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An sich ein interessantes Projekt

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  1. Re: An sich ein interessantes Projekt

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 30.04.18 - 14:29

    Das Kilopower Projekt ist deswegen so klein, weil in dem Gebäude in dem es durchgeführt wird, zuvor ein anderes Reaktorexperiment stand, das auch 4 Kilowatt Leistung hatte. Dadurch brauchte man keine neue Lizenz für den Betrieb zu beantragen und hat sich ein paar Jahre Papierkrieg erspart.

    SNAP-10A hatte 30 Kilowatt, im Jahr 1965, ohne dass die Kühlflächen außerordentlich groß wären (die weiße Schürze - der Reaktor ist das kleine Teil ganz oben) https://en.wikipedia.org/wiki/SNAP-10A

    Für Krusty gibt es auch schon Pläne zum Ausbau auf die zehnfache Leistung, weil der Reaktor dafür nur etwas mehr als doppelt so schwer wäre. http://anstd.ans.org/wp-content/uploads/2015/07/5135_Poston-et-al.pdf

    Alles weitere ist eine Frage der Radiatorfläche und deren Gewicht. Das Gewicht steigt weitgehend linear mit der Leistung. Physikalisch gibt es da keine Grenzen, nur irgendwann wird das Ding halt recht schwer. Leistungen im Megawatt Bereich lassen sich aber noch mit ein paar Tonnen machen.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

  2. Re: An sich ein interessantes Projekt

    Autor: Ach 30.04.18 - 14:40

    Eine Mondbasis würde man mit Solarenergie versorgen. Nicht aus Umweltschutzgründen, sondern weil es die billigste und gleichzeitig zuverlässigste Energiequelle ist, mit der man Objekte in Erdentfernung zur Sonne bestücken kann. Die Energieausbeute im Orbit ist ca. 4x größer als die in der Erdatmosphäre und es gibt auch keine Wolken. Einzig muss man die Paneele alle paar Jahre mal austauschen, wenn die von Meteoriten, Micrometeoriten, dem Sonnenwind und der kosmischen Strahlung über die Zeit zersetzt werden.

  3. Re: An sich ein interessantes Projekt

    Autor: Muhaha 30.04.18 - 14:49

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Mondbasis würde man mit Solarenergie versorgen. Nicht aus
    > Umweltschutzgründen, sondern weil es die billigste und gleichzeitig
    > zuverlässigste Energiequelle ist, mit der man Objekte in Erdentfernung zur
    > Sonne bestücken kann. Die Energieausbeute im Orbit ist ca. 4x größer als
    > die in der Erdatmosphäre und es gibt auch keine Wolken. Einzig muss man die
    > Paneele alle paar Jahre mal austauschen, wenn die von Meteoriten,
    > Micrometeoriten, dem Sonnenwind und der kosmischen Strahlung über die Zeit
    > zersetzt werden.

    Wenn das so ist, dann braucht man auch auf dem Mond kein Kernkraftwerk. Umso besser :)

  4. Re: An sich ein interessantes Projekt

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 30.04.18 - 14:51

    Der Mond hat keine Wolken. Aber 14 Tage lange Nächte.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

  5. Re: An sich ein interessantes Projekt

    Autor: blaub4r 30.04.18 - 19:44

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > blaub4r schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > doofe frage aber im weltall sind ca -270 grad. sollte das nicht mehr als
    > > ausreichen zum kühlen der reaktoren ?
    >
    > Jein, denn im Weltall fehlt Dir schlicht ein Medium zum Abtransport der
    > (Wärme-)Energie. Die einzige Möglichkeit sind Radiatoren, die
    > Infrarotstrahlung abgeben, und deren Leistung ist begrenzt. Ausserdem sind
    > im Weltall mitnichten -270 Grad, wenn Du in direkter Sonneneinstrahlung
    > bist, wirds Dir da schon ordentlich warm.
    >
    > Gruß
    > Tantalus


    im Film "Cloverfield Paradox" flutet eine Schleuse mit wasser. als die tür sich zum all öffnet wird das sofort zu eis. würde das so echt passieren ?
    Ich dachte immer im Weltall ist es wirklich Arschkalt und alles friert was da hinkommt quasi. man wird alt wie eine kuh und lernt immer noch dazu :D

  6. Re: An sich ein interessantes Projekt

    Autor: Eheran 30.04.18 - 20:40

    Das hat mit der Realität nicht all zu viel zu tun. Real würde das Wasser kochen (niedriger Druck) und dabei, in Schwerelosigkeit, in alle Richtungen zerstreut werden. Dann gefriert es irgendwann und sublimiert weiterhin.
    Die Abkühlung erfolgt durch das verdampfen bzw. sublimieren, nicht durch den "kalten Weltraum". Das ist hier zuhause auch problemlos möglich. Einfach etwas Wasser auf eine isolierende Fläche tropfen und den Druck entsprechend absenken, z.B. mit einer Drehschieber-Vakuumpumpe Das Wasser gefriert dann durch die Verdunstungskälte. Bei Youtube gibt es davon auch Videos.

  7. Re: An sich ein interessantes Projekt

    Autor: mnementh 30.04.18 - 21:03

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChMu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Wie willst Du einen Reaktor im Luftleeren oder Luftarmen Bereich
    > kuehlen?
    > > Wenn normale Computer Prozessoren bereits ein Problem bedeuten was die
    > > Abwaerme angeht, wie willst Du da Mega oder Giga Watt abfuehren?
    >
    > Mit entsprechend konstruierten Wärmetauschern? Das ist kein prinzipielles
    > Problem, für welches man erst futuristische, heute noch undenkbare
    > Materialien oder noch unbekannte wissenschaftliche Erkenntnisse benötigt.
    > Das ist mit heutigem Wissen umsetzbar.
    Ich glaube Du unterschätzt das Problem der Kühlung im Weltraum. So sehen Kühlelemente an der ISS aus (das dunkle sind Solarzellen, das helle Kühlelemente):
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/71/Panels_and_Radiators_on_ISS_after_STS-120.jpg
    Prinzipiell gibt es zwei Arten bei der ISS. Das Heat Rejection System ist eines. Ich zitiere: " Jede Kühlgruppe strahlt maximal 35 kW über die 24 Kacheln auf einer Gesamtfläche von 22 m × 10 m ab und hat eine Masse von 3,7 Tonnen."
    Das zweite sind die Photovoltaic Radiators: "Sie strahlen je 9 kW über sieben Kacheln auf einer Fläche von 13 m × 3,4 m ab und haben eine Masse von 0,8 Tonnen."
    Halten wir also fest: für ein Kilowatt abzuführender Wärmeenergie braucht man etwa 0,1 Tonnen und eine Fläche von 0,6m² mit dem einen System oder 4m² mit dem anderen. Das ist schon ordentlicher Aufwand.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Raumstation#K%C3%BChlung

  8. Re: An sich ein interessantes Projekt

    Autor: bioharz 01.05.18 - 01:10

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zazu42 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn du nicht jeden Krebstoten seit Tschernobyl in Europa zu den
    > > "Atomkrafttoten" dazuzählst sterben für Atomkraft weniger Menschen pro
    > > Gigawatt als für Kohle, Gas oder Wasserkraft, Rechnet man Staudammbrüche
    > > mit ein ist Wasserkraft sogar die "schlimmste" Form der Energie
    > gewinnung.
    >
    > Wenn ein Staudamm bricht, wenn ein Windrad durch Fehlfunktion umkippt, wenn
    > die Biogas-Anlage explodiert, sind davon nur unmittelbar diejenigen in der
    > Umgebung des Flusses/Objekts bedroht. Kohle bedroht durch CO2 und den
    > dadurch mit unterstützten Klimawandel Abermillionen Menschen auf der ganzen
    > Welt. Ebenso die Kernkraft, wo sich Radioaktivität durch Wind und Strömung
    > ebenfalls weltweit ausbreiten kann.

    Zwei Stichwörter:
    Nahe Osten
    Afrika

    Es sterben jährlich mehr Menschen durch die Erdöl-Kriege in Nähe Osten und die Erdöl-Ausbeutung in Afrika als jemals Menschen an AKW Unfälle gestorben sind.

    Das Problem out-zu-souecen und dann sich wundern das so viele an der Tür klopfen die nicht einen Kriegsgebiet wohnen wollen ist keine Lösung.

    Wenn man die benötigte Energie brauche, so muss man entsprechend dazu bereit sein, Konsequenzen zu tragen.

    Wenn man beides nicht will, so muss man sein Energiebedarf extrem zurückschrauben um nicht von Foasilen Energieträger oder Nuklear Energie abhängig zu sein.

    Natürlich wollen wir das nicht alle Wahrheiten. Wir haben uns an diesen extremen Überschluss gewohnt. Produktevielfalt, jedes Jahr ein Refresh, billige Rechenleistung, Sushi essen in mitten von Deutschland, Autobahn, Flugzeuge...

    Da kann man nur hoffen das Fusionsreaktoren und bessere Akkutechnologien mehr oder weniger bald eine Lösung anbieten. Oder etwas komplett anderes...?

    Bis dahin brauchen wir leider AKWs. Möglichst sichere AKWs...
    Theoretische Möglichkeiten gibt es ja, AKW Generation IV und V. Diese würden in die letzten Lebensjahre etwas Energie Aktiv in einen Katalysator reinstecken, der die alten Brennstäbe neutralisiert. Physikalisch alles möglich, aber bis jetzt nur in der Theorie.

    Schauen wir Mal in welcher Weld unsere Kinder aufwachsen... Ein zurückschrauben von Energie Konsum scheint für die meisten ja keine Lösung zu sein.

    PS: ich möchte allen Herzlich danken für diese spannende Diskussion!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.05.18 01:16 durch bioharz.

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