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Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

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  1. Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

    Autor: Stefan Grotz 03.05.21 - 10:13

    Wie viele Stockwerke kann man überhaupt bauen, wenn man reinen Beton verwendet statt Stahlbeton? Im Moment wirkt das Ergebnis eher wie ein hübscher Bungalow.

  2. Re: Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

    Autor: Reinheitsgebot 03.05.21 - 10:28

    Ich Frage mich eher nach Haltbarkeit. Wie lange so ein Beton aushält ohne brüchig zu werden und ob ein Mehrwert zu Ziegelsteinen bzw. Kalksandsteinen hat. Wenn ich an so manche Brücke denke, die ich glaube jedes Quartal gewartet werden müssen, oder die Plattenbauten in Ost Europa, wo sie teilweise schon nach 30-40 Jahren anfangen die Bauten zu sprengen bzw. Rückzubauen. Ob es doch nicht besser und Langlebiger ist ein Haus aus Steinen zu bauen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.21 10:28 durch Reinheitsgebot.

  3. Re: Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

    Autor: thrust26 03.05.21 - 10:33

    Die mangelnde Haltbarkeit liegt i.d.R. am nicht ordentlich geschützten Stahl, nicht am Beton. Schon die Römer haben mit Beton gebaut und die Gebäude stehen heute noch.

  4. Re: Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

    Autor: EWCH 03.05.21 - 10:44

    > Die mangelnde Haltbarkeit liegt i.d.R. am nicht ordentlich geschützten
    > Stahl, nicht am Beton. Schon die Römer haben mit Beton gebaut und die
    > Gebäude stehen heute noch.

    Stahl und Beton haben eine leicht unterschiedliche thermische Expansion. Das setzt dem Stahlbeton langfristig zu. Daher sind reine Betonbauten (wie das Pantheon in Rom) langlebiger als moderne Bauten. Spannbeton ist natuerlich nochmal anspruchsvoller.
    Leider verkraftet Beton ohne Stahl nur Druck und keinen Zug (das ist ja der Sinn von Spannbeton), daher sind hohe Gebaeude nur mit Bogenbauweise zu erreichen.

  5. Re: Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

    Autor: Muhaha 03.05.21 - 10:55

    thrust26 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon die Römer haben mit Beton gebaut und die
    > Gebäude stehen heute noch.

    Die Römer haben eine Mischung verwendet, die besonders haltbar war. Ich hatte mal ausserhalb von Aachen Montage in einer Kläranlage, um die herum noch Bauten der Nazis aus dem 2. WK standen. Bzw. die Ruinen davon. Schnell hochgezogene Betonbauten, die rasend schnell verfallen, weil sie weder genug Zeit zum Abbinden bekamen und auch nicht die nötige Menge, richtige Zusammensetzung an Bindemitteln enthielten. Stahl war da nirgendwo zu sehen, der ist längst herausgebrochen und wiederverwertet worden.

    Aber inzwischen hat man wohl auch herausgefunden, was genau den römischen Beton so haltbar macht und neue Betonbauten sollten dementsprechend länger halten.

  6. Re: Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

    Autor: crustenscharbap 03.05.21 - 11:02

    Nach jetzigem Stand bis zu 2 Etagen. Höhere 3D Drucker gibt es nicht.

    Wir in Deutschland sind da wirklich schon weiter. In Beckum stehen schon die ersten Häuser und die sind keine Testobjekte.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.21 11:05 durch crustenscharbap.

  7. Re: Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

    Autor: WonderGoal 03.05.21 - 15:35

    Stefan Grotz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie viele Stockwerke kann man überhaupt bauen, wenn man reinen Beton
    > verwendet statt Stahlbeton? Im Moment wirkt das Ergebnis eher wie ein
    > hübscher Bungalow.

    Natürlich gibt es tragende Elemente, aber man kommt dabei ohne Stahl-Beton aus. Ausnahme: die typische Bewehrung bei Decken.

    Es gibt keinerlei Einschränkungen in der Formgebung. Ob das Haus rund wie ein Pfannkuchen sein soll, oder Ecken wie ein Stern...

  8. Re: Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

    Autor: EWCH 03.05.21 - 16:01

    > Es gibt keinerlei Einschränkungen in der Formgebung. Ob das Haus rund wie
    > ein Pfannkuchen sein soll, oder Ecken wie ein Stern...

    Solange die Waende gerade nach oben gehen, bei Schraegen gibt as natuerlich ziemliche Einschraenkungen.

  9. Re: Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

    Autor: WonderGoal 03.05.21 - 16:03

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Es gibt keinerlei Einschränkungen in der Formgebung. Ob das Haus rund
    > wie
    > > ein Pfannkuchen sein soll, oder Ecken wie ein Stern...
    >
    > Solange die Waende gerade nach oben gehen, bei Schraegen gibt as natuerlich
    > ziemliche Einschraenkungen.

    Das ist schon klar. Nur druckt halt niemand Schrägen in Wände.

  10. Re: Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

    Autor: Profi_in_allem 03.05.21 - 18:31

    Ist doch völlig egal wie lange das hält. Es muss eigentlich nur ca. 50 Jahre halten, danach ist es mir völlig egal. Mal ein Beispiel:

    Man baut mit 30-40 Jahren ein Haus und zahlt dann ab. Sagen wir 35 Jahre + 50 Jahre dann sind wir bei 85 Jahren, ein Alter wo die meisten schon tot sind oder wenn nicht, im Altersheim.

    Da ich IT-Profi bin und überaus intelligent, zählt meine Meinung mehr als alle anderen. Dies begründe ich ganz einfach, meine Meinung ist immer gut durchdacht, ich habe also einen Denkvorsprung vor allen anderen. Ich bitte dies bei etwaigen Antworten auf meine Posts zu bedenken, ich habe und hatte bisher immer Recht. Wer also anderer Meinung ist wie ich, sollte vorher bedenken, dass er höchstwahrscheinlich im Unrecht ist.

  11. Re: Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

    Autor: Krime 04.05.21 - 00:03

    Profi_in_allem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist doch völlig egal wie lange das hält. Es muss eigentlich nur ca. 50
    > Jahre halten, danach ist es mir völlig egal. Mal ein Beispiel:
    >
    > Man baut mit 30-40 Jahren ein Haus und zahlt dann ab. Sagen wir 35 Jahre +
    > 50 Jahre dann sind wir bei 85 Jahren, ein Alter wo die meisten schon tot
    > sind oder wenn nicht, im Altersheim.

    Klingt logisch, es soll aber auch irgendwo Menschen geben (sollen nur ein paar wenige sein) dir ihren Nachfahren etwas vererben wollen, wo die Wände nicht in sich zusammen fallen wenn ein neues Bild aufgehangen wird. (Habe ich gehört , kann auch nur ein Gerücht sein )

  12. Re: Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

    Autor: Oldy 04.05.21 - 02:24

    Stefan Grotz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie viele Stockwerke kann man überhaupt bauen, wenn man reinen Beton
    > verwendet statt Stahlbeton? Im Moment wirkt das Ergebnis eher wie ein
    > hübscher Bungalow.

    Gar nicht. Das Problem liegt in der Biegefestigkeit. Beton hält zwar hohe Drücke aus, ist aber nicht biegefest. Er bekommt Risse und würde nicht lange halten, wenn man die Decken ohne Bewährung gießt.

  13. Re: Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

    Autor: Profi_in_allem 04.05.21 - 06:05

    Krime schrieb:
    >
    > Klingt logisch, es soll aber auch irgendwo Menschen geben (sollen nur ein
    > paar wenige sein) dir ihren Nachfahren etwas vererben wollen, wo die Wände
    > nicht in sich zusammen fallen wenn ein neues Bild aufgehangen wird. (Habe
    > ich gehört , kann auch nur ein Gerücht sein )

    Das mag ja sein allerdings wird solch ein Haus relativ sicher viel länger halten. Es ist ja nicht so, dass der Beton nackt ist sondern mit Schutzfarbe versehen wird, so dass Feuchtigkeit gar nicht erst eindringen kann.

    Da ich IT-Profi bin und überaus intelligent, zählt meine Meinung mehr als alle anderen. Dies begründe ich ganz einfach, meine Meinung ist immer gut durchdacht, ich habe also einen Denkvorsprung vor allen anderen. Ich bitte dies bei etwaigen Antworten auf meine Posts zu bedenken, ich habe und hatte bisher immer Recht. Wer also anderer Meinung ist wie ich, sollte vorher bedenken, dass er höchstwahrscheinlich im Unrecht ist.

  14. Re: Wie weit kommt man ohne Stahlbeton?

    Autor: gadthrawn 04.05.21 - 06:17

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > thrust26 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Schon die Römer haben mit Beton gebaut und die
    > > Gebäude stehen heute noch.
    >
    > Die Römer haben eine Mischung verwendet, die besonders haltbar war. Ich
    > hatte mal ausserhalb von Aachen Montage in einer Kläranlage, um die herum
    > noch Bauten der Nazis aus dem 2. WK standen. Bzw. die Ruinen davon. Schnell
    > hochgezogene Betonbauten, die rasend schnell verfallen, weil sie weder
    > genug Zeit zum Abbinden bekamen und auch nicht die nötige Menge, richtige
    > Zusammensetzung an Bindemitteln enthielten. Stahl war da nirgendwo zu
    > sehen, der ist längst herausgebrochen und wiederverwertet worden.
    >
    > Aber inzwischen hat man wohl auch herausgefunden, was genau den römischen
    > Beton so haltbar macht und neue Betonbauten sollten dementsprechend länger
    > halten.

    Blaubeton. Mit höherem Zement Anteil wie er früher verwendet wurde ist extrem haltbar.

    In Fürth sieht du mitten in einem Vorort einen oberirdisch liegenden Bunkereingang. Es gab direkt nach dem zweiten Weltkrieg zwei Sprengversuche. Aktuell ist ein Wohnhaus drübergebaut. Nürnberg gibt es Ausnahmen wie der Adler aus dem Stadium raus gesprengt wurde. Hat beim zweiten Mal geklappt. Da ist es drunter bei Rissen, eindringenden Wasser, Gefrieren in Winter mittlerweile marode.

    Aber das Betonfeld das für matsche gedacht war, dann nach dem zweiten Weltkrieg für Militärflüge genutzt wurde und mittlerweile ein großer Parkplatz für die Messe ist- das Teil halt immer noch relativ gut.


    Die Bindemittel fehlen irgendwann im Krieg. Das heißt nicht, das nicht gewusst wurde wie man haltbar baut.

    Das mit dem Abbinden geht teilweise über Jahre, in denen der Beton fester wird.

    Heutzutage versucht man eher mit möglichst wenig Bindemittel zu bauen- das ist ja teuer. Und Gebäude werden nicht mehr so lange geplant- der Geschmack ändert sich ja....

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