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Aerodynamik

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  1. Aerodynamik

    Autor: Zwangsangemeldet 07.07.14 - 14:09

    Wenn sie das Ding schon verkleiden, um es so aerodynamisch wie möglich zu machen, und dann auch noch die Form der Verkleidung am Computer entwerfen, wieso hat das Teil dann nicht auch kleine, etwa golfballgroße "Beulen", in denen sich Luftwirbel sammeln können, so dass der Luftwiderstand noch weiter sinkt, weil dann nur noch Luft an Luft reibt? Dass sich das bei Massenprodukten wie Autos etc. nicht durchsetzt, weil die Leute es nicht hübsch finden, ist ja noch verständlich, aber wenn man bei so einem Versuchsmodell alles rausholen will, was geht, wäre das doch der nächste einfache Schritt? Oder ist das wieder zu schwierig herzustellen? In der heutigen Zeit wohl eher nicht...das Ding ist wahrscheinlich in GFK gegossen, und wie da die Gussform aussieht, ist ja da erst mal egal...?

  2. Re: Aerodynamik

    Autor: jack_torrance 08.07.14 - 10:20

    Zwangsangemeldet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn sie das Ding schon verkleiden, um es so aerodynamisch wie möglich zu
    > machen, und dann auch noch die Form der Verkleidung am Computer entwerfen,
    > wieso hat das Teil dann nicht auch kleine, etwa golfballgroße "Beulen", in
    > denen sich Luftwirbel sammeln können, so dass der Luftwiderstand noch
    > weiter sinkt, weil dann nur noch Luft an Luft reibt?
    Die Antwort ist leider einfach:
    Weil es
    A) in diesen Geschwindigkeitsbereichen und
    B) bei einer solch ohnehin schon aerodynamischen Form mit niedrigem Luftwiderstandsbeiwert
    nichts bringt.

    Diese Dellen oder Beulen – korrekt eigentlich "Dimples" – scheinen erst ab 150 km/h (Golfbälle in etwa 250 km/h nach dem Abschlag) und bei einer ungünstigen Form wie einer Kugel wirklich messbar etwas zu verändern. Eine glatte Kugel kann vermutlich schnell einen cw-Wert von 0,45 haben, während das Rad hier vermutlich < 0,14 hat. Also prinzipiell ein geringeres Potential zur weiteren Verbesserung durch Oberflächenanpassung.

    Experimentell wurde das vom Kopfball-Team des WDR bewiesen:
    wdr.de/tv/kopfball/(...)/dellen

    Weiteren Hintergrund zu den Dimples in Golfbällen liefert ebenfalls Kopfball:
    wdr.de/tv/kopfball/(...)/golfball

  3. Re: Aerodynamik

    Autor: __destruct() 09.07.14 - 00:08

    Die Mythbusters haben erfolgreich bewiesen, dass die Golfballform bei Autos etwas bringt und ich weiß nicht mehr, wie schnell sie unterwegs waren, aber es war auf jeden Fall langsamer als dieses Fahrrad fahren soll.

  4. Re: Aerodynamik

    Autor: Zwangsangemeldet 09.07.14 - 00:12

    jack_torrance schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > korrekt eigentlich "Dimples"

    Warum soll ich ein englisches Wort nehmen, so als wäre es ein Eigenname, was es nicht ist, ich also in einem deutschen Forum zwecks besserer Verständlichkeit die Bezeichnung übersetzen kann? Schließlich haben wir ein Wort dafür. Wenn ich in einem englischen Forum diese Frage gestellt hätte, hätte ich natürlich auch dimples geschrieben.

  5. Re: Aerodynamik

    Autor: jack_torrance 09.07.14 - 12:54

    __destruct() schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Mythbusters haben erfolgreich bewiesen, dass die Golfballform bei Autos
    > etwas bringt und ich weiß nicht mehr, wie schnell sie unterwegs waren, aber
    > es war auf jeden Fall langsamer als dieses Fahrrad fahren soll.
    Mythbusters... hmmmm...
    Ich persönlich halte nichts von den Mythbusters, aber das ist nur meine Meinung.
    Generell: Dass es "etwas" bringt, bestreite ich nicht. Aber würden Sie für 0,0001% Verbesserung Aufwand betreiben? Das Potential zur Verbesserung (!) ist bei den gegebenen Rahmenbedingungen einfach sehr gering. Geschwindigkeit ist dabei nur ein (und vermutlich nichtmal der entscheidende) Faktor wie oben dargestellt.

  6. Re: Aerodynamik

    Autor: jack_torrance 09.07.14 - 12:57

    Zwangsangemeldet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum soll ich ein englisches Wort nehmen, so als wäre es ein Eigenname,
    > was es nicht ist, ich also in einem deutschen Forum zwecks besserer
    > Verständlichkeit die Bezeichnung übersetzen kann?
    Sie haben vollkommen recht. Sollte man nicht.
    Ich dachte, es handelt sich um einen Eigennamen. Mir war das englische Wort dimples nicht bekannt und ich habe es aus der genannten Quelle übernommen. Sorry!
    Auch die Abkürzung DNA (aus dem Englischen) verwende ich ungerne. Da bevorzuge ich auch DNS, insofern konsequenterweise auch hier "Dellen" ;-)

  7. Re: Aerodynamik

    Autor: __destruct() 12.07.14 - 20:39

    Ich weiß nicht mehr genau, wie viel es gebracht hat, aber es gab einen deutlichen Unterschied. Besonders bei einem Fahrzeug, mit dem ein Weltrekord aufgestellt werden soll, bei dem also alles optimiert werden muss, wäre es selbst dann sinnvoll, wenn es nicht viel brächte.

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