05.11 - 20:21

    > Schön gedacht ist auch der Gedanke, dass es nur ein Universum gibt. Nur ein
    > einziges in dem sich natürlich der Mensch als Krönung der Schöpfung
    > befindet. Der Namen würde das auch gut beschreiben aber ehrlich gesagt,
    > sträube ich mich das zu glauben, das es nur ein Universum geben soll, das
    > alles beinhalten soll. Eine solche Arroganz kann doch nur der Mensch haben.
    > Nur weil wir zu kleine Geister haben muss es nicht in einem alles für uns
    > bereits jetzt erklärbaren enden. Ich meine hier aber nicht unterschiedliche
    > Dimensionen sondern tatsächlich unterschiedliche Universen. Wie es auch
    > unterschiedliche Tiere, Menschen, Ozeane, Planeten und Sterne gibt, kann
    > ich mir ebenso gut vorstellen, dass es auch unterschiedliche Universen
    > gibt. Unendlich ist eben nicht wirklich unendlich aber sehr wahrscheinlich
    > verdammt weit weg. Aber vielleicht auch nicht, vielleicht gibt es auch noch
    > eine physikalische Barriere die wir uns noch gar nicht vorstellen können.

    1. Der Mensch ist arrogant und behauptet, es gäbe nur ein Universum.
    2. Du hältst andere Universen für möglich.
    ->
    Du bist kein Mensch.

    Eigentlich steht Universum für die Gesamtheit aller Dinge und beinhaltet somit per Definition schon alles. Strittig ist also eigentlich eher, was alles im Universum zu finden ist, nicht, ob es andere Universen gibt. Physiker beispielsweise beschränken sich, klug, wie sie sind, meist auf das beobachtbare Universum. Allerdings hat sich die fehlerhafte Verwendung des Begriffs wohl längst durchgesetzt.

    Da müssen wir wohl mit dem „Multiversum“ leben.

    P.S.: Du hast natürlich Recht, zu kritisieren, dass viele den Menschen als „Krone der Schöpfung“ und alles, was mit ihm zu tun hat („sein“ Planet Erde, „seinem“ Stern, „seine“ Galaxie, „sein“ Universum), sehen. Aber zum Glück gibt es ja die Wissenschaft, die seit Jahrzehnten daran arbeitet, diesen Unsinn durch vernünftige Weltbilder zu ersetzen. :-)

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  10. Re: Fehler in der Annahme

    Autor: Youssarian 05.05.11 - 09:13

    GodsBoss schrieb:

    > Du hast natürlich Recht, zu kritisieren, dass viele den Menschen als
    > „Krone der Schöpfung“ und alles, was mit ihm zu tun hat („sein“ Planet
    > Erde, „seinem“ Stern, „seine“ Galaxie, „sein“ Universum), sehen. Aber zum
    > Glück gibt es ja die Wissenschaft, die seit Jahrzehnten daran arbeitet,
    > diesen Unsinn durch vernünftige Weltbilder zu ersetzen. :-)

    "Unsinn" ist es erst dann, wenn es schief geht. Bis dahin ist es eine kluge Strategie.

  11. Re: Fehler in der Annahme

    Autor: GodsBoss 05.05.11 - 09:22

    > > Du hast natürlich Recht, zu kritisieren, dass viele den Menschen als
    > > „Krone der Schöpfung“ und alles, was mit ihm zu tun hat („sein“ Planet
    > > Erde, „seinem“ Stern, „seine“ Galaxie, „sein“ Universum), sehen. Aber
    > zum
    > > Glück gibt es ja die Wissenschaft, die seit Jahrzehnten daran arbeitet,
    > > diesen Unsinn durch vernünftige Weltbilder zu ersetzen. :-)
    >
    > "Unsinn" ist es erst dann, wenn es schief geht. Bis dahin ist es eine kluge
    > Strategie.

    Was verstehst du denn unter „schief gehen“ in diesem Kontext? Und was hat das mit „Strategie“ zu tun?

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  12. Re: Fehler in der Annahme

    Autor: Youssarian 05.05.11 - 09:39

    GodsBoss schrieb:

    > Was verstehst du denn unter „schief gehen“ in diesem Kontext?

    Wenn der Mensch - egal ob in Zeit oder Raum - feststellen muss, dass er nicht die Krone der Schöpfung ist. Dann und erst dann hat sich die Annahme als "Unsinn" herausgestellt.

    > Und was hat das mit „Strategie“ zu tun?

    Das Verhalten der Menschheit lässt sich auf seine genetische Programme zurückführen, Diese wiederum sind so ausgefeilt, dass sie Dinge wie "Bewusstsein" und "Altruismus" hervorbrachten, weil es offenbar der Erhaltung und Verbreitung der Art dient. Wie kann man daran zweifeln, dass das klug sei? Wir können darüber doch nur deshalb reflektieren, weil es so ist. :-)

  13. Re: Fehler in der Annahme

    Autor: Baron Münchhausen. 05.05.11 - 10:33

    admin666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Am Anfang und am Ende kommt jeder Wissenschaftler immer wieder bei "Gott"
    > an. Selbst Einstein.
    >
    > "Gott würfelt nicht..."


    Mal abgesehen davon, dass du seine Aussage nicht verstanden hast erklärt sich die Existenz von Gott selbst genauso wenig, wie "warum alles so ist, wie es ist". Dieses "Wissenschaft scheitert, Religion erklärt es - Gott" Gequatsche geht mir gerade aufgrund dessen auf die Nerven, dass man nur ein Schritt weiter denken müsste um das Gegenteil zu erkennen und dafür kein Genie sein muss. Bekommt es in euren Schädel: Weder Wissenscahft, noch Religion erklärt alles. Aber bei Wissenschaft gibt es wenigstens Realitätsbezug und es wird immerwieder Theorie in der Praxis nachgewiesen.

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